Yoga Schriften

  • Die Bhagavad Gita

    bhagavad gita buch 564

    Die Bhagavad Gita (Sanskrit: gītā – Lied, Gedicht, bhagavan – der Erhabene, Gott) – der Gesang des Erhabenen – ist ein spirituelles Gedicht mit 700 Strophen in 18 Kapiteln und quasi ein "Unterbuch" im indischen Volksepos Mahabharata.

    Viele Yogaformen (bzw. Yoga-Denksysteme) und Glaubensrichtungen beziehen sich auf Zitate aus der Bhagavad Gita. Es werden Themen wie weltliche Pflichten, Askese, Entsagung, Karma, Hingabe und Meditation angesprochen.

    In Indien genießt die Bhagavad Gita eine Stellung wie bei uns die Bibel.

    Die "Gita" entstand (vermutlich) irgendwann zwischen 500 vor Christus und 200 vor Christus. Manche Interpreten sehen sie als eine Zusammenführung verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden, des orthodoxen Brahmanismus, des Yoga u. a. m.

     

    Die vollständige Übersetzung findet sich zum Beispiel auf Yoga-Vidya, auf ramakrishna.de, etwas exotischer übersetzt als PDF auf bhagavadgita.ch und mit vielen Kommentaren auf prabhupada.de.

     

  • Gheranda Samhita

    gheranda samhita buch 98 564

    Sanskrit: Das Sammelwerk des Gheranda – Geschrieben von Gheranda, einem Visnuverehrer (laut Eliade) aus Bengalen. Die Gheranda Samhita ist eine der vier wirchtigsten Ursprungsschriften des Hatha-Yoga. Sie enthält deutlich mehr Techniken als die Hatha-Yoga-Pradipika. In der Gheranda Samhita finden sich:

    Der Kapitel-Aufbau der Gheranda Samhita weist Parallelen mit dem achtfachen Yoga-Pfad im Raja Yoga auf, wobei aber Yamas und Niyamas überhaupt nicht erwähnt werden. Die Gheranda Samhita beschreibt sieben Stufen, die mit der Reinigung des Körpers (Kriyas) beginnen und mit dem höchsten Samadhi enden.

    Ursprung

    Die Gherandasamhita stammt vermutlich aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, es gibt aber auch Theorien, derenzufolge sie bereits im 13. Jhd. verfasst worden sein könnte. Das am frühesten datierte und erhaltene Manuskript stammt von 1802, die erste bekannte Ausgabe von Bhuvanan Chandra Vasaka in Kalkutta aus dem Jahre 1877.

     

    Man kann sagen, dass in der Gheranda Samhita die Hatha Yoga Praktiken im Vergleich zu den anderen drei Haupt-Hatha-Schriften am gründlichsten beschrieben werden.

     

    Es werden auch mehr Praktiken als in allen anderen Schriften beschrieben. Moderne Ausgaben umfassen sieben Kapitel und 351 Verse. Einige der Verse finden sich nahezu wortgleich in der Pradipika, aber auch in anderen Yoga-Schriften.

     

    Obwohl eindeutig eine Hatha-Yoga-Schrift, findet sich das Wort "Hatha" nur einmal im Prolog zum ersten Kapitel. Stattdessen wird der Stil als "Ghatastha Yoga" bezeichnet. Später wurde "ghatah-yogah", was eigentlich "körperlicher Yoga" heißt, als ""hatha-yogah" (= Kraft/Gewalt – Yoga oder Verdindung aus hah = Sonne und tha = Mond) gedeutet.

     

    Einige Quelltexte

     
     

     

    Die Gheranda-Samhita in der Zusammenfassung

    Im Folgenden findest du Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel mit zahlreichen Links zu den Yoga-Techniken aus der Gheranda-Samhita.

  • Goraksa-Sataka

    Das Goraksa-Sataka (Sanskrit: Goraksa-Hundertzeiler, auch Gorakshashataka Goraksa Shatakam) ist vermutlich die älteste erhaltene Abhandlung über Hatha-Yoga. Es diente mehreren späteren Werken, die Yoga behandeln, als Vorlage. Sein Autor war Goraksha, der zwischen dem 7. und dem 10. Jahrhundert nach Christi gelebt haben soll.

    In der Hatha-Yoga-Pradipika finden sich wortwörtliche Übernahmen aus der Goraksa-Sataka.

  • Hatha Yoga Pradipika

    hatha yoga pradipika


    Die Hatha-Yoga-Pradipika (Hathapradipika) wurde im 14. oder 15. Jahrhundert nach Christus (die Gelehrten streiten sich - ein Zeitraum von über 4.500 Jahren ist in der Diskussion) von Svatmarama verfasst. Swatmarama bedeutet: „Der sich an seinem wahren Selbst erfreut“.

    Die Schrift enthält und nutzt einige Strophen aus der Goraksa-Sataka und soll auch auf der verloren gegangen Schrift "Hathayoga" von Goraksa gründen. Sie übte starken Einfluss auf spätere Yogawerke wie die Gheranda-Samhita oder die Shiva Samhita aus.

    Ein Licht für den Suchenden

    Die "Leuchte" (Sanskrit-Übersetzung für Pradipika) des Yoga beschreibt in 643 Versen Ausführung und Wirkung von 15 Asanas, sechs Reinigungsübungen, mehreren Atemübungen (hier Kumbhaka) und vielen Mudras (zu denen hier auch die Meditation gezählt wird).

     

    Hatha Yoga Pradipika im Volltext

    Vollständige Übersetzungen mit Kommentaren finden sich auf:

     

    Im folgenden findest zu eine Zusammenfassung des Inhalts der Hatha-Yoga-Pradipika von mir:

  • Shiva Samhita

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    Die vierte wichtige Yoga-Schrift, die sich auf die Pradipika und die Gheranda-Samhita bezieht. Die Shiva Samhita besteht aus 517 Strophen und geht tiefer auf die Yoga-Philosophie ein. Das Werk enthält 84 Asanas, geht aber nur auf vier Asanas genauer ein. Auch in der Shiva Samhita werden buddhistische Einflüsse erkennbar.

  • Yoga-Philosophie-Atlas

    yoga philosophie atlas 250Der "Yoga-Philosophie-Atlas" von Eckard Wolz-Gottwald ist eine fundierte Einführung in die Welt der Yoga-Philosophie. Eine Vielzahl (alle?) von yogarelevanten Themen wird anschaulich erläutert. Wer sich mit den Ursprüngen des Yoga befassen möchte, sei dieses Werk ans Herz gelegt.

  • Zusammenfassung: Die Bhagavad Gita

    hoere arjuna 564 

    Arjuna sprach... Er spricht manches in der Bhagavad Gita, dieser Kriegsheld, Sohn eines Gottes und einer Königin. Vor allem fragt und zweifelt er. Dem verdanken wir eine der größten Geschichten der Yoga-Welt, die "Gita". Denn ein Gott ist gekommen, auf Arjunas Fragen zu antworten. Und dieser Gott ist niemand Geringeres als Krishna, hier in Gestalt von Vasudeva, dem Wagenlenker Arjunas.

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