Viele der Inspirationen sind den täglichen Lesungen von Swami Sivananda entnommen, wie Sie freundlicherweise von Yoga Vidya zur Verfügung gestellt werden. 

Yoga Inspirationen

 

Viele der losen Inspirationen zum Yoga, die du hier findest, stammen aus der Feder Swami Sivananda. 

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Eines Abends, es war im Winter des Jahres 1949, kam der Meister nach dem Abendskatsang aus der Bhajanhalle.

„Hast du bei Sri Balammal noch einmal Fieber gemessen?“ fragte er einen Ashram-Mitarbeiter. Dieser verneinte.

Sogleich ging der Meister auf das Zimmer der Patientin. Dort angekommen, richtete er alles für die Bedürfnisse der Patientin her und verließ den Raum nicht eher, bis nicht jedes noch so kleine Detail den Erfordernissen entsprach.

 

Später erklärte er dem Ashram-Mitarbeiter: „Wenn du jemanden pflegst, so versetzte dich in die Lage des Patienten. Das ist der beste Weg, um alles richtig zu machen. Wenn du nur vom Standpunkt des Arztes her denkst, so vernachlässigst du vielleicht so manches.

Was wären also die Dinge, die du in einer solchen Lage bräuchtest? Siehe zu, dass dies alles dem Patienten zugänglich ist. Du musst dich in den Geist des Patienten hineinversetzen. Erst so dienst du den Menschen wirklich.“

 

Und so fuhr er mit seinen Anweisungen fort: „Es muss eine Bettpfanne da sein. Das ist besonders wichtig gerade bei älteren Patienten wie dieser Frau. Auch eine Lampe, Streichhölzer, ein Eimer Wasser und ein Trinkglas sollten nicht fehlen. Diese Gegenstände müssen so hingestellt werden, dass der Patient sie ohne große Mühe erreichen kann. Ganz besonderer Sorgfalt bedarf das Herrichten des Bettes. Jede Nachlässigkeit in dieser Hinsicht wird dem Patienten die nützlichste und wirkungsvollste Heilkraft der Natur – den Schlaf – vorenthalten. Es genügt einfach nicht, das Bett nur halbherzig herzurichten, denn was einem gesunden Menschen vielleicht nur ein leichtes Unbehagen bereiten würde, wäre für einen Kranken eine entsetzliche Zumutung. Vergiss das nie.“


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Am 3. August 1956 legte der Meister den Grundstein für eine Markthalle in Rishikesh. Nachdem er zu seiner Hütte zurückgekehrt war, diskutierten einige seiner Schüler über die Art und Weise, wie er den Grundstein gelegt hatte. Die Mehrheit von ihnen war der Meinung, er hätte den Grundstein nur symbolisch legen, und die Mühe der Maurerarbeit nicht auf sich nehmen sollen.


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Am 11 Juli 1950 stellte ein Anhänger dem Meister eine Aspirantin vor.

„Dies ist Banibai, Swamiji, sie praktiziert seit 20 Jahren Harikatha Kalakshepam in Südindien. Im Übrigen kommt sie hierher, weil sie hier einen Kalakshepam abhalten...“

Der Meister wartete gar nicht erst, bis sein Schüler ausgesprochen hatte.

„Oh ja! Ich werde für heute Abend alles arrangieren. Sie muss hier einfach einen Katha abhalten. Hier ist der heiligste Ort am Ganges. Eine seltene Gelegenheit. Es wird uns alle erheben und inspirieren.“

Der Schüler aber zögerte: „Aber Swamiji, heute Abend müssen wir schon abreisen.“



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16.  Meditation ist ein positiver, vitaler und dynamischer Prozess, der den Menschen zum Göttlichen führt.

17. Durch regelmäßige Meditation wirst nur eine feste, uneinnehmbare Burg in dir erschaffen. Dann können dir die Illusionen der Welt nichts mehr anhaben.

18. Meditation ist der Schlüssel zur Intuition.

19. Meditation ist der Schlüssel zum Göttlichen Prinzip, dass sich in allen Namen und Formen verbirgt.

20. Meditation ist der Schlüssel zur spirituellen Erleuchtung.


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11.              Zu Beginn bedarf die Meditation einer Anstrengung. Später wird sie eine Gewohnheit, die einem Wonne, Glück und Frieden schenkt.

12.              Nur wenn du die vorbereitenden Schritte von Yama und Niyama geübt hast, wirst du den vollen Nutzen der Meditation erlangen.

13.              Ist der Geist nur auf einen Punkt konzentriert, so kann es in ihm stets nur einen Gedanken geben. Dieser Gedanke kann den Geist erst verlassen, wenn ein neuer Gedanke eintritt.

14.              Auch wenn du noch so intellektuell veranlagt bist, wirst du, wenn du mit der Meditation anfängst, nicht ohne ein Bild oder ein Symbol auskommen.

15.              Diejenigen, die intensiv und ohne Verhaftung üben, werden bei der Meditation schnell zum Erfolg kommen.

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6. Freund und Feind, Tugend und Sünde existieren nur innerhalb des Geistes. Jeder Mensch schafft sich aus seiner eigenen Imagination heraus eine Welt aus Gut und Böse, Glück und Unglück.

7. Gut und Böse, Glück und Unglück kommen nicht aus den Objekten. Sie entstammen den Denkgewohnheiten des Geistes.

8. In der Welt gibt es nichts Schönes und Angenehmes. Es ist nur deine Einbildung, die das alles erschafft.

9. Die Konzentration des Geistes reift zur tiefen Meditation und dann zu Samadhi, dem Überbewussten Zustand, heran.

10. Meditation ist nur eine verlängerte Konzentration. Meditation ist wie das Fließen von Öl, wenn man es von einem Gefäß mit einem gleichmäßigen, ununterbrochenem Guss  in ein anderes umfüllt.

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Amerikaner: „Vielen Dank für deinen wertvollen Rat. Gerade diese Frage hat mich eine lange Zeit sehr gequält. Nun sind meine Zweifel beseitigt, Swamiji.


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Amerikaner: „Stimmt es, dass ein Heiliger die Leiden seiner Anhänger auf sich nehmen kann und so deren Prozess der Selbstverwirklichung beschleunigt? Im Christentum gibt es eins solche Vorstellung und, so weit ich gelesen habe, auch in östlichen Religionen. Ist das so?“


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Ein amerikanischer Schüler des späten Paramahansa Yogananda war nach Indien gereist und besuchte nun den Meister. Zwischen den beiden entstand ein interessanter Dialog:


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Myriam Orr fragte den Meister, ob er sich vor allen Unberührbaren, die in den Ashram kommen, verbeuge. Er antwortete ihr, dass es für ihn in dieser Hinsicht keine festen Regeln gäbe.


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In den späten 50er Jahren kam eine Schweizein namens Myriam Orr in den Ashram. Ein recht sonderbares Spektakel erwartete sie dort:



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Einmal zeigte der Meister einem Besucher während eines Gespräches  einige Federhalter, Notizbücher und Uhren.


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Ein ausländischer Besucher besah sich mit skeptischen Blick den große Werbeapparat des Ashram. Seine Zweifel und Skepsis vergrößerten sich aber noch sehr, als er den Meister in einem modernen Europäischen Mantel gekleidet antraf. Als er aber an dem Meister herunterblickte, welch Überraschung erwartete ihn da! Der Meister ging barfuss! Von diesem Moment an war sich der Besucher sicher, dass der Meister nicht nach seinem Äußeren zu beurteilen war.



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Einmal verschwand aus dem Ashram ein französischer Sadhu und niemand wusste wo er hingegangen war. Als er nach einiger Zeit wieder auftauchte, grüßte ihn der Meister und fragte in höflich nach seinem Befinden.



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Ein anderer Briefpartner wollte wissen, wie man betet. In seinem Brief fragte er: „Was ist eigentlich ein Gebet und wie soll man beten, damit es Gott auch gefällt? Ein Gauner betet zu Gott, um für sein Handeln Buße zu tun aber auch um mehr Kraft und Mut für seine künftigen Betrügereien zu bekommen.“


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Ein Aspirant schrieb dem Meister: „Seit fünf Jahren nun arbeite ich als Jurist aber es gibt da in meinem Geist noch immer eine Lasterhaftigkeit, die mich immer wieder plagt. In der Hoffnung auf deine Hilfe werde ich in diesem Brief nun versuchen, alle Tatsachen offen darzulegen.



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Ein Schüler des Meisters hatte ein Buch mit dem Titel: ‚Indiens Schicksal’ geschrieben. Er schenkte dem Meister ein Exemplar, der ihm dafür danke und ihn fragte: „Und was ist dein Schicksal?“

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Am 4. Mai 1950 suchte der Industriemillionär Rai Bahadur G. M. Modi den Meister auf und fragte: „Ich verstehe ja warum Gott all die guten Dinge dieser Welt erschaffen hat, Swamiji, aber warum hat er denn auch die Moskitos gemacht? Sie nützen doch wirklich niemanden etwas; sie plagen uns nur.“

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Einmal fragte ein Besucher den Meister: „Besitzt die Divine Life Society auch heilige Bücher wie die Bibel und den Koran?“


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„Ich möchte den perfekten Guru finden.“, sagte einmal ein junger Mann.

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„Wenn alle Menschen auf die Genüsse der Welt verzichten würden, was würde dann passieren?“ fragte Sampath, ein Besucher.



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Zwischenzeitlich wandte sich der Meister anderen Fragen zu, bevor sich wieder Mira zuwandte.

„Kannst du kochen, Mira?“

„Ja.“ Antwortete das Mädchen.

Auf des Meisters Zeichen wurden den Anwesenden Snacks und Kaffee serviert während Shanta, ein Schüler aus dem Süden ein Kapitel aus der Gita rezitierte und  der Meister seinen Besuchern einige neue Bücher vorstellte. Danach wandte er sich wieder Mira zu.


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„Nachdem du deine Approbation hast, kannst du ja noch eine Facharztprüfung ablegen. Wie viele Körper hast du denn in deinem Studium seziert?“

„Drei oder Vier.“

„Ganz und gar?“

„Nein, zur Hälfte,...und einige Teile.“

„Warst du bei der Sektion alleine?“

„Nein, Swamiji.“

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Der Meister saß im Büro. Um ihn herum auf dem Boden saßen einige seiner Schüler. Unter ihnen war Mira, eine Medizinstudentin. Um sie nicht gleich in Verlegenheit zu bringen, stellte er ihr zunächst einige einfache Fragen:

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Am 10 März 1950 besuchte ein Dozent der London University den Ashram. Sein Name war Pathy.

„Wie viele Studenten sind denn an deiner Universität, Swamiji?“, fragte er.

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Am 12. November 1949 kamen zwei Schweizer Touristen in den Ashram, um den Meister aufzusuchen, der gerade auch vor Ort war. Auf dem Weg zum Ashram-Tempel bemerkten die beiden Touristen ein Schild mit der Aufschrift: Yoga-Vedanta Forest University. Sie kannten die Einrichtung bereits durch das wöchentliche Magazin der Universität. Die erste Frage, die den beiden über die Lippen kam als sie den Meister trafen, war:

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Einmal kam ein bärtiger junger Mann mit wallendem Haar in den Ashram, um Yogastellungen im Satsang zu demonstrieren. Man sagte von ihm, dass er hunderte Stellungen kenne; an diesem Abend zeigte er aber nur einige ausgewählte. Die Stellungen waren perfekt gehalten, am Ende einer jeden Stellung jedoch schaute der junge Mann immer wieder auf ein Stück Papier, um sich zu vergewissern, dass er die richtige Reihenfolge der Stellungen einhielt. Der Meister lobte den Mann zwischendurch immer wieder und erläuterte kurz den therapeutischen Nutzen verschiedener Stellungen.

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Anasuya, eine Schülerin des Meisters, wurde von einem ernsthaften Zweifel bewegt. „Swamiji,“, begann sie mutig, „ist es möglich in 40 Tagen Samadhi zu erreichen und nach 15 Minuten Meditation bereits spirituelle Erfahrungen zu machen?“ Ihr erwartungsvoller Blick auf den Meister verriet, wie wichtig ihr diese Frage war. Mit angehaltenem Atem erwartete sie die Antwort.

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Im November 1956 wandte sich ein Besucher mit folgenden Worten an den Meister: „Swamiji, manchmal ist mein Vertrauen in spirituelle Dinge noch sehr schwach. Ich habe Bücher über östliche und westliche Religion und Philosophie gelesen, aber mein Vertrauen ist dabei sehr schwach und wechselhaft geblieben.“


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„Gehst du immer zum Gottesdienst?“ fragte der Meister einmal ein Hindumädchen namens Vijayalakshmi, welches in einem christlichen Konvent erzogen worden war.

 

Das Mädchen schüttelte mit dem Kopf worauf der Meister die Gelegenheit nutzte, etwas Licht auf ihren spirituellen Pfad zu werfen:


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Einmal arbeitete ein Ashrambewohner noch um 9 Uhr abends mit der Schreibmaschine an der Fertigstellung von Zeitschriftenartikeln. Plötzlich erschien der Meister vor seiner Tür und fragte: „Wie viele Runden Mantras hast du heute gebetet?“

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Einmal konsultierte ein Ashrambewohner einen Augenarzt, der den Ashram besuchte. Der Meister unterbrach die laufende Untersuchung mit eine Reihe von Fragen an den Patienten.


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Am 11. Mai 1951 besuchte General Cariappa den Ashram. Neben anderen Dingen zeigte er reges Interesse an den spirituellen Tagebüchern, die ihm in Form einer großen Sammlung gezeigt wurden.

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… „Blättere einmal die Woche in deinem Tagebuch zurück. Wenn du heute noch täglich 20 Fehler begehst, so wirst in einem halben Jahr, wenn du dein Tagebuch weiter führst, nur noch täglich 5 Fehler machen. Schließlich wird für dich eine wunderbare Zeit anbrechen, wenn du an einem Tag keinen einzigen­ Fehler mehr gemacht hast.“

Seinen Schülern schrieb der Meister einmal: „Vernachlässigt eure spirituellen Tagebücher nicht. Sie sind der Guru an eurer Seite.“

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Auf einer Konferenz sprach der Meister einmal zu seinen Zuhörern über die Nützlichkeit, ein spirituellen Tagebuch zu führen.

„Führe ein spirituelles Tagebuch. Notiere in ihm wenn du ärgerlich geworden bist oder die Gefühle Anderer verletzt hast. Dies ist sehr, sehr wichtig. Wenn du deinen Ärger oder dein Verletzstein anderen gezeigt hast, so bestrafe dich selber. Verzichte auf das Abendessen oder  wiederhole zusätzlich fünfzig Runden Mantras. Notiere Dinge wie: ‚Heute habe ich zwei Mal vergessen, in einem Menschen Gott zu erkennen.’ Wenn du in dieser Weise für ein oder zwei Jahre fortfährst, so wirst du mit Sicherheit großen Frieden, spirituellen Fortschritt und eine starke Willenskraft in dir entwickeln. Viele Kümmernisse, Misslichkeiten und innere Zerrissenheiten werden von dir abfallen und sich statt dessen ein Gefühl der Hingabe entwickeln. Deine innere Entwicklung wird so schnell vonstatten gehen. Du wirst ein anderer Mensch - ein wahrhaftiger Gott auf Erden. Werdet ihr, meine lieben Freunde, von heute an ein spirituelles Tagebuch führen?“…

 

(Mantra: Klangenergie; mystische Formel zur Meditation)

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Einmal servierte der Meister eine Mangolimonade.  Einer der Anwesenden konnte aber seine Vorliebe für dieses Getränk nicht kontrollieren. Der Meister wusste um den schwachen Magen jenes Mannes und riet ihm darum, nicht zuviel davon zu trinken. Aber das Gesicht des Mannes verriet ihm, dass er das Getränk nun aus vollen Zügen genießen wollte. So sprach der Meister statt dessen mit freundlicher Stimme: „Ach, was macht es schon, trinke so viel wie du magst, der Doktor ist ja nicht weit.“

Was der Mann allerdings nicht wusste war, dass dies ein Test für ihn war. So wurde er ein Opfer der Versuchung und musste schließlich zu Bette getragen werden.

Später mahnte ihn der Meister: „Du hättest das Getränk gar nicht erst anrühren sollen. Siehst du nun wie schwer es ist, die Sinne zu kontrollieren?“

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Swami Sivananda sieht im Vertrauen und der Hingabe an Gott eine wichtige Kraft für den Yoga-Aspiranten. Er erläutert:

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… „Warum lässt du dir einen Bart wachsen, posierst als Yogi und betrügst die Öffentlichkeit? Warum läufst du wegen ein paar Rupien hinter den Geschäftsleuten hinterher? Gott hat dir schließlich Jugend, Energie und Intelligenz gegeben. Aber warum lässt du dies alles in die falschen Kanäle fließen? Öffne deine Augen. Vergiss nicht das Ziel deines Lebens. Erkenne Gott indem du dein Sadhana praktizierst. Erst wenn er denkt, dass du geeignet bist, der Menschheit zu dienen, so wird er alles für dich arrangieren. Bist du selbst aber der Überzeugung, dass du der Menschheit dienen möchtest, so besorge dir ein paar nützliche Medikamente und verteile sie unter den armen, kranken Menschen und siehe Gott in ihnen. Erlöse Andere von ihrem Elend und erwarte nichts für deinen Dienst. Gib all den armen Jungen in deinem Dorf Unterricht und ernähre dich den Almosen, die du von 4 oder 5 Haushalten erhältst. Lebe in Abgeschiedenheit. Konzentriere dich. Meditiere. Studiere täglich die Upanishaden, die Gita und die Brahma Sutras. Zerstöre alle schlechten Eigenschaften in dir.

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…“Der Leiter des Ashram und die Bewohner sollten deshalb ein Leben voller Leidenschaftslosigkeit und Entsagung führen, so wie es der späte Baba Kalikambliwala aus Rishikesh tat. Selbst als sein Ashram Hunderte Sadhus und Sannyasins ernähren konnte und er selbst berühmt geworden war, trug er immer noch den Wasserkrug auf dem Kopf und lebte von den Almosen der Leute. So wird er den nachfolgenden Generationen immer in Erinnerung bleiben. Ein Ashram, der von solch einem Menschen geleitet wird, ist immer ein Zentrum von immerwährenden Frieden, Wonne und Glückseligkeit. Es zieht jedermann an gibt Millionen von Menschen spirituellen Segen. Die Welt braucht immer solche Aschrams.

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…“ Ich kenne leider keine reichen Geschäftleute und habe auch keine Anhängerschar. Lediglich einige wenige Aspiranten, die spirituellen Rat von mir einholen, wähnen mich als ihren Guru, das ist alles. Ich habe auch kein Geld und ich leite hier keinen Ashram.  Durch meine mächtigen, reinen Gedankenwellen und meine offenen Gebete tue ich hier meinen demütigen Dienst für das Wohl der Menschheit. Ich wirke durch alle Ashrams, Mutts und Institutionen und so kann ich dir leider keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen.


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Der folgende Brief erreichte den Meister von einem Bettelmönch:

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… „Hey Saumya! Geliebtes unsterbliches Selbst, sei immer kühn und glücklich. Auch wenn du jetzt entlassen, arbeitslos, in Lumpen gekleidet bist und nichts zu essen hast: Deine wahre Natur ist Satchidananda. Dieser äußere Umhang, diese sterbliche körperliche Hülle ist eine Illusion von Maya. Lächle, trällre ein Lied, lache, springe und tanze vor Freude und Extase. Du bist nicht dieser vergängliche Körper. Komm heraus aus diesem Käfig aus Fleisch und Knochen und erkenne, dass du das unsterbliche Selbst bist.

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… „Lies das Buch ‚Poverty to Power’ mit Aufmerksamkeit. Es wird dich inspirieren. Widme dich mit Hingabe und Enthusiasmus dem Sadhana. Du hast genug Kinder. Werde also jetzt ein Brahmachari (ein spiritueller Schüler). Sei konsequent und verfahre systematisch mit deinen täglichen Übungen. Leuchte in deiner angeborenen, ureigensten brahmanischen Herrlichkeit. Werde ein befreiter Weiser. Fühle dass du das unsterbliche Selbst bist.

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…. „Du wählst dein Schicksal selber. Du hast es bisher durch deine Gedanken und Handlungen so geschaffen und du kannst es durch den gleichen Prozess wieder rückgängig machen. Selbst wenn dich böse, dunkle und gegen dich gerichtete Kräfte angreifen, so kannst du doch ihren Einfluss dadurch vermindern, indem du dich mit Entschiedenheit von ihnen abwendest. So kannst du dein Schicksal in die Hand nehmen. Der Gedanke: ‚Ich bin das unsterbliche Selbst’ wird schnell alle bösen Kräfte und schlechte Einflüsse der feindseligen Planeten neutralisieren. So wird großer Mut und innere Stärke über dich kommen. Falsches Denken ist die Wurzel allen Leidens; kultiviere deshalb das richtige Denken. Arbeite immer selbstlos und ohne Verhaftung. Dies ist das richtige Handeln. Das richtige Denken ist immer mit dem Gefühl von ‚Ich bin das unsterbliche Selbst’ verbunden.

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Ein Briefkorrespondent schrieb dem Meister einmal seine ergreifende Geschichte: „Ohne Vorwarnung und ohne Grund entließ mich mein Vorgesetzter. Mein Einkommen betrug bis dato 300 Rupien aber auf meinem Konto hatte ich 6000 Rupien Schulden wegen der Heirat meiner Tochter. Ich habe vier Töchter und fünf Söhne. Die Sterne stehen schlecht für mich. Ich bin wirklich Hilflos, Hoffnungslos und Mittellos. Bitte hilf mir, Swamiji! Führe mich! Gib mir Kraft damit ich diese Schwierigkeiten überwinden kann. Wir haben hier nichts mehr zu essen. Gib mir spirituelle Weisungen. Ich habe mein Leben an weltliche Dinge verschwendet und bin nun spirituell bankrott. Bitte öffne meine Augen und zeige mir den Weg aus meinen jetzigen Problemen.“

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Was für eine Bandbreite von Möglichkeiten hat Swami S. doch allein durch das Verteilen von Flugblättern und Pamphleten, spirituelles Wissen zu verbreiten! Seine Arbeit besteht darin, im Außendienst die Arbeit unserer Gemeinschaft weiterzuführen. Er ist aber zu schüchtern, um jemanden ein Flugblatt in die Hand zu drücken, obwohl er nicht darum gebeten wurde. Er meint, es sei unter seiner Würde. Vielleicht wird er mit dieser zaghaften Art sogar hier und da einige Pamphlete los, aber dabei wird er immer Acht geben müssen, seine Würde nicht in den Augen der anderen zu verlieren. So geht das aber nicht! Niemand verliert je seine Würde, wenn er spirituelles Wissen unter die Menschen bringt. Was er hier erbringt ist Jnana Yajna (das Opfer des Wissens) - das höchste aller Opfer.

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Indem er auf Swami P. deutete sprach der Meister: „Er weiß noch wie enthusiastisch ich war; damals noch bevor unsere Gesellschaft gegründet wurde, wie ich Flugblätter und Pamphlete verteilt und ich ihn ermutigt habe, meine Begeisterung zu teilen. Aber am Anfang wollte er sich noch nicht so recht trauen -  vielleicht aus Schüchternheit - schließlich übernahm er mein System doch.

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Morgens kam der Meister ins Büro und bemerkte die Lethargie und Gleichgültigkeit der dort arbeitenden Aspiranten.

Zu Swami Mowananandaji gewandt eröffnete er: „Mowananandaji, hast du schon bemerkt wie fleißig und energetisch die Europäer sind? Was für einen fabelhaften Sinn für Pflichterfüllung und Rechtschaffenheit sie doch haben! Nur eine Handvoll von ihnen hat  unzählige Länder erobert, riesige Landstriche erforscht,  Einrichtungen überall dort wo sie hinkamen etabliert und sich als segensreiche Herrscher erwiesen. Wie hoch sie doch die Disziplin erachten! Wie bemerkenswert effizient doch ihr Sinn für Arbeitsteilung und die Erschließung von Ressourcen ist. Wie mächtig sie doch sind!

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Im nächsten Moment deutete der Meister mit einem Schmunzeln auf seinen riesigen Mantel, der seinen Bauchumfang verhüllte und sprach: „Bestimmt sehe ich in diesem Aufzug wie ein modischer Geck aus, aber wirklich, es ist mir gleichgültig was die Leute sagen. All diese Dinge sind nämlich notwendig um meinen Körper bei guter Gesundheit und Leistungsfähig zu erhalten, damit er seine Aufgaben weiterhin erfüllen kann.


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Einmal erzählte der Meister von seiner täglichen Routine und seinen Übungen: „Obwohl die Askese meine Konstitution stark geschwächt hat und einige heftige Gegenreaktionen hervorgerufen hat, so habe ich es meinem Körper nie erlaubt, unter den Belastungen zusammenzubrechen. Das verdanke es meinen Übungen, die mich darin unterstützt haben. Ich übe auch heute noch regelmäßig ohne einen Tag Pause und erlaube es den Gegenreaktionen nicht mich zu überwältigen. Obwohl sich manchmal alles um mich dreht wenn ich aufstehe, so fange ich mich doch, eile den Hügel hinauf, praktiziere mein Sirshasana und laufe dann wieder zur Arbeit. Wenn ich erst einmal aufgestanden bin fühle ich einen Energiestoß in mir - Gott alleine weiß woher er kommt - und ich stelle mich sogleich den Dingen mit voller Tatkraft. Dann sprenge ich alle Fesseln, halte eine donnernde Rede und schließe erst ab wenn ich erschöpft bin. Es erstaunt mich selbst, wie ich das schaffe. Beizeiten fühle ich mich sogar zu schwach um aufzustehen; sobald ich aber aufrecht stehe, strömt diese enorme Kraft durch mich. Gott alleine weiß aus welcher Quelle sie hervorsprudelt. Die Energie kommt aber nicht aus mir  denn ich fühle mich nur als ein Instrument. Aber das weiß ich: Durch mein systematisches Praktizieren halte ich meinen physikalischen Körper in einem solch guten Zustand, dass er als Kanal für einen solch plötzlichen Energieeinstrom standhalten kann.“

 

(Sirshasana: Kopfstand)


 
 
 

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