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THEMA: "Unabhängiger" Yogalehrer Für und Wider!?!

Unabhängiger Yogalehrer :Für und Wider 08 Apr 2011 13:56 #3005

[/quote]
Hallo Karuna,

"Und dabei könnte Yoga auch ganz anders sein. Wenn man sich in Achtsamkeit übt,"

Das Wesen des Yoga ist Achtsamkeit!
Das ist Meditation, (die (vor-)letzte Stufe des 8-fachen Weges des Patanjali) Übung der Achtsamkeit.
Dazu brauchst Du nicht einmal zu "sitzen"; wenn Du sehr geübt bist oder erleuchtet, ist Dein Handeln ein
Handeln in Achtsamkeit. Da findet Meditation -vielleicht auch - mitten in einer Demonstration statt.
Meditation ist eben nicht Idylle und am "Leben vorbei", sondern höchste Wirklichkeit, höchst präsentes Erleben des Augenblicks. Meditation ist für mich u.a. die klarste Methode, die eigene psychische und geistige Trickkiste zu entlarven.




"Ich sehe die Yogatradition als eine Ansammlung von Werkzeugen, wo man das für sich gerade passende aussuchen kann."
Diese Einstellung, liebe Karuna, finde ich mehr als bedenklich!
Das ist für mich eine sehr materialistische Aussage, die Du da so 'frei von der Leber' äußerst.
Nach dem Beliebigkeitsprinzip sich zu bedienen: hier ein bißchen und dort noch ein wenig ist "Supermarktmentalität" und vor allem: man wird dem YOGA nicht gerecht.
Yoga ist Freiheit aber nicht Beliebigkeit. Da gibt es Regeln, wie in jeder Gemeinschaft, die zu befolgen sind, sonst ist man eben kein Yogi Punkt


"Yoga ist was Du daraus machst!"
Dem kann ich - dein oben aufgeführtes statement berücksichtigend - auch nicht mehr zustimmen!

Yoga drückt sich in jedem ersthaft Bemühten sicher individuell aus, aber Yoga ist eine jahrtausendalte Disziplin, die die westliche Welt sicher gemäß ihrer kulturellen Besonderheit anpaßt..
Die Wurzeln aber finden sich in den Sutren von Patanjali. Wobei das Wesen einer Disziplin aber auch das Hinzulernen, sich Weiterentwickeln ist.
Wer aber Yoga willkürlich und als Selbstbedienungsladen versteht, sollte das auch klar
in seinem Angebot an seine Schüler vermitteln und es vielleicht dann z.B.
Karuna-Yoga-Adaptives oder Yoga-Bausteine nennen??

Alles Gute
Beate

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Aw: Unabhängiger Yogalehrer :Für und Wider 08 Apr 2011 15:05 #3006

beate schrieb:

Das Wesen des Yoga ist Achtsamkeit!

Ja, so verstehe ich das für mich auch.

"Ich sehe die Yogatradition als eine Ansammlung von Werkzeugen, wo man das für sich gerade passende aussuchen kann."
Diese Einstellung, liebe Karuna, finde ich mehr als bedenklich!
Das ist für mich eine sehr materialistische Aussage, die Du da so 'frei von der Leber' äußerst.

Nun es ist nunmal Fakt, dass die Yogatradition nicht eine einheitliche ist ...
Es gibt Yogis wie Mahatma Gandhi, aber auch Yogis wie den rassistischen und rechtsradikalen Swami Ramdev.
Es gibt empatische Yogalehrer und es gibt - gerade unter den sehr berühmten - Yogalehrer, die schwarze Pädagigik anwenden.
...
Georg Feuerstein schreibt in "Die Yogatradition" (S. 77):

So stellt sich also Yoga in keinster Weise eine homogene Ganzheit dar. Betrachtungsweisen variieren von Schule zu Schule, von Lehrer zu Lehrer, und können manchmal gar nicht miteinander versöhnt werden. Wenn wir darum von Yoga sprechen, sprechen wir über eine Vielzahl yogischer Pfade und Orientierungen, mit kontrastierenden theoretischen Bezugsrahmen und gelegentlich sogar gänzlich unterschiedlichen Zielsetzungen, die aber allesamt Mittel zur Seelenbefreiung sind."


beate schrieb:

Die Wurzeln aber finden sich in den Sutren von Patanjali.

Zum einen nicht zwingend, da es Yogatraditionen gibt, die sich nicht auf Patanjali berufen und zum anderen sind die Interpretationen dessen was damit gemeint sein könnte sehr unterschiedlich.
Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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Letzte Änderung: von Karin Martina.

Aw: "Unabhängiger" Yogalehrer Für und Wider!?! 08 Apr 2011 15:06 #3007

@alle: Wie geschrieben finde ich es einfach Schade, dass diese beiden Welten so entfernt gegenüberstehen. In der Geschichte gab es nur wenige, die sowohl spirituell waren als auch gesellschaftlich engagiert.
Eine der wenigen bekannten Ausnahmen war Gustav Landauer.
Ich fände es klasse ein paar Yogis zu finden, denen es genauso geht.

@Lars: wäre gut mal live mit dir zu diskutieren, ich denke wir reden teilweise aneinander vorbei und sind gar nicht soweit voneinander entfernt, bringen aber verschiedene Blickwinkel herein. Allerdings kann ich Menschen verstehen, die Yoga als "passivierden Esokram" bezeichnen ...

p.s.: noch ein Link ;-)
Yogis müssen mehr als andere Menschen haarscharf aufpassen ...
http://www.ashtanga-bg.eu/doofe_yogis.html
Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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Letzte Änderung: von Karin Martina.

Aw: Was ist Yoga? Wer ist ein Yogi? 10 Apr 2011 06:48 #3014

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Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer Video Produzentin, die schon mit vielen Yogalehrer/innen Videos gedreht hat und noch mehr Yogalehrer/innen und Meister/innen gesprochen hat.

Sie sagte: Insgesamt sind die Yogalehrenden angenehme, freundliche Menschen.
Was sie aber immer von Neuem amüsiert: Fast jede/r Yogalehrer/in würde über das, was andere unterrichten, gerne sagen: "Das ist aber kein Yoga". Fast jede/r hat genaue Vorstellungen, was Yoga ist und was Yoga nicht ist - und diese Vorstellungen sind selten bei zwei Yogalehrenden gleich - letztlich scheinen Yogalehrende gerne den meisten anderen Yogalehrenden die Qualifikation abzuerkennen.

Ich meine: Die große Stärke des Yoga ist seine Bandbreite. Der Grund der Popularität des Yoga ist eben, dass die indischen Yoga Meister das alles nicht so eng sehen. Yoga Definitionen gibt es in den indischen Schriften zahllose.

Wie Shri Aurobindo schon gesagt hat: "Alles Leben ist Yoga".

Ich meine: Yogalehrende sollten mehr das Gemeinsame suchen. "Yoga" heißt von der ursprünglichen Sanskrit-Bedeutung her ja "Verbindung", "Harmonie", "Einheit".
Wer das Trennende sucht, wäre also kein Yogi ;) (nicht ernst gemeint ;)

Ich meine, wir sollten uns gegenseitig respektieren, anerkennen, dass Yogalehrende unterschiedlicher Traditionen, und auch solche ohne Tradition, Gutes bewirken.

Om Shanti - möge Frieden herrschen, beginnend bei den Yoga Übenden.
Yogalehrer und Meditationslehrer. Gründer und Leiter von Yoga Vidya .

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Aw: Was ist Yoga? Wer ist ein Yogi? 10 Apr 2011 07:35 #3015

Sukadev schrieb:

... letztlich scheinen Yogalehrende gerne den meisten anderen Yogalehrenden die Qualifikation abzuerkennen.

Das begegnet mir leider auch immer wieder, dass viele meinen nur ihre Tradtion sei die einzig Wahre ...

Ich meine: Die große Stärke des Yoga ist seine Bandbreite. Der Grund der Popularität des Yoga ist eben, dass die indischen Yoga Meister das alles nicht so eng sehen. Yoga Definitionen gibt es in den indischen Schriften zahllose.

Und es in Indien auch nicht ungewöhnlich ist, wenn jemand zwei sich widersprechende Philosophien weiterentwickelt.
Das scheint für das westliche Denken schwer nachvollziehbar zu sein.
Aber man glaubt ja auch nicht, dass eine Karte die Realität abbildet, sondern immer nur gewisse Teile in Annäherung, je nachdem welchen Aspekt man gerade betrachtet ...

Wie Shri Aurobindo schon gesagt hat: "Alles Leben ist Yoga".

Dann brauchen wir den Begriff "Yoga" ja gar nicht mehr ;)

Ich meine: Yogalehrende sollten mehr das Gemeinsame suchen. "Yoga" heißt von der ursprünglichen Sanskrit-Bedeutung her ja "Verbindung", "Harmonie", "Einheit".
Wer das Trennende sucht, wäre also kein Yogi ;) (nicht ernst gemeint ;)

Ich meine, wir sollten uns gegenseitig respektieren, anerkennen, dass Yogalehrende unterschiedlicher Traditionen, und auch solche ohne Tradition, Gutes bewirken.

Ja, allerdings finde ich es fatal, wenn man dann keine Stellung mehr bezieht und alles beliebig wird. Wer bewirkt "Gutes"?
Von manchen Yogis muss ich mich einfach distanzieren, sonst mache ich mich mit deren Äußerungen und Handlungen gemein. Das sehe ich hier nicht anders als bei Nicht-Yogis. Letzlich haben wir alle miteinander gemein, dass wir Menschen sind. Ob Yogi oder nicht.
Sollten wir nicht auch hier mehr das gemeinsame suchen, statt uns als Yogis gegenüber nicht-Yogis abzugrenzen?

Auch außerhalb des Yoga gibt es viele spirituelle Traditionen und gerade auch unter jenen, die mit Spiritualität nichts zu tun haben gibt es viele, die sehr viel "Gutes bewirken".

Yogis sind halt nunmal keine besseren Menschen, wie sie so manchmal glauben mögen.
„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“
(Albert Einstein)
Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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Aw: Was ist Yoga? Wer ist ein Yogi? 10 Apr 2011 08:32 #3016

Namaste Sukadev

Sukadev schrieb:
Sie sagte: Insgesamt sind die Yogalehrenden angenehme, freundliche Menschen.
Was sie aber immer von Neuem amüsiert: Fast jede/r Yogalehrer/in würde über das, was andere unterrichten, gerne sagen: "Das ist aber kein Yoga". Fast jede/r hat genaue Vorstellungen, was Yoga ist und was Yoga nicht ist - und diese Vorstellungen sind selten bei zwei Yogalehrenden gleich - letztlich scheinen Yogalehrende gerne den meisten anderen Yogalehrenden die Qualifikation abzuerkennen.
[/quote]

Ja das ist schon irgendwie seltsam, zeigt aber doch nur das auch die Yogalehrenden immer mal wieder mit ihren Ego Spielchen zu tun haben.
In der Sache kann man unterschiedlicher Meinung sein. Meine Wenigkeit ist beispielsweise nicht überszeugt davon das man einem Menschen in 4 Wochen das nötige Handwerkszeug mitgeben kann um gut Yoga zu lehren.
Grundlegend sage ich meinen Schülern meist wenn ich nach anderen Schulen gefragt werde: Du kannst jede Hilfe annehmen, wenn du aber an jemanden gerätst der behauptet er habe die Weisheit mit Löffeln gefresssen und die anderen wären alle dumm oder unqualifiziert, dann sei ganz ganz vorsichtig.

Sukadev schrieb:
Ich meine: Die große Stärke des Yoga ist seine Bandbreite. Der Grund der Popularität des Yoga ist eben, dass die indischen Yoga Meister das alles nicht so eng sehen. Yoga Definitionen gibt es in den indischen Schriften zahllose.

Wie Shri Aurobindo schon gesagt hat: "Alles Leben ist Yoga".

Ich meine: Yogalehrende sollten mehr das Gemeinsame suchen. "Yoga" heißt von der ursprünglichen Sanskrit-Bedeutung her ja "Verbindung", "Harmonie", "Einheit".
Wer das Trennende sucht, wäre also kein Yogi ;) (nicht ernst gemeint ;)

Ich meine, wir sollten uns gegenseitig respektieren, anerkennen, dass Yogalehrende unterschiedlicher Traditionen, und auch solche ohne Tradition, Gutes bewirken.

Om Shanti - möge Frieden herrschen, beginnend bei den Yoga Übenden.[/quote]

Ja Sukadev da stimme ich dir voll zu. Die große Stärke des Yoga ist seine Vielfalt.
Oder um es mit einem Wort von Shivananda zu sagen : " Einheit in Verschiedenheit."
Alle Yoga Philosophie stellt den Versuch dar, das Namenlose, das Unsagbare, Unbestimmbare mit Worten bzw. in Modellen zu beschreiben und steht damit ohnehin auf sehr dünnem Eis: :laugh:
Manchmal entwickeln sich Schüler desselben Meisters in völlig unterschiedliche Richtungen, wie beispielsweise Iyengar und Desikachar.
Beide zeigen sehr unterschiedliche Aspekte der Praxis. Und beide sind sehr sehr respektable Yogis.
Möglicherweise ist die Praxis des einen oder anderen schlichtweg "nicht meine Praxis" aber schlechter ist sie deshalb nicht. :cheer:

Sicher liegt das auch daran das Viele Einzel Yogis und viele Verbände eben lieber ihr eigenes Süppchen kochen.
Je größer eine Organisation wird, desto mehr Menscheleien kommen ins Spiel, desto mehr Regeln muß man erschaffen um den Laden zusammenzuhalten.
Übertriebene und unhinterfragte Ergebenheit gegenüber der eigenen Richtung, besonders bei Beginnern in ihrem anfänglichen Enthusiasmus führen dann dazu andere Schulen "niederzumachen".

Übertriebene und unhinterfragte Ergebenheit gegenüber der eigenen Richtung sind genauso wenig hilfreich wie ständiges dialektisches Hinterfragen aller Dinge.

Schönen Sonntag euch allen

Licht und Liebe
Lars
Ich bin Yogalehrer und leite die Patanjali Yogaschule Münster.
Auf meiner Homepage findet ihr einige Yoga Skripte gratis zum Download. Patanjali Yogaschule Münster.

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Vernetzung 10 Apr 2011 09:47 #3019

Lieber Lars,

ja gerne, lass uns mit der Vernetzung beginnen. Inzwischen bin ich auch registriert, d.h. du müsstest in der Signatur auch meine Kontaktdaten finden. Ich maile dich aber gerne auch gleich mal direkt an. Und vielleicht haben ja noch mehr unabhängige Schulen an dieser Stelle Lust auf eine Vernetzung ?

Meine Erfahrungen mit anderen Lehrern und Schulen vor Ort sind übrigens die gleichen wie deine. Es gibt unzählige Yogalehrer in Offenburg und ein paar Straßen weiter hat sogar die VHS ihre neuen Räume, in denen sie Yoga unterrichtet. Aber ich glaube und erfahre, dass jeder Lehrer die Schüler anzieht, denen er gerade das geben kann, was sie brauchen und umgekehrt. Und wenn die Schüler nicht mehr kommen ist das auch für mich ein Zeichen zu schauen, was es zu verändern gibt.

Alles Liebe

Barbara Saraswati
Barbara Saraswati, Leiterin des Yogazentrums Shakti in Offenburg, www.shakti-offenburg.de, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Aw: Was ist Yoga? Wer ist ein Yogi? 10 Apr 2011 10:42 #3021

Namasté Sukadev,

"Ich meine: Yogalehrende sollten mehr das Gemeinsame suchen. "Yoga" heißt von der ursprünglichen Sanskrit-Bedeutung her ja "Verbindung", "Harmonie", "Einheit".
Wer das Trennende sucht, wäre also kein Yogi ;) (nicht ernst gemeint ;)

Selbststudium heißt für mich auch, nach außen blicken, um besser wahrnehmen zu können, was in mir vielleicht nach Klärung verlangt.
Die Selbsterforschung geschieht doch über Spannungen und Widerstände (auch im äußeren Leben), im harmonischen Gleichklang tankt man auf, aber das Wachstumspotential ist vergleichsweise gering.
Anspannung .........
und Entspannung ist Leben und Yoga.
In der Auseinandersetzung mit der anderen Ansicht, z.B.,
letztendlich in der Toleranz des anderen, dessen Tradition und Werdegang ich ja gar nicht kenne, liegt für mich die Aufgabe.


"Ich meine, wir sollten uns gegenseitig respektieren, anerkennen, dass Yogalehrende unterschiedlicher Traditionen, und auch solche ohne Tradition, Gutes bewirken.
"

@Karuna: Deinen Hinweis auf Gustav Landauer fand ich interessant :)

"Om Shanti - möge Frieden herrschen, beginnend bei den Yoga Übenden.[/quote]"

Namaskar
Beate

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Aw: "Unabhängiger" Yogalehrer Für und Wider!?! 11 Apr 2011 13:22 #3030

noch ein Leselink:

The Yogi and the Commissar Revisited
by Dave Greenfield
page 4 on http://ahimsazine.com/Ahimsa7R.pdf
Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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Aw: "Unabhängiger" Yogalehrer Für und Wider!?! 19 Apr 2011 23:23 #3054

Sukadev:
Ich meine, wir sollten uns gegenseitig respektieren, anerkennen, dass Yogalehrende unterschiedlicher Traditionen, und auch solche ohne Tradition, Gutes bewirken.

Ich weiss nicht inwieweit ich mit meiner Sicht der Dinge allein dastehe, aber ein Yoga-Lehrer ist/wäre doch jemand der letztendlich den Schüler bei seiner (spirituellen) Entwicklung untersützt. Dabei vermittelt er Wissen und Methoden. Wenn er dies zu tun vermag ist es völlig irrelevant ob er einem Verband angehört oder nicht.

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Aw: "Unabhängiger" Yogalehrer Für und Wider!?! 19 Apr 2011 23:37 #3055

und nochwas:
Was diese ganze Verbandkultur angeht daß ist doch irgendwie typisch Deutsch. (gut in Indien gabs/gibts auch Kasten :) ) Yoga-Verband, Verband Geistiges Heilen etc. etc.
Man meint alles reglementieren, organisieren, legitimieren zu müssen.
Ob ein Ramana Maharshi, oder ein Sri Aurobindo in so einer Kultur möglich wär - bezweifle ich mal. Sektenwahn etc. pp.

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Aw: Verbandskultur typisch deutsch? 20 Apr 2011 03:22 #3056

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Hallo Perseus, ja, da hast du sehr recht: Vom Yoga-Standpunkt aus sind Verbände etwas sehr Deutsches. Um einem Teilnehmer Yoga zu vermitteln, sind Verbände zunächst irrelevant. Aber um mehr Menschen zu erreichen - und auch um Yoga gesellschaftlich eine Anerkennung zu geben, dazu sind die Verbände wichtig. Ohne z.B. das Engagement vom BDY gerade in den 90er Jahren (und natürlich auch davor und danach :-) wäre Yoga in Deutschland nicht so gut angesehen wie heute.
Yogalehrer und Meditationslehrer. Gründer und Leiter von Yoga Vidya .

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Aw: Verbandskultur typisch deutsch? 20 Apr 2011 23:38 #3057

Hallo Sukadev,
wenn man die Thematik einer "Verflachung" aussen vor lässt, kann ich Dir zustimmen. Yoga ist wirklich populär geworden; fast schon ein Konsumgut. Naja hat alles dann aber doch irgendwie wieder seine Berechtigung, denn es wird denn Massen zugänglich z.b.

Ich möchte hier gern eine Anekdote platzieren. Der Vater einer Bekannten, hauptberuflich Lehrer an einer christlichen Schule überreichte seiner Tochter ein "Einführungs"-Buch in den Yoga; beiläufig erwähnte er daß ihm die Übungen sehr gut getan haben was Wohlempfinden und Vitalität angeht. Das Mädchen schaut sich das Buch an, blättert rum und meint: "Oh toll, alles so schön erklärt und ein philosophischer Teil ist auch noch drin!" - bevor sie daß "Danke" aussprechen konnte hieß es - fast panisch ausgesprochen - : "Kind, daß ist nicht so wichtig, mach einfach nur die Übungen".

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