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Gedichte 27 Sep 2011 16:28 #3783

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Gedicht von Swami Vivekananda (1863-1902):

» Kali, die Mutter «

Die Sterne erlöschen,
Wolken decken Wolken,
Finsternisse beben und dröhnen.
Im tobenden Orkane heulen
Die Seelen von Millionen Narren,
Die dem Kerker entflohen;
Sie entwurzeln Bäume,
Fegen fort die Welt aus ihrer Bahn.

Das brüllende Meer
Schleudert berghohe Wogen,
Pechschwarzen Himmel zu stürmen.
Der fahle Blitz
Enthüllt auf allen Seiten
Tausend, tausend Schatten
Wild-schwarzer Tode,
Die Plagen und Qualen säen,
Und tanzen, toll vor Wonne...

Komm, oh komme, Mutter!
Grauen ist Dein Name,
Tod ist Dein Atem.
Jeder Schritt von Dir,
Erschüttert eine Welt,
Zerstört sie für immer.
O Zeit, die alles zerstört!
Komm, oh komme, Mutter!

Wagt es einer, die Qual zu lieben,
Den Leib des Todes zu umarmen
Und mitzutanzen den Reigen der Vernichtung...
Zu dem kommt die Mutter.

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Aw: Gedichte 10 Okt 2011 08:59 #3839

Wunderschön!

@Oscar - wo kann ich dieses Gedicht finden? Ist es aus einem Buch? Es gibt bestimmt auch ein Original in English.

Herzlichen Gruß

__

"Whatever you think, that you will be. If you think yourself weak, weak you will be; if you think yourself strong, strong you will be.", Swami Vivekananda
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Aw: Gedichte 10 Okt 2011 13:48 #3845

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Das Gedicht ist aus dem Buch von Swami Nikhilananda „Vivekananda – Leben und Werk“, Drei – Eichen – Verlag, 1972, auf Seite 254/255 zu finden...

Und zur Entstehung des Gedichtes schreibt Swami Nikhilananda auf Seite 254:

"Vivekanadas Meditation über die Göttin Kali wurde immer tiefer und eines Tages hatte er ein äußerst lebendiges inneres Erlebnis.
Er konzentrierte seine ganze Aufmerksamkeit auf den düsteren,
den qualvollen und unergründlichen Aspekt der Wirklichkeit,
fest entschlossen, auf diesem besonderen Pfade die Nicht-Dualität hinter der Vielfalt der Erscheinungen zu finden. Er bebte am ganzen Körper wie von einem Schlag, als er eine Vision der göttlichen Kali, der mächtigen Vernichterin, hatte, wie sie hinter dem Schleier des Lebens hervorlugt, der Schrecklichen, die verborgen wird vom Staub der Lebenden, welche kurze Zeit die Erde beschreiten, und von all den Erscheinungen, welche durch Ihre Füße aufgerüttelt werden.
Des Nachts, in Fieberglut, tastet er nach Bleistift und Papier und schreibt sein berühmtes Gedicht » Kali, die Mutter « nieder; dann fällt er erschöpft zu Boden...“

Meiner Meinung nach ist das Buch sehr lesenswert!

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Aw: Gedichte 10 Okt 2011 13:56 #3846

Vielen Dank für den Tipp! Ich werde bei nächster Gelegenheit mir das Buch besorgen.

Die Meditation von Vivekanandaji erinnert mir an die Meditation von Yoganandaji aus dem " Autobiographie eines Yogi ", die hier beschrieben ist:

http://www.crystalclarity.com/yogananda/chap22.html

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"All differences in this world are of degree, and not of kind, because oneness is the secret of everything.", Swami Vivekananda
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