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Mut entwickeln

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Gewöhnlich fürchtet das Kind Vater oder Mut­ter nicht. Nur wenn der Vater sich außergewöhnlich verhält oder auf unnatürliche Weise brüllt, gerät das Kind in Schrecken vor ihm. Das prägt sich dem Gemüt ein und wirkt sich noch im späteren Leben aus. Diese Erinnerung kann auch im erwachsenen Alter kaum ausgemerzt werden. Man sollte also Kindern keine Angst machen.

Wenn man an Mut, das Gegenteil von Furcht, denkt, wird das Negative - die Angst - langsam verschwinden. Mut muss Schritt für Schritt entwi­ckelt werden.

Wählt ein Wortbild und haltet es euch ständig vor Augen, z.B. "OM - MUT". Wiederholt diese Formel immer wieder. Ein Wort ist der Kernpunkt einer Idee. Die Idee ist der Schwerpunkt eines mentalen Bildes. Ein Bild im Gemüt wiederum ist der Ausgangspunkt für eine mentale Gewohnheit. Eine gedankliche Gewohnheit, die Gewohnheit be­stimmten Denkens, führt zur Entwicklung eines Wesenszugs, einer Eigenschaft des Menschen. Wer im Gemüt ein klares, deutliches, scharf ge­schnittenes Bild der Qualität des Muts formt, wird diese Eigenschaft in sich entwickeln. Das unter­bewusste Gemüt wird das Nötige dazu beitragen. Auch der Wille wird zuhilfe kommen. Wer ernstlich wünscht, tapfer zu sein, dem wird der Wille sofort zu Diensten sein.
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