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Vorsicht vor YogaverletzungenYoga kann den Körper nicht nur kräftigen und dehnen, sondern gleichzeitig auch Entspannung für Geist und Seele bieten. Dabei entsteht ein völlig neues Körpergefühl, welches die eigene Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst und für innere Balance sorgt. Für viele Menschen liegt der Vorteil von Yoga auch darin, dass die vielfältigen Übungen zu jeder Zeit auch zu Hause durchgeführt werden können und sich gut in das Alltagsgeschehen integrieren lassen. Zwei Quadratmeter und eine Yogamatte reichen aus und schon kann es prinzipiell losgehen. Aber liegt hierin vielleicht auch ein Problem?

Wer Yoga in sein Leben lässt, der findet wieder zu sich selbst. Die meditative Art des Yoga beruhigt, sorgt für Ausgeglichenheit. Anwender sprechen auch davon, dass sie sich im Leben wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren und ein Gefühl von Glück, Wärme und Zufriedenheit verspüren. Allerdings sind von den ungefähr 130 Yogastilen auch einige äußerst anspruchsvoll und fordern der Muskulatur und den Gelenken einiges ab. 

Da ließ besonders ein Beitrag aus der New York Times, in welchem die Sportart als potenzielle Gefährdung dargestellt wurde, Yogaliebhaber aufhorchen. Auch das Buch "Licht und Schatten von Yoga" fand ungeahnte Verbreitung. Orthopäden und Sportmediziner versuchten die Verunsicherung etwas einzudämmen, indem sie darauf hinwiesen, dass es beim Yoga unter unsachgemäßer Anleitung durchaus zu Verletzungen von Muskulatur, Gelenken und vor allem der Wirbelsäule kommen kann, aber bei qualifizierter Betreuung weiterhin die Regeneration und das körperliche Wohlbefinden im Vordergrund stehen. Hauptsächlich Ungeübte, die ohne Anleitung einen Selbstversuch im Yoga starten, überschätzen sich oftmals und schmerzhafte Zerrungen oder schlimmstenfalls langanhaltende orthopädische Schäden können dann die Folge sein.

Potenzielle Verletzungsgefahr entsteht durch falsche Ausübung!

Yoga geht mit einer Kombination von Dehnungs-, Kräftigungs- und Entspannungsübungen einher. Während einige Menschen als sehr beweglich gelten und ein hohes Maß an Flexibilität an Bändern und Gelenken aufweisen, sollten ungeübte und sportlich eher inaktive Menschen Wert auf eine ausgiebige Aufwärmphase legen. Ein zu exzessives Training ohne fachliche versierte Betreuung, kann zu quälenden Nackenschmerzen führen, die schlimmstenfalls durch einen Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule hervorgerufen werden.

Die menschliche Halswirbelsäule besteht aus sieben Wirbeln sowie unzähligen Muskeln, Gelenken und Knochen, die aufgrund der durchgehenden Nerven sehr sensibel auf Reizungen reagieren. Zwischen den Halswirbeln sitzen die Bandscheiben, welche die Funktion eines Stoßdämpfers innehaben. Mit zunehmendem Alter, aber auch durch ständige Fehlbelastungen verlieren die Bandscheiben an Elastizität und können dadurch schneller geschädigt werden. Was genau beim Bandscheibenvorfall geschieht, steht verständlich erklärt auf der Webseite der ORTHOPARC-Klinik. Die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall können sich über den gesamten Nacken- und Schulterbereich erstrecken sowie in Hände und Arme ausstrahlen. Kommen dann noch Schwindelanfälle, Tinnitus oder starke Kopfschmerzen hinzu, kann möglicherweise von einem Bandscheibenvorfall ausgegangen werden.

Um einer Verletzungsgefahr aus dem Weg zu gehen, sollte deshalb beim Yoga-Training von Anfang an auf Prävention gesetzt werden. Wichtig ist dabei, die eigenen körperlichen Grenzen zu erkennen sowie das eigene Trainingskonzept unter Anleitung eines erfahrenen Yoga-Lehrers zu absolvieren. Erst dann können die Trainingseinheiten Stück für Stück erhöht werden.

 

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