Viele der Inspirationen sind den täglichen Lesungen von Swami Sivananda entnommen, wie Sie freundlicherweise von Yoga Vidya zur Verfügung gestellt werden. 

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Im Ashram war ein junger Aspirant, der eine Biographie des Meisters schrieb. Er begann, den Meister nach Details zu fragen.

 

„Swami Venkatesananda kennt alle Einzelheiten,“ sagte der Meister zu ihm.

Swami Venkatesananda gab ihm alle biographischen Aufzeichnungen, die er gesammelt hatte. Er kam mit dem Schreiben gut voran, bis er zu der Zeit im Swarg Ashram und den asketischen Praktiken des Meisters kam. Der junge Mann nahm es sehr genau und stellte alle möglichen Fragen.

„Diese vagen Antworten sind mir nicht genug. Ich brauche konkrete Tatsachen. Welche Meditationstechniken praktizierte er? Welche Erfahrungen hat er damit gemacht? Hatte er Visionen?“

„Das weiß ich nicht,“ antwortete Swami Venkatesananda.

Kurz danach kam der Meister zufällig selber vorbei und fragte: „Wie läuft die Arbeit?“

Der junge Mann sagte: „Swamiji, ich möchte keine schwammigen Beschreibungen. Ich möchte wissen, was Selbstverwirklichung genau ist.“

„Hm! Was das ist? Es ist tiefster Frieden, Freude, beständige Fröhlichkeit, Heiterkeit, man hat immer inneren Frieden.“

Zu seinem Glück machte der Mann eine schöne Bemerkung: „Aber Swami Venkatesananda ist auch glücklich und in Frieden mit sich. Können wir ihn als selbstverwirklicht bezeichnen?“

Von da an sprach der Meister vier Stunden lang ohne Unterbrechung!

„Selbstverwirklichung bedeutet nicht nur, friedvoll und fröhlich zu sein.“ Er gebrauchte die Worte „kosmisches Bewusstsein“ ein oder zweimal, ließ dann aber auch diese Worte weg.

„Es ist etwas unbeschreibliches. Wenn das ganze Spiel vom Ich-Bewusstsein gespielt wird, gründet sich auch deine Erkenntnis auf das Ich-Bewusstsein. Alles, was du tust, wird von ihm getan, was du weißt, wird vom Ich-Bewusstsein gewusst, was du siehst, wird von ihm gesehen, was du erlebst, wird von ihm erlebt. Wenn du Frieden erfährst, ist es die Friedenserfahrung des Ich-Bewusstseins, wenn du Freude erlebst, ist es das Freudenerlebnis des Ich-Bewusstseins.

Niemand konnte genau wiedergeben, was der Meister in diesen vier denkwürdigen Stunden gesagt hatte! Die zwei Schüler hörten gebannt zu. Schließlich brach er ab und sagte: „Ich muss in mein Zimmer zurück.“

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