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Krankenkassenanerkennung 17 Mär 2010 12:41 #2138

[eigentlich wollte ich diesen Beitrag unter "Yoga Verband" posten. Hier kam aber nur: "Es wurde eine falsche Beitrag-ID angefordert."]

Um Yogakurse für Förderungswürdig anzuerkennen sehen die Richtlinien der Krankenkassenverbände (neben den mind. 500 Stunden und mind. 2-jährigen Yogalehrerausbildung) eine sog. Grundqualifikation - einen staatl. anerkannten Beruf aus dem sozial- oder Gesundheitswesen - vor.

D.h. ein Mathematiklehrer erfüllt z.B. diese Grundqualifikation.
Jemand, der diese Grundqualifikation nicht hat, jedoch wesentlich mehr an Yogaausbildungen wird i.d.R. von den Krankenkassen nicht anerkannt.

In der Öffentlichkeit ist diese Entscheidungspraxis der Krankenkassen kaum bekannt.
Vielfach wird angenommen die Krankenkassenanerkennung habe etwas mit der Qualifikation als Yogalehrer zu tun.

Ob der Mathematiklehrer wirklich soviel besser Yoga unterrichten kann, dass er deshalb anerkannt werden sollte und der andere soviel schlechter, dass seine Kurse nicht bezuschusst werden sollten?


Die Vorgaben des Krankenkassenverbandes sind Richtlinien und keine absolut zwingenden Vorschriften.

Leider sind die Yogalehrerverbände diesbezüglich - soweit ich es überblicke - recht untätig.

Kann hier ein unabhängiger Yogalehrerverband etwas bewirken? Oder auch die Aktivität einzelner Yogalehrer?

Mein Antrag und die Antwort der Krankenkasse unter:
http://karuna-yoga.de/krankenkassenanerkennung.html
Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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Aw: Krankenkassenanerkennung 29 Mär 2010 15:04 #2148

Hallo Karuna

Hier tut Lobby Arbeit sicher Not!
Die ganze Gesetzes Lage ist äußerst unbefriedigend.
Nach einem Gesetz zum Schutze der Hauslehrer sind Yogalehrer Rentenversicherungspflichtig, weil sie lehrend tätig sind.
Da zum Betreiben einer Yogaschule in der Regel kein Hochschulstudium erforderlich ist, (ohne Studium gilt das was wir tun anscheinend nicht als lehrende Tätigkeit) sind Yogaschulen Gewerbesteuerpflichtig.
Ohne Hochschulstudium (bzw. ohne das Richtige?? Hochschulstudium) gibts anscheinend keine Krankenkassen Anerkennung.
Irgendwo beißt sich da die Katze mächtig in den Schwanz!
Ich kann deinen Ärger völlig verstehen und bin dafür das wir uns gemeinsam (eventuell schließen sich ja noch andere an) mal an die Politik wenden und Aufklärung erbitten.
Diese absurde Gesetzeslage scheint an den großen Verbänden völlig vorbeizugehen, bzw. sie intressieren sich anscheinend nicht dafür

Gruß
Lars

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Aw: Krankenkassenanerkennung 31 Mär 2010 20:45 #2154

Hallo Karuna,

du hast das recht treffend geschildert, und mich nervt diese Handhabe auch.

Ich frage mich, warum ein Verband wie der BDY (er ist ja wohl der größte hier in D) da nichts macht? Die vom BDY ausgebildeten Yogalehrer erfüllen doch auch nicht alle diese Voraussetzungen, es machen ja nicht nur Studierte eine YL Ausbildung. Denn mein Kenntnisstand ist, dass nicht nur ein Grundberuf nachgewiesen werden muss, sondern dass auch ein Studium notwendig ist.

Wer weiß denn, wo das mit der Krankenkassenzulassung genau geregelt ist? Ich hatte das mal, weiß aber nicht mehr wo das war.

Mit der Gewerbeanmeldung bin ich aber auch nicht einverstanden. Ein YL hat doch eindeutig eine unterrichtende Tätigkeit, so ist der doch nach dem EStG § 18 freiberuflich, und kein Gewerbetreibender.

Und unter bei freie-berufe.de ist der YL ein Kulturberuf .

Ich finde auch, dass sich da etwas tun sollte und bin soweit als möglich mit dabei.

Viele Grüße

Gotthard
Yoga & Gesundheitssport
www.yoga-eifel.de

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Aw: Krankenkassenanerkennung 01 Apr 2010 11:15 #2164

[für den Webmaster: wenn ich auf "Yoga Verband" klicke erscheint: "Es wurde eine falsche Beitrag-ID angefordert."
Ich kann nur über einen Forumsbeitrag hierher gelangen]



@Gotthard:
ein Studium ist nicht notwendig. So ist es z.B. als Krankenschwester/-pfleger kein Problem die Anerkennung zu erhalten.


Die Richtlinien der Krankenkassenverbände sind im Leitfaden Prävention festgelegt:
http://www.vdek.com/versicherte/Leistungen/Praevention/leitfaden_praevention_2008.pdf

Aber: soweit ich weiß sind es Richtlinien und keine verpflichtenden Vorschriften.

Ich weiß auch von Yogalehrern, die die Grundqualifikation nicht haben, deren Kurse aber trotzdem von Krankenkassen bezuschusst werden.

Warum die Yogalehrerverbände hier nicht tätig werden? ...?


Was Gewerbe oder Freier Beruf angeht: hier ist - nach meinem Kenntnisstand (bitte selbst informieren) wohl beides möglich. Je nachdem, ob man eine Yogaschule betreibt (Gewerbe) oder ob man als Yogalehrer (freier Beruf) tätig ist.
Karin Martina Schmidl
www.karuna-yoga.de

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Aw: Krankenkassenanerkennung 22 Jun 2011 09:45 #3241

hallo liebe yogalehrende,

nun habe ich auch seit 2 monaten mein BDY zertifikat und möchte meinen teilnehmerInnen in meinem kurs ab Herbst gerne die bescheinigung über die teilnahme in meinem kurs, zur vorlage bei der KK ausstellen.

hat jemand von euch erfahrung damit? kann mir jemand einen text vorschlagen, der schon öfter erfolgreich war... mein ausbilder sagte z.B. , dass "meditation" als Kursinhalt besser nicht erwähnt wird....

freue mich über hilfe
alu

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Aw: Krankenkassenanerkennung 26 Jun 2011 10:35 #3258

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Ich würde einfach mal bei einer KK anrufen.
Ich habe das vor einigen Jahren mal gemacht und erinnere, dass man sich registrieren muss und auch einmalig ein Betrag fällig war.
Das blöde daran ist, dass es nur für die ausgewählte KK gültg war. Also muss man sich ggf. bei der TK und der AOK, etc anmelden und jedes mal bezahlen.

Meditation sehe ich nicht als Problem, bieten die KKs ja teils selber an.

Als KundaliniYogalehrerin bin ich nicht beim BDY sondern bei 3HO. Die sind auf dem Sektor eigentlich sehr aktiv.
Infos zu KKs ist immer auf der Website (Log-in für Mitglieder) zu finden und alle Yogalehrer sind gebeten, ihre eigenen Erfahungen zu teilen.
Scheinbar entscheiden die KKs von Bundesland zu Bundesland auch unterschiedlich.

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Aw: Krankenkassenanerkennung 26 Jun 2011 20:17 #3260

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guten Tag und namste alu,

die Teilnehmerbescheinigung zum Nachweis für die Krankenkassen (KK) standartisiert und seit
2011 neu und für jeden Anbieter bzw. zertifizierten Kursleiter verbindlich.
Diese Vorlagen gibt es bei den KK. Meist erhalten die Teilnehmer diese Vordrucke auf Anfrage bei der KK.

Die Zertifizierung,um Kurse lt. § 20 SGB V durchführen zu können muß,vorher erfolgt sein.
Ist der Anbieter für die KK neu, wird man(n)/ frau gebeten, den Nachweis zu erbringen. In manchen Fällen genügt die bereits vorliegende Zertifizierung durch eine andere KK oder eine legitimierte Überprüfungsstelle (extern).

Die Inhaltsangabe für die Zertifizierung des Lehr-/ Kursangebots ist dem Anbieter-/ Kursleiter überlassen. Und wenn es sich um Hathayoga (z.B. handelt,ist Meditation ein Bestandteil und wird dem überprüfenden Organ nicht aufstoßen dürfen.
Yoga wird dem Bereich "Prävention streßbedingeter Erkrankungen/ Entspannung" zugerechnet. Meditation ist Bestandteil des Yoga und trägt selbst als Einzelbaustein dazu bei.
Nur Mut &
alles Gute
wünscht dir
norman

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Aw: Krankenkassenanerkennung 27 Jun 2011 06:45 #3264

klasse, vielen dank für eure antworten, die helfen mir weiter!

einen sonnigen tag!
alu

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Aw: Krankenkassenanerkennung 06 Sep 2011 07:31 #3667

Noch eine Frage:
Beispielsweise man macht eine 200 h Ausbildung bei, sagen wir Power Yoga Akademie Germany, und eine 100 h ausbildung bei Yoga Vidja und noch eine 200 h Ausbildung in Köln, kann man das dann zusammenzählen und so auf die 500 h die von den Kassen verlangt werden kommen? Oder MUSS es immer von einer einzigen Schule sein?

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Aw: Krankenkassenanerkennung 06 Sep 2011 09:02 #3671

guten Tag, namaste sonnenmann

aktuelle steht im Leitfaden Prävention in der Fassung von 2010 (wie auch schon in den vorangegangenen Fssungen) nicht, dass es an eine Ausbildungsstätte gebunden ist. Der Wortlaut legt aber deutlich dar, dass es sich um eine Ausbildung und nicht um Kursstunden handeln sollte. Ein "Ausbildungsabschluss" jedoch impliziert unzweideutig eine Prüfungsleistung. D.h. es muss eine Ünerprüfung duch das auszubildende Institut stattfinden. Und da tut sich in deinem geschilderten Fall die Frage auf, wer das übernimmt. Und ob das dann durch ein AusbildungInstitut überhaupt realisiert wird.
Zusätzlich kommt es auch auf die AUSLEGUNG der Richtlinien und eingereichten Unterlagen durch die zuständigen Sachbearbeiter an.
Bekannt ist mir ein solcher Fall aus der Praxis nicht. Zumindest würde es den Begriff "Ausbildung" im deutschen und europäischen Verwaltungkontext aufweichen.
In diesem Zusammnhang muss man sich immer noch einer Überprüfung unterziehen, um sich damit mit einer "abgeschlossenen" Ausbildung an anderer Stelle zu legitimieren.
Oder du praktizierst frei und vermittelst deine Erkenntnisse ohne auf gesetzliche geregelte Zuschüsse oder Finanzleistungen - z.B. durch Krankenkassen - angewiesen zu sein. Dann ist es im steuerrechtlichen Sinne egal wieviel Stunden, wo, wann, bei wem, ob überhaupt, ob du Tischler bist oder Arzt...oder ob du 3 Jahre in einer Höhle gelebt hast...wenn dir die Leute dann zuströmen. Franz Beckenbauer hatte keine erforderliche Trainerlizenz als er die deutsche Fußballnationalmannschaft zum Weltmeistertitel "geführt" hatte...

alles Gute
namaste
norman
Yogaunterricht in Leipzig -
Integrativer Yoga auf der Basis von Hathayoga.
www.yoga-in-leipzig.com

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