Nada Yoga – der Yoga des Ur-Klangs | Ursprung und Anleitung

Nada Yoga bezeichnet eine Yogapraxis, die auf der Arbeit mit Klang und innerem Hören beruht. Die zugrunde liegenden Konzepte von Nada (Klang) und Anahata-Nada sind in klassischen indischen Texten seit über tausend Jahren belegt, auch wenn Nada Yoga als eigenständige Yogaschule erst in späteren Traditionen systematisiert wurde.

Nada Yoga hat seinen Ursprung in der schöpferischen und heilenden Kraft des Klangs. Es beruht auf der Vorstellung, dass die gesamte Schöpfung aus Schwingungen besteht und darüber verbunden ist.

In dieser Tradition gilt Klang nicht nur als Geräusch, sondern als Weg zur Wahrnehmung des eigenen Bewusstseins, zur Sammlung des Geistes und zur inneren Ruhe. Der folgende Text erklärt, wie Nada Yoga aufgebaut ist, was es unterscheidet und wie du es praktisch erleben kannst – ohne dich in esoterischen Verheißungen zu verlieren, aber mit Respekt für eine Praxis, die seit langem Menschen Orientierung in ihrer inneren Welt gibt.

Frau beim Meditieren im Sonnenuntergang. Text: Nada Yoga – Yoga des Ur-Klangs

Inhalt: Nada Yoga – Ursprung und Anleitung

Kurz zusammengefasst

  • Nada Yoga Definition
    Nada Yoga ist eine meditative Form des Yoga, die die Wahrnehmung von Klang – äußerlich wie innerlich – in den Mittelpunkt stellt, um Geist und Bewusstsein zu schulen und zu vertiefen.
  • Klangverständnis im Yoga
    Im (Nada-)Yoga wird verstanden, dass alles aus Schwingung besteht und Klang als Träger dieser Schwingungen einen Weg zur inneren Sammlung und Bewusstseinserweiterung darstellt.
  • Anahata/Anahada
    Unterscheidung zwischen dem äußeren, hörbaren Klang (ahata) und dem inneren, subtilen Klang (anahata/anahada) ist zentral; letzterer gilt als Schlüssel zur tiefen Meditation.
  • Praxis und Techniken
    Die Praxis umfasst Hören, Mantras, Meditation, evtl. Musizieren und die bewusste Hinwendung zur inneren Klangwahrnehmung, oft begleitet von Ruhe- und Atemtechniken.
  • Philosophie und Ursprung
    In klassischen indischen Quellen wie der Nadabindu Upanishad wird Klang als ein Weg beschrieben, um den Geist zu beruhigen und höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen.
  • Eignung und Wirkung
    Nada Yoga kann die Achtsamkeit stärken, Stress mindern und inneren Fokus fördern, ist aber keine klinische Behandlung und sollte bei besonderen gesundheitlichen Bedingungen achtsam geübt werden.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Kurzdefinition und Einordnung

Nada Yoga ist eine meditative Yogapraxis, die mit Klang, Hören und innerer Wahrnehmung arbeitet. Im Zentrum steht nicht Bewegung, sondern das bewusste Lauschen – auf äußere Klänge, auf den Atem, auf Mantras und schließlich auf subtile innere Klangphänomene, die in den klassischen Texten als Nada bezeichnet werden.

Nada Yoga ist kein Musikunterricht und keine Therapieform im westlichen Sinne. Klang wird hier nicht genutzt, um etwas „zu machen“, sondern um etwas wahrzunehmen. Ziel ist eine zunehmende Sammlung des Geistes, die über das Hören in die Stille führt.

Ziel des Nada Yoga

In der yogischen und vedantischen Kosmologie wird die Entstehung der Welt symbolisch als Manifestation aus Schwingung beschrieben. Nada Yoga fußt auf der Annahme, dass die Entstehung des Universums mit einer Schwingung bzw. einem Ton begann, dem Ur-Mantra OM. (Manche interpretieren dies so, dass der Urklang OM dabei nicht für einen physikalischen Ton steht, sondern für das Prinzip der ersten Manifestation aus dem Unmanifesten.)

Vor der Manifestation wird in manchen Traditionen ein Zustand vollkommener Stille beschrieben. 

Darin, in dieser leeren Stille, fand sich der göttliche Urton als Asabda (auch: Nicht-Ton, potentieller Ton). Dieser manifestierte sich bei Schöpfungsbeginn als erste Schwingung, aus der sich alle weiteren Schwingungen und damit das gesamte Universum entfalteten. Noch heute durchdringt gemäß dieser Lehre dieser Ton die Schöpfung und hält sie am Leben.

Dieser sich selbst manifestierende Urton wird als Anahat-Nad bezeichnet, der nicht angeschlagene oder nicht geschaffene Ton.

Anahata-Nada bezeichnet den nicht erzeugten, innerlich wahrgenommenen Klang, der nicht über die äußeren Sinne entsteht, sondern als subtile Erfahrung im meditativen Bewusstsein beschrieben wird.

Wenn es in der Meditation gelingt, den Anahat-Nad zu hören und "zu seinem Zentrum zurückzuverfolgen", ist das Ziel des Nada-Yoga erreicht.

Anahata bedeutet auch "nicht angeschlagen". Es ist das Chakra in der Herzgegend. In ihm soll der transzendente Klang, Nada, der nicht angeschlagene Ton, gehört werden können.

Hinweis: In einigen Traditionen wird Anahata-Nada mit dem Herzbereich in Verbindung gebracht, während andere Texte den Ursprung der Wahrnehmung im rechten Ohr oder entlang der Sushumna beschreiben. Die Lokalisierung ist daher ggf. symbolisch und traditionsabhängig zu verstehen.

Wortherkunft Nada

Der Begriff Nada kommt aus dem Sanskrit und leitet sich ab von der Wortwurzel nad, die „Klang“ oder „Strömen“ bedeutet. Er ist verwandt mit dem Begriff Nadi, welcher mit „Fluss“ oder „Rohr“ übersetzt wird. Nadis haben im Yoga eine zentrale Bedeutung. Sie sind die feinstofflichen Energiekanäle im menschlichen Körper, durch welche Lebensenergie und Bewusstsein in Form von Prana strömen.

Die Nada Yoga Praxis

Die Rezitation von Mantras, Pranayama und Meditationstechniken mit Klang, Kirtan-Gesang, Musizieren und das Lauschen auf Musik, innere Töne und Naturgeräusche stehen im Zentrum der Nada Yoga Praxis.

Nada-bezogene Praktiken gehören zu den frühen meditativen Methoden der indischen Traditionen. Sie zählen zu den älteren Wegen des Yoga, lassen sich jedoch nicht eindeutig als die älteste Yogatradition belegen. Manche sagen, Nada Yoga sei einer der direktesten Wege zur Erfahrung von Einheit und Glückseligkeit.

Nada Yoga will über einen authentischen Ausdruck mit Stimme und Musikinstrumenten sowie durch kontemplatives Hören und Lauschen zu einer Zentrierung des Geistes und zu innerer Erfüllung führen. Der Weg geht über das Erleben der klingenden Welt durch Hinwendung nach innen zur Wahrnehmung mystischer Klänge und letztlich zur Erfahrung von innerer Stille in der Meditation.

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In gewissem Sinne kann bereits das achtsame Lauschen auf Klänge im eigenen Körper (Herzschlag, Ohrgeräusche, Pulsieren des Blutes), in den eigenen Ohren, in der Natur oder in der Musik als Nada Yoga angesehen werden. Bewusstes Hören mit Hingabe an den Klang! In diesem Sinne gehört Mantra Yoga zum Nada Yoga, ist Nada Yoga Bestandteil vieler Yoga-Arten. Beispielsweise werden im Kundalini Yoga Mantras zur Reinigung der Chakren genutzt.

Die Nada Yoga Praxis kann dabei sehr simpel erscheinen, sie besteht möglicherweise lediglich in der Rezitation einer einzigen Silbe. Der bekannteste Klang der östlichen Traditionen, im Yoga und speziell im Nada Yoga, ist die heilige Silbe OM auch Pranava, der kosmische Urklang, genannt. OM hat in Theorie und Praxis des Nada Yoga einen zentralen Stellenwert.

Aber: Achtsames Lauschen auf innere oder äußere Klänge kann vermutlich eher als vorbereitende oder vereinfachte Form nada-bezogener Praxis verstanden werden. Klassischer Nada Yoga geht jedoch darüber hinaus und zielt auf die meditative Wahrnehmung subtiler innerer Klänge.

Konkreter Praxis-Einstieg

Ein einfacher Einstieg in die Nada-Yoga-Praxis besteht darin, sich aufrecht hinzusetzen, die Augen zu schließen und den Atem ruhig fließen zu lassen. Zunächst wird auf äußere Geräusche gehört – ohne Bewertung, ohne Auswahl.

Mit der Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf feinere Klangphänomene: das Rauschen im Ohr, ein inneres Summen, rhythmische Impulse. Entscheidend ist nicht, was gehört wird, sondern wie gehört wird: offen, wach und ohne Erwartung.

Diese Form des Hörens ist keine Technik im engeren Sinne, sondern eine Haltung. Sie lässt sich nicht erzwingen – sie entsteht.

Abgrenzung zu verwandten Praktiken

Nada Yoga wird heute häufig mit Klangtherapie, Sound Healing oder meditativer Musik gleichgesetzt. Diese Formen können Berührungspunkte haben, verfolgen jedoch andere Ziele.

Während Klangtherapie mit gezielt eingesetzten Frequenzen arbeitet, um Entspannung oder Regulation zu fördern, versteht Nada Yoga Klang primär als Tor zur Wahrnehmung. Entscheidend ist nicht der Klang selbst, sondern die innere Resonanz, die er auslöst.

Auch Mantra Yoga ist dem Nada Yoga verwandt, bleibt jedoch meist auf die aktive Rezitation konzentriert. Nada Yoga verschiebt den Schwerpunkt zunehmend vom Erzeugen des Klangs hin zum Hören – bis hin zum Lauschen auf innere, nicht willentlich erzeugte Klänge.

Für wen Nada Yoga geeignet ist – und für wen nicht

Nada Yoga eignet sich besonders für Menschen, die einen meditativen Zugang zum Yoga suchen und weniger an körperlicher Praxis interessiert sind. Er spricht jene an, die still werden möchten, ohne sich zur Stille zu zwingen.

Weniger geeignet ist Nada Yoga für Menschen, die schnelle Effekte erwarten oder Meditation grundsätzlich meiden. Auch Personen mit ausgeprägter Geräuschempfindlichkeit oder bestimmten psychischen Vorerfahrungen sollten Nada-bezogene Praktiken behutsam und idealerweise angeleitet erkunden. Nada Yoga ist kein Ersatz für Therapie, sondern ein Weg der Selbstbeobachtung.

Missverständnisse über Nada Yoga

Häufige Missverständnisse über Nada Yoga betreffen die Erwartung außergewöhnlicher Klangphänomene. Klassische Texte beschreiben innere Klänge, doch sie machen zugleich deutlich, dass diese nicht Ziel an sich sind.

Nada Yoga ist kein Wettlauf um Erfahrungen. Innere Stille gilt in vielen Traditionen als ebenso bedeutsam wie Klang. Manchmal verschwindet der Ton – und genau darin liegt die Praxis.

Nada Yoga in alten Schriften

Die Bedeutung von Nada im Yoga ist durch die klassischen Yogatexte überliefert. Zum Beispiel im Yogasutra von Patanjali:

Yoga Sutra I-27: Ishvara zeigt sich in dem Wort OM (Pranavah)

om 250

 Tasya vâchakah pranavah
तस्य वाचकः प्रणवः

 

Hier beschreibt Patanjali einen weiteren Weg, Gott (Ishvara) in uns zu erfahren. Doch unkonzentriertes Murmeln von OM reicht nicht aus:

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Yoga Sutra I-28: OM ist im Bewusstsein seines Sinnes mit Hingabe zu wiederholen

om 250

 Tajjapas tad–artha–bhâvanam
तज्जपः तदर्थभावनम्

 

Die Übung besteht also im Wiederholen von OM, hingebungsvoll und verbunden mit einer Vorstellung von dessen Bedeutung. Hiermit erläutert Patanjali einen weiteren Weg zur Befreiung. Begibt man sich auf diesen Pfad, sollte man wissen, wie er sich dieses Wiederholen vorstellte.

Hier weiterlesen: Yoga Sutra I-28: OM ist im Bewusstsein seines Sinnes mit Hingabe zu wiederholen


Yoga Sutra I-29: Durch diese Praxis erlangt man das wahre innere Selbst und alle Hindernisse verschwinden

om 250tataḥ pratyak-cetana-adhigamo-py-antarāya-abhavaś-caततः प्रत्यक्चेतनाधिगमोऽप्यन्तरायाभावश्च

Man kann sagen, dass Patanjali der bewussten OM-Rezitation wahre Wunderwirkungen attestiert. Hindernisse werden überwunden, Probleme gelöst. Die Kommentatoren erläutern dies ausführlicher:

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In der Nada Bindu Upanishad

„Die karmischen Neigungen von Geist und Prana werden durch ununterbrochene Konzentration auf Nada zerstört.“

In der Nada Bindu Upanishad wird dem Yogi geraten, auf den Klang in seinem rechten Ohr zu lauschen. Es gilt, sich auf immer feinere und subtilere Klänge zu konzentrieren. Diese führen zu höheren Bewusstseinsebenen. Anders ausgedrückt: Der Yogi ...

"... besteige den Wagen des Klanges OM un lasse Vishnu Wagenlenker sein."

In der Hamsa Upanishad

Die Welten des inneren Klanges lassen sich dieser Schrift zufolge in zehn Kategorien unterteilen. Der Yogi bemühe sich um die zehnte und subtilste Kategorie dieses inneren Klanges, die einer Gewitterwolke gleicht. Dies führe zur "... Identifizierung mit dem Selbst, zum Erkennen von Sada-Shiva, des ewigen Shiva, des strahlenden, friedvollen Urgrund des Seins." (Feuerstein, Die Yoga Tradition, S. 498).

In der Yoga-Shikha-Upanishad

... heißt es, dass der subtile innere Ton, Nada, das höchste Mantra sei.

In der Goraksha Paddhati

Nachdem in Vers 1.100 die Reinigung der Nadis (Kanäle) erläutert wird, heißt es in Vers 1.101:

"Die Reinigung der Kanäle hat gute Gesundheit, die Manifestation des [subtilen inneren] Tons (Nada) ... zur Folge."

In der Hatha Yoga Pradipika, im 4. Kapitel:

Im 4. Kapitel beschreibt Swatmarama (Autor der Hatha Yoga Pradipika) Klänge die im Laufe der spirituellen Entwicklung zur Verwirklichung von Samadhi auftreten (können).

Anahata Nada

4-65: ... nun wird erklärt, wie sich Ungebildete, welche der Erkenntnis der höchsten Wahrheit nicht fähig sind, die Konzentration auf Nada (den inneren Klang) üben können ...

4-66: ... ist Konzentration auf Nada gewiss die vorzüglichste aller Methoden zur Auflösung des Geistes ...

4-67: In Muktasana sitzend und Shambhavi Mudra ausführend soll sich der Yogi auf den inneren Klang seines rechten Ohres konzentrieren.

Brahmananda schreibt, dass diese Klänge aus der Sushumna hervorgehen und von unterschiedlicher Art (z.B. Summen, Glockenschlag, Wellen usw.) sind.

4-68: Die Löcher der Ohren, Augen, der Nase und des Mundes sind versperrt. Dann hört man den Klang der gereinigten Sushumna.

Man kann dies auch mit den Fingern tun: Mit den Daumen auf den Ohren, die Zeigefinger halten die Augen zu, die Mittelfinger die Nasenlöcher und der Mund wird von den restlichen vier Fingern verschlossen. Dies nennt sich auch Shanmukhi Mudra.

Shanmukhi Mudra wird eingesetzt, um äußere Sinnesreize zu reduzieren und die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, wodurch subtile Wahrnehmungen, einschließlich innerer Klänge, leichter zugänglich werden können.

Auch von buddhistischer Seite liest man, dass

"... Samadhi am besten durch Verwendung des durchdringenden Tones erlangt werden könne."

Videos zu Nada Yoga

Einführendes Video zu Nada Yoga

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3 Stunden Nada Yoga Musik

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Zusammenfassung

Es wird in den Schriften gesagt, dass Nada Yoga die Vereinigung des menschlichen Bewusstseins mit seinem göttlichen Ursprung über Nada, dem inneren mystischen Klang, ist. Dieser ursprüngliche Klang speist uns, gleich einem rauschenden Quell, ein Leben lang. Er erklingt aus dem Selbst heraus, ohne hervorgerufen zu werden. Das Lauschen auf Nada beruhigt und klärt den Geist. Wenn wir Nada vernehmen, erkennen wir die Schönheit unseres Selbst und erfahren Glückseligkeit, eventuell sogar Samadhi.

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FunFacts zum Thema „Nada Yoga / Klang“

  1. Nada Yoga meint wörtlich „Yoga des Klangs“, wobei das Sanskrit-Wort nāda nicht nur „Klang“, sondern auch „Fluss“ oder „Strom“ bedeutet – es geht um den „Strom des Bewusstseins“ durch Klang.
  2. Innere Klänge werden laut alter Schriften zuerst im rechten Ohr wahrgenommen, bevor sie als globale innere Klangwahrnehmung beschrieben werden.
  3. In der Nadabindu Upanishad wird erklärt, dass durch die Konzentration auf inneren Klang tiefe meditative Zustände erreichbar sind – dort wird die Wahrnehmung von Klang als eine meditative Technik angesehen.
  4. Einige buddhistische Traditionen nutzen einen sehr ähnlichen Ansatz: Die Konzentration auf subtile innere Klänge. Im Śūraṅgama Sutra wird dies als Weg zur Erleuchtung gelobt.
  5. Anahata (der „ungehörte Klang“) und Ahata (der hörbare Klang) werden als zwei Ebenen unterschieden – innerer Klang bedeutet nicht, dass etwas laut erklingt, sondern dass er in der Wahrnehmung entsteht.
  6. Manche Quellen bringen Nada Yoga mit der Vorstellung, dass das Universum aus Klang entstanden ist – dieses Bild begegnet auch in anderen Weltreligionen, z. B. im christlichen „Im Anfang war das Wort“.
  7. Nada Yoga lässt sich nicht einfach in eine einheitliche Lehrlinie fassen: Historisch war der Begriff flexibel und wurde von verschiedenen Lehrern unterschiedlich interpretiert, statt eine starre Methode zu bezeichnen.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach. Zum Yoga hat in seiner Studienzeit in Hamburg gefunden, seine ersten Lehrer waren Hubi und Clive Sheridan.

https://www.yoga-welten.de

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