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Stelle dich deiner Angst

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Erstickende Wellen der Furcht mögen uns zuweilen überschwemmen. Wir verlieren vielleicht das mentale Gleichgewicht für eine Weile. Vielleicht sind wir überempfindlich und erregt. Die Erinnerung an die Vergangenheit galoppiert mit beflügelter Geschwindigkeit vorbei. Die Einbildung steigt hoch und wir malen uns Unglück über Unglück aus, das uns erwartet. Unter all diesen Umständen müssen wir jedoch unser vollstes Vertrauen in Gott setzen, zu Ihm Zuflucht nehmen und felsenfest glauben, dass Er allein uns erlösen kann.

In dieser Weise die Furcht überwinden genügt jedoch nicht. Es muss durch praktische Übung erprobt werden. Zuerst müssen wir jenen entgegen treten, die wir fürchten. Wenn jemand Angst hat, einem Publikum gegenüberzutreten, dann sollte er gerade das tun als seine erste und vornehmste Pflicht, bis er frei ist von Lampenfieber und Nervosität. Wenn wir zittern, unserem Vorgesetzten oder Irgendeiner anderen Person zu begegnen, von der wir glauben, sie sei mit höheren Kräften ausgestattet, muss das als erste Pflicht jeden Tag vorgenommen werden, bis man genügend moralische Kraft gewonnen hat. Wenn man im Dunkeln durch den Anblick von etwas entsetzt ist, muss man sofort zu dieser Stelle springen und feststellen, dass das, was die Angst erregte, nichts anderes als das tägliche Arbeitsgerät ist.

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