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Ein selbstverwirklichter Weiser

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In seinem Buch, Die zehn Upanishaden (Ten Upanishads) schildert der Meister in klaren Worten, wie jeder selbstverwirklichte Weise alle Kräfte von Brahman besitzt. Er schreibt, dass das Wissen über Brahman niemals unabhängig von der Beherrschung dieser Kräfte einhergeht; Wissen und Kräfte gehen quasi Hand in Hand.

Als Anwalt Tiwari aus Gwalior dieses Buch gelesen hatte, dachte er, dass der Meiser als selbstverwirklichter Weiser über all diese psychischen Kräfte verfügen müsse, obwohl er niemals offen Gebrauch davon mache. Als er sich im Sommer 1955 im Ashram aufhielt, wandte er sich an den Meister und stellte er ihm diese Frage indirekt, indem er sich erkundigte: „Swamiji, was sind die Kräfte eines Jivanmukta?“

„Ein Jivanmukta hat alle Kräfte eines Siddha.“

„Wie unterscheiden sich diese Kräfte von jenen Gottes?“

„Die Kräfte eines selbstverwirklichten Weisen sind wie die von Gott, bis auf die Kraft der Schöpfung.“

„Kann er also das Wasser des Ganges gefrieren lassen?“

Der Meister lächelte. „Warum nicht?“ Er könnte es, wenn er es wollte, aber er würde es nicht tun, es sei denn es wäre zum Wohle der Menschen.“


Und der Meister fuhr fort: „Ein befreiter Heiliger kann mit seinem vollkommenen Willen alles tun. In ihm ist reines Sattwa, wie das von Ishwara. Reines Sattwa durchdringt jeden wahrhaftigen Entschluss.

Tiwari aber fragte noch weiter: „Wenn ein Weiser sich derselben Kräfte wie Gott bedienen kann, kann es da kein Durcheinander geben, wenn beide ihre Kräfte für gegensätzliche Ziele einsetzen?“

Der Meister antwortete ohne zu zögern: „ Der Weise hat keinen individuellen Willen, sondern den kosmischen Willen, der wiederum mit dem Willen Gottes identisch ist. So kann es gar nicht erst zu einem Durcheinander kommen.“
 

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