Topic-icon Pranayama wie gefährlich

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06 Nov 2010 14:11 #2583 von dball
Pranayama wie gefährlich wurde erstellt von dball
Wie gefährlich ist es, unbeaufsichtigt Pranayama zu üben?

Vor ca. 2 Wochen habe ich mit ein paar eher leichten Atemübungen, z.B. kapala bhati und Wechselatmung, angefangen. Es hatte recht starke positive Effekte wie Erfrischung und Beruhigung. Aber manchmal hatte ich danach auch einen leichten Druck im Zwerchfell (oder in der Nähe), was ich durch eine Krokodilsübung wieder recht gut lösen konnte.

Dann habe ich häufiger gelesen, dass Pranayama nicht unbeaufsichtigt geübt werden soll, wegen sowohl physischer als auch psychischer Effekte. Ein Yogalehrer sagt mir sogar, dass es nur von Yoga-Meistern gelehrt werden darf :-0

Jetzt bin ich verunsichert, mach keine Pranayamas mehr (sehr schade!) und wüsste gerne, ob an der Gefahr etwas dran ist. Was kann denn so passieren? Dass man sein Zwerchfell kaputt macht oder verrückt wird?
Für welche Übungen braucht man einen Lehrer? Wie häufig sollte man diesen konsultieren? Muss es ein Yoga-Meister sein?

Wäre super, wenn ihr mir helfen könnt - ich sehne mich nach den tollen Atemübungen.

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07 Nov 2010 10:06 #2589 von serapis
serapis antwortete auf Aw: Pranayama wie gefährlich
hello,

würde mir nicht allzu grosse sorgen machen:

überanstrenge vor allem die lunge nicht, übe nicht zu lange und mache keine zu intensiven übungen;

wichtig: was ist Dein Ziel? warum willst Du die Übungen machen?


Kundalini zu erwecken ist zumindest meiner Erfahrung nach nicht so einfach und viel weniger "gefährlich" als die Leute sagen

habe viel Zeit in Indien verbracht und den Yoga Acharya gemacht; wir haben dort jeden tag 1 stunde pranayama um 5h morgens gemacht, vor allem samanu war sehr schön und waqr eine sehr intensive erfahrung, neben japa mala und einer sehr schönen mantra einweihung,

lg

vigneshvara

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07 Nov 2010 10:14 #2590 von vigneshvara
vigneshvara antwortete auf Aw: Pranayama wie gefährlich
PS. verändert haben mich weniger die asanas oder atemübungen als vielmehr erkenntnisse in den gesprächen mit den swamijis sowie der kontakt mit den menschen;

ich würde das pranayama ev. nach einer kurzen meditation und vor den asanas jeden morgen zwischen 4-6h üben;

vorsicht ist zunächst nur geboten hinsichtlich einer phyischen überanstrengung der lunge;

vieleicht mal kabbalabhati, anuloma viloma, nur ein paar runden, darauf aufbauend einige weitere atemübungen .... satyananda hat hier hunderte übungen, die sivananda organisation lehrt zumindest die wichtigsten;

würde es aber nicht "gelegentlich" üben, sondern nur wenn es ohne jede ausnahme täglich praktiziert wird, ansonsten geht der effekt - zumindest meiner meinung nach - verloren;

vigneshvara
www.proyoga.org

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12 Nov 2010 13:44 #2600 von alu2009
hallo,

ich weiß nicht wieviel yoga erfahrung du hast, das spielt für mich eine große rolle!

nachdem, was ich in meiner ausbildung und in den schriften gelernt haben, sollte pranayam erst geübt werden, NACHDEM ausreichen asanapraxis und erfahrungen, vorallem beim wahrnehmung der eigen feinstofflichen energien, gesammelt wurden.

vor pranayam kommt meiner ansicht anch soweiso erstmal die entspannung des atmens, heitß auch die entspannung und wahrnehmung der atemmuskulatur (zwerchfell, zwischenrippenmuskulatur)und der atembewegung im körper (brustkorb, breckenboden, etc...)

kapalabhati ist ein sehr kraftvolles pranayama, das ich erst mit fortgeschrittenen üben würde und dann auch erstmal sanfta daran gehen.

bei allen pranyamas empfiehlt sich meiner ansicht nach auf jeden fall das erlernen der technischen ausführung durch einen lehrer/lehrerin in einer gruppe. ohne jegliche erfahrung würde ich pranyama alleine zu hause tatsächlich als viel zu starken eingriff in das energiesystem des körpers betrachten und davon abraten!

und dann schließe ich mich dem vorredener an:
wohin so schnell des weges? es kommt immersoviel schatten (widerstand) wie licht kommt, ohne das gehts nicht.... ich würde mir zeit nehmen... für für loslassen, für das integegrieren des neuen, für die feinen töne...

alu

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02 Apr 2011 15:49 #2946 von Phil2003
Kommt vermutlich auch auf die Art des Pranayama an. Ich täglich 2x15min in die Sushumna geatmet, was anfangs Ekstatisch wirkte, aber nach einiger Zeit fühlte es sich an wie ein Sonnenbrand von innen. Ausserdem wurde einiges an emotionalen Bruchstücken im UB gelockert, das erst verarbeitet werden musste.

Das hat dann einige Zeit gedauert, und ich hab es dann erstmal bleiben lassen mit dem Pranayama. Muss sagen das ich davor aber schon 2 Jahre täglich meditiert habe, daher wäre es ohne dem Hintergrund vielleicht anders gewesen.

Daher sollte man einfach auf sich selbst hören, wie weit man beim Pranayama gehen mag. Genauso wie in allen anderen Dingen des Lebens :-)

lg
Phil

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02 Apr 2011 17:34 #2947 von larrim
Namaste

Das kommt immer darauf an.
Erstens kommt es darauf an welches Pranayama geübt wird, zweitens darauf wie lange und in welcher Intensität und drittens auf eine korekte Ausführung der Pranayamas.
Ein weiterer Faktor sind gegebenenfalls Kontra Indikationen der Übungen.
Im Kriya Yoga beispielsweise werden die Übungen nur 1 zu 1 vom Meister bzw. von ihm autorisierten Schülern weitergegeben, um dafür Sorge zu tragen dass die Übungen nicht verfälscht werden und der bzw. die Übende unschöne Effekte erlebt die niemand dann auffangen kann.
Beispielsweise die spinale Atmung die Phil anspricht sollte niemals ohne einen kompetenten Lehrer praktiziert werden.
Viele Pranayamas finden sich heute im netz beschrieben, aber in der Regel kann niemand sicher sein das diese Beschreibungen auch wirklich von einem Kenner der Materie dort eingestellt wurden.
Ebenso verhält es sich mit Büchern oder DVD`s.
Alle möglichen Stars und Sternchen springen auf den Zug und versuchen ein paar Euronen extra zu verdienen indem sie was über Yoga veröffentlichen.
Vor ein paar Jahren war beispielsweise ein Bild von Ralf bauer im Fokus zu sehen, auf welchem er den Plug auf einer Mauer aus groben unbehauenen Steinen machte. Kein verantwortungsvoller Yogalehrer würde sich jemals für sowas hergeben, da es in meinen Augen grob fahrlässig ist.
Wer also intensiv Pranayama inklusive der Atemverhaltungen üben möchte sollte sich sicherheitshalöber immer einen guten Lehrer bze eine gute Lehrerin suchen.

Licht und Liebe
Lars

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02 Apr 2011 18:06 #2948 von Phil2003
Diese Übung hab ich im übrigen aus dem AYP System von Yogan (http://aypsite.org). Dort üben das tausende, und das scheint ganz gut zu klappen. Aber das wichtigste Wort, das man auf der Seite findet, lautet eh "Selfpacing" :)

Übrigens hab ich die AYP angefangen zu übersetzen, zu finden unter http://aypsite.at. Da keiner was dran verdient, sehe ich das jetzt nicht als Werbung. Ansonsten halt löschen :)

lg
Phil

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02 Apr 2011 20:05 #2950 von dball
Namaste

Vielen Dank für eure Antworten.

Witzig, dass ihr gerade jetzt diesen Thread wiederbelebt, wo ich mit Pranayama aufgehört habe, nachdem ich 4 Monate lang täglich 15 Minuten Kabbalabhati und Wechselatmung praktiziert habe.

Zwar vermisse ich es, aber ich hatte Nachts manchmal einen unruhigen Magen oder Darm. Da ich Kabbalabhati kurz vorm Schlafen gemacht habe und auch einen leichten Reflux habe, vermute ich, dass es daran lag, denn in den letzten 2 Wochen ohne Pranayama ist es nicht mehr aufgetreten.

@larrim: Einen guten Pranayama-Lehrer würde ich mir gerne suchen, habe aber Schwierigkeiten zu beurteilen, wer sich hier in Karlsruhe wirklich gut mit Pranayama auskennt.


lg
David

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02 Apr 2011 21:08 #2951 von larrim
Hallo David

Es gibt drei Möglichkeiten:
1. Ich könnte dir ganz in deiner Nähe einen fitten Kriyaban empfehlen der auch ne Zeitlang hier im Forum aktiv war ( Nick: Woherwig)und ne gute halbe Stunde von Karlsruhe entfernt im französichen Elsaß lebt.
2. Vor ein paar Monaten ist eine fitte Yogaleherin aus Münster nach Karlsruhe gezogen.
Bei Intresse schreib mir ne PN mit deiner email Adresse dann schaue gern ich wie ich euch zusammenbringen kann.
3. Mein Satguru Yogiraj Satgurunath Siddhanath gibt im Juni ein Seminar in Köln und weiht dort in den Kriya Yoga ein. Anschließender support per Telefon oder mail durch meine Wenigkeit oder persönlich durch einen der anderen Lehrer (schwäbische Alp oder Nähe Bodensee) wäre dann kein Problem.

Licht und Liebe
Lars

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03 Apr 2011 12:07 #2957 von larrim
Phil2003 schrieb:

Übrigens hab ich die AYP angefangen zu übersetzen, zu finden unter http://aypsite.at. Da keiner was dran verdient, sehe ich das jetzt nicht als Werbung. Ansonsten halt löschen :)

lg
Phil


Namaste Phil

Da gibts nix zu löschen!
Es ist eine non Profit Seite.
Schön das du dir die Arbeit machst das alles ins deutsche zu übersetzen.
Dennoch bin ich der Meinung manche Übungen sollten von einem Lehrer vermittelt werden.
Mir ist nu ein Yogi bekannt der alle Pranayamas eigenständig erlernt hat. Nämlich Swami Janakananda. Der jedoch hat schlußendlich auch seinen Meister/Lehrer gefunden und wurde ein Schüler von Sri Swami Satyananda Saraswati. :P

Licht und Liebe
Lars

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03 Apr 2011 12:38 #2958 von Phil2003
Naja ich übersetze eh nicht mehr, das System hat irgendwie dann doch nicht so ganz gepasst für mich. Ausserdem gibts dort einen Übersetzer der sich mit mir nicht zusammentun wollte, und ein bisserl auf Konkurrenz aus war... daher hab ich ihm das Feld überlassen (www.fyue.de) :)

Ich übe mich derzeit darin, alles anzunehmen und zu lieben was da ist. Zu diesem Zweck bewerbe ich mich gerade als ehrenamtlicher Sterbebegleiter, um ein bisschen meinen Horizont zu erweitern und zu geben, ohne etwas zu erwarten. All das Yoga führt uns im Endeffekt eh nur zu einer Sache... zu der Liebe zu uns selbst!

lg
Phil

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03 Apr 2011 15:41 #2961 von dball
Lieber Lars,

herzlichen Dank für deine Vorschläge, die klingen alle sehr interessant und hilfreich :)

Ich schreib dir gleich eine PN.


lg
David

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