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Entwicklung der Willenskraft |
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Wille ist dynamische Seelenkraft. Wenn er rein und unverrückbar geworden ist, kann er Wunder bewirken. Nichts ist einem Menschen von starkem Willen unmöglich in den drei Welten zu erreichen. Die Mehrzahl der Menschen weiß nichts von Wollen, Denken und Intellekt, auch wenn sie viel von Willen und geistiger Kraft sprechen. Durch Begierden (Vasanas) ist der Wille unrein und schwach geworden. Ein gezügeltes Verlangen wird in Willen umgewandelt. Sexualenergie, Muskelkraft, Ärger etc. werden zur Willenskraft, wenn sie beherrscht sind. Je weniger Begierden, um so stärker der Wille.Der Wille ist der König der mentalen Kräfte. Ist der Wille geschult, stehen alle mentalen Kräfte wie die Kraft des Urteils, des Gedächtnisses, des Begreifens, des Festhaltens, der Vernunft, der Entscheidung, der Beeinflussung, der Reflexion in einem Augenblick zur Verfügung. Sie kommen, um der Willenskraft, ihrem Meister, zu helfen. Du musst aber sehr überlegt im Gebrauch des Willens sein. Es ist ratsam, die Willenskraft für einen höheren geistigen Erfolg einzusetzen. Weltlicher Erfolg ist nichts, denn dieses Leben ist nur eine Waserblase. Diese Welt ist ein langer Traum. Weltlicher Erfolg wird dir niemals immerwährenden Frieden und Freude geben. Setze versuchsweise deinen Willen für ein oder zwei weltliche Dinge ein. Dann verstehst und erfährst du seine Macht. dann aber richte deinen Willen auf die Verwirklichung des Selbst. Kümmere dich nicht um weltliche Angelegenheiten. Sei sind wertlos wie Stroh. Beklage dich niemals über eine schlechte Umwelt. Schaffe dir deine eigene mentale Welt, wo immer du bist und wohin du auch gehen magst. Überall gibt es Schwierigkeiten und Nachteile. Wenn das Denken dich in jedem Augenblick und bei jedem Schritt irreführt, dann versuche die Hindernisse und Schwierigkeiten durch geeignete Mittel zu überwinden. Versuche nicht, ungünstigen Umgebungen fortzulaufen. Gott hat dich dorthin gestellt, damit du dich schnell entwickelst. Die Übung der Konzentration ist eine große Hilfe zur Stärkung des Willens. Du musst die Angewohnheiten deiner Gedanken mit Klugheit verstehen und überwachen, wie sie wandern und arbeiten. Dann musst du einfache und wirksame Methoden finden, um das Herumschweifen in Zucht zu nehmen. Die Übung der Gedanken-Schulung, der Konzentration, des Gedächtnis-Trainings gehören zusammen und sind eine große Hilfe für die Willens-Schulung. Man kann keine Trennungslinie ziehen, um festzustelen, wo die Übung der Konzentration oder der Gedächtnis-Schulung aufhört und die Übung der Willens-Schulung beginnt. Jede Schwierigkeit ist eine Gelegenheit, Willenskraft zu entwickeln. Manche können durch reinen Willensakt im Augenblick, in dem sie zu Bett gehen, in Schlaf fallen. Ebenso können sie am Morgen zu jeder beliebigen Zeit aufstehen. Sie haben ihr Unterbewusstsein so trainiert, dass es ihr gehorsamer Diener wurde. Es weckt sie zu jeder Sekunde auf. Jeder von euch sollte diese Gewohnheit mit Hilfe des Willens entwickeln. Du musst deinen Willen deinen Fähigkeiten entsprechend einsetzen. Sonst lässt er nach und du verlierst den Mut. Stell dir ein Programm deiner Arbeit oder täglichen Gewohnheiten auf, das deinem Leistungsvermögen entspricht, und gib acht, dass es täglich eingehalten wird. Nimm dir nicht zuviel vor. Wenn mehrere Dinge nicht an einem Tag ausgeführt werden können, weil sie dein Leistungsvermögen übersteigen, dann wirst du an Interesse verlieren und deine Begeisterung wird allmählich verschwinden. Deine Energie wird sich zerstreuen, und du wirst denkmüde. Was du an einem Tag un willst, musst du bis zum letzten Strich ausführen. Zuviel Denken ist ein Hindernis bei der Durchführung eines Willensaktes. Es bringt Verwirrung, Misstrauen und Verzögerung. Die Willenskraft wird träge und die Gelegenheit entweicht. Du wirst zögern, etwas in Gang zu setzen. Denke einige Zeit genau nach. Sobald du aber einen Entschluss gefasst hast, musst du unmittelbar wollen. Es darf keinen unnötigen Aufschub geben. Der göttliche Wille ist allmächtig. Gott will und alles tritt im gleichen Augenblick ins Sein. Der Mensch will, aber es dauert eine lange Zeit, ehe etwas erreicht oder die Stoffwerdung des gewünschten Gegenstandes ermöglicht wird, da sein Wille schwach ist. Der Mensch denkt, will und bekommt langsam nach einiger Zeit den erwünschten Gegenstand. Der Mensch ist schöpferisch. Wenn sein Wille rein und stark ist, erreicht er die Dinge auch in einem Augenblick. Bloßes Wünschen ist nicht genug, um das Verlangte zu bekommen. Man muss auch einen bestimmten Zweck hinzufügen. Wunsch oder Verlangen sind ein kleines Geriesel auf dem Meer der Gedanken; der Wille aber ist die Kraft, die die Wünsche ausführt. Wille ist Willensentschluss. Er ist die Kraft zu wählen oder festzulegen. Wenn das Selbst sich zur Tätigkeit entschließt, unbeeinflusst von Anziehungen oder Ablehnungen gegenüber den Dingen der Umwelt, manifestiert sich der Wille. Wenn äußere Anziehungen oder Abneigungen die Tätigkeit bestimmen und der Mensch hierher und dorthin getrieben wird, taub gegenüber der Stimme des Selbst und nicht bewusst des inneren Führens, dann ist dies Verlangen. Einen starken Willen zu haben, ist gut; aber eigensinnig zu sein, ist nicht gut. Übung: Meditation über die Willenskraft
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Wille ist dynamische Seelenkraft. Wenn er rein und unverrückbar geworden ist, kann er Wunder bewirken. Nichts ist einem Menschen von starkem Willen unmöglich in den drei Welten zu erreichen. Die Mehrzahl der Menschen weiß nichts von Wollen, Denken und Intellekt, auch wenn sie viel von Willen und geistiger Kraft sprechen. Durch Begierden (Vasanas) ist der Wille unrein und schwach geworden. Ein gezügeltes Verlangen wird in Willen umgewandelt. Sexualenergie, Muskelkraft, Ärger etc. werden zur Willenskraft, wenn sie beherrscht sind. Je weniger Begierden, um so stärker der Wille.