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Der Kommentar des Sankara zum Brahma Sutra, eines wichtigen Textes zum Vedanta aus der Zeit um Christi Geburt.

 
 

Was ist das Brahma Sutra?

Hier findest du einen aktuellen Kommentar zum Brahma Sutra im Internet

Als Verfasser des Brahma Sutra gilt Badaranyana. Er hat wichtige Lehren der Upanishaden, der Bhagavad Gita und anderen Texten in einen Leitfaden in Versform gegossen. Es ist eine hinduistische Schrift, die zur orthodoxen brahmanischen Tradition gezählt wird. Als wichtiger Text des Vedanta auch unter dem Namenen "Vedantasutras" gebräuchlich. Als Entstehungszeit wird das 1. bis 2. Jahrhundert nach Christus angenommen.

Das Brahma Sutra besteht aus vier Kapitel mit insgesamt 555 Versen, die ohne einen Kommentar kaum zu verstehen sind.

Raja Ravi Varma - Sankaracharya
Shankara mit Schülern

Der Kommentar (Bhasya) zum Brahma Sutra von Sankara

Auch: Brahmasutravhaasya, Brahmasutraabhasya von Sankara, Brahma-sūtra-bhāṣya of Śrī Śaṅkarācārya

Einen solchen Kommentar liefert darum Sankara bzw. Shankara (* um 788 in Kalady in Kerala; † um 820) im 8. Jahrhundert nach Christus, gut ein halbes Jahrtausend später. Sankara soll auch die Bhagavad Gita besprochen und die Werke "Viveka Chudamani bzw. Vivekachudamani" (Kleinod der Unterscheidungskraft), "Atma Bodha", "Upadesha Sahasri" geschrieben haben. Seine Hauptthemen dabei sind die Philosophie der Nicht-Dualität und die Identität der Seele (Atman) mit Brahman.

Eines seiner wichtigsten Werke Sankaras neben dem Brahma Sutra Bhyasa heißt Viveka Chudamani (Kleinod der Unterscheidung). Mit Unterscheidung meint Shankara dabei die Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Nicht-Wirklichkeit. In seinen Worten:

"Richtige Unterscheidung lässt uns das wahre Wesen eines Seiles erkennen und vertreibt die quälende Angst, die unsere irrtümliche Annahme, es sei eine Schlange, hervorruft“.

Doch so einfach ist der Weg zur Unterscheidungskraft nicht. Nur durch "Hingabe" an die Kraft der Unterscheidung und ständiges Bemühen wird er nach und nach den Schleier der Maya überwinden.

"So mag er seine eigene Seele retten, die in den Fluten von Leben und Tod (Samsara) versunken ist“.

Nur wer "seine Gedanken von allen irdischen Freuden abwendet, wer Gleichmut und die verwandten Tugenden besitzt, wer überdies nach Befreiung (Mukti) verlangt" ist überhaupt fähig, die wahre Wirklichkeit, Brahman, zu suchen. Siehe auch den Beitrag zum Jnana Yoga.

 

Textauszüge aus dem Brahma Sutra Bhyasa von Sankara

(2.1.3) In den Abhandlungen zu Yoga wird gesagt: "Yoga meint die (Hilfs-)Mittel, die Realität zu erkennen."

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