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  •  Andere Namen: Mrgendra, Mrigendra Tantra Yoga Pada; Mṛgendratantra Yogapâda; Yogapâda des Mṛgendratantra
  • Shiva Tantra
  • 10. Jhd. nach Christus

Punkt 1

Deutsche Übersetzung vom Mrigendra Tantra

Textauszüge

Vers 2a:

Ein Yogi sein bedeutet, Selbst-Beherrschung erreicht zu haben.

Kommentar gemäß „Roots of Yoga“: Der Begriff "Yogi" bedeutet also, jemand zu sein, der notwendigerweise mit (yuj) der Manifestation seiner Natur verbunden ist. Anders ausgedrückt: Ein Yogi ist jemand, der den Shiva-Zustand erlebt. Dieser wird als Begleiterscheinung der Selbstbeherrschung gesehen. 

Vers 2b:

Dies ist nur möglich für jemanden, der seine Fähigkeiten [seine Sinne, seinen Geist ...] erobert hat.

Kommentar gemäß „Roots of Yoga“:  Einer, der es versäumt hat, alle seine Fähigkeiten unter Kontrolle zu bringen, ist nicht in der Lage, andere [weit weniger schwierige] Aufgaben zu erfüllen. Wie kann er dann ein Yogi werden? Dies erinnert an die Lehre von Manu (im Hinduismus der Stammvater der Menschen):

"Wenn ein Wagenlenker seine Pferde steuert, sollte ein weiser Mann danach streben, seine Fähigkeiten zu kontrollieren, während seine Sinne inmitten der verführerischen Sinnesobjekte herumstreifen."

Sanaka (einer der vier Kumaras - ursprüngliche Heilige - oder auch die geistgeborenen Söhne von Brahma) ergänzt:

"Wenn ein Mensch seine Sinne, seine Objekte, die subtilen Elemente und seinen Geist kontrolliert hat, wird er frei von jeglichem Verlangen und verschmilzt mit seiner endgültigen Identität."

Fazit: Wer seine Fähigkeiten kontrolliert, wird bald seine wahre Natur realisieren.

Das Yoga von sieben Hilfskräften: 

Wie wird eine Person zu "jemand, der seine Fähigkeiten erobert hat"? [Shiva] antwortet:

Vers 2 c,d

Man gelingt es, die eigenen Fähigkeiten allmählich zu erobern, indem man wiederholt die Atemzug-Verlängerung und die anderen [Yoga-Hilfsmittel] praktiziert.

Anmerkung: Das Wort śanaiḥ kommt im Sanskrit zweimal vor. Das Erste bedeutet "allmählich", das zweite „wiederholt“.

Kommentar gemäß „Roots of Yoga“: Man erreicht allmählich die Eroberung der eigenen Fähigkeiten, indem man die sieben Hilfsmittel des Yoga wiederholt praktiziert, beginnend mit der Atemausdehnung. Jeder von diesen wird unten definiert.

Atemzug-Verlängerung und die anderen Übungen sollten "wiederholt" durchgeführt werden, während einer "schrittweise" die Anzahl der Maßnahmen [d. h. wahrscheinlich ihre Dauer] erhöht. Vermutlich wird das hier extra erwähnt, um das Auftreten verschiedener Unpässlichkeiten durch zu großen Ehrgeiz (zu schnell viele Wiederholungen, gleich mit zu vielen Übungen beginnen) zu vermeiden. Zu den Unpässlichkeiten gehören Bauchschwellungen (durch das Windelement), Verstopfung und sogar Wahnsinn oder Verlust des Bewusstseins. 

Nun zu den Hilfskräften:

Vers 3:

Atemverlängerung (prâṇâyâma), Rückzug, Fixierung (Konzentration), Meditation, Unterscheidung (vîkṣaṇa [= tarka]), Wiederholung von Mantras und Samâdhi. Dies sind die Hilfsmittel oder Hilfskräfte. Yoga selbst ist das achte, also das, dem die sieben vorigen dienen.

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Punkt 2

Quellen

Punkt 3

Weitere Shiva-Tantra-Schriften auf Yoga-Welten

Bücher zum Tantrismus

Punkt 4

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