Alte Yoga-Schriften

 

Patanjali Yoga Sutra

Mann in Meditation

Das Yoga Sutra ist der Ursprungstext des Yoga. Es wurde von Patanjali verfasst. In Sanskrit bedeutet Sutra „Faden“, Patanjali hat die damaligen Yogalehren in einem "Leitfaden des Yogas" zusammengefasst. Er hat sich die Lehren des Yoga Sutra also nicht ausgedacht, sondern war mehr als Lehrbuchschreiber tätig.

Das Yogasutra besteht aus 195 Sanskrit-Versen in vier Kapiteln. Wer darin in hohem Anteil Anweisungen zu den heutigen Asanas erwartet, wird sich wundern. Die ursprünglichen Yogalehren beschränken sich fast ausschließlich auf das Ziel eines stillen Geistes. 

Weiterlesen: Das Yogasutra von Patanjali

 

 

Hatha Yoga Schriften

Die folgenden vier Hatha-Yoga-Bücher sind natürlich nicht die einzigen Hatha-Yoga-Werke. Sie stellen aber den Kern der Bücher dar, auf die sich fast alle Hatha-Yoga-Lehrer beziehen. So entnimmt zum Beispiel Iyengar in "Licht auf Yoga" zahlreiche Passagen wortwörtlich aus der Hatha-Yoga-Pradipika.

1. Goraksa-Sataka

Das Goraksa-Sataka (Sanskrit: Goraksa-Hundertzeiler, auch Gorakshashataka Goraksa Shatakam) ist vermutlich die älteste erhaltene Abhandlung über Hatha-Yoga. Es diente mehreren späteren Werken, die Yoga behandeln, als Vorlage. Sein Autor war Goraksha, der zwischen dem 7. und dem 10. Jahrhundert nach Christi gelebt haben soll. In der Hatha-Yoga-Pradipika finden sich wortwörtliche Übernahmen aus der Goraksa-Sataka. ... weiterlesen

2. Hatha Yoga Pradipika

hatha yoga pradipika


Die Hatha-Yoga-Pradipika (Hathapradipika) wurde im 14. oder 15. Jahrhundert nach Christus von Svatmarama verfasst. Die Schrift enthält und nutzt einige Strophen aus der Goraksa-Sataka und soll auch auf der verloren gegangen Schrift "Hathayoga" von Goraksa gründen. Die "Leuchte" (Sanskrit-Übersetzung für Pradipika) des Yoga beschreibt in 643 Versen Ausführung und Wirkung von 15 Asanas, sechs Reinigungsübungen, mehreren Atemübungen (hier Kumbhaka) und vielen Mudras (zu denen hier auch die Meditation gezählt wird). ...

3. Gheranda-Samhita

Geschrieben von Gheranda, einem Visnuverehrer (laut Eliade) aus Bengalen. Enthält vieles wortgleich aus der Hatha-Yoga-Pradipika. Darin finden sich:

  • 32 Asanas
  • Pratyahara: 5 Strophen
  • Pranayama: 96 Strophen
  • Mudra: 100 Strophen

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4. Shiva Samhita

shiva hafen 564


Die vierte wichtige Yoga-Schrift, die sich auf die Pradipika und die Gheranda-Samhita bezieht. Die Shiva Samhita besteht aus 517 Strophen und geht tiefer auf die Yoga-Philosophie ein. Das Werk enthält 84 Asanas, geht aber nur auf vier Asanas genauer ein. Auch in der Shiva Samhita werden buddhistische Einflüsse erkennbar. ... mehr

 

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wald mystisch schnee sonne ui 564


Die Mandukya Upanishad ist die Kürzeste aller Upanischaden und umfasst lediglich zwölf Verse. Doch diese haben es in sich! Sollen Sie doch (gemäß Radhakrishnan) eine grundlegende Herangehensweise an die Erkenntnis der letzten Realität beinhalten.

Der Inhalt dreht sich hauptsächlich um das Mantra OM und die vier Zustände des Bewusstseins (Wachen, Träumen, Tiefschlaf und einen mystischen vierten Zustand der Erleuchtung – Turiya.

Der Text besteht nur aus 12 Versen. Ich habe eine eigene Übersetzung erstellt, die (hoffentlich) das Gemeinte korrekt wiedergibt, dabei aber verständlicher zu lesen ist.


Bewertung: 5 / 5

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bhagavad gita buch 564

Die Upanishaden sind eine Sammlung von Schriften, die im Hinduismus als Bestandteil des Veda (religiöse Texte) eingeordnet werden. "Upanisad" bedeutet im übertragenen Sinne "sich zu Füßen eines Lehrers setzen", die Upanischaden wollen uns also belehren. Viele Gedanken der Yoga Philosophie finden sich in diesen Lehrtexten, speziell in den sogenannten Yoga Upanischaden und im Mahabharata, dem größten Epos aus Indien. 

Im Artikel findet sich (auch) eine Sammlung von Volltexten bekannter Upanishaden.


Bewertung: 5 / 5

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Was bedeutet Achtsamkeit im Buddhismus? Antworten in der Satipatthana Sutta

Achtsamkeit ist einer der Grundpfeiler der spirituellen Entwicklung, auch oder vor allem auf dem buddhistischen Pfad zur Erleuchtung. Glied 7 des achtfachen Pfades lautet daher "rechte Achtsamkeit".

Nun ist "Achtsamkeit" ein weiter Begriff und wird in vielerlei Zusammenhängen gebraucht. Da stellt sich die Frage: Was hat Buddha konkret darunter verstanden? Wie hat ein Buddhist Achtsamkeit zu praktizieren?

Die Antwort gibt Buddha am deutlichsten in der Satipatthana Sutta, der Lehrrede der Achtsamkeit. Hier findest du eine Zusammenfassung mitsamt einer Kurzfassung der Achtsamkeitsanweisungen als Download zum Ausdrucken.


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Der Kommentar des Sankara zum Brahma Sutra, eines wichtigen Textes zum Vedanta aus der Zeit um Christi Geburt.


8 Matrikas in Stein
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Von links: Shiva, Brahmani, Maheshvari, Kaumari, Vaishnavi, Varahi, Indrani, Chamunda
8  Matrikas (Mütter) , diese sind im Hinduismus furchterregende Aspekte der  Götter und/oder deren  weibliche Gegenpole. 

  • Andere Schreibweisen: Malini vijayottara, Malinivijayottaratantra, Malini Vijayottara Tantra, Mālinīvijayottaratantra
  • Einordnung: Shiva Tantra Text
  • Entstehungszeit: 6. - 10. Jhd. n. Chr.

Das Malinivijayottara Tantra ist eine Tantra-Schrift aus der Zeit zwischen 500 und 900 nach Christus. Es handelt in 20 Kapitel u.a. von den Grundlagen des Yoga, von Tattvas (Energieebenen) und Mantren. Die Bewohner des Himmels und der Unterwelten werden beschrieben, Götter, Geister, Dämonen, Ghandarvas und Rudras.


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moenche drei kapuzen schild steinfigur

Im 17 Jahrhundert schrieb Abt Henri de Montfaucon de Villars (1635-1673) das Buch „Le Comte de Gabalis“. Hierin finden wir eine Anleitung für den „Pfad der Weisheit“, in dem verblüffend gleichlautend zu heutigen Anleitungen die Meditation und die Verlangsamung des Atmens beschrieben und beworben wird. Die folgende Übersetzung beschreibt, welches Üben der alte Abt zur Erlangung höherer Erkenntnis- und Bewusstseinszustände empfohlen hat.


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  • Andere Schreibweisen: Malini vijayottara, Malinivijayottaratantra, Malini Vijayottara Tantra, Mālinīvijayottaratantra
  • Einordnung: Shiva Tantra Text
  • Entstehungszeit: 400 v. Chr. – 400 n. Chr.

Das Mahabharata ist das berühmteste indische Epos. Vermutet wird, dass es in der Zeit zwischen 400 v. Chr. und 400 n. Chr. verfasst wurde, aber auf deutlich älteren Überlieferungen beruht. Das Mahabharata beinhaltet etwa 100.000 Doppelverse. Im folgenden Artikel sammeln wir yoga-relevante Textstellen.


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  •  Andere Namen: Mrgendra, Mrigendra Tantra Yoga Pada; Mṛgendratantra Yogapâda; Yogapâda des Mṛgendratantra
  • Shiva Tantra
  • 10. Jhd. nach Christus

Wald Schrift Natur Elephant
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Ein Zustand frei von Freude und Schmerz

  • Andere Namen: Vaisesikasutra; Vaisesika Sutra; Vaiśeṣika Sūtra
  • Hindu/ Vaisheshika-Schule
  • 4. Jhd. nach Christus

Vaiśeṣika Sūtra (Sanskrit: वैशेषिक वैशेषिक्सूत), auch Kanada Sutra genannt, ist ein alter Sanskrit-Text, der die Grundlage der Vaisheshika-Schule in der Hindu-Philosophie bildet. Das Sutra wurde vom Hindu-Weisen Kanada verfasst, der auch als Kashyapa bekannt wurde. Einigen Gelehrten zufolge blühte er diese Schule sogar vor dem Aufkommen des Buddhismus auf, weil die Vaiśeṣika Sūtra weder den Buddhismus noch buddhistische Lehren erwähnt. Die Einzelheiten von Kanadas Leben sind jedoch ungewiss.


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Die frühest bekannte Definition von Yoga findet sich in der Katha Upanishad in einem Gespräch zwischen dem Jungen Naciketas und Yama, dem Gott des Todes.


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  •  Andere Namen: Jnaneshvari, Jñāneśvarī, Jñāneśvarī, Jnaneshwari, Dnyaneshwari, Bhavartha Deepika (Licht auf die innere Bedeutung)
  • Hatha Yoga Text
  • 13. Jhd. nach Christus

Buch von Jñānadeva (bzw. Jnanadeva, Jnanadev, Jnandev, Jnanesvar, Jñanadeva oder Dnyāneshwar) verfasste Kommentar zur Bhagavad Gita.

Jnanadeva war ein Hindu-Heiliger der Nath-Tradition, der in Maharasthra zur Zeit des 13. Jahrhunderts lebte. Es regierte der Yadava König Ramadevarao. Dieser sorgte für eine stabile Reigerung – eine Ausnahme im damaligen turbulenten Indien. Auch die islamischen Invasionen begannen in jenem Teil von Indien erst um 1296. Die Bedingungen für die Yoga-Praxis waren gut.


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  • Andere Namen: Svetasvatara Upanishad; Śvetâúvatara Upaniṣad 
  • Vedische Schrift, Hindu-Text
  • 6. Jhd. nach Christus

Die Shvetashvatara Upanishad ist Teil des Krishna Yajurveda únd eine der älteren Haupt-Upanishaden. „Svetasvatara“ bedeutet „weißes Maultier“, ein verehrtes Tier im alten Indien. Sogar Arjunas wird im Mahabharata mal „Shvetashva“ genannt.

Die Shvetashvatara Upanishad behandelt die Philosophie und geistigen Grundlagen von Yoga und Advaita Vedanta. Sie enthält 113 Verse in 6 Kapiteln.


Sarada Tilaka Einleitung
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  • Andere Namen: Saradatilaka, Śāradātilaka, Sâradâtilaka
  • Shiva Tantra
  • 12. Jhd. nach Christus, andere meinen um 800 n. Chr.

Das Sarada-Tilaka (= Tilaka [Segenszeichen] von Sarada [Göttin Saraswati]) ist eine tantrische Schrift, die eine Ansammlung von Mantras enthält und die sich vornehmlich der Verehrung von Göttern und Göttinnen widmet. Darunter Tvarita, Durga, Bhairavi, Gayatri, Vishnu, und Shiva. Zudem gibt es in den 25 Kapiteln ayurvedische, mathematische, vedische und mathematische Texte.

Das Kapitel 25 widmet sich dezidiert dem Yoga. Hierzu haben wir Textauszüge gesammelt.


 
 
 

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