Viele der Inspirationen sind den täglichen Lesungen von Swami Sivananda entnommen, wie Sie freundlicherweise von Yoga Vidya zur Verfügung gestellt werden. 

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Wenn ein Zeitungsredakteur um einen Artikel für sein Blatt bat, so sandte der Meister stets gleich vier oder fünf. Zur Begründung sagte er: „Selbst wenn sie nicht alle veröffentlicht werden, so werden sie doch in der Redaktion durchgesehen. Ich bin schon zufrieden, wenn nur eine Person sie liest. Werden sie dann aber in der Redaktionssitzung für gut befunden, so wird vielleicht einer der fünf oder sechs veröffentlicht. Dieser eine Artikel kann dann viel Gutes in der Öffentlichkeit bewirken.“ Der Meister versandte aber auch Artikel an Zeitungen, die sonst allerlei Schund und Klatsch veröffentlichten. Kritiker fragten: „Warum sollte Sivandanda seine Artikel in Zeitungen veröffentlichen, die zudem noch Werbung für allerlei Erotikartikel machen? Das ist nicht gut!“

Der Meister antwortete: „Ich werde weiterhin meine Artikel in erster Linie an solche Blätter versenden. Menschen, die sonst nur Artikel über Sex lesen, können ihren Geist läutern, wenn sie nun über spirituelle Dinge lesen. Spirituelle Lehren und Werbung für Sex liegen dann in den Waagschalen einer Waage und die Leser werden eines Tages feststellen, dass die Schale mit den spirituellen Lehren mehr Gewicht hat als die andere. So werden sie sich immer mehr für spirituelle Themen interessieren. Einige dieser Leser werden diese Seiten möglicherweise zur wiederholten Lektüre ausschneiden und aufbewahren. So versuche ich die Einstellung der Atheisten und Agnostiker zu verändern. Andere sind der Religion bereits wohlgesinnt; um sie muss ich mich nicht so sehr bemühen.“

Spätere Ereignisse bestätigten die Weisheit und Richtigkeit dieses Standpunktes. Ein in Madras aufgelegtes Magazin war das My Magazine of India, das nicht nur in Indien sondern auch in Ceylon, Malaysia, Burma und anderen Ländern über eine hohe Auslage verfügte. Ein Grund für seine Popularität war die Tatsache, dass darin viele Seiten mit romantischen Geschichten abgedruckt, noch mehr Seiten aber voll von Sex-Werbung waren. Der Meister hatte nun eben dieses Magazin neben anderen für die Veröffentlichung seiner Artikel ausgewählt. Als dann ab 1931 die kraftvollen spirituellen Lehren des Meisters regelmäßig in diesem Magazin erschienen, waren es nicht ein, zwei, Dutzende oder Hunderte, sondern buchstäblich tausende Menschen, die begeisterte Leser seiner Artikel und später seine Schüler wurden.

(Raja Yoga: königlicher Yoga; Yoga der Geistesbeherrschung / Yoga: wörtlich Einheit, Vereinigung; 1. mystischer Zustand der Einheit mit Gott bzw. dem Kosmischen; 2. Übungen, welche das Individuum zur Einheit mit dem Kosmos führen; 3. eines der sechs klassischen Philosophiesysteme)

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