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Auch im 4. Kapitel der Hatha Yoga Pradipika werden Mudras. Beschrieben. Das erste ist Shambhavi Mudra, das „Siegel der Gattin Shambhus“, auch: „das wohlwollende Mudra“.

 

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Anleitung in den Versen der Hatha Yoga Pradipika

4-36: Jetzt folgt Shambhavi Mudra: die Konzentration (Lakshyam, auch: Meditationsobjekt, Ziel) nach innen gerichtet (antar), der Blick nach außen, ohne zu blinzeln, ...

4-37: ... den Lebenshauch fixiert ... die Pupillen bewegungslos ... weder sehend noch nicht-sehend (Deutung: Man reagiert geistig nicht darauf, was man da sieht) ...

4-38: ... Shambhavi und Khechari erzeugen beide auf unterschiedlichen Wegen ein Gefühl der Glückseligkeit, weil der Geist in die Leere aufgelöst wird.

Manche Lehrer empfehlen, sich auf das Anahata-Chakra (Herz-Chakra) zu konzentrieren. Andere empfehlen, einen persönlichen Gott, Brahman oder „das bist du“ im Fokus des Geistes zu hegen.

4-39: ... die Pupillen auf das Licht gerichtet hebe man etwas die Augenbrauen ...

4-41: ... mit halb geöffneten Augen und reglosem Geist die Augen auf die Spitze der Nase gerichtet bringe man den Mond und die Sonne zur Auflösung (Deutung: Die Ströme in Ida und Pingala – zwei Nadis – anhalten) ...

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Positive Auswirkungen von Shambhavi Mudra

Zunächst wieder die Hatha Yoga Pradipika:

4-40: ... mit dieser Mudra kennen wir gewiss den wahren Retter ...

4-41: ... erlangt der Yogi den Zustand, in welchen er Wahrheit in Form von Licht erlebt ...

In der Gheranda Samhita heißt es in Kapitel VI, Vers 21:

Dennoch: Der Yogi, der Shambhavi Mudra praktiziert, wird erfolgreich sein im Dhyana. Dieses wird Sukshma Dhyana genannt, ist ein großes Mysterium und wird selbst von den Göttern nur schwer erlernt. Es ist sorgfältig geheim zu halten.

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Video zu Shambhavi Mudra

Tipp zur Förderung von Freude und innere Stärke

Spüre die positiven Belebungs-, Dehnungs-, und Stimmungswirkungen während und nach der Übung. Erfreue dich ganz bewusst daran, mache diese Freude in deinem Inneren für 5-10 Sekunden lebendig und stark.

Dies ist eine von uns empfohlene Ergänzung zu jeder Asana. Sie dient dazu, förderliche Neuronenverbindungen im Gehirn aufzubauen und sukzessive zu verstärken.

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