Yoga Geschichten

 

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fliege brummer 564

Auf meinem Schreibtisch stand einst ein Einmachglas, das mein Töchterlein im Waldkindergarten mit formschönen Blättern beklebt hatte. Ein Teelicht im Glas zauberte ein wunderschönes Licht und bizarre Formen auf die Wände.

Damit es nicht so zustaubt, haben wir das Einmachglas am Tage einfach umgedreht. Da sich eines Morgens ein Bleistift unter den Rand des Glases gemogelt hatte, gab es einen Spalt zwischen Tischplatte und Glas. Hier hinein quetschte sich eine dicke Fliege.

Die Fliege bei der Lösung zu beobachten ähnelt einem Blick in den Spiegel ...


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abgrund felswand 564

Eine Geschichte vom Loslassen, Vertrauen und getragen werden

Eines vergangenen Tages erkundete ein Wanderer eine prachtvolle Bergwelt. Sein Blick erfreute sich an unbekannten Kräutern und Blumen, die sich im Gras und zwischen den Ritzen der Felsen der Sonne öffneten. Der Tag glitt rasch dahin und mit einem Mal merkte der Wanderer, dass er vom Hauptweg abgekommen war. Mit Unbehagen prüfte er den Sonnenstand – die goldgelbe Scheibe ragte nur noch zur Hälfte über den gegenüberliegenden Gipfel. In der Bergwelt wurde es still und dunkel.


Bewertung: 5 / 5

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buddha sitzend 564

Einst fragte Zen-Schüler Callum seinen Meister: Wie schaffe ich es, mich nicht mehr über den Egoismus meiner Mitmenschen zu ärgern?

Der Zen-Meister antwortete: "Stell dir vor, du gehst am frühen Morgen durch einen sonnigen Park. Du spürst einen zarten Wind im Gesicht, ansonsten ist alles ruhig. Dein Blick wird von hellgrün leuchtenden Trauerweiden angezogen, deren Zweige sanft die Oberfläche eines Teiches voller Seerosen streicheln. Ein zartblauer Eisvogel gleitet über das Wasser, landet auf der Bank vor dir und stimmt sein zauberhaftes Lied an. Völlig versunken lauschst du dem Gesang des winzigen Stimmwunders. Plötzlich wirst du grob an der Schulter gerempelt.


Bewertung: 5 / 5

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weisheit elefant 564

Ein weiser Mann wanderte einst in den Wäldern, welche sich über die Täler des auslaufenden Himalaya-Gebirges erstrecken. Hin und wieder verweilte er um formschöne Steine, farbenfrohe Blumen oder zerklüftete Holzstücke zu betrachten.

Am Lauf eines wild mäandernden Gebirgsbaches entdeckte er einen faustgroßen Stein, der wie ein Kristall glitzerte. Die zahlreichen muldenförmigen Einkerbungen erinnerten den Weisen an die Krater auf der Mondoberfläche. Ohne zu ahnen, was er dort gefunden hatte, steckte er den Stein in seinen Lederrucksack und ging fröhlich pfeifend dem Abend entgegen.


Bewertung: 5 / 5

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Die Geschichte vom Mönch, der dem General eine Lektion in wahrer Stärke erteilt.

moench berg

Die feindliche Streitmacht hatte gesiegt, alle Bewohner flüchteten aus der Hauptstadt. Alle außer einem Mönch im Tempel inmitten des Stadtpark-Waldes.

Als dem gegnerischen General hiervon berichtet wurde, stürmte dieser von Zorn erfüllt in den Tempel. Ohne Zögern herrschte er den Mönch an: "Weißt du nicht, dass ich einer bin, der dich ohne mit der Wimper zu zucken mit meinem Schwert erschlagen kann!"

Der Mönch erwiderte: "Weißt du nicht, dass ich einer bin, der ohne mit der Wimper zu zucken von deinem Schwert erschlagen werden kann!"

Der General hielt inne, verharrte für einige Sekunden, verneigte sich und ging rückwärts aus dem Tempel.


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steine turm 564

Zen-Meister Bantu weinte bitterlich. Sein jüngster Sohn Benan war zu Tode gekommen.

"Warum weint Ihr, Meister?", fragte ihn die achtjährige Maulen, "Ihr lehrt uns doch immer, dass alles in der Welt nur Illusion sei."

"Das stimmt auch", antwortete der Meister und streichelte dem Mädchen über den Kopf, "alles ist Illusion. Doch der Tod eines eigenen Kindes ist die Größte aller Illusionen."


Bewertung: 5 / 5

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Gast-Geschichte von YogiNils

hindu koenig shiva he 564

Bhagiratha war ein indischer Königssohn. Alle seine Brüder und Schwestern lebten in der Hölle. Sie lebten in der Welt des Leidens. Sie waren innerlich unglücklich. Sie wurden von den sieben Dämonen Wut, Stolz, Neid, Habgier, Angst, Genusssucht und Unweisheit gequält.

Bhagiratha wusste, dass seine Brüder und Schwestern sich nicht alleine von ihrer spirituellen Unweisheit befreien konnten. Der Weg des inneren Glücks ist schwer zu begreifen. Das tägliche spirituelle Üben ist schwer zu erlernen. Und noch schwerer ist es, den Weg des effektiven Übens zu finden. Die meisten Menschen verlieren sich im formalen Üben und kommen langfristig nicht voran. Ohne einen erleuchteten Meister kann kein normaler Mensch den Weg ins Licht erfolgreich gehen. Damit wir eine glückliche Welt aufbauen können, brauchen wir viele erleuchtete Weisheitslehrer.


Bewertung: 5 / 5

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koenig weise krone c5 564

In einem fernen Land war es einst üblich, dass, wenn ein König starb, ohne Erben zu hinterlassen, die Minister einen besonderen Palastelefanten auf die Straße ließen. Dieser Elefant fing sich, wen immer er mochte, setzte ihn auf seinen Kopf und ohne weitere Fragen wurde dieser Mann dann zum König gekrönt.


Bewertung: 2 / 5

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moench pfad foto lw 564

Ein alter Mönch, Swami Satchidananda Saraswati, ging in Madura (Indien) die Straße entlang. Ein arroganter und missratener Kaufmann rief den Swami zu sich heran und fragte: "Oh Swamiji, was ist höher einzuschätzen, dein Bart oder der Schweif eines Esels?"


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ImageIn tiefer Verzweiflung bat Ram seinen Guru, Premananda:"Meister, so sehr ich mich auch um Selbstbeherrschung bemühe, so wandert mein Geist immer wieder zu den Vergnügungen dieser Welt. Wie oft denke ich daran, dich ohne dir was zu sagen zu verlassen. Aber meine Liebe zu deinen Lotusfüßen hindert mich daran einen solch undankbaren und rücksichtslosen Schritt zu tun. Aber, mein Meister, was soll ich tun? Ich bitte Dich, führe mich." Als Ram seinen Guru Premanada darum bat, war es gerade einen Monat her, dass er in den Ashram (Aufenthaltsort eines Weisen, Zentrum religiöser Studien) seines Gurus eingetreten war.


Bewertung: 5 / 5

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Eine Geschichte über vertrauensvolle Weltanschauung, nacherzählt von Peter

palast indien 564

Einst lebte ein reicher Maharaja im indischen Bundesstaat Goa. An seiner Seite fand sich stets der Berater Mantu. Nie sah man den Maharaja ohne seinen Ratgeber. Dieser besaß nämlich eine besondere Eigenschaft: Er bewertete alle Geschehnisse positiv. Mit solch einem Menschen umgibt sich jeder gern. Auch dem Maharaja ging es da nicht anders. Zungen bei Hof munkelten, dass der Maharaja, vor die Wahl gestellt, ob er sich lieber von seiner Frau oder von Mantu trennen würde, mit seiner Antwort gezögert hätte.

Doch eines Tages - bei einer Jagd - sollte sich ein Keil des Zorns zwischen den Maharaja und den allzu optimistischen Mantu schieben.


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hirsch kopf geweih 564

Einst lebte Jada Bharata in jenem Landstrich, der später Indien genannt wurde. Sein Vater war König von Bharata, seine Mutter Jayavantryambika galt im Volk als fromme Frau. Jada war zunächst ein großer Herrscher, der viel Gutes für sein Volk veranlasste. Man sagt sogar, dass das spätere Indien zunächst von den Einwohnern "Bharata Varsha" betitelt wurde - Land von (Jada) Bharata.

Jada verzichtete in seinen späteren Jahren auf die Herscherwürde, übergab die Verantwortung seinem Nachfolger und widmete sich seiner spirituellen Praxis in den weitläufigen Wäldern. Voller Eifer übte er viele Jahre die Meditation und erreichte so die ersten Zustände von Samadhi. Zunächst wurde Jada dabei kalt und gefühllos.

Doch dann geschah etwas, was Jada lange Zeit auf dieser Stufe seiner Entwicklung festhielt.


Bewertung: 5 / 5

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ireland see 700

Einst lebte ganz im Osten Irlands ein 30-jähriger Mann namens Conor, der seit seiner Jugend auf der Suche nach dem Geheimnis der wichtigsten Wahrheit war. Dieser Conor hatte als Junge im Wald hinter seinem Dorf einen Druiden getroffen. Es war um Mittsommer herum. Der Druide saß unter einer irischen Eiche, die laut den Sagen jene Zeit von Anfang Juni bis Mitte Juli beherrscht. Der alte Mann hatte nach dem Jungen gerufen und Conor war unsicher hinüber gegangen. Der Druide konnte nur noch leise sprechen, Conor musste sich zu ihm hinunter bücken. Er flüsterte ihm ins Ohr, dass ein Geheimnis der wichtigsten Wahrheit existiere, dass nur sehr wenige Menschen auf Erden dieses Geheimnis kennen würden und dass er, Conor, sobald er ins Erwachsenenleben eintreten würde, danach suchen müsse.

Am nächsten Tag war der Druide verschwunden und kein Bewohner der Umgebung hatte je von ihm gehört.

Die gewisperten Worte blieben dem jungen Conor all die Jahre im Kopf und sobald er volljährig wurde, machte er sich auf die Suche, das Geheimnis der wichtigsten Wahrheit zu finden. Diese Suche sollte alles verändern.


Bewertung: 5 / 5

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Eine Geschichte über Selbstbewußtsein, Beziehungen und Werte.

mann vor meer.564

Ich habe mich seit Monaten nicht mehr richtig gefreut. Früher beglückten mich gute Bücher, meine zwei Kinder, Kinofilme, Skatrunden, das Fotografieren ... Warum das alles seinen Reiz für mich verliert? Das kann ich gar nicht so genau sagen, aber ich habe einen Verdacht ...

Ok, es läuft nicht alles optimal in meinem Leben, das ist offenkundig. Letzte Woche bin ich 43 geworden und ich finde seit gut einem Jahr trotz mancherlei Bemühungen keine Anstellung. Ich fürchte mittlerweile, meine Frau und meine Freunde halten mich für wertlos. Nur meine Kinder zeigen weiter Interesse, aber das lässt auch schon nach. Ich bin nicht mehr so lustig wie früher, meinten sie neulich.

Meine Entscheidung vor drei Jahren war mit einem gewissen Risiko verbunden, doch bin ich deshalb für niemand mehr etwas wert? Nur weil ich einmal gescheitert bin?


 
 
 

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