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Coronakrise - eine Herausforderung für Meditierende 04 Mai 2020 17:29 #8621

Liebe Comunity!
Mein Name ist Alina und soeben habe ich auf meiner Webseite, die eigentlich dem großen Thema der Meditation und Spiritualität gewidmet ist, eine Serie von Beiträgen zur Coronakrise eingestellt. Mein Anliegen war es, anhand eines Blicks über die Grenzen Österreichs hinaus, mehr Abstand und somit mehr Weitsicht zur Erfassung einer Situation zu erlangen, die binnen weniger Wochen die ganze Welt "verrückt" hat. Stellt sich nicht gerade für uns Meditierende die Aufgabe, jetzt nicht in den Rückzug der eigenen Innenwelt zu flüchten, sondern die Konfrontation mit dem undurchsichtigen Netz an Geschehnissen aufzunehmen?

Tatsächlich bin ich bei meinen Forschungen auf zwei beispielhafte Persönlichkeiten gestoßen: Der italienische Textilunternehmer Brunello Cucinelli ist ein Philosoph aus tiefstem Herzen. Er verfolgt hohe Ideale für das Leben und es gelingt ihm, diese in der Firma umzusetzen. Seine Philosophie ist es unter anderem "jeden Tag so zu leben als ob es der letzte wäre" und zugleich "nicht nur 3 Tage, 3 Jahre, sondern 300 Jahre im Voraus denken". Mit kluger Voraussicht hat er seine Fabrik im Epidemiezentrum Italiens, der Mailänder Gegend, eine Woche früher als der staatlich verordnete Lockdown zugemacht und mit derselben Weisheit ist es ihm gelungen, zwei Wochen früher als andere die Arbeit wieder aufzunehmen. Dabei haben seine Angestellten den vollen Lohn weiter bezogen! Als zweites ist mir der Yoga-Experte https://heinz-grill.de/corona-wissenschaft-freiheit/Heinz Grill aufgefallen, der sich seit der Coronakrise intensiv mit der Frage nach dem spirituellen Hintergrund der Weltenlage befasst und dazu mehrere Beiträge auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Gerne würde ich mit euch darüber diskutieren, was und wie wir Meditierende für diese kritische Situation beitragen können. Leisten wir bereits einen Beitrag für die Menschheit, wenn wir möglichst viele positive Gedanken kreieren? Ist es nicht darüber hinaus eine Art Pflicht, sich durch die vielen verschiedenen Statements zu Corona hindurch zu wühlen, um Lüge und Wahrheit besser unterscheiden zu können? Ich freue mich auf eure Beiträge!
"Yoga ist eine Kunst und die Asanas sind ein poetischer Ausdruck dieser Kunst." S.D. French

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Coronakrise - eine Herausforderung für Meditierende 04 Mai 2020 17:37 #8622

Kurze Korrektur: die Firma Cucinellis liegt nicht in der Mailänder Gegend, sondern in Umbrien, im Zentrum Italiens.
"Yoga ist eine Kunst und die Asanas sind ein poetischer Ausdruck dieser Kunst." S.D. French

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Coronakrise - eine Herausforderung für Meditierende 04 Mai 2020 18:59 #8623

Hm diese Krise ist äußerst vielschichtig, ich denke mal es ist wichtig Mitgefühl für die inzwischen nahezu 250 000 Covid19 Toten und ihre Angehörigen zu entwickeln. Ebenso sollten wir alle wach sein und nicht auf die vielen aktuell verbreiteten Fake News zur Krise hereinzufallen. Es sind insbesondere immer wieder rechte Netzwerke die längst widerlegte Aussagen wie die des Herrn Worag immer wieder wiederholen, um aus der Pandemie auf in meinen Augen ganz schäbige Weise, Profit zu schlagen und zu versuchen den Deutschen Rechtsstaat zu beschädigen. Der mechanismus ist imho der gleiche, wie beim Klimawandel! 98% der seriösen Wissenschaft bestätigt den Menschen gemachten Klimawandel, 2 % leugnen ihn und diese 2% werden immer und immer wieder von Rechten Netzwerken geteilt. Also bitte Leute lasst euch kein A für ein U vormachen,. informiert euch und macht euch ein eigenes Bild. Rückzug ins Private und den Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen das Feld der Meinungsmache zu überlassen ist imho der falsche Weg.

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Coronakrise - eine Herausforderung für Meditierende 09 Mai 2020 08:55 #8624

In der letzten Newsletter-Ausgabe von Yoga-Welten habe ich das Rätsel über den Begründer der Logik im Abendland gefunden, nämlich Aristoteles. Das System der Logik finden wir ja auch in einem der sechs Vedantasysteme, nämlich nyāya. Vielleicht liegt hier ein Schlüssel zum Umgang mit der verwirrenden Meinungsvielfalt im Zuge der Coronakrise: Wenn wir einmal bei der indischen Philosophie bleiben, dann ist eine Welterkenntnis nicht möglich ohne entsprechende Selbsterkenntnis (durch Meditation) und umgekehrt. Auch wer sich selbst finden möchte, kann das nicht, ohne den Blick nach außen zu den Phänomenen der Welt, der māyā, zu richten. Die Logik als denkerische Vorstufe der Meditation, kann hier vielleicht ein hilfreiches Instrument sein. Und so habe ich mir einmal zwei Aussagen im Vergleich vorgeknöpft:

Der SPD-Politiker und vom Dienst freigestellter Medizinprofessor Karl Lauterbach vertritt folgende Ansicht:
Covid-19 ist mit einem Grippevirus nicht vergleichbar.
Denn es verursacht sehr viele Todesfälle.
Wenn durch ein Virus sehr viele Menschen sterben, dann geht die Gefährlichkeit über die einer Grippe hinaus.
In Italien sterben sehr viele Menschen.
Also ist Covid-19 mit einem Grippevirus nicht vergleichbar.

Hier würde ich einen logischen Fehler unterstellen, denn um als sehr gefährlich bezeichnet zu werden, müsste das Virus überall auf der Welt sehr hohe Todeszahlen bewirken. Dass das z.B. für Deutschland nicht der Fall ist, zeigen die Ergebnisse der Heinsberg-Studie des Virologen Streeck, der dort eine Sterblichkeitsrate von 0,37% errechnet hat. Tatsächlich scheint es für die hohe Sterblichkeit in Italien unterschiedliche Gründe zu geben.

Auf der Suche nach Aussagen von Wolfgang Wodarg bin ich auf einen Artikel gestoßen (im sogenannten „rechten Verschwörungstheoretiker-Spektrum“), wo er folgende Ansicht vertritt:

In den USA und vielen anderen Ländern wird bei Covid-19-positiven Personen prophylaktisch und therapeutisch das kostengünstige, aber noch nicht endgültig erprobte Malariamittel Hydroxychloroquin sehr viel zum Einsatz gebracht.
Viele Menschen, deren Ahnen aus tropischen Zonen stammen, besitzen einen speziellen Enzymmangel, der sie weniger anfällig für Malaria macht
Wenn diese Menschen mit Hydroxychloroquin behandelt werden, können sie eine lebensbedrohliche Auflösung der roten Blutkörperchen erleiden.
In den USA sterben sehr viele Afro-Amerikaner an Covid-19.
Diese Personen sterben, weil sie mit dem für sie unverträglichen Medikament behandelt werden.

Seht ihr bei dieser Argumentation einen logischen Fehler? Ich finde die Vorgehensweise jedenfalls spannend, denn sie ermöglicht es, bei konkreten Tatsachen anzusetzen, ohne eine Person pauschal zu beurteilen oder verurteilen zu müssen. Damit kann ich den Gedanken, dass jeder Mensch göttlich ist, wahren und trotzdem bei verschiedenen Argumenten eine abweichende Meinung vertreten.

Alina
"Yoga ist eine Kunst und die Asanas sind ein poetischer Ausdruck dieser Kunst." S.D. French

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