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Gespräch mit einem Westler (Teil 2 von 4) Selbstverwirklichung

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Amerikaner: „Stimmt es, dass ein Heiliger die Leiden seiner Anhänger auf sich nehmen kann und so deren Prozess der Selbstverwirklichung beschleunigt? Im Christentum gibt es eins solche Vorstellung und, so weit ich gelesen habe, auch in östlichen Religionen. Ist das so?“


 

Meister: „Für einen Heiligen gibt es kein Leiden. Wie kann es für einen selbstverwirklichten Heiligen Leiden und Betrübnisse geben?“

 

Amerikaner: „Ich bin sicher, dass ein selbstverwirklichter Mensch in seinem spirituellen Bewusstsein jenseits allen Leidens ist, aber insoweit er noch einen Körper besitzt, so muss es doch in einem solchen Fall einen körperlichen Schmerz geben.“

 

Meister: „Ja der Körper fühlt einen Schmerz. Ein mitfühlendes Leiden ist eine Tatsache. Ein Guru nimmt das Prarabdhakarma seiner Schüler auf sich, um deren Selbstverwirklichung zu beschleunigen. Er übernimmt aber nur das Leiden der Menschen, die durch den kosmischen Plan in Kontakt mit ihm kommen. Er kann und wird nicht das Leiden des gesamten Universums auf sich nehmen; das wäre unmöglich.“

 

(Prarabda Karma: Schicksal; das Karma, das sich jetzt manifestiert; Karma für dieses Leben)

 

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