× Eure Erfahrungen und Fragen zu yogischer Ernährung.

Topic-icon Aw: Yoga und Ernährung

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25 Dez 2011 18:54 #4135 von luci
Yoga und Ernährung wurde erstellt von luci
Hallo und Namaste,

mich würde Eure Erfahrung mit "yogischer" Ernährungsweise interessieren. Seid ihr alle Vegetarier? Gibt es auch nicht-vegetarische Yogarichtungen?

An die Vegetarier unter Euch: wie sieht es bei Euch mit Eisenmangel und Vit. B12 Mangel aus?

Freue mich auf Eure Antworten

luci

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26 Dez 2011 09:35 - 09 Jun 2021 12:16 #4137 von larrim
Namaste Luci

Dieser lebt seit etlichen Jahren vegetarisch und ernährt sich weitestgehend vollwertig.
Eisen- und VitB12 Mangel sind kein Thema.
Durch entsprechendes Gemüse und viele Vollkornprodukte lässt sich das alles auch ohne Fleisch zuführen.
In Rishikesh lebt Swami Yogananda, ein steinalter Yogi der ebenfals nie Fleisch gegessen hat und vor Vitalität und Gesundheit gradezu strotzt. :)

Licht und Liebe
Lars
Letzte Änderung: 09 Jun 2021 12:16 von Peter.

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27 Dez 2011 20:32 #4142 von Silvia75
Silvia75 antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
Hallo Luci,

ich kann mir kaum vorstellen, dass es "nicht vegetarische" Yogarichtungen gibt. Wichtiger Grundsatz im Yoga ist ja "Ahimsa" (Gewaltlosigkeit). Fleisch essen und Ahimsa steht ja im Widerspruch zueinander.

Es kann natürlich sein, dass Menschen, die Yoga als Sport ansehen, auch weiter Fleisch essen. Es gibt ja viele, die sich überhaupt nicht mit der Philosophie beschäftigen.

Ich selbst bin beinahe Vegetarier, d. h. ich bemühe mich, einer zu werden, bin aber zwischendurch noch "rückfällig" geworden. :blush:

Aber zumindest für mein Weihnachtsmenü musste kein Tier sterben. Das habe ich ausschließlich vegetarisch gestaltet. Und das war sooooooooooooo lecker! :silly:

OM Shanti
Silvia

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27 Dez 2011 21:10 - 27 Dez 2011 21:18 #4144 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
luci schrieb:

Seid ihr alle Vegetarier? Gibt es auch nicht-vegetarische Yogarichtungen?

Hi Luci,

da Du Eisenmangel und Vitamin B12 ansprichst, nehme ich an, daß Du das Thema Vegetarismus eher mit der Gesundheit zusammenbringen willst.

Um sicherzugehen, möchte ich Dich vor einer Antwort dennoch fragen: Interessiert Dich das Thema aus a) gesundheitlichen oder b) ethischen Gründen?

Auf a) oder b) würdest Du nämlich nicht dieselben Stellungnahmen erhalten; das Thema ist komplex, um nicht zu sagen: höchst umstritten.

Mit liebem Gruß,
Ram

PS:
Persönlich betrachte ich mich nicht als Vegetarier, da ich
1. täglich Milchprodukte (Yoghurt, Quark, Käse) zu mir nehme,
2. bei Einladungen der Regel des Buddha folge, der seinen Mönchen auftrug, selber kein Fleisch zu essen, es aber nicht abzulehnen, wenn es ihnen angeboten würde.
Letzte Änderung: 27 Dez 2011 21:18 von Ramananda. Grund: PS

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28 Dez 2011 16:10 - 28 Dez 2011 16:13 #4146 von larrim

Ramananda schrieb:

...
Mit liebem Gruß,
Ram

PS:
Persönlich betrachte ich mich nicht als Vegetarier, da ich
1. täglich Milchprodukte (Yoghurt, Quark, Käse) zu mir nehme,


Namaste Ram

Milchprodukte nehme ich auch zu mir und sehe das nicht als Widerspruch dazu Vegetarier zu sein.
Anders ist es bei Punkt zwei, da bin ich auch bei Einladungen konsequent.

Licht und Liebe
Lars
Letzte Änderung: 28 Dez 2011 16:13 von larrim.

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28 Dez 2011 16:22 - 28 Dez 2011 16:27 #4147 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
larrim schrieb:

Milchprodukte nehme ich auch zu mir und sehe nicht als Widerspruch dazu Vegetarier zu sein.

Hi Lars,

ich mache auch gewöhnlich keine Unterscheidung hierbei, betrachte also die Laktovegetarier, wie in Indien üblich, als »echte« Vegetarier.

Es gibt allerdings immer wieder Menschen die dann einwenden: Laktovegetarier sind durch ihren Milchverbrauch indirekt (…) am Leid und am Tod von Tieren schuld. Und ganz unberechtigt ist dieser Vorwurf ja nicht.

Um solchen Diskussionen aus dem Weg zu gehen halte ich es für einfacher festzustellen: Ich bin kein Vegetarier.

Wie gesagt, nur meine ganz subjektive Meinung.

Mit liebem Gruß,
Ram
Letzte Änderung: 28 Dez 2011 16:27 von Ramananda. Grund: Korrektur

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28 Dez 2011 16:30 #4148 von larrim
Namaste Ram

Ja auch ich kenne diese Diskussionen.
Deswegen betone ich Vegetarier zu sein, B) und eben kein Veganer. :P


Licht und Liebe
Lars

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28 Dez 2011 18:11 - 29 Dez 2011 13:04 #4149 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
larrim schrieb:

… Deswegen betone ich Vegetarier zu sein, und eben kein Veganer.

Ich habe 1974 begonnen, »vegetarisch« zu leben. Obwohl der Begriff »vegan« im englischen Sprachraum seit 1944 bekannt ist, ist er es in Deutschland erst seit kurzem, und ich habe mich bis heute nicht an solche Wortklaubereien gewöhnen können. Verzeihung für die Wertung, aber angesichts des Ur-Problems (siehe unten) kann ich diese und andere Bezeichnungen nur als verzweifelte Spitzfindigkeiten bezeichnen.

Ich bleibe dabei: Persönlich zähle ich mich nicht zu den »Vegetariern«.

Nach klassischem, strengem Verständnis ist jemand ein Vegetarier, der NICHTS Tierisches zu sich nimmt: weder Fleisch noch Fisch, weder Milch noch Eier, nicht einmal Honig. Da dies mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, sucht der wie immer pragmatische Mensch sein Heil in Kompromissen: Es gibt Laktovegetarier (sie essen Milch und Milchprodukte) und Ovolaktovegetarier (zusätzlich Eier). Eine besonders bizarre Form des Vegetarismus schließlich verbietet das Essen von Fleisch, nicht aber von Fisch.

So wie in Indien werden auch bei uns in der Regel die Laktovegetarier als die eigentlichen Vegetarier bezeichnet. Sie nehmen nichts vom getöteten Tier und verweigern mit gutem Grund die schädlichen Eier, verwenden jedoch Milch und Milchprodukte. Der Laktovegetarismus ist eine milde und gesunde Form des Vegetarismus.

Jene Menschen, welche den Verzehr von Fleisch ablehnen, weil sie das Leid der geschundenen Tierwelt nicht ertragen können, verdienen unsere Sympathie. Der Vorwurf, Laktovegetarier seien durch ihren Milchverbrauch indirekt an Leid und Tod von Tieren schuld, ist berechtigt. Wer das für unvereinbar mit seinen Vorstellungen hält, muß zum absoluten Vegetarier (im heutigen Sprachgebrauch: zum Veganer) werden. Das Ur-Problem des Tötens von Lebewesen wird aber auch dadurch NICHT gelöst.

Der Vegetarismus aus gesundheitlichen Gründen ist in der heutigen Zeit eine Notwendigkeit. Wer mit offenen Augen auf die himmelschreienden Zustände in der industrialisierten Viehwirtschaft blickt, der kann sich nur abwenden. Man muß ein Interessenvertreter der Massentierhaltung sein, um das Fleisch gequälter, widernatürlich gehaltener und daher notwendigerweise medikamentös behandelter Tiere als gesunde Nahrung zu bezeichnen.

Verlangt der Yoga eine vegetarische Ernährung? Die einfache Antwort sorgt oft für Mißstimmung unter Yogaliebhabern: nein. Der Vegetarismus als unbedingte Voraussetzung für die geistige Höherentwicklung ist eine Erfindung gewisser Sekten. Warum sollte es für einen Nichtvegetarier nicht möglich sein, Erlösung und Freiheit zu erreichen? Eine solche Aussage wäre Fanatismus und hat mit dem Ur-Yoga nichts zu tun. In den Zeiten der legendären großen Rishis gab es zwar das bis zum heutigen Tag gültige Verbot des Schlachtens von Milchkühen, ansonsten aber war den arischen Hindus der Fleischgenuß nicht untersagt.

Ahimsa (Kein Leid zufügen, Gewaltlosigkeit, Nichtverletzen, Nichttöten): nur wenige Begriffe haben zu soviel Mißverständnis und auch Heuchelei geführt. Unsere Haltung zum Nichttöten ist widersprüchlich bis zur Falschheit: Ein Menschenleben gilt – natürlich nur theoretisch – als heilig; die Tiere quälen wir in unvorstellbarem Maße und schlachten sie barbarisch ab; die Natur zerstören wir hemmungslos.

Die wahre Ahimsa ist einzig und allein dem Erleuchteten möglich. Er ist jenseits von Gut und Böse, hat die Gegensätze überwunden. Vor dem Erreichen des Nirvana ist nicht nur alles Reden sinnlos, sondern auch der Versuch, eine vollkommene Gewaltlosigkeit zu praktizieren. Wollte sich ein Normalsterblicher in unserer leidvollen Welt wirklich des Tötens enthalten, dann dürfte er nicht einmal an die alltäglichsten Dinge wie Waschen, Putzen und Kochen denken. Zur Klarheit über diese Sache verhilft die Lektüre der Bhagavad-Gita. Sie ist mit den Worten Wilhelm von Humboldts »das Tiefste und Erhabenste, was die Welt aufzuweisen hat«.

:)
Letzte Änderung: 29 Dez 2011 13:04 von Ramananda. Grund: Ergänzung

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  • luci
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29 Dez 2011 19:04 #4150 von luci
luci antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
:dry:
Hallo RAm,

ich interessiere mich sowohl wegen a) gesundheitlichen und b) ethischen Gründen für das Thema.

Ich habe 15 JAhre vegetarisch/vegan, bzw. sogar zwei JAhre ausschließlich mit Früchten gelebt und keinerlei Zweifel an der Ernährung gehabt. Aber wenn man gesundheitliche Probleme bkommt, dann fängt man eben leichter an zu zweifeln, ob es die richtige Ernährungsform ist; zumal, wenn man ausschließlich von "Normalköstlern" umgeben ist.

Ein wenig verwunderlich finde ich auch deine (des Buddha) Praxis Fleisch zu konsumieren, wenn man es nicht selbst getötet hat, bzw. wenn es einem ngeboten wird. DAnn hätte ich jeden TAg durch das Hintertürchen die Möglichkeit Fleisch zu essen. :S

Liebe GRüße
luci

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29 Dez 2011 19:36 #4151 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
Hi Luci !

Zu Deinem Satz
»Ich habe 15 Jahre vegetarisch/vegan, bzw. sogar zwei Jahre ausschließlich mit Früchten gelebt«
kann ich nur sagen: meine Bewunderung! Jemand der zwei Jahre nur von Früchten lebt hat meinen tiefsten Respekt. Daß ich ernährungstechnisch eine andere Meinung vertrete spielt dabei keine Rolle.

Bezüglich Deiner anderen Feststellung, nämlich
»Ein wenig verwunderlich finde ich auch deine (des Buddha) Praxis Fleisch zu konsumieren, wenn man es nicht selbst getötet hat, bzw. wenn es einem angeboten wird. Dann hätte ich jeden Tag durch das Hintertürchen die Möglichkeit Fleisch zu essen«
bitte ich Dich, die Sache recht zu verstehen. Es geht ja nicht darum, »durch das Hintertürchen die Möglichkeit des Fleischessens zu haben«. Der Ratschlag des Buddha zielte auf das Ego seiner Schüler, und das bedeutet: jede Extravaganz ist eines Mönchs unwürdig!

»Den mittleren Weg gehen, die Extreme vermeiden« – die Worte des großen Buddha gelten für den spirituellen Pfad und für das ganze Leben. Man hänge einer Ernährungsrichtung nicht so an, daß man zum Fanatiker wird; unser Leben zielt darauf, das Bewußtsein zu erweitern, nicht einzuengen. Auch Vegetarier müssen auf der Hut sein, nicht in die Falle der Engstirnigkeit und Intoleranz zu tappen. Ist es wirklich unerträglich, ausnahmsweise Fleisch zu essen, um anläßlich einer Einladung einen Gastgeber nicht zu brüskieren? Seinen Mönchen trug der Buddha zu, kein Fleisch zu essen, jedoch die Speisen nicht zu verweigern, die ihnen gegeben wurden [ein kleiner Auszug aus meinem Ernährungsbuch].«

Mit liebem Gruß, und nochmals: Respekt –
Ram

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31 Dez 2011 16:02 #4154 von luci
luci antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
Hallo Ram,

was für eine noble Geste mit der "Bewunderung" für zwei Jahre Obstessen; habe nie gedacht, daß es etwas Besonderes ist; ist mir auch leicht gefallen, weil ich sehr gerne Obst esse: Ist aber auf die DAuer sehr beschränkt, wenn man nur einheimische Obstsorten nimmt.

Damals, es ist schon 10 Jahre her, mußte ich noch nicht so viel essen wie jetzt. Da hat sich was getan. Und in dieser Zeit hätte ich für meine spirituelle Entwicklung so ziemlich alles getan. Aber wie gesagt, ich habe es nicht als MAngel empfunden. Deswegen war es eigentlich keine Leistung. MAnchmal wünschte ich soger es gäbe eine Pille gegen den Hunger, dann hätte man eine Sorge weniger. Nicht immer, aber eben wenn man keine Lust hat auf Kochen.
Im Urlaub, wenn ich immer den ganzen TAg an dr frischen Luft bin brauche ich sowieso weniger zu essen, als im normalen Alltag. Von daher glaube ich eigentlich an die Pranaernährung durch gute Luft und Wasser.
Aber....

Das mit den buddh. Mönchen habe ich so noch nicht gesehen.
Ansonsten gehe ich mit dem, was du sagst völlig konform. MAn darf nicht zum FAnatiker werden; deshalb versuche ich auch nicht andere zu Vegetariern zu machen. Letztendlich muß das jede(r) für sich entscheiden.
Und durch Vegatarismus allein wird man noch längst nicht zu einem "besseren" Menschen. Ich habe den Eindruck viele Vegetarier leben nach dem Motto: ich schone die Tiere, aber auf Menschen einzuprügeln (in Wort und ...), damit haben manche keine Probleme.

Obwohl: "kein Fleisch zu essen, jedoch die Speisen nicht zu verweigern, die ihnen gegeben wurden", kann dann ja auch zum Widerspruch in sich werden. Wie gehen dei Mönche denn heute, wie damals mit diesem Widerspruch um? Sie essen einfach Fleisch, weil sie die Speisen, die ihnen angeboten werden eben Fleisch enthalten?

Aber soweit ich weiß, ißt ja soger der DAlai LAma Fleisch.

Aber es ging mir auch nicht sosehr um Fleisch/ kein Fleisch, sond. um einen Erfahrungsaustausch, ob auch andere Vegetarier hier Probleme mit MAngelerscheinungen haben; sprich Eisen und B12.
Ich habe mich da jahrelang nicht drum gekümmert, aber es wird ja immer gesagt, daß speziell Veganer B12 zu sich nehmen sollen.

Liebe GRüße
luci

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31 Dez 2011 19:55 - 01 Jan 2012 17:26 #4155 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
luci schrieb:

Aber es ging mir auch nicht so sehr um Fleisch/ kein Fleisch, sondern um einen Erfahrungsaustausch, ob auch andere Vegetarier hier Probleme mit Mangelerscheinungen haben; sprich Eisen und B12.

Hi Luci,

Vegan/B12-Mangel, das hört man immer wieder. Eisenmangel haben auch sehr viele Menschen, die »normal« essen; der Eisenhaushalt hängt von anderen Dingen in der Ernährung ab, das hat mit dem Vegetarismus weniger zu tun.

Insgesamt stehe ich hundertprozentig zu dem Satz aus meinem Ernährungsbuch: Der Laktovegetarismus ist eine milde und gesunde Form des Vegetarismus.

Mit liebem Gruß,
Ram
Letzte Änderung: 01 Jan 2012 17:26 von Ramananda. Grund: Korrektur

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01 Jan 2012 19:03 #4157 von luci
luci antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
Hallo Ram,

wie verhält es sich denn mit dem Eisenmangel konkret? Und was ist mit dem B12? Nimmst du irgendwelche Nahrungsergänzungen?

Gruß
luci

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02 Jan 2012 11:37 - 02 Jan 2012 14:02 #4158 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
luci schrieb:

wie verhält es sich denn mit dem Eisenmangel konkret? Und was ist mit dem B12? Nimmst du irgendwelche Nahrungsergänzungen?

Oje Luci,

Du stellst Fragen, deren Beantwortung an dieser Stelle schwierig ist. Wenn ich zu solchen und ähnlichen Dingen etwas sage, dann grundsätzlich so, daß dadurch nicht noch mehr Fragen entstehen, das heißt sehr detailliert. Und in einem Yoga-Forum ist dafür verständlicherweise nicht genug Platz.

Die theoretischen Fragen seien daher übergangen, wie: einen echten Eisenmangel haben nur 5 von 1000 Menschen, das Problem wird also überbewertet (= konkret: die Symptome wie allgemeine Schwäche usw. haben andere Ursachen, nicht das Eisen), oder: die festgesetzten Richtwerte für das Eisen sind fraglich (= zu hoch, wie jene des Cholesterins usw); oder: daß bei der Untersuchung des Wertes nicht das Blut-Eisen entscheidend ist, vielmehr das Ferritin (Speicher-Eisen); oder: man versteht nicht, daß der Eisenhaushalt sich VON SELBST einpendelt, wenn man »die Natur läßt«, wenn man also keine größeren Fehler macht wie Rauchen, Alkohol, zuviel Kaffee, falsche Ernährung, zuwenig Bewegung ...

Vermittelt seien hier nur einige Grundgedanken, die Praxis betreffend. Eventuelle Fragen, die dadurch entstehen, können wir per PN klären. Oder Du liest ein gutes Buch über Ernährung … ;)

1. Der Eisenmangel ist bei Vegetariern nicht häufiger als bei Normalessern. Es geht nicht darum, WAS man ißt, vielmehr um die Fähigkeit des Darmes, das vorhandene Eisen aufzunehmen. Ein insuffizienter Darm, eine mangelnde Verdauung führt zur mangelnden Aufnahme vieler lebenswichtiger Stoffe, unter anderem des Eisens. Dieser Satz, liebe Luci, ist der wichtigste, den ich Dir mitgeben kann.

2. Von Dr. Ernst van Aaken (dem deutschen »Lauf-Papst«) hören wir: »… bei Frauen liegt häufig eine negative Eisenbilanz vor, die anscheinend physiologisch ist und deshalb NICHT zu Beunruhigungen Anlaß zu geben braucht, weil eben die Frau so strukturiert ist, daß sie mit weniger Eisenbindungskapazität im Sport und im Beruf durchschnittlich mehr leistet als der Mann.« Also wieder: Die Natur weiß es schon! Man darf nur nicht in diese Natur hineinpfuschen durch Fehler in der Lebensführung.

3. Von Dr. Wolfgang Lutz (»Leben ohne Brot«) und von zunehmend mehr Ärzten und Wissenschaftlern ist zu hören: Der Eisenmangel hat mit dem Kohlenhydrat-Stoffwechsel zu tun. Konkret: a) niedrige Bluteisenspiegel normalisieren sich unter Kohlenhydratbeschränkung; b) durch eine glutenfreie Ernährung (kein Weizen, Roggen …) bessert sich jeder Eisenmangel.

4. Niedrige Bluteisenspiegel sind auch dadurch zu erklären: Da Eisen das Wachstum von Bakterien und anderen krankmachenden Organismen fördert (!), versucht der Körper in seiner Weisheit, im Falle entsprechender Krankheiten (Entzündungen usw.) den Eisengehalt des Blutes zu vermindern. Schon wieder: Die Natur weiß es! Und daher ist auch Vorsicht geboten in Sachen Eisenpräparate. Nur bei einwandfrei erwiesenem (!) Eisenmangel ist eine Zuführung von Eisen durch Präparate sinnvoll. In diesem Fall empfehle ich: Floradix Kräuterblut. In Mineralpräparaten hat Eisen nichts zu suchen. Bei der Gelegenheit beantworte ich gleich eine andere Frage von Dir: Ja, ich nehme täglich Nahrungsergänzungen, weil ich ein Anhänger der orthomolekularen Therapie bin. Allerdings OHNE Eisen.

5. Zu den besten Eisenlieferanten gehören Rosinen, das kann ich wärmstens empfehlen, und die Hirse. Die Hirse gehört zu den glutenfreien Speisen, ist also in mehrfacher Hinsicht nützlich.

6. Vitamin C steigert die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung um 100 bis 200 Prozent. Das berührt dann wieder die Frage nach der orthomolekularen Therapie.

Der Text ist schon viel zu lang, und dabei haben wir noch gar nicht über das B12 geredet … Sorry!

Ram :)

PS
Eine recht gute Besprechung des Themas findest Du hier:
http://www.ugb.de/eisenmangel-eisenbedarf/eisenmangel-eisenpraeparate
Letzte Änderung: 02 Jan 2012 14:02 von Ramananda. Grund: Ergänzung

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02 Jan 2012 20:31 #4160 von larrim
Ramananda schrieb:

luci schrieb:

wie verhält es sich denn mit dem Eisenmangel konkret? Und was ist mit dem B12? Nimmst du irgendwelche Nahrungsergänzungen?

Oje Luci,

Du stellst Fragen, deren Beantwortung an dieser Stelle schwierig ist. ....


All den Erklärungen von Ram habe ich wenig hinzuzufügen. Beispielsweise Kupfermangel kann den Körper daran hindern Eisen aufzunehmen, dann kann man subsituieren wie man will der eisenspiegel ändert sich nicht.
Vielleicht ziehst du mal eine naturheilkundlich ausgerichtete Ernährungsberatung in Erwägung.
In Begründeten Fällen wie Bauchschmerzen usw. gibts mit Rezept vom Arzt sogar einen Zuschuss der Krankenkasse dafür.
Mich hat damals in meinen Yoga Anfängen das ganze Gerede um Eismangel, Mangelernährung von Vegetarieern etc. so verwirrt, dass ich das mal gemacht habe. Davon profitiere ich zum Teil heute noch.
Denn auch bei Nahrung gilt, was dem einen seine Medizin mag dem anderen sein Gift sein, weil jeder Mensch und jeder Stoffwechsel seine Besonderheiten aufweist.

Licht und Liebe
Lars

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03 Jan 2012 19:03 #4168 von luci
luci antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
Hallo Lars,

danke für deine Antworten. Ich kann dir nur zustimmen. Das alles kann einen ganz schön verwirren und du hast recht, jeder Organismus ist eine Besonderheit, bei allen Gemeinsamkeiten. Und das macht die Sache ja eben kompliziert.

Ich dachte allerdings du folgst dem Hinweis, den du mir oben gegeben hast. Ich meine den Link über den Swami in Indien. Dieser plädiert ja für reine Rohkost und Wasser und Ende, soweit ich das mitbekommen habe.
Kann man ja vielleicht in Indien praktizieren. Aber ausschließlich Rohkost funktioniert bei mir nicht. Und nach anderen Ernährungslehren ist das ja eine "Sünde" schlechthin.
Also weiter nach der perfekten Ernährungsform suchen, oder ich werde das ganze vielleicht mal für eine ZEit ruhen lassen. Bevor ich mich mit Ernährung beschäftigt habe ging es mir ganz gut. Vielleicht bringt das ganze Gesuche manchmal eben nur wenig.
Liebe Grüße
luci

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03 Jan 2012 22:30 #4170 von Ramananda
Ramananda antwortete auf Aw: Yoga und Ernährung
luci schrieb:

Also weiter nach der perfekten Ernährungsform suchen, oder ich werde das ganze vielleicht mal für eine Zeit ruhen lassen. Bevor ich mich mit Ernährung beschäftigt habe ging es mir ganz gut. Vielleicht bringt das ganze Gesuche manchmal eben nur wenig.

Von kleinen Rückschlägen wird sich doch eine Luci nicht entmutigen lassen! Ein Studium der Ernährung ist wie alle anderen Arten des Lernens niemals vergeblich. Selber habe ich mich 30 Jahre mit der Ernährungsreform beschäftigt, sehr intensiv. Manchmal dauert es eben länger, aber die Früchte des Studiums zeigen sich früher oder später. Und am Ende wird man über viele gemachte Verrücktheiten und Fehler schmunzeln oder gar lachen können.

Die Ernährung ist ein Labyrinth, das stimmt; aber jedes Labyrinth hat auch einen Ausgang. Ende gut, alles gut.

Ram :)

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04 Jan 2012 20:57 #4188 von larrim
luci schrieb:

Hallo Lars,


...
Ich dachte allerdings du folgst dem Hinweis, den du mir oben gegeben hast. Ich meine den Link über den Swami in Indien. Dieser plädiert ja für reine Rohkost und Wasser und Ende, soweit ich das mitbekommen habe.
...
Liebe Grüße
luci


Liebe luci

Nein ich folge dem Swamji nicht, aber ich finde er ist ein hervoragendes Beispiel dafür, dass ein Mensch auch kerngesund sein kann, wenn er nur sehr spartanisch isst.

Bei achtsamem Umgang mit dem Körper und ein wenig Grundwissen findest auch du sicher bald heraus welche Form der Ernährung dir entspricht.

Licht und Liebe
Lars

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18 Nov 2012 09:46 #5936 von manu-sarona
Hallo Lucie,

wie verhält es sich denn mit dem Eisenmangel konkret? Und was ist mit dem B12? Nimmst du irgendwelche Nahrungsergänzungen?


Also ich vermute, dass sich ein Eisenmangel, als vegetarisch lebende Frau, nur schwer vermeiden lässt. Ich unterstütze dann meinen Körper mit einer Flasche Kräuterblut (aus Reformhaus, Apotheke oder Bioladen) und alles ist wieder im Lot. Ebenso kann man sich Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12 beschaffen.

Als Veggi (ebenso wie Fleischesser) muss man ein paar Grundsätze lernen, dass wesentliche Lebensmittel (z.B. Proteinlieferanten, etc.) häufig genug auf der Speisekarte stehen. Es ist ein kleiner Schritt mehr, als nur das Fleisch wegzulassen - man muss sich ein kleines bißchen umstellen.

Im Vergleicht dazu, was den Tieren angetan wird ein sehr kleines Opfer, insbesondere wenn man Betrachtet, wie sehr wir hier im Überfluß leben.

Liebe Grüße
Manu

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05 Apr 2013 05:32 #6303 von yoga on holiday
Liebe Luci,
wir haben auf unserer Website unter folgendem Link einen Artikel mit interessanten Aspekten zu der Kombi von Yoga und Ernährung veröffentlicht:
http://yoga-on-holiday.com/index.php/de/rund-um-yoga/yoga-und-ernaehrung
Da findest Du besetimmt die ein oder andere Anregung für Dich.
Wir sind alle schon lange Vegetarier und B12 Mangel ist übrigens ein Problem, das auch viele Fleischesser haben. Es gibt im Reformhaus eine Zahnpasta mit B12 Zusatz. Empfehlenswert sind auch Vitasprint aus der Apotheke oder dm.
Die vegetarische Küche ist übrigens sehr abwechslungsreich. Wir posten auf unserer Facebook Fanpage immer wieder leckere Gerichte:
www.facebook.com/yogaonholiday
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Alles Liebe
Anke

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