Viele der Inspirationen sind den täglichen Lesungen von Swami Sivananda entnommen, wie Sie freundlicherweise von Yoga Vidya zur Verfügung gestellt werden. 

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Einmal kam ein bärtiger junger Mann mit wallendem Haar in den Ashram, um Yogastellungen im Satsang zu demonstrieren. Man sagte von ihm, dass er hunderte Stellungen kenne; an diesem Abend zeigte er aber nur einige ausgewählte. Die Stellungen waren perfekt gehalten, am Ende einer jeden Stellung jedoch schaute der junge Mann immer wieder auf ein Stück Papier, um sich zu vergewissern, dass er die richtige Reihenfolge der Stellungen einhielt. Der Meister lobte den Mann zwischendurch immer wieder und erläuterte kurz den therapeutischen Nutzen verschiedener Stellungen.
Als der Mann dann immer häufiger auf das Blatt schielte, schlug ihm der Meister vor: „Wenn du nach Amerika gehst, dann aber bitte ohne Aufzeichnungen, alles aus dem Kopf.“

Jedes Mal wenn dem jungen aufstrebenden Yogi sein langes Haar von der Stirn in das Gesicht fiel, musste er seine Lockenpracht wieder zurechtrücken.

„Morgen, als Erstes,“ sagte der Meister mit einem Lächeln zu einem der Ashram Swamis gewandt, „nimmst du unseren Asana-Lehrer mit zu Maurari.“ ( Murari war der Barbier des Ashrams.)

Auch die Unterwäsche des Yogi war etwa eine Nummer zu groß, so dass er sie während den Stellungen häufig hochziehen musste um sie nicht ganz zu verlieren. Der Meister hatte auch dies bemerkt und ordnete deshalb an: „Lasst den Schneider eine schöne, gut sitzende Hose anfertigen!“

 

(Ashrama: 1. Zuflucht; 2. Lebensalter; 3. Ort, an dem sich Schüler um den Meister versammeln, um Yoga zu üben / Swami: 1. Mönch; 2. Gott; 3. respektvolle Anrede für einen Yoga-Meister / Asana: Stellung; Sitzhaltung für die Meditation; Körperstellung)

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