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In einem entlegenen Winkel Indiens lebte einst eine Hundefamilie.
In dieser Familie gab es zwei völlig unterschiedliche Welpen. Der eine der kleinen Hunde, war ein überaus von Freude und Liebe geprägtes Wesen. Er wedelte immer mit dem Schwanz, lachte war froh und freundlich zu allen. Sein Bruder aber war ein Miesepeter, der sich ständig von allen verfolgt sah und immer als das Opfer widriger Umstände sah. Infolgedessen sah man ihn nur mit einem langen Hals und herunter gezogenen Mundwinkeln. Jedesmal wenn ihm jemand begegnete knurrte er und versuchte zu beißen.
Eines Tages fiel dem freundlichen kleinen Hund ein Buch in die Hände das vom Tempel der tausend Spiegel berichtete. Wer in diesen Tempel geht, so hieß es, der erfährt augenblicklich wie es um die Welt bestellt ist.
Da nun der kleine Hund ein sehr neugieriger und wißbegieriger Zeitgenosse war, machte er sich gleich auf den Weg diesen Tempel zu suchen.
Ein Jahr und einen Tag reiste er kreuz und quer, von Nord nach Süd, von Ost nach West durch Indien, bis er schließlich in den Tiefen des Himalaja den Tempel der tausend Spiegel fand.
Als er eintrat war er von Tausenden, lachenden kleinen fröhlichen Hunden umgeben, die alle freundlich mit dem Schwanz wedelten.
„Oh was für eine wunderbare, freudige und freundliche Welt ist die Welt in der ich lebte.“ Sagte er und machte sich erfüllt von grenzenloser Liebe und Freude auf den Heimweg.
Zuhause angelangt, seine Augen leuchten und glänzten immer noch, erzählte er seinen Eltern und seinem Bruder von dieser wundersamen Erfahrung. „Du lügst.“ Sagte sein Bruder und fletschte mit einem tiefen grollenden Knurren die Zähne. „Ich werde es dir beweisen und selbst zu diesem Tempel gehen.“
Nach vielen vielen Jahren gelangte er dort an, trat ein und erschreckte sich fast zu Tode als er auf einmal von Tausenden, kläffenden, zähnefletschenden aggressiven Hunden umgeben war.
„Ich wußte es doch gleich, sagte er „diese Welt ist ein brutaler rücksichtsloser Ort!“
Drum merke: Wie man in den Wald ruft so tönt es heraus!
Jeder Mensch erfährt die Welt durch den Filter seiner Wahrnehmung, die nur er selber und niemand sonst gestaltet.
@Nils
Sicher weißt du das ich diese Geschichte für dich geschrieben habe.
Es geht nicht darum zu verzeihen, denn das tue ich gerne weil ich nicht nachtragend bin.
Aber zu sehen wie sich ein Mitsuchender immer tiefer in seine Ver(w)irrung verstrickt macht mich sehr sehr traurig.
Ein Einsichtsvolles gesegnetes Wochenende dir Nils und allen Lesern
Lars
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