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Eure Erfahrungen und Fragen zu yogischer Ernährung.
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Aw: Debatte Kuhmilch 24 Feb 2012 08:51 #4459

Om alle zusammen, ich bin ganz neu hier und suche gleich noch die Stelle wo ich mich vorstellen kann.

Die Information, dass man nicht gesäuerte Milch von gesäuerter bei der Debatte Kuhmilch/produkte "ja oder nein" differenziert betrachten muss, ist mir neu... macht aber aus meiner Erfahrung heraus sehr viel Sinn.
Das schwarz auf weiß zu lesen ist eine schöne Bestätigung dessen, was ich so nicht formuliert habe, aber für mich zutrifft.
Danke dafür!!!

Vor 12 Jahren habe ich begonnen, mich vegetarisch zu ernähren, hatte eine vegane/zucker/glutenfreie Phase (und bin so alle meine Allergien losgeworden) und um das Thema "Kuhmilch" kommt man ja kaum drumherum.
Abgesehen vom ethischen Aspekt hat mich die Info über Osteoporose sehr motiviert, Kuhmilch sehr stark zu reduzieren, bis auf in mäßigern Mengen Quark und Jogurt.
Mir geht es gut dabei :-)

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Aw: Debatte Kuhmilch 10 Mär 2012 15:04 #4549

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Hallo Ava,

auch auf die Gefahr hin dass diese Diskussion schon zu Ende ist und du dich schon längst entschieden hast, möchte ich zum gesundheitlichen Aspekt des Themas noch etwas anfügen:

Früher trank man Milch von einem Bauern, oft soagr immer die gleiche von einer einzigen Kuh. Da jede Kuh in ihrer Milch eine einzigartige Eiweißzusammensetzung hat, konnte sich der Körper an genau diesen Eiweißmix gewöhnen.

Heute wird Milch von abertausenden Kühen zusammengemixt, fraktioniert (in Einzelteile zerlegt) und wieder neu "einheitlich" zusammengesetzt. Dadurch entsteht ein vielfältiger und immer anderer Eiweiß- und Fettmix, der wahrscheinlich schlechter verdaulich ist.
Zudem hat Milch aus Massentierhaltung keine Omega3 Fettsäuren mehr, die gibts nur mehr in Frischmilch direkt ab Hof von Tieren, die kein Silofutter bekommen.

In den Großmolkereien wird Milch vollkommen entfettet und danach möglichwer weise sogar mit billigem Schweinefett frückgefettet - so schreibt es jedenfalls Rüdiger Dahlke in seinem Buch "peace food"(s. 39).

grüße, jukiwi

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Aw: Debatte Kuhmilch 10 Mär 2012 15:30 #4550

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Hi Jukiwi,

wo Du recht hast, hast Du recht. Andererseits: Nach diesen Kriterien dürfte man heute praktisch nichts mehr essen; es sei denn, man hat selber Land und baut Gemüse und Obst an, hat eine »Privatkuh« und …

Wir kaufen im März Äpfel, die im September zuvor geerntet wurden; giftgrüne Bananen, die erst im Laden reif werden, dasselbe mit Zitronen … ALLES unnatürlich, mit nur noch einem Bruchteil der ursprünglichen Vitamine, mit wenig Prana (Lebenskraft), und so weiter.

Zur Milch ein kleiner Hinweis. Ich kaufe im Bioladen einzig Demeter-Vollmilch mit natürlichem Fettgehalt, NICHT homogenisiert. Aus dieser Milch bereite ich mir selber Yoghurt (man sollte ja nur gesäuerte Milchprodukte zu sich nehmen). Und ich kaufe Schwedenmilch (nicht homogenisiert), und Buttermilch, und Quark.

Daß auch diese vergleichsweise natürliche Milch zusammengemischt ist, wie Du schreibst – who cares? Das ist heute so, und entweder machen wir das mit –

oder wir lassen es sein. In diesem Fall bleibt nur die Frage offen, wovon man sich heutzutage noch NATÜRLICH ernähren soll. Schließlich will ja nicht jeder als Einsiedler im Wald von Bärlauch und Pilzen leben (wobei auch diese Pilze längst vergiftet sind).

Ram :)

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Letzte Änderung: von Ramananda.

Aw: Debatte Kuhmilch 10 Mär 2012 16:29 #4551

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Hallo Ram,

danke für deine Antwort.
Jetzt kann ich sagen: wo du recht hast, hast du recht :)

Ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend mit Garten und Bio-Hofladen um die Ecke, da tue ich mir recht leicht mit saisonal, regional und bio - jedenfalls im Vergleich zu jemandem in der Stadt.

Ich merke gerade, dass ich bei diesen Ernährungsfragen leider schnell jede yogische Ruhe verliere. Das gibt mir auch zu denken.

grüße, jukiwi

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Aw: Debatte Kuhmilch 10 Mär 2012 18:41 #4552

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Hallo Jukiwi,

Sorgfalt in der Ernährung sollte möglichst mit Gelassenheit einhergehen, das scheint mit sehr wichtig zu sein.

Ich lebe von köstlicher veganer Rohkost von Kindheit an und kenne damit sehr viele Probleme in Ernährungsfragen von vornherein nicht.

Liebe Grüße, M33

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Aw: Debatte Kuhmilch 11 Mär 2012 08:43 #4553

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Hallo M33,

Sorgfalt und Gelassenheit, das gefällt mir gut.

lg, jukiwi

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Aw: Debatte Kuhmilch 11 Mär 2012 16:08 #4555

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Jukiwi ich fand Deinen Beitrag gut und sinnig...

M33 das ganze Leben nur Rohkost ? Ich hoffe Du hast das entsprechende Dosha dazu ;) , für mich wäre es gesundheitsschädlich

Ava

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Aw: Debatte Kuhmilch 11 Mär 2012 17:36 #4557

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Liebe(r) @jukiwi,
ich fand gar nicht, daß Du bei Ernährungsfragen Deine yogische Ruhe verlierst. Dein Hinweis war wertvoll, auch wenn ich ein bißchen kritisch dazu Stellung genommen habe. Schreib doch mal wieder etwas, über Ernährung, aber auch über Yoga …
Daß Du Gelegenheit hast, in ländlicher Gegend frische Bioware zu erhalten ist sehr gut. Ich freue mich für Dich!

Liebe(r) @M33,
daß Du bereits von Kindheit an vegan lebst ist ja toll. Magst Du uns vielleicht kurz erzählen, wie so ein typischer Tag für Dich in Sachen Ernährung aussieht ? Wäre interessant.

Mit liebem Gruß an Euch beide -

Ram :he:

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Aw: Debatte Kuhmilch 12 Mär 2012 11:43 #4558

Hollo zusammen,

zum Thema Kuhmilch sind ja schon sehr interessante Beiträge hier erschienen. Ich denke, das sie generell kein menschliches Nahrungsmittel ist. Im Vergleich zu unseren genetisch engsten Verwandten und deren Ernährungsweise kommt Milch (außer als Säugling die Muttermilch) gar nicht vor.
Das sie für Erwachsene sogar zum Kalziumräuber wird klang ja schon an.
Auch ist die Molch der überzüchteten ausgebeuteten Kühe eher ein Angstvermittler denn etwas, das gesundes Prana liefern könnte.

Etwas anderes könnte Käse und Butter von Kühen, die das ganze Jahr auf Hochalmen oder gesunden Weiden artgerecht leben können darstellen.
Traditionell waren das ja die Nahrungsmittel des Bauern, Fettlieferanten für den Winter. Das im Käse enthaltenen Kalzium sollte wohl auch vom Körper verwertbar sein.

Ansonsten haben ich und meine Partnerin als Rohköstler mit hohem Obstanteil die Erfahrung gemacht, das ohne Milch alle Hautprobleme und Verschleimung der Atemwege aufhören.

Voraussetzung ist natürlich eine Gesundung der Verdauungsorgane nach der langen Zeit der "normalen" Fehlernährung.

Das in der Ayurveda Milch eingesetzt wird ist möglichweise die Folge, das diese nicht mehr von wenigen Eingeweihten getragen ist, sondern zur breiten Volksmedizin wurde, die vielen Verfälschungen und Verflachungen unterliegt.
Es gibt Ayurvedaärzte die genau diese Ansicht vertreten.

Als gute Alternative, wenn schon Käse, Joghurt etc. habe ich Produkte von Ziege und Schaf erlebt.
Diese Tiere verkörpern scheinbar noch eine gewisse artspezifische Eigenständigkeit, die sich natürlich hauptsächlich in deren Rohmilchprodukten wiederspiegelt.

Wo Rohmilch immer die bessere Grundlage darstellt auch bei Kuhkäse.

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Aw: Debatte Kuhmilch 12 Mär 2012 14:48 #4560

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Liebe Ava,

lieben Dank für Deine netten Worte, der Begriff Doshas ist mir aus der Ayurvedalehre bekannt, in groben Zügen zumindest, die Kategorisierung dient der Diagnosevereinfachung, weshalb sich daraus eine Gesundheitsschädigung durch vegane Rohkost für Dich ableiten könnte?

In der Homöopathie gibt es die Zuordnung zu Miasmen, auch Studien über die miasmatische Grundlage des Fleischverzehrs beim Menschen z.B., etc., dass vegane Rohkost aufgrund bestimmter Miasmen gesundheitsschädlich sein sollte, ist mir nicht bekannt, dass es aufgrund bestimmter Miasmen dem Menschen leichter od. schwerer sein soll, seine Ernährungsgewohnheiten zu ändern in diese od. jene Richtung, das schon.

Aus dem indischen Kastendenken allerdings soll den Menschen der untersten Kaste, der Kaste der Unberührbaren, sie ernährten sich von Fleisch und dementsprechend von Aas, die menschliche Fähigkeit einer Ernährung mit "reiner" Nahrung abgesprochen worden sein, davon würden sie zugrunde gehen, hieß es, das habe ich in verschiedenen indischen Schriften gelesen, was liest man aber nicht alles und weiß doch nicht, wie hoch der Wahrheitsgehalt des Gelesenen einzustufen ist.

Abschließend noch zu Deinem Hinweis, dass ich hoffentlich zu meiner Rohkost auch das richtige Dosha hätte:

Ich denke schon, es verträgt sich gut, ich war bisher frei von Krankheiten, auch keine Kinderkrankheiten, Erkältungen und all sowas,
ich arbeite wöchentlich 56 Stunden, 56 Stunden gehören der Muße, 56 Stunden gehören dem Schlaf und der Meditation. Gerade für die tägliche Meditation braucht es einen gesunden Gehirnstoffwechsel, wofür eine gesunde Ernährungslage ein wesentlicher Beitrag ist. Natürlich mache ich auch Yoga-Reinigungspraktiken und bin bemüht, alles in allem ein aufbauendes gesundes Leben zu führen.

Liebe Grüße, M33

P.S.: Es ist mir schon etwas spät geworden, um alle freundlichen Texte zu beantworten, danke vorerst und liebe Grüße von M33.

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Aw: Debatte Kuhmilch 12 Mär 2012 21:12 #4562

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Hi M33

hab ich nicht gedacht dass es Menschen gibt die nur Rohkost zu sich nehmen!! Ich bevorzuge jedoch warme Nahrung oder gewärmte Nahrung..
Werde morgen auch nochmal detaillierter Antworten.. ;) spät und müde..
Wollte Dir nur noch wirklich nette Worte geben :)
Danke dass Du an meiner Frage teilnimmst.. Dein Standpunkt lehrt mich neues und ist durchaus bewundernswert.
Bis morgen

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 08:15 #4563

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Hallo,

einen schönen guten Morgen wünsche ich allen!

Liebe Ava,danke für Deine prompte Antwort, auf Deine angekündigten weiteren Ausführungen bin ich schon sehr gespannt.

Hallo Jukiwi, vielen Dank für Deinen aufbauenden Kommentar!

Hallo Ramananda,

auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deine Aufmerksamkeit zu meinem Text und natürlich veranschauliche ich gerne einen Tag in Sachen Ernährung und es erscheint mir wesentlich festzuhalten, dass ich nicht allgemein vegan, sondern von veganer Rohkost lebe, zumal
eines der Hauptkriterien meiner Ernährungsform die Lebendigkeit der Nahrung, d.h., eine weitgehend noch intakte Enzymtätigkeit ist.

Mit dem gewünschten typischen Tag kann ich leider nicht dienen, da es sich um eine ungemein vielseitige und variable Ernährungsform handelt, was einem z.B. auf Reisen sehr zugute kommt und zu keinerlei Problemen mit Nahrungsengpässen führt.

Ich bemühe mich einfach, alles aufzuschreiben, was bei uns heute gegessen wird, bei uns leben mehrere Generationen unter einem Dach und essen gemeinsam, zum Frühstück kam heute auf den Tisch:

frühmorgens reichlich frisch gepresste Säfte aus Karotten, Rauner, Sellerieknollen und Gurken, die sich jeder nach Belieben mischt (wichtig, sehr langsam konsumieren), und frisch gepresster Weizengrassaft, zum Zeitpunkt geerntet, wo sich der erste Spross zu bilden beginnt, Weizengrassaft sollte allerdings besser pur getrunken werden, was aber wirklich nicht jeder mag

eine gute Weile später:
frisch gequetschter Mohn (bio und auf Keimfähigkeit regelmäßig überprüft, wie alle unsere Samen)
ganze und auch frisch feingeriebene Mandeln
sehr junge frische Sonnenblumenkeimlinge
frische Bockshornkleekeimlinge
frische Rotkleekeimlinge
frische Alfalfakeimlinge
Obst: Mango, Banane, Birne, TK-Heidelbeeren
wenige Weintrauben (bei 38 Grad getrocknet)

Ich denke, das war alles, ich melde mich nach Mittag wieder.

Liebe Grüße, M33

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 09:57 #4564

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Hallo zusammen,

ich finde es erstaunlich, wie unterschiedlich die Ernährungsformen sein können. Sehr spannendes Thema.

Allerdings verträgt wirklich nicht jeder reine Rohkost. Ich zum Beispiel nicht. ;)

Meine Versuchsphase von rund 4 Wochen mich mit Rohkost zu ernähren (das war hauptsächlich Obst, Gemüse, Salat, Keimlinge oder Sprossen), bescherte mir eine ganz üble Gastritis. Für mich war das Thema Rohkost damit erledigt.

Inzwischen bin ich dazu übergegangen, mich hauptsächlich warm zu ernähren (auch schon zum Frühstück), was mir deutlich besser bekommt.

Liebe Grüße
OM Shanti
Silvia

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 10:48 #4565

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Hallo zusammen,

ich lese all die Beiträge mir großem Interesse! So eine Vielfalt.
In diesem Zusammenhang möchte ich euch etwas fragen:

Ich habe oft, wenn ich ausserhalb meiner eigenen täglichen Praxis viel Yoga praktiziere (weil ich zb. zwei Kurse an einem Tag unterrichte oder ein Seminar besuche) das Gefühl dass ich mehr und deftiger essen muss. Also etwa auch abends einen großen Teller Linsensuppe mit viel Kokosmilch, oder ich bekomme richtig Heißhunger auf Nudeln mit viel Öl etc.
Das kommt aber nicht davon, dass ich dann sooo viel mehr Kalorien verbrauche, sondern es fühlt sich an wie eine Art "anderer" Hunger - aber nach was? Ich fühle das auch immer nur nachher, nie vor dem Yoga, gott sei dank :-)

Kennt das jemand von euch? Hat jemand Ideen dazu?

lg, jukiwi

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 15:27 #4566

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Hallo Ramananda und alle zusammen,

ich hoffe, jeder hatte ein herrliches Mittagsmahl ganz nach seiner Fason und fühlt sich rundum wohl!

Ich frage mich ernstlich, ob ich mit dem gewünschten Tagesbericht zu meiner veganen Rohkosternährung überhaupt fortfahren sollte, denn wenn es da tatsächlich Menschen gibt, die einem 4-wöchigen Rohkostversuch gar eine Gastritiserkrankung zuordnen müssen, wo meine Erfahrungswerte bislang gänzlich gegensätzlich dahingehend sind, dass naturheilkunsterfahrene Ärzte gerade die Behandlung schwerer Magenerkrankungen wie Gastritis und Magengeschwüre mit veganer Rohkosternährung erfogreich unterstützen und weiters sogar Bedenken dahingehend hier im Raum gestanden haben, an veganer Rohkosternährung gar zu sterben, sehe ich mich zusehend von etwas überrannt, das ich nicht in seinen Gesetzen von Ursache undd Wirkung abschätzen kann.

Und natürlich, wenn mir und meiner Familie und unserem Kreis der Bekannten und Freunde die vegane Rohkosternährung auch als das simpelste der Welt erscheint, können andere Menschen dabei u.U. grundlegende Fehler machen, der Küchenhygiene z.B. muss bei Rohkost vermehrt Beachtung geschenkt werden, fällt mir ein, besonders beim Rohkostanfänger, der noch keine Stärkung in seiner Immunabwehr erfahren hat, auch Händewaschen mit heißem Wasser und Seife nach einem WC-Gang bzw. vor dem Hantieren mit Nahrungsmitteln und vor dem Essen ist wichtig, auch vergammelte Samenkörner oder zu wenig gründliches Durchwaschen der Samen bei der Gewinnung von Keimlingen z.B. kann Beschwerden im Verdauungstrakt auslösen, etc., etc., und vor allem, viele Menschen müssen es erst einmal wieder lernen, ihre Nahrung sorgsam zu kauen, da gute Verdauung im Mund mit gründlicher Zerkleinerung und Einspeichelung kleiner Bissen beginnt. Und nicht zu vergessen, die Essenszusammenstellung folgt ganz tiefgreifender Gewohnheit, unsere nächsten Menschen waren es, und wir waren ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert als Kinder und haben zu ihnen aufgeschaut, sie haben uns eingeprägt auf die Form unserer Kost. Unsere Psyche kann bei Anderung der Ernährungsgewohnheiten ganz üble Streiche spielen - "der Biss der schwarzen Mamba ist tödlich, auch wenn es nur eine harmlose Natter gewesen ist".

Lieber Ramananda, Du kennst die Verhältnisse im Forum schon länger und Du bist Yogalehrer, wie ich gelesen habe, ich bitte Dich um Deine
freundliche Stellungsnahme, mache ich mir einfach zu viele Gedanken darum, dass ein paar
Hinweise zur veganen Rohkostform zur Nachahmung anregen und eher unerfreuliche Konsequenzen für die Leser im Forum haben könnten od. siehst Du es nach wie vor als wünschenswert, über einen Tag veganer Rohkostform im Forum zu berichten.

Ich würde mit Freude den Tag zu Ende schreiben, hege aber gleichwohl kein Bedauern, wenn Dir das Aufhören richtiger erscheint.

Liebe Grüße, M33

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 15:47 #4567

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M33 schrieb:

Ich frage mich ernstlich, ob ich mit dem gewünschten Tagesbericht zu meiner veganen Rohkosternährung überhaupt fortfahren sollte … mache ich mir einfach zu viele Gedanken darum, dass ein paar Hinweise zur veganen Rohkostform zur Nachahmung anregen und eher unerfreuliche Konsequenzen für die Leser im Forum haben könnten od. siehst Du es nach wie vor als wünschenswert, über einen Tag veganer Rohkostform im Forum zu berichten.
Ich würde mit Freude den Tag zu Ende schreiben, hege aber gleichwohl kein Bedauern, wenn Dir das Aufhören richtiger erscheint.

Meine Liebe,

bitte nicht aufhören, Deinen Bericht empfinde ich als wirklich interessante Bereicherung. Und schließlich – Du belehrst ja niemanden, sondern schilderst schlicht einen ernährungsmäßigen Tagesablauf, WORUM ICH DICH JA GEBETEN HABE. Mach Dir also hier keinerlei Sorgen!

Die Mitglieder in diesem Forum sind sehr nette und verständige Menschen, und sie sind erwachsen! Einer der wichtigsten Merksätze zur Ernährung ist ja allen bekannt: Was für den einen gut ist, ist vielleicht für den anderen schlecht; was der eine verträgt, das bekommt dem anderen überhaupt nicht.

Womit wir bei dem klassischen Satz des großen Hufeland wären: »Nicht das, was wir essen, sondern das, was wir verdauen kommt uns zugute und gereicht uns zur Nahrung.«

Und ein anderer klassischer Satz lautet: »Es kann nicht EINE Ernährung für ALLE geben. Dazu sind die klimatischen, kulturellen, wirtschaftlichen und individuellen Faktoren zu unterschiedlich.«

Trotz des Gesagten: Ich halte es immer wieder für lehrreich und nützlich, von anderen Menschen zu hören wie sie leben. Man probiert dann das eine und andere aus. Und prüft die damit gemachten Erfahrungen.

Ein Gedankenaustausch ist so oder so stets gewinnbringend.

Mit größter Sympathie -
Ram :he:

PS:
Mich (und vielleicht andere?) würde es auch interessieren, was Du »yogamäßig« so machst – falls ich nicht zu neugierig bin …

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Letzte Änderung: von Ramananda.

Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 15:56 #4568

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also mich würde es interessieren..bitt fahre fort..bin zwar nicht ram und kein yogalehrer..und silvia hat ja nur ihre erfahrungen und das was diagnostiziert wurde hier ausgetauscht..das sollte dich nicht daran hindern fortzufahren..
ich hab jetzt mal ne ganz blöde frage.. hast du noch nie in deinem leben brot gegessen?.. und falls du kinder hast wie handhabt ihr das dann wenn sie zum beispiel mal ausserhalb bei freunden essen..ich will damit nicht provozieren oder so.. es interessiert mich sehr
Mir wurde bei einer panchakarmakur dringend geraten nur erwärmte speisen zu essen (auch bestimmtes wegzulassen etc..) also seit ich das mit den erwärmten befolge hab ich ich zb eine bessere haut..ich hatte nie ernsthafte gesundheitliche Probleme oder gewichtsprobleme also kann ich nur mit der haut angeben..
ich finde es ist wichtig dass man auch kinder heutezutage ernährungstechnisch in eine bestimmte richtung lenkt und sich da von aussen auch ncith hereinpfuschen lässt..da kinder aber altersbedingt nicht unbedingt immer die stärke der einsicht aufbringen würde mich dieses thema und tipps interessieren.. bei uns selektierte sich auch extrem der freundeskreis ( freunde die auch kinder hatten) seit wir kinder haben und das quasi in den augen der anderen mit deren ernährung *zelebrieren*..das lustige ist finde ich dass sich die anderen abwenden und sich anscheinend durch unsere essgewohnheiten angegriffen fühlen..ich weiss es nicht..
ich hatte jedoch das veständniss das jeder mensch verschieden ist und auch nicht für jeden alles gleich gut ist..deshalb der einwand mit dem dosha..
entschuldigt dass die nichtbeachtung der großschreibung ..bin da eher faul..
liebst ava

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 16:36 #4569

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Lieber Ramananda,

ein Dankeschön!

Ich werde morgen weiter berichten, heute fehlt mir die Zeit dazu, aber entschuldigen muss ich mich noch, also, hier im Forum hat keiner gesagt, man könne von veganer Rohkost sterben, das sagte jemand anderer aufgrund der Forumsberichte zu mir, hier sagte lediglich jemand, dass es für ihn gesundheitsschädlich sei. Sorry, hab das irgendwie verwechselt, kommt nicht wieder vor.

Liebe Grüße, M33

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Aw: Debatte Kuhmilch 13 Mär 2012 16:58 #4570

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Liebe/r M33,

auch mich interessiert dein Speiseplan sehr. Ich käme von mir aus nie auf eine solche Zusammenstellung, finde sie aber sehr sehr anregend!

Ich habe selbst eine Erfahrung mit Magengeschwüren, die ich mit vegetarischem Essen und nur roh und gekocht, aber nix gebratenes etc. erfolgreich "behandelt" habe. Jahre später hat mir dann einmal ein chinesischer Ernährungsberater gesagt, dass es für mich besser wäre, schon hin und wieder Fleisch zu essen und auch das hatte damals einen Sinn...

lg, jukiw

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Aw: Debatte Kuhmilch 14 Mär 2012 09:53 #4572

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jukiwi schrieb:

Ich habe oft, wenn ich ausserhalb meiner eigenen täglichen Praxis viel Yoga praktiziere (weil ich z.B. zwei Kurse an einem Tag unterrichte) das Gefühl dass ich mehr und deftiger essen muss. Das kommt aber nicht davon, dass ich dann sooo viel mehr Kalorien verbrauche, sondern es fühlt sich an wie eine Art "anderer" Hunger - aber nach was? Ich fühle das auch immer nur nachher, nie vor dem Yoga, gott sei dank. Kennt das jemand von euch? Hat jemand Ideen dazu?

Liebe Ju,

dieser »andere« Hunger hat eine bestimmte Bedeutung; ich kann das persönlich bestätigen und auch von anderen ist es zu hören.

Man muß aber unterscheiden zwischen 1. der normalen Yogapraxis (als Teilnehmer eines Kurses oder wenn man zuhause übt) und 2. der Leitung eines Kurses, also in der Funktion als Yogalehrer.

Zu 1. Das ist ganz einfach: Die Praxis des Yoga ist eine der besten Methoden zur Förderung des Agni (das innere Feuer, im eigentlichen Sinne das Verdauungsfeuer, Jathara-Agni). Es ist also normal wenn man nach ein, zwei Stunden der Übung so richtig Hunger hat.

Etwas anderes ist Punkt 2, und da wird das Thema schwieriger. Wenn es um die Begriffe Karma und Energie geht, tut sich die ernste Seite des Yoga auf, das hören dann die meisten nicht so gern.

Worum geht es? Jeder Yogalehrer ist, ob er es will oder nicht, ob es ihm bewußt ist oder nicht, ein Therapeut. Er arbeitet mit der eigenen Energie und mit der Energie eines »Patienten« oder, in Yogakursen, mit der Energie vieler. Und wie alle (!) Therapeuten muß sich ein Yogalehrer bei seiner Arbeit energetisch absichern, denn mit der Energie anderer zu arbeiten bedeutet ja immer, mit dem Karma anderer zu interagieren (Interaktion = das wechselseitige Aufeinandereinwirken).

Am Beginn meiner Yogalehrer-Ausbildung mußte ich gleich einen Schock verkraften. Bei einer Diskussion über Energieübertragungen bzw. Eingriff in das Karma anderer sagte eine alte, erfahrene Nonne: »Auch Yogalehrer sind nicht davor geschützt. Je besser man zum Beispiel die Entspannung für die Kursteilnehmer gestaltet, je tiefer man die Stimme senkt, um noch beruhigender zu sprechen, desto mehr interagiert man mit dem Karma der Anwesenden …« Ich dachte spontan daran, meine Ausbildung abzubrechen, aber dann ging es doch weiter. Das Leben ist eine ständige Interaktion, und wenn man Therapeut werden will (Masseur, Akupunkteur, Osteopath, Heilpraktiker, Arzt, Psychologe … bis hin zum Yogalehrer), dann muß man das in Kauf nehmen. Oder man zieht sich zurück – wie es der alte Yoga empfiehlt, wenn man wirkliche spirituelle Fortschritte machen will. Da wären wir dann beim sprichwörtlichen »Yogi, unter einem Baum sitzend …«

Wer für Dinge wie Karma-Vermischung, Energieübertragungen feinfühlig geworden ist und Erfahrung hat wird nicht leugnen: Man kann sich zwar als Yogalehrer energetisch absichern (etwa durch Mantra-Japa), aber nur in gewissem Maße. Und wenn ich im Unterricht nicht aufpasse oder gar freiwillig, aus Mitgefühl mit Kursteilnehmern energetisch interagiere, dann »schreien« nach dem Unterricht mein grobstofflicher und noch mehr mein subtiler Körper (Essen hat eine wichtige psychologische Funktion) nach einem »Ausgleich«, ich muß mich dann mit dem Essen schwer beherrschen. Und das betrifft deftige (wie Du schreibst), nicht yogamäßige, sattvische Speisen und Getränke …

Die »Reaktion« betrifft nicht nur das Essen. Man tut dann auch gerne Dinge, die für einen Menschen auf dem Yogaweg nicht unbedingt förderlich sind: mit Freunden »ausgehen« (zum Essen, Trinken, Reden, Amüsieren), späte Restaurantbesuche, Fernsehen, Kino, ablenkende Lektüre …

Dieses Phänomen, um es zu wiederholen, ist nicht auf Yogalehrer beschränkt; es betrifft ALLE Therapeuten. Ich habe es mir als Lernprozeß zur Gewohnheit gemacht, Therapeuten genau zu beobachten – ihre körperliche, psychische, seelische Verfassung; und nur selten wäre zu sagen: Da liege ich falsch. Es gibt eben auch Ausnahmen von der Regel.

Jedenfalls: Das Phänomen des »anderen Hungers« hat für mich nichts Geheimnisvolles. Nach zwei Stunden eigener Praxis tritt es nicht auf; sehr oft aber nach mehreren Stunden Unterricht. In diesem Fall ist für mich alles so klar …

Om Shanti
Ram :he:

PS:
Auch bei diesem Posting sollte ich hinzufügen: Das ist nur meine Meinung. Mir ist klar, daß man auch anders darüber denken kann.

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