Die 6 Yoga-Reinigungsübungen (Kriyas) aus der Pradipika

 

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Svatmarana nennt im zweiten Kapitel der Hatha Yoga Pradipika sechs Reinigungsübungen, die den Körper des Yogi zur Sicherung guter Gesundheit zur Erlangung höherer Weihen vorbereiten sollen. Hier finden sich die jeweiligen Pradipika-Verse sowie Erläuterungen und Videos zu den einzelnen "Kriyas".

Die 6 Reinigungsübungen sind:

 

Einführendes Video

 
 

 

Allgemeine Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu den Reinigungsübungen:

02-21 Bei Übergewicht oder Verschlackung sollen die sechs Reinigungsübungen zuerst praktiziert werden. Gesunde aber sollten diese nicht praktizieren, wenn der physische Körper von ausgeglichener Natur ist.

02-22 Es handelt sich um Magenreinigung (Dhauti), Dickdarmreinigung (Basti), Nasenreinigung (Neti), Augenreinigung (Trataka), Dünndarmreinigung (Nauli), und Lungenreinigung (Kapalabhati). Sie werden die sechs Handlungen (Shat-Karma) genannt.

02-23 Diese sechs Reinigungsübungen sind ein Geheimnis und bewirken eine Reinigung des physischen Körpers. Zusammen genommen haben sie vielfache Qualitäten und werden von den besten Yogis geschätzt.

02-36 Die sechs Reinigungsübungen balancieren ein Übermaß an Schleim (Kapha) und weitere Ungleichgewichte der Gesundheit (Dosha) aus. Nach den Reinigungsübungen soll der Yogi Atemübungen (Pranayama) ausführen, dann stellt sich der Erfolg mühelos ein.

02-37 Durch Atemübungen (Pranayama) werden alle Unreinheiten ausgelöscht. Doch für einige Lehrer besteht keine Zustimmung zu den anderen Reinigungsübungen.

Weitere Verse findest du bei der jeweiligen Reinigungsübung:

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Basti:

2-24 Nach der Methode, die vom Guru gelehrt wird, soll ein nasses Tuch Stück für Stück geschluckt werden. Das Tuch soll vier Daumen breit und 15 Hand lang sein. Der Yogi soll das Tuch wieder herausziehen. Dieses wird Dhauti genannt.

2-25 Husten, Asthma, Milzbrand, Lepra, Verschleimung und 20 weitere Krankheiten | Verschwinden zweifelsohne durch Dhauti.

Ausführungen zur Ausübung:

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Basti:

2-26 Der Yogi hock bis zum Nabel im Wasser und führt ein Röhrchen in den After ein. Dabei kontrahiert der Yogi den Beckenboden.

2-27 Drüsen-, Milz-, Bauch-Erkrankungen und selbst alle Erkrankungen, die durch ein Ungleichgewicht von Wind (Vata),Galle (Pitta) und Schleim (Kapha) hervorgerufen wurden,| werden zweifelsohne durch Basti kuriert.

2-28 Es bringt Reinigung des physischen Körpers, der Wahrnehmungskraft und der inneren Organe. Der Yogi erhält Schönheit und eine Stärkung des Verdauungsfeuers. Ein Übermaß von allen Doshas wird durch Basti abgebaut.

Ausführungen zur Ausübung:

 

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Neti:

02-29 Der Yogi soll eine weiche Schnur (Länge: eine Spanne, ungefähr 20 cm) in den Nasengang einführen aus dem Mund wieder heraus ziehen.

02-30 Neti reinigt den Schädel und verleiht gewiss göttliche Einsichten. Weiterhin kuriert Neti schnell alle Krankheiten, die oberhalb des Schlüsselbeins entstanden sind.

Ausführungen zur Ausübung:

 

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Trataka:

2-29 Achtsam soll der Yogi mit starrem Blick auf einen kleinen Punkt schauen, bis Tränen entstehen.

2-32 Dieses hält die Augen frei von Krankheiten, Erschöpfung und verhindert andere Krankheiten. Der Yogi soll Trataka geheim halten.

Ausführungen zur Ausübung:

 

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Nauli:

02-33 Der Yogi soll, nach vorne gebeugt, den Bauch kräftig und schwungvoll von rechts nach links kreisen lassen.

02-34 Dieses entfacht ein langsames Verdauungsfeuer und bewirkt eine gute Verdauung. Zudem erzeugt es ein tiefes Glücksgefühl und balanciert jedes Ungleichgewicht in der Gesundheit aus. Nauli ist die Krone des Hatha-Yoga.

Ausführungen zur Ausübung:

 

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Kapalabhati:

02-35 Wie der Blasebalg bei einem Hufschmied atmet der Yogi sehr schnell ein und aus. Kapalabhati verscheucht die Trägheit des Menschen vollkommen.

Ausführungen zur Ausübung:

 

 
 

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