Yoga-Anregungen für den Alltag – Impulse und Übungen
Yoga kann mehr sein als nur eine körperliche Praxis auf der Matte: Es ist ein Werkzeug zur Förderung von Achtsamkeit, Alltagsbewusstsein und innerer Balance. Diese Kategorie bietet dir konkrete, leicht umsetzbare Yoga-Impulse für den Alltag, die du ohne besonderen Zeitaufwand integrieren kannst – von kurzen Atem- oder Bewegungsritualen bis zu Übungen, die deine Wahrnehmung im täglichen Leben schärfen. Er richtet sich an Menschen, die ihren Tag bewusster, gelassener und reflektierter gestalten wollen. Die vorgeschlagenen Anregungen sind praktisch, nachvollziehbar und für verschiedenste Lebenslagen geeignet.
Allgemeine Hinweise für yogisches Verhalten im Alltag
Yogisches Verhalten im Alltag bedeutet nicht, ständig zu meditieren oder sich bewusst von der Welt zurückzuziehen. Es zeigt sich vielmehr in der Haltung, mit der du dem Leben begegnest – in kleinen Entscheidungen, im Umgang mit anderen und in der Art, wie du auf innere und äußere Reize reagierst. Die folgenden Hinweise dienen als Orientierung und lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren.
Achtsamkeit vor Geschwindigkeit
Bevor du handelst, sprichst oder reagierst, halte – wenn möglich – einen kurzen inneren Moment inne. Yogisches Verhalten beginnt dort, wo Automatismen unterbrochen werden. Ein bewusster Atemzug kann genügen, um klarer zu handeln, statt reflexhaft zu reagieren.
Maßhalten statt Überforderung
Yoga folgt dem Prinzip des mittleren Weges. Weder Selbstüberforderung noch Trägheit fördern innere Balance. Achte im Alltag darauf, deine Kräfte realistisch einzuschätzen – bei Arbeit, Bewegung, Konsum und Verpflichtungen. Nachhaltigkeit im Handeln ist ein yogischer Wert.
Freundlichkeit als Grundhaltung
Ein yogischer Alltag ist getragen von Wohlwollen, zunächst dir selbst gegenüber, dann auch anderen. Freundlichkeit zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern in Tonfall, Blickkontakt, Geduld und dem bewussten Verzicht auf unnötige Härte – innerlich wie äußerlich.
Bewusster Umgang mit Sprache
Worte haben Wirkung. Yogisches Verhalten schließt einen achtsamen Sprachgebrauch ein: ehrlich, klar, aber nicht verletzend. Frage dich vor dem Sprechen, ob das Gesagte notwendig, hilfreich und stimmig ist. Schweigen kann dabei ebenso yogisch sein wie Reden.
Akzeptanz des Unvermeidlichen
Nicht alles lässt sich beeinflussen oder kontrollieren. Yogische Lebensführung bedeutet, Widerstände gegen das Unveränderliche zu erkennen und schrittweise loszulassen. Akzeptanz ist kein Aufgeben, sondern eine Form innerer Klarheit.
Einfachheit kultivieren
Reduktion schafft Raum. Prüfe im Alltag, wo Überfluss, Ablenkung oder unnötige Komplexität Energie binden. Yogisches Verhalten zeigt sich oft im bewussten Vereinfachen – im Terminkalender, im Besitz, in Erwartungen an dich selbst und andere.
Verbindung von Körper und Geist achten
Der Körper ist kein Anhängsel des Denkens. Achte im Alltag auf Körpersignale wie Spannung, Müdigkeit oder Unruhe. Yogisches Verhalten bedeutet, diese Signale ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln – durch Bewegung, Ruhe oder bewusste Atmung.
Handeln ohne ständige Bewertung
Nicht jede Handlung muss sofort beurteilt werden. Yoga lädt dazu ein, Erfahrungen zunächst wahrzunehmen, bevor sie eingeordnet oder bewertet werden. Diese Offenheit erweitert den Blick und reduziert unnötige innere Konflikte.
Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
Yogisches Verhalten heißt, die eigene Rolle im Geschehen zu erkennen. Statt Schuld zuzuweisen, wird reflektiert: Was ist mein Anteil? Wo kann ich klarer, aufrichtiger oder bewusster handeln? Diese Haltung fördert innere Reife.
Regelmäßigkeit vor Perfektion
Ein yogischer Alltag entsteht nicht durch makellose Disziplin, sondern durch kontinuierliche, kleine Schritte. Es ist wirksamer, regelmäßig achtsam zu handeln, als gelegentlich idealistisch. Yoga wirkt durch Wiederholung, nicht durch Perfektionsanspruch.
Diese allgemeinen Hinweise verstehen sich nicht als Regeln, sondern als Einladungen zur Selbstbeobachtung. Yogisches Verhalten entwickelt sich nicht durch Anpassung an ein Ideal, sondern durch wachsende Bewusstheit im ganz normalen Alltag. Nun folgen kurze Yoga-Impulse für deinen Alltag.

Meditiere mit einer App
Möchtest du in Sachen Meditation etwas Neues ausprobieren? Dann lade dir in den nächsten Tagen doch einmal eine Meditations-App runter und meditiere einige Male mit dieser App.
Vielleicht löst die App einen kleinen Meditations-Motivationsschub bei dir aus. Stets ist ein sanfter Timer in die App integriert und meist kannst du unter verschiedenen Meditationsformen auswählen.

Übung: Erwartungen vorwegspüren
Um sich die Komplexität unseres Gehirns bewusst zu machen und uns des Phänomens bewusst zu werden, dass unser Gehirn Ereignisse schon spürt, bevor sie wirklich geschehen – vorwegnimmt – empfiehlt Dr. Ulrich Warnke in seinem Buch zur Erweckung des dritten Auges folgendes Experiment.
Die Übung
- Halte die linke Hand mit nach oben geöffnetem Handteller vor dich.
- Halte den Zeigefinger der rechten Hand dicht über dem linken Handteller.
- Schließe die Augen.
- Bewege den rechten Zeigefinger dicht über dem linken Handteller. Kreise herum, gehe vor und zurück oder male Figuren.
- Spüre.
Das Ergebnis
Obwohl dein Zeigefinger die Hand nicht berührt wirst du bei geschlossenen Augen den deutliche Empfindungen im linken Handteller spüren. Wenn du dich konzentrierst, werden die mit dem rechten Zeigefinger gemalten Figuren zu deutlichen „Spürmomenten“ im linken Handteller führen.
Warnke: „... durch die Konzentration auf die Handfläche stellt sich eine Erwartung ein, die nun, bevor die wirkliche Berührung stattfindet, bereits den Zustand vorwegnimmt.“
Wie verlief die Übung bei dir?
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Ja – ich konnte den Finger in der Handfläche spüren, obwohl es zu keiner Berührung kam. | 39 Stimmen |
| Ich habe gar nichts gespürt. | 9 Stimmen |
| Naja, ich konnte ein bisschen was erahnen. | 8 Stimmen |
Aus dem Buch:
In vielen alten Yoga-Schriften geht es darum, wie das Dritte Auge zu aktivieren ist. Dieses Dritte Auge wird auch Stirnchakra, „Inneres Auge“ oder Ajna Chakra genannt und wird mit der Zirbeldrüse in Zusammenhang gebracht. Deren Aktivierung soll eine Wahrnehmung ermöglichen, die weit über das normale Sehen hinausgehend den Blick in die geistige Welt eröffnet.Beitrag: Dritte Auge aktivieren
Wie kann ich das Dritte Auge aktivieren und öffnen? Übungen, Ernährung, Voraussetzungen

Buchkritik und Buchbesprechung
"Die Öffnung des 3. Auges" von Ulrich Warnke – Quantenphilosophie unsers Jenseits-Moduls
Video: Video zur Funktionsweise des Gehirns
Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.
Kraft aus 7 Minuten pro Tag

Wusstest du, dass kurze, aber intensive Trainingseinheiten den gleichen, wenn nicht sogar einen höheren Fitnesseffekt aufweisen als lange „gemächliche“ Anstrengungen? Auf diesem Effekt basiert der Erfolg eines kurzen, aber intensiven täglichen Krafttrainings. Wir stellen vor: Das 7-Minuten Fitnessprogramm!
- Alternative 1: Link zur NY-Times
Die New-York Times bietet das 7-Minuten Training mit Erklär-Männchen in mehreren Schwierigkeitsstufen an: Zur Online-Version des 7-Minuten-Workouts bei der NY-Times - Alternative 2: Hier als Video
Tipp: Bei der letzten Übung (Side-Plank) empfehlen wir, nach 15 Sekunden die Seite zu wechseln.
Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.
Wie oft soll ich diese 7-Minuten trainieren? Idealerweise jeden Tag! :-) Aber wenn du es drei Mal pro Woche schaffst, wird dies bereits deine Muskeln spürbar kräftigen.
7-Minuten-Workouts als App
Es gibt mehrere 7-Minuten-Workout-Apps. Kostenlos für dein Smartphone. Die jeweiligen Trainingsabläufe sind leicht unterschiedlich. Idee: Probiere verschiedene Apps aus, die hieraus erfolgende Abwechslung ist ein zusätzlicher Fitness-Bonus für dich und du findest deinenFavoriten.

Eine Playlist zur Freude
Erstelle dir diese Woche eine Musik-Playlist bei deinem Favoriten-Anbieter (Spotify, als YouTube-Liste, mit deinen MP3s, mit Apple Music oder anderen). Bestücke diese mit Musikstücken, die Freude bei dir auslösen.
Wenn du dann das nächste Mal bedrückt oder niedergeschlagen bist, höre diese Playlist. Hat es gewirkt?

Übe das Tun ohne Absicht
Wu-Wei, Handeln ohne Absicht, Nicht-Tun – viele Begriffe für eine Lebenshaltung ohne Ziele. Lao-tse empfiehlt schon im Tao Te King, dieses Nicht-Tun zu üben. Nicht-eingreifendes Handeln. Man kann es als eine Geisteshaltung des Nicht-Eingreifens im Kombination mit dem Mut des Geschehenlassens umschreiben.
Wu-Wei-Lehren fordern, sich eines gegen die Natur gerichteten Handelns zu enthalten. Das absichtsgestützte Handeln soll einer achtsamen inneren Stille weichen, die zur richtigen Zeit die richtige Handlung ohne Anstrengung des Willens hervortreten lässt.
„Der Edle tut es ohne Absicht.“
Tao Te King XXXVII
Die Yoga-Anregung für die kommende Woche lautet: Probiere dieses "Tun ohne Absicht". Fange klein an, beschränke dich vielleicht erst einmal auf das Wahrnehmen deiner Absichten im Tun. Eventuell erkennst du sogar, wenn deine innere Natur ein Handeln auslöst.

Nimm an, was da kommt
„Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt."
"Annehmen" ist leicht ausgesprochen aber im Falle des Eintreffens unerwünschter Ereignisse doch recht schwer zu realisieren. Zumindest, wenn man nicht im Annehmen geübt ist.
Annehmen heißt zweierlei:
- Ungewollte Ereignisse bei deren Eintreffen ohne inneren Widerstand (im Sinne von geistiger Abwehr und Abneigung) begegnen.
- Ohne hadern und ohne daran festzuklammern wünschenswerte Zustände bzw. Gegenstände verlieren.
Ein erster Schritt auf dem Weg zum Annehmen-Meister: Sage dir die kommende Woche jeden Morgen vor dem Spiegel: "Ich nehme alles ganz gelassen, was heute auf mich zukommt. Ich betrachte alles wie ein reiner Beobachter meines Lebens."

Gehe dynamisch und aufrecht
Hängender Kopf, Schultern nach vorne, Blick auf den Boden - ein solch schlurfender Gang verdunkelt unsere Gemütslage. Eine Studie will herausgefunden haben, dass wir uns in solch einer gebeugten Gehhaltung eher an schlechte als an gute Ereignisse erinnern.
Sei dir dieses Zusammenhangs bewusst und gehe diese Woche dynamisch und aufrecht. Zeige der Welt dein Lächeln. Nutze dafür eine Erinnerungsfunktion deiner Wahl – zum Beispiel dein Smartphone, Post-its am Kühlschrank ...
Mache einen Umweg
Baue in der kommenden Woche jeden Tag einen Umweg von ungefähr 15 Minuten in deinen normalen Tagesablauf ein. Dieser Umweg könnte darin bestehen, dein Auto morgens etwas weiter von der Firma weg zu parken, eine Haltestelle früher auszusteigen, mit dem Fahrrad zum Einkaufen zu fahren oder einen Spaziergang in der Mittagspause zu machen.
Wichtig ist, dass du diesen Weg zusätzlich zu deiner sonstigen Bewegung beschreitest, nicht einfach eine andere körperliche Betätigung deswegen ausfallen lässt.
Und wie immer: täglich durchführen!
Prüfe am Ende der Woche, ob sich bei dir etwas verändert hat.
Fun-Facts zu „Yoga“ allgemein
- Yoga war ursprünglich Männer-Domäne – In den klassischen Yoga-Traditionen praktizierten zunächst überwiegend Männer; erst im 20. Jahrhundert wurde Yoga im Westen zur meist weiblich geprägten Praxis.
- Der Name „Yoga“ bedeutet „Vereinigung“ – Das Wort stammt aus dem Sanskrit und symbolisiert die Verbindung von Körper, Geist und Bewusstsein.
- Yoga gibt es seit über 5 000 Jahren – Die frühesten Erwähnungen finden sich schon in den vedischen Schriften des alten Indiens.
- Die längste aufgezeichnete Yoga-Praxis dauerte über 56 Stunden – Dieser Rekord wurde 2017 in Indien erreicht.
- Lach-Yoga kombiniert bewusste Atmung und Lachen ohne Grund – Es wird weltweit praktiziert und soll Stress abbauen.
- Internationaler Tag des Yoga ist der 21. Juni – Er wurde von den Vereinten Nationen 2014 eingeführt und wird weltweit gefeiert.
- Es gibt über 100 verschiedene Yoga-Stile – Von traditionellen Hatha-Formen bis zu modernen Varianten wie „Power Yoga“ oder „Chair Yoga“.

Weitere Impulse in längerer Form
Rubrik Geistes-Yoga: Jonglieren trainiert dein Gehirn auf hervorragende Weise - Konzentration, Koordination und Gewandtheit. Zudem macht es Spaß. Das Balancieren von drei Bällen ist leicht zu erlernen. Hier findest du eine anschauliche Video-Anleitung.

Gehe zu einem möglichst einsamen Pfad in deiner Lieblings-Natur.
Lege nun ein Stück dieses Weges als "Meinen Lebenspfad" fest. Der Anfang des Pfades markiert deine Geburt, das Ende des Wegstückes steht für deinen Tod.
Dein "Heute" liegt ...
Raunächte und Yoga: Achtsam durch die Zwischenzeit
Tauche ein in jene selten genutzte Zwischenzeit – die Raunächte. In diesem Artikel erhältst du klar fundierte Informationen über Ursprung, Bedeutung und Praxis dieser zwölf Nächte – und wie du mit gezielten Ritualen, Yoga-Impulsen und ayurvedischer Selbstfürsorge bewusst den Übergang vom alten ins neue Jahr gestalten kannst.

