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Die frühest bekannte Definition von Yoga findet sich in der Katha Upanishad in einem Gespräch zwischen dem Jungen Naciketas und Yama, dem Gott des Todes.

Darin wird der Körper als Streitwagen symbolisiert, das Leben ist das Reiten eines Streitwagens. Das Selbst – Atman – ist ein Mitfahrer im Wagen, der Intellekt – Buddhi – ist der Wagenlenker, der Geist – Manas, Denken und Fühlen – sind die Zügel, die Sinne sind die Pferde und die sinnlichen Objekte – Visayas – sind die Pfade, die von den Sinnen genommen werden.

Wenn die Sinne nicht unter Kontrolle gebracht werden, wird man wiedergeboren. Wenn die Pferde/Sinne aber über den Geist gezügelt und kontrolliert werden, entkommt man dem Rad der Wiedergeburten.

Letzter erreicht den höchsten Zustand, Purusha genannt.

Im sechsten Kapitel wird der Zustand, in dem die Sinne still gehalten werden und jemand nicht mehr abgelenkt oder verwirrt ist, Yoga genannt.

Siehe auch viele hundert Jahre später Patanjali in der 2. Sutra:

Yoga Sutra I-2: Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen im Geist

wellenringe


Yogash citta–vritti–nirodhah 
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः

 

Wenn ich festlegen müsste, welche Sutra die Bedeutsamste ist, dann würde ich diese wählen. Hier wird der Yogaweg in einem Satz zusammengefasst. Alle weiteren Sutras erläutern den Weg.

Auslegung und Deutung dieser Sutra erfolgt unterschiedlich. Lies hier, welche Prioritäten du gemäß der Sutras-Deuter bei deiner täglichen Praxis setzen solltest.

 

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