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Wahre Gottesverehrung |
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Am Abend des 25. November 1949 bereitete R. Anantakrishna Sastri, ein
bekannter fernöstlicher Gelehrter, an der Ufertreppe des Ashram eine
Zeremonie zur Verehrung des Ganges vor. Die Ufertreppe wurde ausgiebig
geputzt und die Ashrambewohner und Besucher setzten sich bequem auf die
sauberen Stufen. Auch der Meister war dabei. Sastriji und seine Frau
begannen mit dem Ritual. Der Meister schaute aufmerksam zu und sagte dann: „Ein Jahr lang täglich den Ganges so zu verehren wie jetzt hat die gleiche Wirkung wie eine Woche von ganzem Herzen einen Typhuspatienten zu pflegen – seine Wäsche zu waschen und seinen Nachttopf zu putzen. Solcher Dienst reinigt das Herz auf der Stelle und führt zu innerer Erleuchtung.“ Und nach einem Moment des Nachdenkens fügte er hinzu, „Krankenschwestern pflegen Patienten im Krankenhaus, aber sie gelangen nicht zu innerer Reinigung, weil sie nicht die richtige Einstellung dabei haben.“ Da bemerkte der Meister, dass einige der Ashrambewohner sich an der Zeremonie beteiligten und dem heiligen Fluss Bael Blätter darbrachten. „Jeder einzelne bringt dem Ganges lediglich seine eigenen Bael Blätter als Opfer dar. Wie großartig wäre es, wenn man fühlen würde, dass man selber die ganze Verehrung durch alle Hände darbringt! Wie viel wirkungsvoller wäre diese Verehrung dann!“ bemerkter er. |




