Trikonasana oder die Dreiecks-Übung masiert die Gedärme, streckt den Rücken und dehnt viele Rücken- und Bauchmuskeln.
Die Übungsfolge:
- Gerade stehen, beide Hände an der Hüfte
- Atme ein und hebe den linken Arm, spreize die Beine ca. 1 Meter auseinander
- Atme aus und beuge den linken Arm nach recht runter. Gleite dabei mit dem rechten Arm am rechten Bein hinunter in Richtung Fuss
Halte die Stellung so tief es dir möglich ist. Achte darauf, dass die
Hüfte in gerader Linie bleibt. Führe die Übung zu beiden Seiten aus.
Ca. 30 Sekunden bis 1 Minute pro Seite halten. Das Wort bedeutet Dreieck, weil diese Übung dem Körper den Umriß eines Dreiecks gibt.
Technik. Man stellt sich aufrecht hin und spreizt die Beine 60-90 cm weit auseinander. die Zehen des linken Fusses können leicht nach Aussen gestellt werden. Dann hebt man die ausgestreckten Arme seitwärts bis in Schulterhöhe, die flachen Hände parallel zum Fußboden, die Innenseite der Hände nach unten. Langsam in den Hüften links seitwärts beugen, bis die linke Hand die Zehen berührt. ( Anmerkung des Schreibenden: oder so weit wie du mit der Hand ohne zu große Anspannung kommst) Man kann auch den Kopf leicht nach der Seite neigen. Der rechte Arm ist gestreckt, der Oberarm nah am Ohr, der Arm sollte in der Endposition in etwa parallel zum Boden gehalten werden. (Es hängt davon ab wie weit du mit deiner linken Hand zu deinen Füssen kommst) Nach fünf Sekunden richtet man sich wieder langsam auf. Beine und Arme sollen während der Rumpfbeuge seitwärts und beim Aufrichten gestreckt bleiben. Aus dem Stand ebenso Rumpfbeuge seitwärts, bis die rechte Hand die Zehen des rechten Fußes berührt. Nach 5 Sekunden langsam wieder aufrichten. Das ist Trikonasana. Es wird viermal nach jeder Seite wiederholt.
Wirkung
Trikonasana stärkt die Rückennerven und die Unterleibsorgane, steigert die peristaltische Bewegung der Eingeweide und regt die Esslust an. Verstopfung wird geheilt. Der
Körper wird leicht. Wer infolge eines Bruchs der Hüftknochen oder des Ober- beziehungsweise Unterschenkels ein verkürztes Bein hat, wird von diesem Asana großen Vorteil haben. Die Rumpfmuskeln werden angespannt, entspannt und gestreckt. Diese Bewegung hält das Rückgrat federnd. I.P. Müller beschreibt diese Übung auch in seinem, Buch "Mein System". Für einen Yogi ist das Rückgrat oder Meru Dandia ein sehr wichtiges Organ, weil :es mit dem Rückenmark und Sympathicus in Verbindung steht. Die Trikonasanaübung erhält das Rückgrat gesund und stärkt die Rückennerven gründlich.
aus "Hatha Yoga" von Swami Sivananda
|