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Hier können Themen besprochen werden, die sich auf die yogische Sicht der Welt beziehen.
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Der Weg zu einer glücklichen Welt 27 Sep 2009 09:20 #1632

  • YogiNils
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Die Welt leidet unter Hunger, Krankheit, Krieg und Unweisheit. Die Menschen schreien nach Hilfe. Im Moment zerstört die kapitalistische Globalisierung die Beziehungen der Menschen zueinander. Die Reichen werden immer reicher und es gibt immer mehr Arme. Über 1 Milliarde Menschen auf der Welt leiden unter extremer Armut. Extreme Armut bedeutet chronische Unterernährung, schlechte Gesundheitsversorgung, nicht genug zum Leben zu haben. Mehr als zehn Millionen Kinder sterben jährlich an Unterernährung und vermeidbaren Krankheiten.

Wenn die Welt ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre, dann ist ein Mensch superreich. Ihm gehören ein Drittel des Landes und 30 % des Dorfvermögens. 20 Menschen gehören 80 % des gesamten Reichtums des Dorfes. Ihnen geht es materiell gut. Sie haben weitaus mehr, als sie brauchen. Sie bilden die reiche Oberschicht des Dorfes, die Großgrundbesitzer, die Kapitalisten, die herrschende Klasse. Ihnen gehören die meisten Zeitungen, Radiosender und Fernsehanstalten. Sie können damit stark die öffentliche Meinung beeinflussen.

40 Menschen haben ausreichend Geld. Sie leben als Kleinbauern, Arbeiter, Angestellte und kleine Selbständige. 40 Menschen (40 %) sind die Armen. Die Hälfte von ihnen ist unterernährt oder direkt am verhungern. In ihrem Lebensbereich gibt es keine ausreichende Krankheitsvorsorge, starke Suchtprobleme (Drogen, Alkohol) und eine ausufernde Kriminalität. Sie wohnen in einem Slum am Rande des Dorfes und ernähren sich von der Müllkippe.

Nach der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen ist ausreichende Nahrung ein Menschenrecht. Die Reichen sind deshalb verpflichtet, den am Hunger leidenden Menschen von ihrem Geld so viel abzugeben, dass sich alle genug zu essen kaufen können. Darüber hinaus gibt es in der Menschenrechtscharta das Menschenrecht auf Arbeit. Die Reichen sind desweiteren verpflichtet, für die gesamten Arbeitslosen der Erde Arbeit zu schaffen, ihnen ausreichend Land zur Verfügung zu stellen oder den Staaten der Welt genug Geld für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu geben.

Es gibt die Möglichkeit von ausreichender Besteuerung (Ich bin für eine weltweite Reichensteuer, die direkt den Armen zugute kommt), Schutzgesetzen für die Armen (Abschottung gegen die globale Ausbeutung, Fischereizonen zum Schutze der Fischer in den Entwicklungsländern) und einer Agrarreform (genug Land für alle landlosen Bauern). Es gibt die Möglichkeit eines globalen Marshallplans (Wirtschaftsentwicklung der armen Länder der Erde) und einer globalen ökosozialen Marktwirtschaft (mit einer globalen sozialen Wirtschaftsteuerung).

Es gibt viele Organisationen auf der Erde, die für eine bessere Zukunft arbeiten. Ich rufe dazu auf, sie zu unterstützen. Jeder Mensch sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, dass unsere Welt nicht eines Tages im Chaos versinkt, sondern in eine glückliche Zukunft gelangt. Der Weg zur Rettung der Welt ist bekannt und wissenschaftlich ausgearbeitet. Es kommt nur noch darauf an ihn durchzusetzen. Dazu sollten alle sozial denkenden Menschen auf der Welt zusammenarbeiten.

In den westlichen Ländern gibt es zwar auch eine wachsende äußere Armut. Das Hauptproblem ist aber die große innere Armut. Die Menschen im Westen leiden an Negativität, mangelnder Liebe, Vereinzelung und Sinnlosigkeitsgefühlen. Wir können eine Zunahme von Kriminalität, Drogen- und Alkoholmißbrauch, Depressionen, psychosomatischen Krankheiten und einen Zerfall der Familien beobachten.

Das westliche Konsumfernsehen verbreitet die falsche Ideologie des äußeren Glücks. Selbst wenn alle Armen genug zu essen hätten, wären sie nicht glücklich. Sie würden sich weiterhin durch ihre negativen Gedanken unglücklich machen. Die Welt braucht mehr positive Werte. Sie braucht die Philosophie des inneren Glücks und der umfassenden Liebe. Nur durch die weltweite Verbreitung von positiven Werten kann die innere und äußere Armut der Menschen überwunden werden. Die Aufgabe der Wissenden ist es, die Weisheit vom inneren Glück mit ihren Mitmenschen zu teilen.

Vor einigen Jahren befragte ich die Menschen in meinen Yogagruppen nach ihren negativen Eigenschaften. Ich verteilte anonyme Fragebögen und erhielt ein genaues Bild von den westlichen Menschen in der heutigen Zeit: "Ich habe das Bedürfnis zu jammern. Ich bin kraftlos. Zweifel und Ängste plagen mich. Ich lebe mich nicht. Ich liebe mich selbst zu wenig. Ich sehe leicht alles negativ. Ich möchte meine alte Zufriedenheit wiederfinden. Ich verschwende meine Kraft für unwichtige Dinge. Ich kann oft nicht Nein sagen. Ich habe Angst vor fremden Menschen. Ich habe zu wenig Selbstbewusstsein. Ich kann nicht alleine sein. Ich bin nicht dankbar genug für schöne Dinge." Wenn ich diese Aufzählung lese, treten mir die Tränen in die Augen. Wir tun nach außen hin meistens so, als ob wir immer gut drauf sind. In unserem Inneren sieht es meistens ganz anders aus.

Mitgefühl-Meditation = Denke mehr an andere Menschen als an dich. Wünsche, dass alle Menschen auf der Welt glücklich sind. Lebe aus dieser Zielvision heraus.

1. Leid bewusst machen= Wir legen die Hände in den Schoß, bewegen die Zehen und denken das Mantra: "Ich verbinde mich mit dem Leid auf der Welt." Wir visualisieren ein leidendes Wesen, dessen Leid uns gerade emotional berührt. Dieses Wesen kann ein leidender Freund, ein Tier oder ein Mensch aus den Nachrichten sein.

2. Leid abgeben= Wir reiben abwechselnd rechts und links mit den Füßen die Erde und denken: "Ich gebe das Leid an die Erde (an Gott) weiter." Wir spüren die Erde und visualisieren die ganze Erdkugel unter uns. Wir konzentrieren uns beim Mantra vollständig auf die Erde unter uns. Wir denken das Mantra so lange, bis alles Leid durch uns hindurch geflossen ist und wir es vollständig an die Erde (oder an Gott) abgegeben haben.

3. An etwas Schönes denken = Auf der Welt gibt es neben dem Leid auch immer das Schöne. Unser Leid darf bei uns nicht zu einer verzerrten Realitätssicht führen, sonst geraten wir aus dem inneren Gleichgewicht. Wir machen uns deshalb jetzt die Existenz des Schönen bewusst. Wir reiben die Hände vor dem Herzchakra und denken mehrmals: "Das Schöne auf der Welt ist ...". Wir ergänzen den Satz auf unsere Art.

4. Kraft entstehen lassen= Wir besinnen uns auf unseren spirituellen Weg. Nur der spirituelle Weg kann uns letztlich vor dem Leid schützen. Wenn wir jeden Tag konsequent unsere spirituellen Übungen machen, entsteht ein großes Potential an Kraft und Frieden in uns. Wir sind in der Lage, unser Leben zu meistern und das Positive zu entwickeln. Wir reiben die Hände waagerecht vor dem Unterbauch und denken mehrmals: "Ich meister mein Leben. Ich gehe den Weg des Positiven. "

5. Licht senden = Wir bewegen segnend eine Hand vor dem Herzchakra und denken: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben. Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg. Mein Weg des Helfen ist ... "

Lebe als Hoffnungsbringer in deinem Land. Bringe den Menschen in deinem Lebensumfeld den Weg des weisen Lebens, des inneren Glücks und der umfassenden Liebe. Es gibt den Weg des Glücks. Jeder Mensch kann ins Glück wachsen. Jedes Land kann in ein Glücksland verwandelt werden. Erbringe deinen Baustein für eine glückliche Welt. Vorwärts. Gelingen.

Der Karma-Yogi Bhagiratha :)

Bhagiratha war ein indischer Königssohn. Alle seine Brüder und Schwestern lebten in der Hölle. Sie lebten in der Welt des Leidens. Sie waren innerlich unglücklich. Sie wurden von den sieben Dämonen Wut, Stolz, Neid, Habgier, Angst, Genußsucht und Unweisheit gequält.

Bhagiratha wusste, dass seine Brüder und Schwestern sich nicht alleine von ihrer spirituellen Unweisheit befreien konnten. Der Weg des inneren Glücks ist schwer zu begreifen. Das tägliche spirituelle Üben ist schwer zu erlernen. Und noch schwerer ist es den Weg des effektiven Übens zu finden. Die meisten Menschen verlieren sich im formalen Üben und kommen langfristig nicht voran. Ohne einen erleuchteten Meister kann kein normaler Mensch den Weg ins Licht erfolgreich gehen. Damit wir eine glückliche Welt aufbauen können, brauchen wir viele erleuchtete Weisheitslehrer.

Bhagiratha beschloss, seine Brüder und Schwestern aus der Hölle zu retten. Er wurde ein Yogi und brachte zuerst einmal sich selbst ins Licht. Nachdem er zwölf Jahre intensiv seine Yogaübungen praktiziert hatte, erschien ihm eines nachts der Gott Shiva im Traum und fragte ihn, was er wolle. Bhagiratha anwortete: „Ich möchte meine Brüder und Schwestern aus der Hölle befreien. Ich möchte allen Menschen in der Welt das Licht bringen. Ich wünsche eine blühende Welt voller glücklicher Menschen."

Daraufhin öffnete Shiva den Himmel und ließ das Wasser des Lebens auf die Erde fließen. Der Aufprall auf die Erde war so gewaltig, dass Shiva ihn abmildern musste. Er ließ das Wasser durch sein verfilztes Yogihaar rinnen, und es verteilte sich auf der Erde in viele kleine Bäche. Die Bäche plätscherten aus dem Himalaya-Gebirge in die indische Tiefebene und bewässerten das ganze Land. Ganz Indien begann zu blühen, die Menschen wurden glücklich und die Tiere froh. So entstand der heilige Fluß Ganges, der noch heute Nordindien mit Wasser versorgt.

Bhagiratha verwandelte sich in Shiva. Das Wasser wurde zur kosmischen Energie. Die Energie floss in sein Scheitelchakra hinein und außen über seinen Kopf und seine Haare an seinem Körper herunter. Nach einiger Zeit war Bhagiratha ganz voller Glücksenergie und umgeben von einer Wolke aus Licht. Wo seine Füße hintraten, begann die Erde zu blühen. Rote Rosen und weiße Lilien säumten seinen Weg. In seiner Nähe wurden die wilden Tiere zahm, und die Vögel begannen zu singen.

Als er wie ein Gott (Buddha) vor Glück strahlte, ging er zurück in die Welt des Leidens (die Hölle) und erzählte den Menschen vom inneren Glück. Da er es selbst verwirklicht hatte, glaubten sie ihm und eiferten ihm nach. Alle seine Brüder und Schwestern praktizieren jeden Tag auf ihre Art den spirituellen Weg. Sie übten sich im Yoga, in der Meditation und im Positiven Denken. Sie gingen konsequent den Weg der positiven Beziehungen. Sie lebten ihre Beziehungen nicht mehr aus dem Ego, sondern aus der Spiritualität heraus. So wurde das Paradies auf die Erde gebracht.
:) :) :) :) :)
Yogi Nils

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 27 Sep 2009 12:43 #1634

Nun möchte ich mal meiner Be"geisterung"über die geistvollen Beiträge von YogiNils Ausdruck verleihen:
Danke auch für die Zeit, die Du uns allen schenkst, in dem Du Dich hier mit Geist und Seele offenbarst.
Für mich sind die Worte höchst inspirierend.
Wunderbar auch die "praktischen" Erläuterungen.

Die richtigen Worte zum Wahlsonntag!

herzlichen Dank und Gruß
Beate

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 27 Sep 2009 21:22 #1635

Lieber Nils

Ich schließe mich Beates Worten voll und ganz an!
Laßt uns alle für den Frieden und eine ausbewogene Gerechtigkeit auf diesem Planeten beten und meditieren.
Sehr schön finde ich auch folgende Meditation:


Die von Yogiraj Satgurunath Siddhanath ins Leben gerufen wurde.

Hätte da ich nicht so eine Ahnung das du es nicht tun würdest Nils dann würde ich sagen einen Mann wie dich sollten wir zum Kanzler haben :)
Aber wenn die Abschaffung der Mindestlöhne an die 15% Grenze schwappen müßen wir als Yogis alle noch intensiver werden in unseren Meditationen.

Und damit fange ich jetzt an!


Schlaft gut
Lars

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 28 Sep 2009 10:35 #1637

Meditation ja,
aber Yogis in die Politik nein,
denn aus-gewählt zu werden, schließlich mit Macht umzugehen ist so verführerisch, dass die Gratwanderung zu viel Kraft abverlangt...

Es ist so wie mit den Siddhis, meine ich: die Welt will sichtbare Beweise. Welche Versuchung und Herausforderung für den Stolz, der wohl in jedem schlummert...
Nur ein Heiliger und verwirklichter Meister kann der Welt widerstehen.



Jeder bleibe an seinem Platz (natürlich nicht passiv zu verstehen); der ist wohl ausgesucht und von dort aus gilt es zu wirken.

einen freudigen Montag
Beate B)

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 28 Sep 2009 12:51 #1638

Hallo Beate

Das war auch eher mit einem Augenzwinkern gemeint. :laugh:
Ih würde ja schließlich auch nicht in die Politik gehen.
Aber manhmal wünsche ich mir halt, Politiker die spirituell etwas weiter entwickelt sind. :lol:

Lars

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 28 Sep 2009 21:05 #1640

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da bin ich aber beruhigt...
Humor hatte ich nicht erwartet. :unsure:

gute Nacht
Beate

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Yoga , Politik und Humor 29 Sep 2009 07:56 #1642

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Der Weg der umfassenden Liebe beinhaltet auch aktiv für die Entrechteten und Unterdrückten dieser Welt einzutreten. Wie weit ein Erleuchteter äußerlich handelt, ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich ist alles möglich. Der Dalai Lama ist äußerlich ein sehr aktiver Erleuchteter. Auch Jesus war ein sehr aktiver Erleuchteter. Buddha lebte überwiegend in der Ruhe und in der Meditation.

Ich war in meiner Jugend sehr politisch engagiert und lebe jetzt als zurückgezogener Yogi. Als Student war ich einer der Wortführer der 68iger Bewegung. Ich habe ständig Flugblätter verteilt, kämpferische Reden geschwungen und für eine gerechtere Welt demonstriert. "Macht den Unternehmern Dampf - rüstet euch zum Klassenkampf. Hoch die internationale Solidarität!! Make love not war!!" Ich war Vorsitzender linker Studentenorganisationen, in vielen Unigremien und ständig in Sachen Revolution unterwegs. Meine Mitstreiter waren unter anderem Joschka Fischer und Gerhard Schröder, damals noch links, jetzt kann man darüber streiten. Man kann es auch so sehen, dass sie Karriere gemacht haben und ich als kleiner Yogi endete.

Das Konzept eines optimalen Lebens besteht im Yoga aus den beiden Phasen weltliches und spirituelles Leben. Zuerst lernt man gut die äußere Welt kennen, hat einen Beruf, eine Familie und ist zum Beispiel wie ich politisch stark engagiert. Zwischen 30 und 60 (Buddha mit etwa 30 Jahren, ich mit 36 Jahren, viele Inder als Rentner mit 60 Jahren) legt man dann den Schwerpunkt seines Lebens auf das Spirituelle. Ich empfinde das als optimale Selbstverwirklichung. Man verwirklicht sich vollständig zuerst äußerlich und dann innerlich.

P.S. auch als Yogi gehe ich wählen. Ich bin für die Verbindung von Politik und Humor. Über das Wahlergebnis konnte ich aber nicht lachen. Es hätten noch mehr Yogis wählen gehen sollen. Und dann natürlich die richtigen Partei wählen müssen. Ein Scherz! :laugh:
Yogi Nils

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 29 Sep 2009 13:36 #1646

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beate schrieb:

Meditation ja,
aber Yogis in die Politik nein,
denn aus-gewählt zu werden, schließlich mit Macht umzugehen ist so verführerisch, dass die Gratwanderung zu viel Kraft abverlangt...

Es ist so wie mit den Siddhis, meine ich: die Welt will sichtbare Beweise. Welche Versuchung und Herausforderung für den Stolz, der wohl in jedem schlummert...
Nur ein Heiliger und verwirklichter Meister kann der Welt widerstehen.



Jeder bleibe an seinem Platz (natürlich nicht passiv zu verstehen); der ist wohl ausgesucht und von dort aus gilt es zu wirken.

einen freudigen Montag
Beate B)


Liebe Beate,
da hast du vollkommen Recht.
Denn ein Verwirklichter oder gar Erleuchteter kann so in der Welt nicht eingreifen, wie sie zur Zeit ist.
Denn das hieße, in karmische Abläufe einzugeifen und selbst erhebliches Karma für andere Menschen zu schaffen - ein Unding für jeden Wissenden!

Wir können nur aktiv helfen, indem wir (aber nur scheinbar passiv!) nach Vorbild Gurunath ´s für den Freiden und den Wohlstand für alle meditieren!
Da helfen wir mehr als mit der größten Revolution!

Die Welt hat Karma erschaffen. Da waren wir alle auch in unseren vergangenen Leben mit beteiligt! Doch da Leben fliessen muß, läßt es bei allen Erstarrungen eben erhebliche Schläge.
Doch mit jedem Schlag irgendwo auf dieser Erde erhöht sich das Potenzial der Menschheit und des Planeten, höhere Energien aufnehmen zu können.
Die Menschen sehen es nur begrenzt aus ihrer Sicht...

Wir sind ewige Wesen!
ERschaffen in ES (IHM, GOTT, etc) und - so unglaublich es klingt - immer noch in ES ruhend!
Nur sehen wir es falsch, nehmen es falsch war....
In Wahrheit und Liebe kann keinem von uns wirklich etwas geschehen, es ei denn, wir wollen es Selbst...

Doch da sehe ich bei wahren Yogis keine Gefahr...

Liebe Grüße
Woherwig

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 29 Sep 2009 14:39 #1647

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Hallo zusammen,

ich glaube, hier wird einiges behauptet, was ganz offenkundig der realen Erfahrung wiederspricht.

Da wäre zum einen das aktive Eingreifen in die Welt. Ich bin allen Menschen dankbar, die aktiv an der positiven Entwicklung der Welt mitarbeiten. Das mag natürlich auch durch entsprechende Meditationen auf lange Sicht möglich sein, so man aber die Möglichkeit hat, materiell oder durch aktive Diskussion zu helfen, sollte man dies auch tun.

Dies sage ich allen Menschen zum Dank, die sich teilweise unter großen persönlichen Opfern für einen kulturellen Fortschritt eingesetzt haben. So dass ich jetzt hier in Ruhe sitzen kann, keine Sorgen bezüglich meines Lebensunterhaltes habe und nicht befürchten muss, dass die Gestapo vor der Tür steht und mich holt, weil ich irgendwas falsches gesagt habe.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch das Nichteingreifen, so es dir möglich ist und du es nicht tust, negatives Karma ergreift. Wenn der verhungernde neben dir um Brot fleht, du welches hast und ihn (meditierend ;-) ) nicht davon gibst, ist das ein Unrecht. In der persönlichen Praxis ist das vielleicht nicht so offenkundig, aber man muss schon sehr aktiv wegschauen, wenn man nicht sehen will, was man alles machen könnte für Menschen die leiden.

Zitat:

"In Wahrheit und Liebe kann keinem von uns wirklich etwas geschehen, es ei denn, wir wollen es Selbst..."

... solcherlei Aussagen bringen die ganze Beschäftigung mit der Esoterik doch sehr in Verruf, insbesondere bei allen, die mal in Afrika den hungernden Kindern geholfen haben. Oder denen, die die Juden aus den Konzentrationslagern befreit haben. Hier liegt für mich ein offenkundiger Wiederspruch vor, ich möchte nur betonen, dass hier im Forum auch andere Gesinnungen vertreten sind.

Ich sehe da eine ganz andere Gefahr: Der Egoismus, der von manch Spirituellen an den Tag gelegt wird. Und die Unfähigkeit, zuverlässige Beziehungen einzugehen. Denn dort sieht man deutlich die gegenseitige Abhängigkeit, mit der wir hier auf Erden wandeln.

Eventuell greift aber auch ein spirituelles Paradoxon, des "Sowohl - als auch".

Soweit, alles Gute
Frank

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 29 Sep 2009 15:45 #1648

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Hallo Frank,

da gebe ich Dir größtenteils Recht. In Extremsituationen wie Afrika, KZ u.ä. absolut. Wenn man Unrecht sieht, sollte man helfen, d.h. eingreifen.

Aber so in dem Sinne war meine Aussage auch nicht gemeint. Sie bezog sich eher auf politischve Aktivität
in Zusammenhang mit Gewalt.
Wenn ich dies also falsch herübergebracht habe, dann tut es mir leid.

Trotz allem ist Deine Aussage nun genauso falsch aufzufassen wie meine.
Nur zum Schluß sagst Du es dann:

Eventuell greift aber auch ein spirituelles Paradoxon, des "Sowohl - als auch".


Dadurch, daß wir immer in allzu menschlichen Maßstäben denken, verbessern wir nicht immer!
Jeder sieht nur immer das Unrecht der Hungernden und will (was ja sozial ethisch richtig ist) dort helfen.
Doch wer ändert dort, wo dieses Unrecht erst entsteht?
Es entsteht z.B. vor unserer Tür im Supermarkt beim Einkauf usw.!

Ich wollte mit meiner Darstellung nur zum Ausdruck birngen, daß man mit zunehmender Spiritualät hinter die Dinge schauen muß!

Die Wahrheit ist oft ganz anders als man denkt.

Liebe Grüße
Woherwig

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 29 Sep 2009 20:26 #1651

Hallo Frank

Ich schätze alle Menschen die sich in der äußeren Welt für eine bessere und lebenswertere Welt einsetzen.
Ähnlich wie Nils war ich in jungen Jahren das was man wohl einen politischen Aktivisten nennen könnte.
Und Ähnlich wie Nils finde ich die Entscheideng der Wähler am letzten Sonntag nicht sehr lustig, aber da es ja nu ein demokratisches Votum des Volkes ist werde ich damit leben und dennoch um Einsicht und Mit Gefühl der Regierenden mit allen in diesem Lande beachteiligten beten.
Heute ist die Politik nicht mehr mein Job in dieser Welt.
Es gibt eben Menschen die auf den äußeren Ebenen arbeiten und wirken und welche die es auf anderen Ebenen tun.
Kein wirklich spiritueller Mensch, wird einen anderen verhungern lassen, auch kein Yogi.
Die Yamas und die Niyamas bei Patanjali geben da ganz klare Richtlinien vor, an denen sich jeder ernsthafte Yogi orientiert.
Wenn ein Yogi Dinge in der äußeren Welt sieht, die nicht in Ordnung sind, krempelt er die Ärmel hoch und tut alles was im Bereich seiner Möglichkeiten ist um sie in Ordnung zu bringen, aber Politiker wird er deswegen noch lange nicht.
Etwas anders ist das mit den sogenannten spirituellen, welche allenfalls ein wenig mit Spiritualität kokettieren und überall herumposaunen, wie hoch spirituell sie doch sind und vor dem Leid anderer Augen und Herz verschließen.

Sonnige Grüße
Lars

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Letzte Änderung: von larrim.

Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 30 Sep 2009 07:16 #1654

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Hallo Woherwig, hallo Lars,

vielen Dank für eure erläuternden Worte. Ich fühlte mich nur veranlasst zu schreiben, weil ich negative Erfahrungen mit ähnlichen Argumentationsketten gemacht habe. Da wurden spirituelle Aussagen für puren Egoismus missbraucht. Es ist erstaunlich, wie schmal der Grat ist, auf dem man da wandelt. Ein wenig gesunder Menschenverstand (oder halt die Yamas und Niyamas) helfen sehr, die Richtigkeit einer Handlung zu deuten.

In diesem Zusammenhang: Danke auch an YogiNils für das umfangreiche Dokument auf deiner Webseite. Dort schilderst er nämlich sehr gut seine Entscheidungsfindung über die Richtikeit einer Handlung anhand von Gefühl und Vernunft.

Alles Gute
Frank

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Aw: Der Weg zu einer glücklichen Welt 30 Sep 2009 08:57 #1656

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Ich freue mich, dass ich hier so eine intensive Diskussion bewirkt habe. Die Frage ist sehr wichtig, wie weit ein Yogi äußerlich handeln sollte. Nach meiner Meinung kommt es auf die äußeren Umstände und die Möglichkeiten des Yogis an. Manche Umstände auf der Welt schreien nach einem Eingreifen. Ich finde zum Beispiel, dass es ein Unding ist, dass eine Milliarde Menschen auf der Welt verhungert, während 20 % der Menschheit im Überfluss leben. Gerade von Deutschland aus können wir viel für eine glückliche Welt tun. Wir können etwas Geld spenden, die Hilfsorganisationen unterstützen, die richtigen Parteien wählen und in unserem Bekanntenkreis auf das Leid in der Welt hinweisen.

Wenn ein Yogi persönlich viel helfen kann, sollte er es tun. Wenn er nur wenig tun kann, sollte er das Wenige tun. Ich folge dem spirituellen Weg der umfassenden Liebe. Und dieser Weg verlangt, dass wir beim Leid unserer Mitwesen hinsehen und im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen. Im Moment konzentriere ich mich auf meinen spirituellen Weg und handel äußerlich nur wenig. Ich folge damit der Linie von Beate. Ich stehe aber auch zu meiner politischen Vergangenheit und bejahe es als wichtige Phase in meinem Leben. Ich bin sehr erfreut über alle Menschen, die sich aktiv für eine Welt der Liebe, des Friedens und der Weisheit einsetzen.

Swami Sivananda lehrte: Liebe, helfe, gebe, meditiere, reinige und verwirkliche dich. Sai Baba prägte den berühmten Satz: Helfende Hände sind heiliger als Lippen die beten. Und der Dalai Lama ergänzte: Beten allein nützt nicht viel, aktives Handeln ist meistens besser. Mein großes Vorbild ist Amma (Amritanandamayi), die sich persönlich sehr für eine bessere Welt engagiert. Sie sieht sich als Mutter der Welt und empfiehlt das als Weg zur Erleuchtung. Mögen wir alle Mütter und Väter der Welt werden, zum Nutzen für alle Wesen und für uns selbst/unser höheres Selbst. :) :) :) :)
Yogi Nils

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