Topic-icon Ida/Pingala und Schlafrhythmus

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21 Sep 2011 17:58 #3748 von PaulaK
Hallo liebe Yogis & Yoginis! :)
Vielleicht befinden sich unter euch ja ein paar Schlafforscher, mir ist nämlich was aufgefallen: Ida/Pingala (Aktivität der Nasenlöcher) wechselt ja ca. alle 90 Minuten. Ich habe gehört, dass unser Schlafrhythmus auch alle 90 Minuten sich wechselt: wenn unser wecker in einer Leichtschlaf-phase klingelt, können wir leichter aufstehen; klingelt der Wecker in einer Tiefschlaf-phase kommen wir kaum aus dem Bett. Ich wollte mal fragen, ob das irgendwie mit der Atemphase von Ida/Pingala zusammenhängt? Weiß da vielleicht jemand mehr? Ist es nicht so, dass wenn das linke NAsenloch offen ist, man schlafen sollte?

Vielleicht wisst ihr ja mehr als ich und wir könnten eine interessante Diskussion starten :)

Om SHanti

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22 Sep 2011 06:42 - 22 Sep 2011 06:43 #3749 von larrim
Namaste

Du liegst grundlegend richtig.
Pingala Nadi wird auch das männliche, aktivierende, erwärmende, das Sonnen Nadi gennannt.
Ida Nadi wird auch das feminine, beruhigende, kühlende, das Mond Nadi genannt.
Die Aktivität der Nadis läuft analog zur Aktivität der Nasenlöcher. Pingala Nadi korrespondiert mit dem rechten Naenloch; Ida Nadi korrespondiert mit dem linken Nasenloch.
Im Normalfall wechselt die Aktivität der Nasenlöcher(d.h. eines ist aktiver als das andere) etwa alle 90 Minuten.
Nur in der tiefen Meditation, wenn Sushumna Nadi aktiv wird, fließt der Atem gleichmäßig durch beide Nasenlöcher. Gleiches geschieht auch in dem Moment wo das menschliche Bewußtsein vom Wachzustand in den Schlaf gleitet.

Grundsätlich eignen sich die Phasen der Pingala Aktivität besser für aktivierende Sachen, wie z.B. Sport oder Konzentration, die Phasen der Ida Aktivität eignen sich besser für enspannung, Schlaf und Co.

Licht und Liebe
Lars
Letzte Änderung: 22 Sep 2011 06:43 von larrim.

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22 Sep 2011 11:51 #3755 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Ida/Pingala und Schlafrhythmus
PaulaK schrieb:

Ist es nicht so, dass wenn das linke Nasenloch offen ist, man schlafen sollte?

Hi Paula,

der Schlaf ist gut wenn die linke Körperseite (Ida-Nadi) aktiv ist. In Indien wird das seit jeher so gehalten: Der Mensch sollte auf der rechten Körperseite liegen wenn er schlafen will (man betrachte die beliebten Statuen des liegenden Buddha). Dadurch »behindert« man den Energiefluß der rechten Hälfte (Pingala-Nadi), der Prana fließt vorrangig links.

Darf ich noch als sehr wichtigen Hinweis hinzufügen:

Die Yogis legen größten Wert darauf, NICHT mit dem Kopf nach NORDEN zu liegen.

Mit liebem Gruß,
Ram

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22 Sep 2011 12:01 #3756 von Silvia75
Silvia75 antwortete auf Aw: Ida/Pingala und Schlafrhythmus
Ramananda schrieb:
Die Yogis legen größten Wert darauf, NICHT mit dem Kopf nach NORDEN zu liegen.
[/quote]

:S

Vielleicht erklärt das ja meine Schlafprobleme, die ich habe, seit ich in meiner aktuellen Wohnung wohne.

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11 Okt 2011 13:18 - 11 Okt 2011 13:21 #3849 von yogam
Hallo PaulaK,

ich stimme den anderen Meinungen über Ida-Pingala zu. Zu einem kann das Praktizieren von Asanas vor dem Schlaf den Schlafrhythmus stören. Bei späterer Abendmeditation, sollten wir für mindestens 30 Minuten die Meditation abklingen lassen, bevor wir schlafen gehen. Zu anderem sollten wir nie mit dem Kopf nach Norden schlafen, dafür gibt es eine Geschichte mit Ganescha und den Elefanten Agrabhati in den Puranas. Außerdem schreibt Vastu vor, bei Möglichkeit mit dem Kopf nach Osten zu schlafen, das Nächstbeste ist nach Westen, und wenn nicht anders geht nach Süden. Jedenfalls nicht nach Norden. Das hat mit den Magnetpolen zu tun.

Herzlichen Gruß

______________________________________________
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Letzte Änderung: 11 Okt 2011 13:21 von yogam. Grund: Rechtschreibung

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20 Okt 2011 11:49 #3867 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Ida/Pingala und Schlafrhythmus
yogam schrieb:

Außerdem schreibt Vastu vor, bei Möglichkeit mit dem Kopf nach Osten zu schlafen, das Nächstbeste ist nach Westen, und wenn nicht anders geht nach Süden. Jedenfalls nicht nach Norden. Das hat mit den Magnetpolen zu tun.

Ich habe es anders gelernt:

1. Nie mit dem Kopf nach Norden.
2. Idealerweise mit dem Kopf nach Süden (was in diesem Fall auch logisch ist, wenn man von Magnetpolen redet).
3. Wenn es die Wohnungseinrichtung nicht anders zuläßt, dann nach Westen oder Osten, das ist neutral, weder schädlich noch nützlich.

Passend dazu habe ich in einem modernen Buch (Name ist mir leider entfallen) die Passage entdeckt:

»Neuen Untersuchungen aus den USA zufolge ist für das Bett die Nord-Südlage als Vorzugsrichtung zu wählen. Hier liegt der Kopf in Südrichtung und die Füße in Nordrichtung. Dies wird mit den geomagnetischen Kraftlinien des Körpers begründet, durch die die Zellen ausgerichtet werden, indem sie die Ionen der Zellmembranen beeinflussen.«

Mit liebem Gruß,
Ram

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