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Eingebildete Furcht |
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Jeder Mensch leidet unter irgendeiner eingebildeten Angst. Er ist ohnehin schon erregt durch Ärger, Habsucht, Stolz und Hass. Nun facht noch Furcht das Feuer seiner weltlichen Gemütsbebewegungen an. Wie ein Affe jagt er durch die Gegend und kommt keine Sekunde zur Ruhe. Der Anteil der normalen Furcht beträgt ca. 5%. Eingebildete Ängste machen 90% aus. Sie verursachen Krankheiten, erschöpfen die Lebenskräfte, bewirken alle Arten von fieberhaften Aufregung, Unbehagen, Unruhe, Disharmonie usw. Im Fall von Epidemien, Cholera oder Typhus, ist Angst die Ursache, die dafür empfänglich macht. Ein Mensch hat große Angst vor einer schweren Krankheit, sorgt sich und bildet sich ein, die Krankheitserreger wären in seinen Körper eingedrungen. Die Einbildung richtet massiven Schaden an; dadurch kann er dieser Krankheit tatsächlich zum Opfer fallen. Es gibt Menschen, die entwickeln die eingebildete Angst, ihre Stelle zu verlieren. Andere denken: "Was wird aus mir, wenn meine Frau jetzt stirbt? Ich muss meine Kinder versorgen." Wieder andere haben die eingebildete Furcht: "Was kann ich tun, wenn mein Geschäft fehlschlägt?" "Was wird aus dem Hinduismus, wenn ganz Indien pakistanisch wird, wenn der Kommunismus ganz Indien überflutet?" Solche eingebildeten Ängste nehmen kein Ende. Setze dich einen Augenblick hin. Denke tief nach. Schaue in dich hinein: Alle eingebildeten Ängste werden weichen, sie werden sich in nichts auflösen. Es sind deine eigenen Gefühle, Gedanken, Vorstellungen und Wünsche, die dich hinters Licht führen. Lerne gründlich zu denken, zu unterscheiden und zu meditieren Erwecke Mut in dir. Das Gemüt, der menschliche Geist, ist wie eine Menagerie, deren Tiere immer sprungbereit sind, um über dich herzufallen. Sei ein stiller Beobachter dieser Menagerie. Du merkst, dass du all die Jahre von diesem tückischen Gemüt getäuscht worden bist und dass die Furcht gar nicht existiert, dass sie eine große Null ist.
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