Gheranda Samhita

 

gheranda samhita buch 98 564

Sanskrit: Das Sammelwerk des Gheranda – Geschrieben von Gheranda, einem Visnuverehrer (laut Eliade) aus Bengalen. Die Gheranda Samhita ist eine der vier wirchtigsten Ursprungsschriften des Hatha-Yoga. Sie enthält deutlich mehr Techniken als die Hatha-Yoga-Pradipika. In der Gheranda Samhita finden sich:

Der Kapitel-Aufbau der Gheranda Samhita weist Parallelen mit dem achtfachen Yoga-Pfad im Raja Yoga auf, wobei aber Yamas und Niyamas überhaupt nicht erwähnt werden. Die Gheranda Samhita beschreibt sieben Stufen, die mit der Reinigung des Körpers (Kriyas) beginnen und mit dem höchsten Samadhi enden.

Ursprung

Die Gherandasamhita stammt vermutlich aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, es gibt aber auch Theorien, derenzufolge sie bereits im 13. Jhd. verfasst worden sein könnte. Das am frühesten datierte und erhaltene Manuskript stammt von 1802, die erste bekannte Ausgabe von Bhuvanan Chandra Vasaka in Kalkutta aus dem Jahre 1877.

 

Man kann sagen, dass in der Gheranda Samhita die Hatha Yoga Praktiken im Vergleich zu den anderen drei Haupt-Hatha-Schriften am gründlichsten beschrieben werden.

 

Es werden auch mehr Praktiken als in allen anderen Schriften erläutert. Moderne Ausgaben umfassen sieben Kapitel und 351 Verse. Einige der Verse finden sich nahezu wortgleich in der Pradipika und anderen Yoga-Schriften.

 

Obwohl eindeutig eine Hatha-Yoga-Schrift, findet sich das Wort "Hatha" nur einmal im Prolog zum ersten Kapitel. Stattdessen wird der Stil als "Ghatastha Yoga" bezeichnet. Später wurde "ghatah-yogah", was eigentlich "körperlicher Yoga" heißt, als ""hatha-yogah" (= Kraft/Gewalt – Yoga oder Verdindung aus hah = Sonne und tha = Mond) gedeutet.

 

Einige Quelltexte

 
 

 

Die Gheranda-Samhita in der Zusammenfassung

 

Im Folgenden findest du teilweise den Volltext, teilweise Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel mit zahlreichen Links zu den Yoga-Techniken aus der Gheranda-Samhita. Ich habe mich nach bestem Wissen bemüht, die trefflichste Übersetzung aus den Quelltexten zu wählen (hin und wieder gab es darin doch deutliche Unterschiede, wurden die Übungen völlig unterschiedlich beschrieben).

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wasser tropfen reinigung schrift 2 564

Erzählform: Die Gheranda Samhita ist in Form eines Dialoges verfasst. Der Lehrer Gheranda unterweist den wissbegierigen Candakapali. Das erste Kapitel startet mit der aus der Pradipika bekannten Begrüßung: Gheranda verneigt sich vor dem Urgott, der Hatha-Yoga-Wissen gelehrt hat, welches für den, der den Raja Yoga zu erlernen wünscht, wie eine Leiter wirkt.


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siddhasana gheranda samhita 1 564

Gheranda Samhita, Kapitel II, Vers 1: Hier fällt die Zahl 8 Millionen und 400 Tausend Asanas (so viele wie Tierarten ...) gebe es. Gott Shiva persönlich soll sie ursprünglich gelehrt haben. Jedoch nur 84 seien hervorragend (richtig), und davon seien 32 für den Menschen nützlich ("der Menschheit heilbringend"). Diese 32 werden im Kapitel 2 der Gheranda Samhita näher beschrieben.


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mudras kundalini tz 564

Das dritte Kapitel der Gheranda Samhita widmet sich den Mudras. Gheranda schreibt: Es gibt nichts auf der Welt, dass so schnellen Erfolg im Yoga bringt wie die Mudras. Obwohl diese "unbedingt geheim gehalten" werden sollen, beschreibt er 25 davon doch recht ausführlich ...


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Die folgenden Abbildungen entstammen dem Buch "Fakire und Fakirtum - Yoga-Lehre und Yoga-Praxis nach den indischen Originalquellen" von Prof. Dr. Richard Schmidt aus dem Jahre 1907. Sie sind originalgetreu nachgezeichnet.


 
 

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