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  • Andere Schreibweisen: Malini vijayottara, Malinivijayottaratantra, Malini Vijayottara Tantra, Mālinīvijayottaratantra
  • Einordnung: Shiva Tantra Text
  • Entstehungszeit: 400 v. Chr. – 400 n. Chr.

Das Mahabharata ist das berühmteste indische Epos. Vermutet wird, dass es in der Zeit zwischen 400 v. Chr. und 400 n. Chr. verfasst wurde, aber auf deutlich älteren Überlieferungen beruht. Das Mahabharata beinhaltet etwa 100.000 Doppelverse. Im folgenden Artikel sammeln wir yoga-relevante Textstellen.

Zur Einordnung

Die 18 Bücher (Parvas ) des Mahabharata:

  1. Adiparva – Einführung, Geburt und frühe Jahre der Prinzen
  2. Sabhaparva – Leben im Königshof, das Würfelspiel, und das Exil der Pandavas.
  3. Aranyakaparva (auch Vanaparva, Aranyaparva) – Die 12 Jahre im Exil.
  4. Virataparva – Das letzte Jahr im Exil
  5. Udyogaparva – Vorbereitungen für den Krieg
  6. Bhishmaparva – Der erste Teil des großen Kriegs, mit Bhisma als Kommandant der Kauravas.
  7. Dronaparva – Der Krieg geht weiter, mit Drona als Kommandant.
  8. Karnaparva – Wieder der Krieg, mit Karna als Kommandant.
  9. Salyaparva – Der letzte Teil der Schlacht, mit Salya als Kommandant.
  10. Sauptikaparva – Ashvattama und die letzten Kauravas töten die Pandava Armee im Schlaf.
  11. Striparva – Gandhari und andere Frauen trauern um die Toten.
  12. Shantiparva – Die Krönung von Yudhishthira, und seine Instruktionen von Bhishma
  13. Anushasanaparva – Die letzten Instruktionen von Bhisma.
  14. Ashvamedhikaparva – Die königliche Zeremonie oder Ashvameda, ausgeführt von Yudhisthira.
  15. Ashramavasikaparva – Dhritarashtra, Gandhari, Kunti gehen in ein Ashram, und sterben später
  16. Mausalaparva – Der Kampf unter den Yadavas.
  17. Mahaprasthanikaparva – Der erste Teil des Pfads zum Tod der Pandavas
  18. Svargarohanaparva – Die Pandavas erreichen die spirituelle Welt.

Die Bhagavad Gita besteht aus 700 Strophen, die in18 Kapitel unterteilt sind. Es handelt sich um die Gesänge 25 bis 42 des 6. Buches im Mahabharata.

Textauszüge

12.232.23 Mit den Bräuchen verbunden soll der Weise zu drei Zeiten im Yoga fortschreiten: in der Morgendämmerung, zur Mittagszeit und in der Abenddämmerung. Er sollte die Praxis an der Spitze eines Berges vollziehen, in einem Heiligtum oder am Fuße eines Baumes.

12.232.24 Alle seine Sinne zurückhaltend, soll der Yogi auf nichts anderes in seinem Geist an den Yoga denken und fokussiert bleiben. Wie ein Händler auf dem Markt, der nur an seine Ware denkt. Nichts darf seinen Geist stören.

12.232.25 Er soll beharrlich jegliche Methode nutzen, die seinen launischen Geist zurückhält und nicht davon abweichen.

12.232.26 Konzentriert übend soll er leere Höhlen in Bergen finden oder Tempel oder leere Häuser, um darin zu leben.

...

12.210.17 Körperliche Enthaltsamkeit (Tapas) ist Zölibat (Ehelosigkeit) und Gewaltfreiheit. Mentale Enthaltsamkeit ist Beschränkung des Sprechens und der Geistesaktivitäten sowie Gleichmut.

12.232.4 Der Mensch sollte die fünf Probleme überwinden, die dem Yoga entgegenstehen, wie von den Weisen gelehrt: Lust, Zorn (Ärger), Gier, Furcht und Schlaf.

12.232.5 Zorn wird durch Ruhe überwunden, die Lust durch das Aufgeben von Wünschen; der entschlossene Yogi überwindet den Schlaf durch die Kultivierung der Energie-Prinzipien (sattva) [Sattva verkörpert in der Samkhya-Lehre Reinheit und Ausgeglichenheit, leicht, erhellend].

12.232.6 Er soll seinen Penis und seinen Magen mit Willenskraft bewachen, seine Hände und Füße mit seinen Augen, seine Augen und sein Hören mit seinem Geist und seinen Geist und sein Sprechen mit seinen Handlungen.

12.232.7 Er soll seine Furcht mit den Mitteln der Wachsamkeit abschütteln und seine Gier durch die Kultivierung von Weisheit.

...

12.232.10 Meditation, Studium, Wohltätigkeit, Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Geduld, Reinheit, eine reine Ernährung und Zurückhalten der Sinne:

12.232.11 Mit diesen Mitteln steigt die Vitalität des Yogis und tilgt er seine Sünden. Er erreicht alle seine Ziele und entwickelt Einsicht ...

...

12.262.37 Freundlichkeit, Nachsicht, Gelassenheit, Gewaltfreiheit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Vermeiden von Bosheit, Fehlen von Stolz, Bescheidenheit, Ruhe und Frieden.

12.262.38 Mit diesen Mitteln wird der Brahmane auf seinem Weg den höchsten Ort erreichen ...

... wird fortgesetzt.

 Siehe auch:

Eine kleine Geschichte der Upanishaden und des Mahabharata

bhagavad gita buch 564

Die Upanishaden sind eine Sammlung von Schriften, die im Hinduismus als Bestandteil des Veda (religiöse Texte) eingeordnet werden. "Upanisad" bedeutet im übertragenen Sinne "sich zu Füßen eines Lehrers setzen", die Upanischaden wollen uns also belehren. Viele Gedanken der Yoga Philosophie finden sich in diesen Lehrtexten, speziell in den sogenannten Yoga Upanischaden und im Mahabharata, dem größten Epos aus Indien. 

Im Artikel findet sich (auch) eine Sammlung von Volltexten bekannter Upanishaden.

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