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Die Unterscheidungsfähigkeit - Buddhi |
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Der Ausdruck Buddhi wird gewöhnlich gebraucht, um die Beobachtungs- und Unterscheidungsfähigkeit zu bezeichnen. Das Wort bezieht sich nicht auf das Gemüt als Sinnesorgan, also nicht auf die vitalen Wünsche oder gewohnheitsmäßigen Tätigkeiten des niederen mentalen Ich. Unsere Verstandesfähigkeit handelt aber normalerweise nicht in der vorher erwähnten freien überlegenen Art, weil sie mit dem niederen mentalen Ego verflochten und von ihm beeinflusst ist. Nur wenn Buddhi ganz rein geworden ist, hält es sich fern vom Objekt, sieht die Gegebenheiten in ihrer richtigen Perspektive und bildet ein absolut korrektes Urteil über Menschen und Dinge. Nach der indischen Philosophie hat das Wort Buddhi einen zweifachen Aspekt. Die intellektuelle, unterscheidende Fähigkeit, welche vergleicht, beobachtet, gegenüberstellt und die übereinstimmenden und differierenden Punkte herausfindet, ist der niedere Aspekt. Der höhere Aspekt des Buddhi erfasst die Dinge nicht einzeln. Es handelt sich um eine Vision, nicht um ein begriffliches Verstehen. Der höhere Aspekt des Buddhi ist bereits im Besitz der ganzen Wahrheit. Diese wird in Form eines intuitiven Gedankens ausgedrückt.
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