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04 Mär 2011 10:40 #2849 von Karin Martina
Yoga & Körperkult wurde erstellt von Karin Martina
Inwieweit soll ein Yogalehrer gängigen Modetrends bzw. Schönheitsidealen entsprechen?

Yogastudios und Yogaschüler legen Maßstäbe die optische Erscheinungsform von Yogalehrern an, die sich an gängigen Modetrends und Schönheitsidealen orientieren.
Wie seht ihr das als Teilnehmer von Yogaangeboten?
Wie geht ihr als Yogalehrer damit um?
Was geht, was geht nicht? ...?

Dass es im Yoga um ganz anderes geht ist klar. Die Realitäten sind jedoch andere ... . Mich interessieren eure Meinungen.

Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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04 Mär 2011 13:14 #2851 von beate
beate antwortete auf Aw: Yoga & Körperkult
Hallo Karuna,

eine schöne Frage...

im Yogaunterricht kleide ich mich so, wie ich mir gefalle: figurbetont und modisch. Es macht mir Spaß, meine Kleidung für Yoga auszusuchen und ich muß mich manchmal stoppen..
Da ich mich im Alltagsleben dezent schminke, verzichte ich auch im Unterricht nicht darauf.
Ich bin keine Anhängerin vom Schlabberlook, mache daraus aber kein Diktat für andere.
Jeder soll sich so kleiden, wie er sich am wohlsten fühlt, ohne dass etwas einengt oder sich eben störend in der Yogapraxis auswirkt.


liebe grüße
Beate

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05 Mär 2011 21:03 #2855 von larrim
Hallo Karuna

Ich trage traditionell immer weiß in Form eines Kurta Punjab Pyjama´s.
Für mich symbolisiert das, mit meiner Alltags Kleidung meine Persöhnlichkeit im Umkleideraum an den Haken zu hängen und mich ganz mit dem Geist des Yoga, mit dem Unpersöhnlichen und Universellen in Verbindung zu setzten.
Wie Beate auch denke ich, es sollte jedem/jeder Yogalehrer/in selbst überlassen bleiben wie er /sie sich im Untericht kleiden möchte.

Licht und Liebe
Lars

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06 Mär 2011 09:25 #2862 von corina
corina antwortete auf Aw: Yoga & Körperkult
Jeder so wie er / sie mag.

Egal ob Yogalehrer oder Yogakursteilnehmer, niemand "soll" meines Erachtens einem Modetrend entsprechen "müssen".

Meine Yogakleidung variiert je nach Gemütszustand, Lust & Laune, den Umständen in welchen ich Yoga praktiziere, doch immer ist sie bequem und ich fühle mich wohl darin. Das ist die Hauptsache für mich. Finde zum Beispiel auch die Farbwahl entscheidend, wähle sie auch gezielt um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Möchte drum auch keine Vorgaben haben, welche mir vorschreibt welche Hosenfarbe, welche T'shirtfarben ich zu tragen hab'.

Allzu weite grosszügige Hosenformen (z.B. Haremshosen) können mitunter die Korrektur bei Asanas erschweren - da nicht genau ersichtlich ist, wie die Beinhaltung im Detail ist usw., oder auch für Teilnehmer die beim Yogalehrer eine Position anschauen ist es einfacher wenn dieser nicht in der Kleidung verschwindet ;)

Ansonsten, wie gesagt: Jeder so wie er mag.

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06 Mär 2011 21:05 #2868 von Cornelia
Cornelia antwortete auf Aw: Yoga & Körperkult
B) Interessante Frage - je nach Jahreszeit ziehe ich ganz normale Gymnastikkleidung vor. Im Sommer auch gerne weiße leichte Baumwollhosen. Manchmal lasse ich ganz bewusst meine Alltagskleidung an - bequeme Jeans oder andere Hose. Das irritiert meine YogaschülerInn häufig. Doch ich möchte mit dieser Form der Kleidung gerne die "Alltagstauglichkeit des Yoga" demonstrieren.

Yoga gehört zum Alltag, wie das Zähneputzen oder der Abwasch. Dafür ziehe ich mich nicht etxtra um. Alles kann - nichts muss!
Was lustiges ist mir vor einigen Monaten passiert, als eine neue Schülerin kurz vor Unterrichtsbeginn in meine Gruppe kam. Einige standen wie gewöhnlich herum und sprachen miteinander. Andere saßen bereits auf ihren Decken. Sie betrat den Raum, und steuerte gleich auf einen anderen Yogaschüler zu, der eine weiße Baumwollhose trug. Sie hielt ihn für den Yogalehrer. Wir haben alle herzlich lachen müssen, was sie noch mehr irritierte. "Hier darf gelacht werden?" Das war alles sehr fremd für sie. Eine Yogalehrerin in Jeans und dann darf auch noch gelacht werden! Sie beruhigte sich erst, als der Gong ertönte. Die sofort einsetzende Ruhe und Konzentriertheit hatte sie stark beeindruckt - wie sie uns später erzählte.

Om Shanti

Cornelia

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06 Apr 2011 21:43 - 06 Jul 2011 11:56 #2986 von Karin Martina
Danke für eure Antworten!

Anbei zwei Beispiele, die nichts mit den Personen an sich zu tun haben. Ich habe sie ausgewählt, da sie von ihrer äußeren Erscheinungsform nicht dem heutigen Körperkult entsprechen.

Seht ihr hier Einschränkungen für das Unterrichten von Yoga? Oder versteht ihr wenn Yogastudios und so manche Schüler solche mangelnde Anpasssung an den heutigen Körperkult bei Yogalehrern nicht akzeptieren?

Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de
Letzte Änderung: 06 Jul 2011 11:56 von Peter. Grund: Bilder wegen Urheberrechtsproblematik gelöscht

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07 Apr 2011 07:09 - 07 Apr 2011 07:09 #2988 von larrim
Hallo Karuna

Nö solange die beiden nicht extrem verschwitzt oder dreckig als Lehrende in den Unterricht kommen, würde ich sie beide, so denn die Yogaausbildung fundiert ist und sie gut und autentisch unterrichten, bei mir arbeiten lassen.
Aber vielleicht bin ich da nicht ganz repräsentativ, denn vom Körper- und Modekult mit dem Lebenszentrum "eigener Bauchnabel" grenze ich mich deutlich ab.
Ob nun da Haare unter den Armen sind, wo die Götter sie nun mal haben wachsen lassen oder die abrasiert sind, ob der Körper rank und schlank ist oder eben etwas üppiger von Mutter Natur gestaltet wurde, spielt in meinen Augen keine Rolle, hat nichts damit zu tun ab jemand ein guter / eine gute Yogalehrer/Yogaleherin ist.

Licht und Liebe
Lars
Letzte Änderung: 07 Apr 2011 07:09 von larrim.

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07 Apr 2011 10:00 #2991 von alu2009
hallo zusammen,

ich hab ein paar langebeinige sporthosen und ein paar t-shirts in unterschiedlichen Farben und 2 baunwolljacken ohne kapuze. alles ziehe ich so abwechselnd an, je nachdem, was gerade sauber im schrank liegt.

mir ist wichtig, dass die kleidung sauber und klar im stil ist, weil mir das entspricht. ich bin ein schörkelloser, klarer typ und so kleide ich mich auch. wichtig ist mir bewegungsfreiheit in den hosen, und deshalb auch ohne kapuze, wegen der umkehrhaltungen, wenn ich asana vor- oder mitmache.

im winter muss ich künftig stärker darauf achten, dass ich selber eine warme hose trage, bekomme sonst porbleme in den knie ... ich zumindest mache nur punktuell asana mit oder vor.

ähnlich wie beate schminke ich mich im alltag auch dezent und das tue ich auch beim yoga unterrichten.

für mein ganz subjektives wohlgefühl ist auch wichtig, dass ich ein deo benutze und unter den achseln und an den beinen rasiere ich mich. ich wasche mir vor dem unterrichten auch immer die füsse, weil ich in meinem sonstigen arbeitsalltag schuhe trage, manchmal sind auch flusen der socken an meinen füssen...

vor 10 jahren war das mit dem rasieren etwas anders in der mode, aber mittlerweile folge ich da auch dem trend und merke, dass mir anderes - auch bei anderen - nicht angenehm ist.

ich finde es auch klasse, wenn männer sich rasieren.

zu den fotos: die etwas korpulentere yogalehrerin auf dem foto finde ich total ok, die andere mit den achselhaaren und dem verschwitzen hemd nicht.

wenn ich selber mitarbeiter beschäftigen würde, würde ich am anfang immer klarheit über meine erwartungen schaffen, egal ob es um formales oder inhaltliches geht,das ist mein führungsstil. und danach sollte es dann klar sein, dass wir porfessionell auftreten und arbeiten.

und an teilnehmerInnen schätze ich es auch mehr, wenn die kleidung nicht schon mal durchgeschwitz worden ist etc.... aber da mische ich mich natürlich auf keinen fall ein. für mich sind teilnehmer kunden, keine schüler! damit unterscheide ich mich aber von vielen, das ist mir klar. ich unterrichte auch in sporvereinen und fitneessclubs.

wenn es mal anders ist, heißt es für mich augen zu und durch, es sind ja meine ab-neigungsgefühle mit denen ich klar komme! :) und da gilt für mich porfessioneller umgang, ich mag ja auch nicht jeden....

bin gespannt auf weitere beiträge
anke

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07 Apr 2011 10:06 #2992 von alu2009
"dass, es um was anderes geht ist klar"

JA! und es ist doch immer die FORM und der INHALT!

Auch bei den Asana! Wir kann eine spiritielle praxis, die uns so zutiefst nach innen fürhren will, sich so an der äußeren ausführung von körperhaltungen aufhalten ? ....

aber es geht ja um die FORM und den INHALT, das ist doch energetisch gar nicht voneinander zu trennen, siehe chakras, siege kosha modell ...

namste
anke

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07 Apr 2011 17:26 - 07 Apr 2011 19:27 #3000 von beate
beate antwortete auf Aw: Yoga & Körperkult
Hallo Karuna,

mich würde es nicht stören, wenn ein Yogalehrer aus der aesthetischen Norm für Fitnessstudios ausschert.

Das erste Bild scheint auch in einem heißen Land entstanden zu sein (Indien?).
Da gehört Schwitzen einfach zur Yogaroutine - kein Problem!
Körperbehaarung ist für mich etwas Natürliches und völlig akzeptabel.

Ich habe auch üppige Yoginis kennengelernt, die mit Leichtigkeit in Asanas kamen, die für dünne eine arge Herausforderung waren: keine Kontraindikation also.. eher finde ich das noch überzeugender.

In den Niyamas, der 2. Stufe des 8-fachen Yogaweges, wird ja Reinheit, auch körperliche, als Voraussetzung für die Yogapraxis benannt.

sonnige Grüße
Beate
Letzte Änderung: 07 Apr 2011 19:27 von beate.

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  • Silvia75
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11 Apr 2011 11:27 #3024 von Silvia75
Silvia75 antwortete auf Aw: Yoga & Körperkult
Hallo Karuna,

eine interessante Frage hast du da aufgeworfen. Ich selbst habe mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht, wie mein Yogalehrer aussehen sollte. Mir kam es bisher immer darauf an, dass er kompetent und mir symphatisch ist. Bisher hatte ich allerdings eher schlanke Menschen als Lehrer, wohingegen in den Kursen auch einige mit mehr Körpervolumen anwesend waren.

Bei der Kleidung finde ich wichtig, dass sie sauber ist und einen gepflegten Eindruck macht. Ein Yogalehrer oder auch Mitschüler in verschwitzten, müffelnden, zerfetzten Klamotten wäre mir unangenehm. Zumindest am Anfang der Stunde. In einer anstrengenden Yogastunde kann es ja durchaus auch mal zum Schwitzen kommen. Das gehört halt dazu. :)

Ob nun bei dem Lehrer oder den Mitschülern Haare unter den Achseln und an den Beinen sind, ist mir persönlich egal. Für mich selbst habe ich entschieden, dass ich mich dort rasiere, aber nicht nur, um beim Yoga gut auszusehen. Dafür gab und gibt es mehr persönliche Gründe.

Trotzdem trage ich natürlich auch gern schöne Yogakleidung (sofern sie dann noch bequem ist in den Asanas). Ich kleide mich auch in meiner Freizeit und im Berufsleben gern schön (wobei das nun natürlich auch wieder Geschmackssache ist) und da mache ich beim Sport keine Ausnahme. Wichtig ist mir aber, dass ich mich mit meiner Kleidungsauswahl wohl fühle.

Liebe Grüße
Silvia

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  • Leila
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14 Apr 2011 11:21 - 14 Apr 2011 16:15 #3039 von Leila
Leila antwortete auf Aw: Yoga & Körperkult
Hallo,

leider ist Yoga zu einem Lifestylesport geworden, wobei Yoga-Übungen zu Entspannung und einem Gleichgewicht zwischen Geist und Körper führen soll. Gedanken über Aussehen und Kleidung lenken dabei von der eigentlichen Erfahrung durch Yoga ab. Viele Yogafans praktizieren von Zuhause aus, um der kommerziellen Athmophäre zu entkommen.
Letzte Änderung: 14 Apr 2011 16:15 von Peter.

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14 Apr 2011 11:23 #3040 von alu2009
hallo leila,

erlebst du yoga so?

anke

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Moderatoren: Peter
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