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Topic-icon Meine Seminararbeit: Yoga - von einer Lebensphilosophie zur Trendsportart

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30 Jun 2012 12:52 #5444 von Lisa744
Hallo zusammen!


Erst einmal möchte ich vorstellen, ich bin Lisa, 16 Jahre, und besuche die 11. Klasse eines Gymnasiums. Nun ist es in der Oberstufe so, dass ein wirtschaftliches und ein praktisches Seminar besucht werden muss, kurz: W- bzw. P-Seminar. Im W-Seminar muss die sogenannte Seminararbeit geschrieben werden, die bis Anfang nächsten Schuljahres fertig sein sollte. Da mein W-Seminar das Thema "Sport und Gesundheit" behandelt, habe ich als Thema für meine Seminararbeit "Yoga - von einer Lebensphilosophie zur Trendsportart" gewählt, weil meine Mama schon seit längerer Zeit selbst Yoga macht und ich vor Kurzem auch angefangen habe. Leider habe ich viele Probleme mit vertrauenswürdigen bzw. nicht vertrauenswürdigen Quellen, da überall andere Fakten stehen und ich sie einfach nicht auf einen Nenner bringe...


So soll meine Seminararbeit gegliedert sein:


1.Einführung in das Thema

1.1 Definition „Yoga“

Begriffserklärung

1.2 Warum begeistert die indische Lebensphilosophie Yoga immer mehr Leute und entwickelt sich zur Trendsportart der Moderne?


2.Grundlagen

2.1 Geschichtlicher Hintergrund

2.2 Yoga Im Hinduismus

2.3 Yoga und Religion


3.Die Systematik des Yoga

3.1 Der achtgliedrige Pfad: Die acht Stufen des Fortschritts

3.1.1 Yama

3.1.2 Niyama

3.1.3 Asanas

3.1.4 Pranayama

3.1.5 Pratyahar

3.1.6 Dhyana

3.1.7 Dharana

3.1.8 Samadhi
3.1.9 Weitere Stufen

3.2 Die sechs Yogawege (Yoga-Richtungen)
3.2.1 Hatha Yoga: Yoga des Körpers

3.2.2 Kundalini Yoga: Yoga der Energie

3.2.3 Raja Yoga: Yoga der Meditation

3.2.4 Jnana Yoga: Yoga des Wissens

3.2.5 Bhakti Yoga: Yoga der Hingabe

3.2.6 Karma Yoga: Yoga der Handlung


4.Wirkung von Yoga

4.1. Allgemeine Wirkungen

4.2 Wirkung von Yoga auf die Gesundheit 4.3 Wirkung der Asanas (Körperübungen)

4.3.1 Der Schulterstand (Sarvangasana)

4.3.2 Der Fisch (Matsyasana)
4.3.3 Die Vorwärtsbeuge (Paschimothanasana)

4.3.4 Der Drehsitz (Matsyendrasana)

4.3.5 Der Baum (Vrikshasana)


5.Poweryoga als weitere Yoga-Richtung


6.Yoga heute

6.1 Entwicklung zur Trendsportart

6.2 Bihar Yoga Baharati: Die erste Yoga-Universität der Welt

6.3 Yoga und Forschung

6.4 Yoga im Alltag

6.5 Modernes Yoga und seine Zukunft


Hierbei weiß ich nicht so ganz, ob ich 5. noch mit reinnehmen soll oder gleich weglassen soll...


2.1 hab ich schon ausgearbeitet:


2.1. Geschichtlicher Hintergrund


Die Ursprünge des Yoga verlieren sich im Dunkel der Zeit, denn sie liegen – nach aktuellem Wissenstand – etwa 3500 Jahre zurück. – Yoga wird als göttliche Wissenschaft vom Leben angesehen, die erleuchteten Weisen in der Meditation enthüllt wurde.

Den vermutlich ältesten archäologischen Beweis seiner Existenz liefern ausgegrabene Funde, Steinsiegel mit Figuren in Yoga-Positionen, die im Industal gefunden wurden und nach wissenschaftlichen Schätzungen etwa vom Jahre 3000 vor Christus stammen.

Yoga hat sich in verschiedenen historischen Perioden entwickelt, doch erstmals erwähnt wird Yoga in der großen Schriftsammlung der Vedas (alte indische Weisheitstexte), die alle in der Sprache Sanskrit verfasst wurden. Doch obwohl schon in wesentlich früheren Schriften mystische Erfahrungen, die mit Yoga in Verbindung gebracht werden können, erläutert werden, bilden die wirkliche Grundlage der Yogalehren und der als Vedanta bekannten Philosophie die Upanishaden, das Ende der Vedischen Periode.




»Wenn die fünf Sinne und der Geist still sind und auch die Gedanken in Stille ruhen, beginnt der höchste Pfad. Diese Ausgeglichenheit der Sinne wird Yoga genannt.« - Upanishaden




Die Upanishaden bilden den ältesten Teil der Veden, da sie um 800 vor Christus verfasst wurden, und setzen sich insgesamt aus 108 Haupttexten und über 10.000 Untertexten zusammen. Die dabei entstandene Philosophie wird als Vedanta bezeichnet. Im Mittelpunkt der Vedanta steht das Brahman, das Erreichen einer absoluten Realität oder eines vollkommenen Seins und Bewusstsein, das für jedes Lebewesen erreicht werden kann.

Etwa um 200 vor Christus, in der Zeit der klassischen Periode, erschienen zwei große Epen. Das Ramayana, verfasst von Valmiki, das den Kampf zwischen der Gottheit Rama und Dämonen sowie Intrigen innerhalb der Königsfamilie beschreibt.1 Neben Ramayana entstand zu dieser Zeit das Mahabharata von Vyasa (indischer Autor, der zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert nach Christus lebte), das die wohl bekannteste aller Yogaschriften – die Bhagavad Gita – beinhaltet. In der Bhagavad Gita lehrt Der Gott Krishna dem Krieger Arjuna die Lehre des Yoga und die besondere Lebensweise eines Yogis, wobei er besonderen Wert darauf legt, wie man durch die Erfüllung seiner Pflichten im Leben Befreiung erlangt.2




»Du musst dir letztendlich über diese gewaltige Lehre klar werden: Alle Geschöpfe sind zwar dem Anschein nach getrennt, aber wahrhaft nur eines; alle Wesen gehen von der Gottheit aus und sind in der Gottheit vereint. Wer dies wirklich erfasst, wird die Gottheit und erlangt dadurch Befreiung.« - Bhagavad Gita, Krishna zu Arjuna




Zwischen 200 vor Christus und 200 nach Christus entstanden die Yoga-Sutren, verfasst von Patanjali (indischer Gelehrter, lder im 2. Jahrhundert nach Christus lebte), welche zu den ältesten und bedeutendsten Texten zum Thema Yoga zählen. „Patanjali“ diente dabei vermutlich als Künstlername, der von mehreren Autoren

verwendet wurde. Doch ob sich hinter ihm eine einzelne Person, eine Familie oder ein Zusammenschluss von Weisen verbirgt, bleibt uns bis heute unbekannt.




»Yoga ist, wenn die Bewegungen des Geistes zur Ruhe kommen.« - Yoga-Sutra 1.2, Patanjali




Diese Yoga- Sutras empfehlen den achtgliedrigen Pfad des Yogas als Übungsweg zur positiven Veränderung des Geistes. Wird dieser Pfad befolgt kann Leid in Zukunft erkannt und verhindert werden, der Weg zur Selbsterkenntnis wird frei und man kann letztendlich das Brahman erreichen. Hierbei legt Patanjali mehr wert auf grundlegende Werte, anstatt Yoga-Übungen ausführlich zu erklären und schreibt seine 195 Sutras in kurzen, prägnanten und doch bedeutungsvollen Sätzen.

Ab 500 nach Christus entstand der Tantrismus, der als Revolution der indischen Geisteswelt gilt. Tantra oder Tantrayana ist die altindische Lehre der Kunst des Liebens. Anders als die bekannten Yoga Richtungen spielt die Sexualität im Tantrismus eine wesentliche Rolle. Tantra nutzt die Sexualität als einen spirituellen Weg zur Erleuchtung: Die Befreiung erfolgt durch den Genuss und das Ablegen von Tabus. Es wird Fleisch und Wein gespeist und getrunken, sich auf Friedhöfen getroffen, sich mit anderen Kasten gemischt und der menschliche Körper als Gott verehrt. Tantra ist ein selbstständiges System, das durch die Akzeptanz des Körpers den Grundbaustein für das Hatha-Yoga gebildet hat.

Um etwa 1500 nach Christus entstand das Hatha-Yoga-Pradipika von Swatmarana (lebte im 15. Jahrhundert nach Christus), der durch das Verfassen dieser Schrift als Urvater des Hatha-Yogas gilt. Hier wird die Befreiung durch bestimmte Atemtechniken und Körperübungen, die Asanas, sowie Meditation und Reinigungsübungen, den Shatkarmas, erreicht, welche die Grundlage für die moderne Yoga-Praxis bieten.3


Quellen: 1 http://www.sein.de/archiv/2008/november-2008/die-geschichte-des-yoga.html, http://www.yogakurse-freiburg.de/yoga/infos-ueber-yoga/geschichte, http://www.frank-hertel.de/arbeiten/yoga.pdf

2 http://gita.de.ki/ 3 http://yoga-on.com/ueber-yoga/110-patanjalis-yoga-sutras-den-geist-zur-ruhe-bringen.html , http://www.yogakurse-freiburg.de/yoga/infos-ueber-yoga/philosophie, http://www.frank-hertel.de/arbeiten/yoga.pdf


Nun wollte ich einfach mal in die Runde fragen, was ihr so von meinem Titel, meiner Gliederung und meinem ausgearbeiteten Punkt haltet und was ihr ändern/verbessern würdet oder mehr/weniger vertiefen würdet, etc. Desweiteren habe ich vor noch eine Umfrage in meiner Yoga-Schule, sowie ebenso eventuell hier im Forum durchzuführen. Kritik, Tipps, Verbesserungsvorschläge und Anregungen sind Herzlich Willkommen!



Danke schonmal im Voraus!!! :) Lisa

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01 Jul 2012 12:08 #5452 von yeswecan
Hallo Lisa,
für dein Seminar hast du dir ein interessantes Thema ausgesucht. Du hast dir auch schon einiges an Arbeit gemacht. Nur ist es so: Yoga ist kein Sport! Sport ist leistungsorientiert, Yoga aber nicht. Das musst du unbedingt bedenken. Du hast es eigentlich schon selber herausgefunden, indem du schreibst

»Wenn die fünf Sinne und der Geist still sind und auch die Gedanken in Stille ruhen, beginnt der höchste Pfad. Diese Ausgeglichenheit der Sinne wird Yoga genannt.« - Upanishaden

Ich rate dir, behalte das Thema bei, aber ändere den Titel deiner Seminararbeit.

LG
Yeswecan

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01 Jul 2012 14:50 - 01 Jul 2012 15:28 #5453 von wintersun
Hallo Lisa,

ich hatte die gleichen Gedanken wie yeswecan. Eine der Prüfungsfragen meiner mündlichen YL-Prüfung war - Was ist der Unterschied zwischen Yoga und Sport?

Ein möglicher Titel meiner Meinung nach wäre - Der Yoga damals und wie Yoga heute vermarktet wird - so etwas in diese Richtung.

5.Poweryoga als weitere Yoga-Richtung

Hierbei weiß ich nicht so ganz, ob ich 5. noch mit reinnehmen soll oder gleich weglassen soll...

Ich kenne deinen Beweggrund für Punkt 5 nicht. Vielleicht stattdessen - 5. Yogastile heute: Power Yoga, Anusara, Jivamukti ......



Viel Spaß bei deiner Arbeit,

Liebe Grüße

Klaus

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius Annaeus Seneca
Letzte Änderung: 01 Jul 2012 15:28 von wintersun.

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01 Jul 2012 17:27 #5456 von Lisa744
Hallo!

Zuerst einmal danke für eure Antworten!

Aber wenn ich jetzt den Titel ändere, muss dann nicht meine Arbeit bzw. meine Gliederung ganz anders ausgelegt sein?
Das passt ja dann gar nicht mehr, oder?
Was haltet ihr von dieser Version:
Lebensphilosophie Yoga - damals und heute
oder
Lebensphilosophie Yoga - im Wandel der Zeit
wobei ich das mit der Vermarktung schon ziemlich gut find, aber ich weiß nicht wie ichs noch anders formulieren soll...

Gruß, Lisa

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01 Jul 2012 20:59 - 01 Jul 2012 21:08 #5460 von wintersun

Lebensphilosophie Yoga - damals und heute

oder
Lebensphilosophie Yoga - im Wandel der Zeit

Das hört sich für mich so an, als würde das bedeuten, als gäbe es eine Lebensphilosophie des Yoga, die wandelbar ist. Ist sie meiner Meinung nach nicht.

Noch ein Vorschlag zum Titel - Die Lebensphilosophie des Yoga und die Strömungen des Yoga heute.


Liebe Grüße

Klaus

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius Annaeus Seneca
Letzte Änderung: 01 Jul 2012 21:08 von wintersun.

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02 Jul 2012 07:16 #5462 von Lisa744
Wie wärs, wenn ich "Trendsportart" bei meinem ursprünglichen Titel in Anführungszeichen setze, dann kann ich in meiner Arbeit nocheinmal aufgreifen, ob Yoga überhaupt wirklich ein Sport ist oder nicht, obwohl es heutzutage viele als Sport bezeichnen.

Gruß,
Lisa

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02 Jul 2012 08:25 #5464 von wintersun

Wie wärs, wenn ich "Trendsportart" bei meinem ursprünglichen Titel in Anführungszeichen setze


Eine gute Idee.

Zu dem Thema Yoga und Sport, fällt mir sofort Bikram Yoga und Olympiade ein, das vielleicht zu deinem Thema gut passt:

http://www.yogadork.com/news/bikram-and-the-yoga-olympics-here-we-come-2012/

Klaus

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius Annaeus Seneca

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02 Jul 2012 09:47 #5465 von Lisa744
Gut, dann steht der Titel jetzt entgültig.

Das mit dem Yoga als olympische Disziplin ist gar keine schlechte Idee, muss auf jeden Fall in meine Arbeit.

Die Frage ist jetzt nur, ob ich es zum vorhandenen Punkt "Yoga heute" hinzufüge oder es gleich als einen ganz eigenen Punkt übernehme... aber ich tendiere zu Ersterem.

Gruß, Lisa

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