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Chakra Yoga: Die Übungen für die Energiezentren

Die Energiezentren des Körpers und Yoga-Asanas sind unzertrennlich miteinander verbunden. Yogi Bhajan schreibt: "Eines Tages fanden weise Menschen die Wirkungsweise der Chakren heraus […]. Sie entdeckten, dass das Leben eines Menschen ganz auf diesen Chakren gründet. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelten sie eine ganze Wissenschaft. Und die Gesamtheit dieses Wissens brachte schlussendlich das Kundalini Yoga hervor."

Wer seine Lebensgeister in Schwung bringen will, sollte sich also einmal genauer mit Chakra Yoga beschäftigen...

 
 

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Einführung

Hinter dem Wort „Chakra“ versteckt sich ursprünglich die Bezeichnung „Rad“. Gemeint ist damit ein kreisförmiger Energiewirbel. Die Chakren sind Kraftorte des Körpers, welche Energie sammeln, umwandeln und wieder verteilen.

Chakren genießen nicht nur im Yoga eine hohe Bedeutung, auch im Tantra, im Buddhismus und in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird mit den Chakren gearbeitet. In verschiedenen Lehren variieren die Meinungen über Anzahl und Verortung der Chakren, doch in den meisten Systemen wird von sieben Hauptchakren ausgegangen

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Die Chakren

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Farbzuordnungen nach Sahaja Yoga

Die sieben Hauptchakren

  1. Wurzel-Chakra (Muladhara Chakra, vier Blätter)
  2. Sakral- oder Sexualchakra (Svadhishthana Chakra, sechs Blätter)
  3. Nabel- oder Solarplexuschakra (Manipura Chakra, zehn Blätter)
  4. Herz-Chakra (Anahata-Chakra, zwölf Blätter)
  5. Hals- oder Kehlchakra (Vishuddha-Chakra, 16 Blätter)
  6. Stirnchakra (Ajna-Chakra, zwei Blätter)
  7. Kronen- oder Scheitelchakra (Sahasrara Chakra, als tausendblättriger Lotos symbolisiert)

A. Sitz der Kundalini
B. Linker Kanal (Ida nadi)
C. Zentralkana (Sushumna Nadi)
D. Rechter Kanal (Pingala nadi)
E. Sitz des Spirit
F. Sitz des Ego
G. Sitz des Überich

Mittelpunkt dieser sieben Chakren ist das Herz-Chakra. Es gilt als Brücke zwischen den Chakren. Spirituell gesehen wird ihm die Verbindung zwischen Körper und Geist zugeschrieben, Mitgefühl und Liebe sind hier verortet.

Auch die anderen Chakren haben jeweils spezifische Bedeutungen. Das Wurzel-Chakra liegt am Steißbein und wird anatomisch dem Darm zugeordnet. Es ist das langsamste aller Chakren. Das Prana auf der Muladhara-Ebene wird als verantwortlich für die Gesundheit des physischen Körpers und für körperliche Kraft angesehen.

Das Sakralchakra ist das Energiezentrum der Sexualität. Es wird zwischen Bauchnabel und Schambein lokalisiert. Verantwortlich für Ausstrahlung, Schönheit und (sexuelle) Attraktivität. Ein kräftiges Sakralchakra soll zu feinstofflicher Heilung befähigen.

Das Nabel-Chakra reguliert oberhalb des Bauchnabels Magen, Milz und Leber. Körperliches Feuer und die Kraft der Beeinflussung anderer Menschen ist hier beheimatet.

Das Kehlchakra ist in Hals und Nacken und dient der Kommunikation.

Für Weisheit und Erkenntnis ist das Stirnchakra zuständig. Ist dieses blockiert, kann sich das in Kopfschmerzen äußern.

Oberhalb des Kopfes ist das Scheitelchakra angesiedelt. Es wird der Erleuchtung zugeordnet und dreht sich von allen sieben Energiewirbel am schnellsten.

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Nadis und Prana

Jedes dieser Chakren ist ein Kreuzpunkt und damit ein Mittelpunkt. In der Lehre werden die Energiebahnen Nadis genannt, rund 72.000 Nadis (japanisch heißen sie beispielsweise Meridiane) sollen durch unseren Körper führen. Die Chakren sind quasi Verteilungsstationen der Nadis, damit die Energie – im Yoga Prana genannt – ungehindert fließen kann. Prana wird nach altindischer Philosophie von außen in den Körper gezogen.

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So wirkt Yoga auf die Chakren

Vor allem das Hatha Yoga und das Kundalini Yoga (auch „Energie-Yoga“ genannt) zielen darauf, die Chakren anzusprechen, sie zu stärken und zu öffnen. Es heißt: Nur wenn alle Chakren des Körpers geöffnet sind, befindet sich der Mensch in Einklang mit sich selbst. Dann ist er gesund, vital und meist auch ausgeglichen, zufrieden und glücklich.

Chakren können sich jedoch nicht nur verschließen, sondern auch aus dem Gleichgewicht geraten – sowohl durch innere, als auch durch äußere Einflüsse. Stress ist ein solcher Einfluss, Anspannung ein weiterer. Hier kann Yoga besonders gut abhelfen.

Das Chakra Yoga hat einen meditativen Charakter, in dem Energie, Bewusstsein und der physische Körper als Einheit betrachtet werden. Dadurch werden besonders gut Blockaden der Chakren aufgelöst, die sich meist in Verspannungen, Kopfschmerzen und anderen Krankheiten äußern.

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Einzelne Übungen

So hilft die Übung "Tiefe Hocke" bei der Aktivierung des Wurzel-Chakras, das Sakralchakra kann mit dem „Krokodil“ befreit werden, dem Nabel-Chakra hilft „Der Bogen“. Die „Fischhaltung“ aktiviert das Zentrum aller Chakren – das Herz-Chakra. Für das Kehlkopf-Chakra ist die „Löwenstellung“ gut, das Stirn-Chakra wird von der „Kindhaltung“ aktiviert und letztendlich zielt der „kleine Kopfstand“ auf das Scheitel-Chakra.

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Weitere Wirkungen und Ergänzungen von Chakra Yoga

Chakra Yoga stärkt auch das Immunsystem, lässt die Durchblutung steigern und aktiviert den Stoffwechsel. Es baut Ängste ab, verbessert die Stimmung und lindert Schlafbeschwerden. Mit den passenden Klängen und Farben, sowie Düften und Kräutern kann die Öffnung der einzelnen Chakren sogar noch unterstützt werden. Mantren und Musik werden ebenfalls gern kombiniert.

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Chakra Yoga Videos

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