Die Bhagavad Gita

 

bhagavad gita buch 564

Die Bhagavad Gita (Sanskrit: gītā – Lied, Gedicht, bhagavan – der Erhabene, Gott) – der Gesang des Erhabenen – ist ein spirituelles Gedicht mit 700 Strophen in 18 Kapiteln und quasi ein "Unterbuch" im indischen Volksepos Mahabharata.

Viele Yogaformen (bzw. Yoga-Denksysteme) und Glaubensrichtungen beziehen sich auf Zitate aus der Bhagavad Gita. Es werden Themen wie weltliche Pflichten, Askese, Entsagung, Karma, Hingabe und Meditation angesprochen.

In Indien genießt die Bhagavad Gita eine Stellung wie bei uns die Bibel.

Die "Gita" entstand (vermutlich) irgendwann zwischen 500 vor Christus und 200 vor Christus. Manche Interpreten sehen sie als eine Zusammenführung verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden, des orthodoxen Brahmanismus, des Yoga u. a. m.

 

Die vollständige Übersetzung findet sich zum Beispiel auf Yoga-Vidya, auf ramakrishna.de, etwas exotischer übersetzt als PDF auf bhagavadgita.ch und mit vielen Kommentaren auf prabhupada.de.

 

hoere arjuna 564 

Arjuna sprach ... Er spricht manches in der Bhagavad Gita, dieser Kriegsheld, Sohn eines Gottes und einer Königin. Vor allem fragt und zweifelt er. Dem verdanken wir eine der größten Geschichten der Yoga-Welt, die "Gita". Denn ein Gott ist gekommen, auf Arjunas Fragen zu antworten. Und dieser Gott ist niemand Geringeres als Krishna, hier in Gestalt von Vasudeva, dem Wagenlenker Arjunas.

vogel himmel l dunkel 564


Arjuna äußert seine Zweifel gegenüber Krishna:

01-32 Ich will ihn gar nicht, den Sieg, Oh Krishna, ... denn was nützt er, oder die Herrschaft, Oh Krishna, oder Freuden, oder selbst das Leben?

01-35 Ich möchte sie nicht erschlagen, auch wenn sie mich töten, Oh Krishna, nicht einmal, um der Herrschaft über die drei Welten oder der Erde willen.

01-45 … Wir bereiten uns Schande, wenn wir ... aus Gier nach den Freuden eines Königreiches ... unsere Familie zu töten.

01-46 Wenn die mich erschlügen ..., derweil ich unbewaffnet bleibe und keinen Widerstand leiste, wäre mir das lieber.

siegen junge sonne r 564


02-03 Erliege nicht der Schwäche, Oh Arjuna, ... Sie ist nutzlos und deiner nicht würdig. Treibe diese kleinliche Schwäche aus deinem Herzen! Erhebe dich, Züchtiger deiner Feinde!

krishna streitwagen pc 564


02-08 Ich erkenne nichts, was diesen Schmerz, der meine Sinne verbrennt, vertreiben könnte. Selbst ein Königreich ohne Rivalen oder gar die Herrschaft über die Götter vermöchte dies nicht.

(Arjuna spielt auf die Entscheidung an, gegen seine Freunde, Verwandte und Lehrer in den Krieg zu ziehen)

baum neuer sproessling 4i 564


02-11 Der Herrliche sprach: Dein innerstes Wesen ist geschlagen von Sorge um die, um die du nicht zu beklagen brauchst. Zwar sprichst du dabei weise Worte, doch die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten.

nie eine zeit ohne 564


02-12 Wisse Arjuna: Es gab nie eine Zeit, da weder ich noch du nicht war. Noch diese Könige. Und es wird nie eine Zeit geben, da wir nicht sein werden.

standhafte unverwirrt 3d 564


02-13 So wie deine Seele in diesem Körper durch Kindheit, Jugend und Alter geht, so ähnlich wird sie nach dem Tode auch in einen anderen Körper gehen. Der Standfeste wird sich dabei nicht verwirrt werden.

empfindungen anfang ende 9o 564


02-14 Oh Arjuna, der Kontakt mit dem weltlichen Objekten führt zur Empfindung von Kälte und Hitze, Glück oder Unglück. Diese Empfindungen haben einen Anfang und ein Ende, sind nicht dauerhaft. Ertrage sie standhaft.

 
 

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