Topic-icon Meditieren macht Spaß!

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31 Mai 2010 12:40 #2251 von Yoga-Chandra
Die meisten Menschen glauben, dass das Meditieren etwas ganz arg Schwieriges wäre und dass man schon jahrelang Yoga praktiziert haben muss, um überhaupt meditieren zu können. Meditieren wird leider noch allzu häufig mit „stocksteifem Stillsitzen und Nichtsdenken“ in Verbindung gebracht. Allein schon beim Gedanken an minutenlanges Stillsitzen fangen die Gedanken an zu kreisen, denkt man an die täglichen Aufgaben im Büro, den Wochenendeinkauf, den Streit mit Tante Hanna und dass die Buchführung auch noch erledigt werden will. Stillsitzen bringt zudem den ganzen Körper so richtig schön ins Bewusstsein. Die verspannten Rückenmuskeln melden sich, am Po kneift es und außerdem juckt es ausgerechnet jetzt an den unmöglichsten Körperstellen. Verflixtes Meditieren! Oder?
Doch so schlimm ist das Meditieren gar nicht. Zugegeben, die Krone der Meditation ist immer noch die Kunst, den Stillstand der Gedanken zu erleben, um geistig entspannen zu können und völlig losgelöst vom Hier und Jetzt geradewegs ins Hier und Jetzt einzutauchen. Aber diese Art der Meditation ist wirklich nur für Fortgeschrittene geeignet.
Es gibt viele Völker, denen das still sitzende Meditieren gänzlich unbekannt ist. Und doch meditieren sie. Sie tun es beim Gehen und während sie ihre täglichen Arbeiten verrichten.
Wie ist das möglich?
Das Geheimnis jeglicher Meditation ist das Fokussieren der Gedanken auf eine einzige Wahrnehmung. Du richtest Deine Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit oder einen Sinneseindruck. Dies kann das gleichmäßige Gehen sein, das Geschirrspülen, der Blick ins Kaminfeuer, das Lauschen auf den Gesang der Vögel vor dem Fenster, das Eintauchen in eine Bewegung beim Yoga, bei der Gymnastik oder im Fitnessstudio oder das Bügeln der Wäsche.
Wichtig ist, dass deine Gedanken gebündelt werden und die Konzentration fokussiert wird. Ob dies dann das Licht einer Kerze ist, der eigene Atem oder der Genuss eines Schluckes Wein ist dabei irrelevant. Du bündelst Deine Sinne, verlagerst die Aufmerksamkeit auf einen einzigen Sinn und nimmst diesen bewusst wahr. Dieses bewusste Wahrnehmen beruhigt dann den Gedankenfluss. Denn Dein Denken befasst sich einzig und allein mit dieser einen Sinneswahrnehmung oder der Tätigkeit. Du beobachtest dich selbst dabei und lässt alles geschehen. Und falls es doch einmal passiert, dass Du wieder an Tante Hanna und die Steuererklärung denkst, dann lenkst Du einfach ganz bewusst wieder den Gedankenfluss zurück zur Sinneswahrnehmung oder der Tätigkeit.
Diese Art der Meditation ist deshalb so wertvoll, weil sie sich immer wieder im Alltag bewährt. Das bedeutet, dass Du immer und überall meditative Gedankenpausen einlegen könntest. Die Hausarbeit, das Einkaufen, das Aufräumen, der Spaziergang – all diese Tätigkeiten eignen sich, um sie meditativ auszuführen und sich ganz und gar auf das Tun zu konzentrieren. Je monotoner und gleichförmiger eine Tätigkeit ist, desto einfacher kann sie zur Meditation heran gezogen werden. Das bewusste Wahrnehmen über unsere fünf Sinne ist die andere, sehr einfache Art der Meditation.
Wie schmeckt das Brötchen? Konzentriere Dich ganz auf den Genuss und Geschmack.
Wie klingt das Bächlein im Wald? Du konzentrierst dich ganz auf das Hören.
Wie fühlt sich Dein Teddy aus Kinderzeiten an, wenn Du ihn im Arm halten? Schließ die Augen und konzentriere Dich auf das weiche Fell.
Sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen helfen, ganz bei sich selbst anzukommen. Und sei es nur für ein paar Minuten. Der Gedankenfluss kommt zur Ruhe, Körper und Seele entspannen und das bewusste Wahrnehmen steigert den Genuss. Denn es ist ein ganz wunderbares Erlebnis, die Welt bewusst wahrzunehmen. Mit der Zeit werden dann so viele Details gegenwärtig werden, die Du bisher gar nicht wahr genommen hast. Du wirst staunen über die Vielfalt der Natur und auch über den Reichtum alles Geschaffenen. Viele kleine Glücksmomente werden dadurch erleben. Du wirst bewusst sehen, wie Marienkäfer an Rosen hoch klettern. Du wirst hören wie Deine Waschmaschine gurgelt und schleudert, Du wirst den Dampf des Bügeleisens erleben und den Geruch der Jahreszeiten in der Nase haben. Und all diese Eindrücke lassen Dich zur Ruhe kommen, weil sie nicht unkontrolliert auf Dich einströmen, sondern von Dir bewusst wahrgenommen werden. Und zwar jeweils nur mit einem Sinn. Die anderen Sinne kommen während dessen zur Ruhe.
Sobald Du diese Art der Meditation in Deinen Alltag einfließen lässt, wird sich die positive Wirkung des Meditierens von alleine einstellen. Du wirst ganz bewusst in einen entspannten Bewusstseinszustand wechseln und das Leben genießen lernen. Mit der Zeit wirst du fast aus jeder Tätigkeit eine meditative machen. Dein Leben wird erfüllter und reichhaltiger. Und Du kannst immer und überall kurze meditative Momente erleben.
Schön ist es, wenn Du täglich eine gewisse Zeit für dich und die Meditation reservierst. Nun kannst du auch Meditationshilfen zur Hand nehmen und Dein Meditationsplätzchen liebevoll gestalten.
Beliebte Meditationshilfen für die Sinne sind zum Beispiel Kerzen, Klangschalenmusik, Fotos, Trommelmusik, Handschmeichler aus Holz oder Stein, Früchte, Blüten oder Speisen. Auch Räucherwerk, eine schöne Statue, Kalenderbilder, selbst gemalte Bilder und entspannende Musikstücke gehören dazu. Aber selbst völlig unromantische Alltagsgegenstände können meditativ eingesetzt werden. Kehrbesen, Staubsauger, Wischmop, Kochtopf und Schuhbürste sind ebenso Objekte, die sinnlich erfahren werden können.
Am einfachsten sind Meditationen ohne Meditationshilfe wie zum Beispiel die Atemmeditation. Dabei konzentrierst Du dich einzig und allein auf Deinen Atemfluss, das stetige Ein- und Ausatmen. Deine Hände kannst du konkret einsetzen und auf den Bauch legen, um noch besser wahrnehmen zu können. Auch für das Gehen benötigst Du keine Meditationshilfe. Du findest deinen Gehrhythmus und konzentrierst dich auf die Schritte und das Gefühl beim Gehen. Und wer möchte, kann meditative Tanzschritte zu einem Musikstück ausprobieren. Das sind ganz einfache Schritte, die sich die ganze Zeit wiederholen. Wichtig ist aber vor allem, dass Du Freude am Meditieren hast und Du deinen ganz persönlichen Weg findest. Probier es aus! Du wirst merken, wie das Meditieren Dir hilft, ganz bei sich selbst anzukommen und die Welt bewusst zu erleben. Und das wird Dir so richtig Spaß machen, denn die Welt kennt viele wunderbare Seiten, die von Dir entdeckt werden wollen!

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02 Jun 2010 21:01 #2255 von Rupendra
Rupendra antwortete auf Meditieren macht Spaß!
Es heißt im Beitrag:"Zugegeben, die Krone der Meditation ist immer noch die Kunst, den Stillstand der Gedanken zu erleben, um geistig entspannen zu können und völlig losgelöst vom Hier und Jetzt geradewegs ins Hier und Jetzt einzutauchen. Aber diese Art der Meditation ist wirklich nur für Fortgeschrittene geeignet."

Wer die transzendentale Kunst der Meditation nicht kennt, für den stimmt das sicher zu, was mein Vorredner hier schreibt. Mit FTM ist die Erfahrung ruhevoller Wachheit, das Transzendieren aller Gedanken eine spontane, mühelose Erfahrung von Anfängern gleich zu Beginn der Unterweisung durch einen geschulten FTM Lehrer. Keine Gedankenkontrolle oder Konzentration ist nöitig.

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03 Jun 2010 12:06 #2256 von Yoga-Chandra
Yoga-Chandra antwortete auf Meditieren macht Spaß!
Die FTM ist eine Mantra Meditation die 1958 von Maharishi Mahesh Yogi in den Westen eingeführt wurde. Es wurden sehr viele Studien von Ärzten und Wissenschaftlern mit tollen Ergebnissen veröffentlicht. Viele berühmte Leute meditieren auf diese Art, wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Clint Eastwood oder Elisabeth Taylor usw.

Und hier fängt dann das Problem an, die TM scheint für Leute zu sein, die finanziell besser dastehen!
Gegen sehr viel Geld kann man ein Einweihungsseminar besuchen, dort bekommt der Neuling durch seinen Lehrer/Guru eine Meditationssilbe, die nur der Guru weitergeben kann, zugeflüstert, gleichzeitig mit dem Auftrag, diese unter keinen Umständen anderen Menschen mitzuteilen. Sie sei auf den Meditierenden zugeschnitten. Nun meine Frage, warum kosten diese Seminare so viel und warum darf niemand das Mantra wissen??? :dry:

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04 Jun 2010 14:32 #2258 von larrim
Hallo

Zur TM sei allen intressierten der Dokumentattionsfilm "David wants to fly" von David Sieveking empfohlen.

Lars

Ich bin Yogalehrer und leite die Patanjali Yogaschule Münster.
Auf meiner Homepage findet ihr einige Yoga Skripte gratis zum Download. Patanjali Yogaschule Münster.

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16 Jun 2010 16:35 #2270 von Rupendra
Rupendra antwortete auf Meditieren macht Spaß!
Bitte hier nicht FTM mit TM verwechseln. 1) FTM , die Alternative, organisationsunabhängig, hat die akzeptablen, transparenten Seminargebühren.
2) FTM ist keine Mantra Meditation. Mehr Infos zur FTM: www.freie-transzendentale-meditation.info.

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16 Jun 2010 16:40 #2271 von Rupendra
Rupendra antwortete auf Meditieren macht Spaß!
Ja, guter Tipp. Das ganze Kino hat stellenweise schallend gelacht.
David Sieveking sagte in einem Interview über seine eigene Meditationserfahrung: "Die Meditationserfahrung war wirklich sehr erhebend und harmonisch. Die Meditation hat meinen Kopf nicht ab- sondern angeschaltet."- David Sieveking, moviepilot.de, 4.6.2010.
Übrigens, es geht natürlich auch anders ohne den Verein und überflüssigem Ballast. Deshalb die FREIEN; freie transzendentale Kunst der Meditation.

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07 Okt 2011 12:24 - 07 Okt 2011 15:02 #3826 von yogam
Ja Meditieren macht Spaß, aber was ist Meditation eigentlich? Hier ein Ausschnitt aus den Yogasturen von Patanjali:

Dhyana ist die siebte Stufe des Astanga-Yoga . Rishi Patanjali schreibt im 2.Yogasutra (Teil 3):

tatra pratyaya-ekatanata dhyanam

Dies bedeutet: Im Zustand von dhyana (Meditation) ist die Wahrnehmung (pratyaya) ununterbrochen (ekatanata) auf einen Ort (tatra) gerichtet. (Ausschnitt aus Yogamrita, von Yogi Dhirananda)

Da die Metitation ein Zustand ist, ist nicht ganz richtig zu sagen "Ich meditiere", vielmehr "Ich übe meine Meditationstechnik". Der Meditationszustand kommt von alleine, von innen.

Herzlichen Gruß

______________________________________________
Unsere Astanga-Yogaschule in München bietet
klassischen Hatha-Yoga Unterricht und Yoga-Workshops an.
Letzte Änderung: 07 Okt 2011 15:02 von yogam. Begründung: Signatur

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