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Basti in der Hatha Yoga Pradipika

Zunächst die Verse aus der Hatha Yoga Pradipika zu Basti:

2-26 Der Yogi hock bis zum Nabel im Wasser und führt ein Röhrchen [z.B. Bambusrohr] in den After ein. Dabei kontrahiert der Yogi den Beckenboden.

2-27 Drüsen-, Milz-, Bauch-Erkrankungen und selbst alle Erkrankungen, die durch ein Ungleichgewicht von Wind (Vata),Galle (Pitta) und Schleim (Kapha) hervorgerufen wurden,| werden zweifelsohne durch Basti kuriert.

2-28 Es bringt Reinigung des physischen Körpers, der Wahrnehmungskraft und der inneren Organe. Der Yogi erhält Schönheit und eine Stärkung des Verdauungsfeuers. Ein Übermaß von allen Doshas wird durch Basti abgebaut.

Ausführungen zur Ausübung von  Basti im Video:

Sukadev empfiehlt, heutzutage ein Klistier oder ein anderes Einlaufgerät zu nutzen:

Produkte für einen Einlauf

Ein regelmäßiger Einlauf gehört zu vielen Heil-Traditionen (hinter dem Link finden sich auch Anwendungstipps). Neben einem mehrfach verwendbarem Einlaufgerät empfiehlt sich noch Vaseline zum schonenden einführen des Aufsatzes.

 

Verse aus der Gheranda Samhita zu Basti:

Gheranda Samhita, Kapitel I, Vers 45: Bhasti ist von zweierlei Art: Jala Basti (jalabasti, jalahasti = wässrige basti; wird im Wasser praktiziert) und Shushka Basti (suskabasti, sukahasti = trockene basti; wird auf Land praktiziert).

Zunächst Jala Basti:

I-46: Jala Basti: Man stehe aufrecht im nabeltiefen Wasser in der Utkatasana-Haltung. Dann kontrahiere und löse man den Enddarm im Wechsel.

Gheranda Samhita, Kapitel II, Vers 17:

II-17: Utkasana (Utkatäsana – die hohe Stellung): Die beiden großen Zehen stützen den Yogi auf der Erde. Die Knöchel sind angehoben, der Anus wird auf die Knöchel gelegt. Diese Haltung muss man als Utkatasana erkennen.

Video zu Utkatasana:

I-47: Dies beseitigt Harnkrankheit, Verstopfung und "rauen Wind". Es fördert einen Körper, der dem eigenen Willen folgt und der gleich einem Liebesgott aussieht.

Anmerkung: Es dürfte heutzutage schwierig sein, einen Ort für Jala Basti in der Utkatasana-Haltung zu finden. In der Pradipika, siehe oben, hockt der Yogi bis zum Nabel im Wasser.

 

Dann Shuska Basti:

I-48: Shushka Basti: Mit hochgestrecktem Gesäß (Anhebung des unteren Rückens, Oberkörper gebeugt) bewege man langsam die Gedärme (den Unterleib) nach unten und ziehe im Wechsel mit Ashvini Mudra (Roß-Verschluß) den After/Anus zusammen und entspanne ihn wieder.

I-49: Diese Übung befreit von Darmleiden. Die Verdauungskraft wird gefördert (= das Bauchfeuer wird entfacht) und Flatulenz beseitigt.

Man liest als Empfehlung, Shushka Basti in Pavanamuktasana zu praktizieren:

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