Humor: Der nette Anwalt – es gibt noch gute Menschen
Eines schönen Nachmittages fuhr ein vermögender Anwalt durch die Straßen einer finanziell schwachen Gegend. Auf dem Grünstreifen kauerten zwei Männer und aßen das Gras.
Sofort befahl der Anwalt seinem Fahrer, den Wagen zu stoppen. Er trat zu den beiden Männern und fragte: "Warum esst ihr das Gras?"
Der erste Mann antwortete: "Wir sind zu arm, uns etwas zu essen zu kaufen, edler Herr. Darum essen wir Gras."
"Wenn das so ist, lade ich euch zu mir ein. Ich werde euch zu essen geben."
Einer der Männer druckst herum und verweist auf einen Baum, unter dem eine Frau und zwei Kinder hocken. "Dort ist meine Familie."
"Bring sie auch mit", entgegnet der Anwalt kurzentschlossen.
Der andere Mann sagt daraufhin: "Ich habe auch eine Frau und sogar sechs Kinder. Sie warten im Schatten hinter dem Baum."
"Können alle mitkommen", sagt der Anwalt mit einladender Geste.
Es gelingt ihnen, sich alle in die riesige Limousine zu quetschen. Unterwegs fragt einer der Männer den Anwalt: "Ihr seid ausnehmend freundlich, mein Herr. Vielen Dank für die Einladung."
Der Anwalt winkt ab. "Das mache ich gerne. Bei mir steht das Gras 40 Zentimeter hoch."

Yogische Perspektiven auf den Witz
Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte wie eine klassische Pointe über Scheinheiligkeit: Großzügigkeit, die sich am Ende als ziemlich eigennützig entpuppt. Man schmunzelt – und bleibt doch ein wenig hängen. Genau hier wird es aus Sicht der Yogaphilosophie interessant.
Karma-Yoga: Handeln ohne Hintergedanken?
Im Yoga – genauer im Karma-Yoga – geht es darum, selbstlos zu handeln, ohne an den eigenen Vorteil zu denken. Der Anwalt scheint zunächst wie ein Paradebeispiel für Mitgefühl zu wirken… bis die Pointe alles kippt.
👉 Die feine Frage dahinter:
- Handle ich wirklich aus Mitgefühl – oder steckt doch ein Eigeninteresse dahinter?
- Ist meine „Großzügigkeit“ vielleicht nur gut getarnter Eigennutz?
Der Witz hält uns da charmant den Spiegel vor – und zwar ohne erhobenen Zeigefinger.
Handeln ohne Anhaftung: Karma Yoga erklärt Dieser Artikel zeigt dir, wie Karma Yoga – der Yoga der Tat – in einer fordernden Gegenwart trägt: mit klaren Prinzipien, geerdeten Übungen und ehrlicher Selbstprüfung. Ein jahrtausendealter spiritueller Pfad, den eigenen Alltag yogisch zu durchweben. Statt Erfolgsfixierung lernst du, im Tun selbst Halt zu finden: aufmerksam arbeiten, dienen ohne Pose, Ergebnisse loslassen und dabei innerlich frei werden. Theorie und Praxis greifen zusammen – ohne Hochglanz, mit Kanten, damit du den Weg im ganz normalen Alltag gehen kannst. Hier weiterlesen: Handeln ohne Anhaftung: Karma Yoga erklärt Jukiwi fragt: Liebe Forum-Mitglieder, in meiner Yogapraxis hat sich die Frage nach der Bedeutung und dem Wirken von Karma aufgetan. Ich habe darüber in meiner Ausbildung nicht viel verstanden (die philosophische Theorie schon, aber das Erkennen/Erfahren fehlt mir ganz) und würde euch gerne nach eurem Wissen, euren Ideen fragen. Es geht mir darum, mehr darüber zu verstehen, speziell in der Rolle als Yogalehrerin. LG, Jukiwi Die Antworten lauten wie folgt:Beitrag: Handeln ohne Anhaftung: Karma Yoga erklärt
Handeln ohne Anhaftung: Karma Yoga erklärt – Philosophie, Ethik, Beispiele
Beitrag: Yoga und Karma
Yoga und Karma
Ahimsa und Mitgefühl – mehr als gute Absichten
Ein zentrales Prinzip im Yoga ist Ahimsa (Nicht-Verletzen). Das bedeutet nicht nur, niemandem aktiv zu schaden, sondern auch:
- echtes Mitgefühl zu entwickeln
- andere nicht als Mittel zum Zweck zu benutzen
- Hilfe anzubieten, die wirklich hilft
Der Anwalt verletzt zwar niemanden direkt – aber seine „Hilfe“ ist letztlich keine echte Hilfe. Und genau darin liegt der subtile Humor.
Yoga Sutra II-30: Die förderlichen Selbstbeschränkungen (Yamas) sind Nichtverletzen (Ahimsa), Wahrhaftigkeit (Satya), Nichtstehlen (Asteya), Enthaltsamkeit (Brahmacharya) und Begierdelosigkeit (Aparigraha)
Yoga Sutra II-35: Wenn das Nichtverletzen [anderer Lebewesen im Wesen eines Menschen] (Ahimsa) fest verwurzelt ist, verschwindet jede Feindseligkeit in seiner Umgebung
Maya – die Illusion der guten Tat
In der Yogaphilosophie spricht man von Maya, der Täuschung oder Illusion. Dinge sind oft nicht das, was sie zu sein scheinen.
Der Anwalt:
- erscheint großzügig
- handelt aber aus einem ganz praktischen Eigeninteresse
💡 Die Lehre: Nicht alles, was glänzt, ist Mitgefühl.
Yoga-Geschichte: Narada, Krishna und das unergründliche Maya Yoga-Geschichte Aidan Lavette, der unsterbliche Geist, hatte einst Quartier in einem Yoga-Aschram im südlichen Indien bezogen. Er liebte es, im abendlichen Satsang zwischen den Schülern umherzuschweben und dabei den Erzählungen des Aschram-Meisters Ramahamani zu lauschen. Eines Abends erzählte Ramahamani eine Geschichte über Narada, Krishna und das unergründliche Maya aus dem Brahma Vaivarta Purana. Aidan erinnert sich daran wie folgt: Hier weiterlesen: Yoga-Geschichte: Narada, Krishna und das unergründliche MayaBeitrag: Yoga-Geschichte: Narada, Krishna und das unergründliche Maya
Narada, Krishna und das unergründliche Maya
Humor als Erkenntnisweg 😄
Yoga ist nicht nur ernste Praxis, stille Meditation und philosophische Tiefe – Humor hat darin absolut seinen Platz. Solche Geschichten:
- lockern die Schwere auf
- machen Einsichten zugänglich
- bringen uns zum Lachen und zum Nachdenken
Ein guter Yogawitz wirkt wie ein kleiner „Aha-Moment im Vorbeigehen“.

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Humor: Gott und das Hochwasser
Einst wohnte ein sehr frommer Mann am Ufer eines Flusses. Als ein Hochwasser kam, sendete die Stadt einen Jeep, der ihn und andere aus dem gefährdeten Gebiet abholen sollte. Doch der Fromme sprach: "Ich brauche keine Rettung. Gott wird mich erretten" und blieb.
Einige Stunden später war das Wasser bis in den ersten Stock gestiegen. Der Fromme bettete um seine Rettung. Da kam ein Schlauchboot ans Fenster gefahren. Die Rettungskräfte forderten ihn erneut auf, einzusteigen und sich retten zu lassen. "Nicht nötig", rief ihnen der Fromme zu, "Gott wird mich erretten. Ich bleibe." Das Schlauchboot fuhr davon und suchte nach weiteren Eingeschlossenen.
Hier weiterlesen: Gott und das Hochwasser
Humor: Die Wurzel loslassen
In den Berg herrschte Nebel. Ein Atheist übersah den Abgrund und fiel von einer Klippe. Im Fallen packte er die Wurzeln eines kleinen Baumes, der trotz aller Widrigkeiten im Hang wuchs. Daran hing er nun, über sich den Himmel, unter sich den todbringenden Abgrund.
Er merkte schnell, dass er sich nicht lange festhalten kann. Da kam ihm Gott in den Sinn: "Herr?", schrie er nach oben. Keine Antwort.
"Gott", brüllte er noch einmal, "so es dich gibt: errette mich! Ich verspreche dir, dass ich dann an dich glauben und auch anderen den Glauben nahebringen werde."
Schweigen.
Hier weiterlesen: Die Wurzel loslassen
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