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ImageLese hier Tipps von Swami Sivanada zur Entwicklung deiner Meditation. Beachte: Er bezieht die Vorstellungen des Göttlichen mit ein.

Vergeistige dein Tun und Handeln. Biete es dem Göttlichen dar. Dann verwandelt sich alles in Yoga und Meditation. Dann besteht kein Grund zur Klage mehr: "Heute habe ich meine Meditation nicht eingehalten." Sobald das persönliche Ich ausgeschaltet ist, ist Befreiung erlangt. Macht sich jedoch das Ich geltend, dann bestehen Bindung und Versklavung. Wenn das Gemüt, unser mentales Ich, an Dingen hängt, befinden wir uns in Abhängigkeit. Ist es jedoch mit gar nichts Sichtbarem und Greifbarem mehr verkettet, bedeutet dies Befreitsein, Erlösung.

Mögest du diesen Zustand erreichen!

Gottesvorstellung

Bevor du die Meditation beginnst, solltest du ein gedankliches Bild von Gott in konkreter oder abstrakter Form bereit haben. Bist du Anfänger im Meditieren, so beginne damit, während zehn Minuten heilige Worte zu wiederholen oder Liedverse zu singen. Dadurch reinigst und erhebst du das Gemüt. Auf diese Weise lässt es sich dann leicht von äußeren, irdischen Dingen wegziehen.

Konzentration

Löse dich nachher von dieser Art von Gedanken und Eindrücken und konzentriere das mentale Ich auf einen einzigen Gedanken. Dies benötigt wiederholte und starke Anstrengung. Anfänglich ist dies recht schwer. Später jedoch, wenn du stärker und stärker wirst und an innerer Reinheit zunimmst, wird die Verbindung mit Gott leicht. Dann wirst du das Glück, die Freude des Einsseins mit Gott erleben. Und Er wird dich mit Kraft erfüllen. Wenn nach und nach alle früheren negativen Eindrücke und Assoziationen schwächer und schließlich wirkungslos werden und das Gemüt eindeutig auf das Höchste eingestellt bleibt, wird die innere Kraft beständig zunehmen.

Langsam steigern

Wenn du meditierst, merke dir, wie lange du alle weltlichen Gedanken ausschalten kannst. Werde zum genauen Beobachter deines Innern. Wenn es dir gelingt, dich 20 Minuten gut zu konzentrieren, verlängere die Zeit auf 30 Minuten, später auf 40 Minuten usw. Erfülle dein Gemüt immer von neuem mit dem Gedanken an das Göttliche. Vertreibe die fremden, äußeren, irdischen Gedanken mit ruhiger und sanfter Beharrlichkeit.

Versuche die Einstellung auf das Göttliche beizubehalten, indem du innerlich das Mantra OM oder Aham Brahmasmi (Ich bin Brahman, das Göttliche) wiederholst.

Die Idee der Unendlichkeit, der Eindruck eines ganzen Meeres von Licht, das Bewusstsein der göttlichen Allwissenheit und Glückseligkeit sollten die gedankliche Wiederholung der mystischen Silbe OM begleiten.

Geduld!

Wenn du ein Zimmer fegst, das während sechs Monaten geschlossen war, kommen verschiedene Arten von Staub und Schmutz aus den Ecken des betreffenden Raums. Gleicherweise kommen während der Meditation durch die Wirkung des Yoga durch die Gnade des Göttlichen verschiedene Arten von Unreinheiten an die Oberfläche des Gemüts. Entferne sie tapfer, eine nach der anderen, durch geeignete Methoden und durch Konzentration auf die entgegengesetzte Tugend. Habe Geduld und halte an deinen Bemühungen fest. Die alten schlechten Eindrücke wehren sich nämlich, wenn man versucht, sie auszulöschen. Fürchte dich nicht! Nach einiger Zeit verlieren sie ihre Kraft. Aber ebenso wie man einen wilden Elefanten oder Tiger zähmt, muss das Gemüt gebändigt werden. Lass keine dunklen Gedanken in dich hinein, die sich in deinem Geist festsetzen können. Ersetze sie durch gute, reine, erhabene Gedanken. Wende das Gemüt nach innen, damit es sich innerlich beschäftigen lernt. Versieh es mit edlen Bestrebungen und hohen Idealen und zwar so lange, bis du vom Gottesbewusstsein erfüllt bist. Dann fließt die Welle immer währender, unendlicher Wonne; die Unwissenheit verschwindet und das ganze Universum wird zum Spiegel von Sat-Chit-Ananda, von Existenz, Bewusstsein und Glückseligkeit.

Schließlich wird auch diese Vorstellung verschwinden und es bleibt allein noch der Sahajananda-Zustand, das Bewusstsein des höchsten Samadhi.

Quelle: Aus den Lesungen von Swami Sivananda.

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