Viele der Inspirationen sind den täglichen Lesungen von Swami Sivananda entnommen, wie Sie freundlicherweise von Yoga Vidya zur Verfügung gestellt werden. 

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Irrationale, seltsame, zwanghafte, persönliche Ängste werden Phobien (10) genannt. Diese werden durch keine objektive Wirklichkeit verursacht. Obwohl der bedrohliche Gegenstand oder die Situation, die Furcht erregen könnte, fehlt, kann sich der von Angst und negativen Gefühlen befallene Mensch nicht davon befreien.

Die einen fürchten sich sehr vor Schlangen; das Ist eine Schlangenphobie. Andere haben Angst vor Skorpionen oder Ratten, vor dem Donner oder vor der Dunkelheit, andere vor Menschenmengen oder vor dem Alleinsein. Wieder andere haben Angst im weiten Raum, andere haben Platzangst: Sie fürchten enge Räume wie Tunnel usw. Andere haben Angst vor allen möglichen Krankheiten: Obwohl der Arzt eindeutig erklärte, dass der Patient keine organische Krankheit hat, meint dieser nach wie vor, sein Herz, seine Nieren oder seine Leber seien erkrankt. Das sind alles Phobien, die sich auf den Körper beziehen.

Die Ursachen dieser Phobien sind Nervosität, Dummheit in starker oder schwacher Form und Mangel an Unterscheidungskraft, an klarem Denken und rechtem Verständnis.

Die Phobie ist eine unnatürliche Art von Furcht. Normale Furcht entsteht, wenn dem Leben durch einen äußeren Faktor Gefahr droht, durch einen agressiven Hund, einer Naturkatastrophe oder einer Menschenaufruhr. In solchen Fällen ist die Angst ganz natürlich. Der Mensch versucht, sein Leben durch Kampf oder Verteidigung zu retten.

Entwickle Willenskraft, Mut und Standhaftigkeit, Ausdauer, Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber jeder Gefahr. Meditiere über den Mut. Suche die Gesellschaft von Weisen und Yogis auf. Versenke dich in Gott, der keine Angst kennt. Alle Phobien werden verschwinden.

Die Bindung an das irdische Leben und an den Körper bildet den Hauptgrund aller Arten von Furcht. Die Liebe zu einem Objekt ist immer mit Angst gekoppelt, ebenso die Verhaftung an Geld, an andere Personen,  an Ruhm und Namen. Jede Bindung ist der Ursprung großer Angst. Wer etwas besitzt, ist der Furcht ausgeliefert. Nur der fürchtet nichts, der an nichts anhaftet und Gott in allem sieht.

Furcht ist eine negative Kraft. Der positiven Kraft, dem Mut, kann sie nicht widerstehen.

Wir haben Angst, weil wir den Gegenstand unserer Liebe nicht verlieren wollen. Wenn uns etwas daran hindert, die Gegenstände unserer Liebe und Wünsche zu erlangen, sind wir verärgert, sind wir frustriert und verlieren das Gleichgewicht unseres Gemüts. Das nicht anhaften und die Liebe zu Gott ist die beste Medizin, um alle Furcht zu überwinden.

Setze dich ruhig hin und schaue nach innen. Dringe bis zur Wurzel deiner Schwierigkeiten vor. Wenn dir das nicht gelingt, kannst du dir von einem Psychotherapeuten oder einem Yogi helfen lassen. Das, was tief in deinem Unterbewusstsein begraben ist, sollte befreit oder beseitigt werden.

Mögen alle Tapferkeit erwerben! Mögen alle beherzt und freudig sein. Mögen alle Mut, Kraft und Friede ausstrahlen, das Erbteil des allmächtigen, des furchtfreien, unsterblichen Gottes!

(10) Griechisch phobos: Furcht

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