
Ein Ungläubiger klettert in den Berg und stürzt von einem Felsvorsprung in die Tiefe. Im Fallen packt er den Zweig eines dürren Bäumchens.
Der Atheist schaut herunter: 300 Meter geht es unter seinen baumelnden Füßen in Abgrund hinab.
Schon schwinden seine Kräfte.
Da kommt ihm eine Idee. Er hebt seinen Kopf gen Himmel.
"Gott", ruft er.
Niemand antwortet.
"Gott", ruft er noch einmal, diesmal schreit er, so laut er kann. "Wenn es dich gibt, dann rette mich. Ich verspreche auch, dass ich dafür immer an dich glauben und meinen Glauben verbreiten werde."
Immer noch hört er keinen Mucks aus dem Himmel. Doch dann lässt er vor Schreck fast den Zweig los, als eine Stimme durch das Tal dröhnt:
"Das sagt ihr alle, wenn ihr in der Not seid. Nachher vergesst ihr mich wieder."
"Aber Gott, bei mir ist es anders." Der Tonfall des Noch-Atheisten klang hoffnungsvoller. "Ich glaube doch schon, spürst du es nicht? Ja, ich bin wohl der gläubigste Mensch auf der Welt. Gepriesen sei dein Name, Gott!"
"Nun gut", dröhnte die Stimme, "dann will ich dir helfen. Lass einfach den Zweig los."
"Was? Den Zweig loslassen – hältst du mich für verrückt?"
Noch ein Witz gefällig?

In den Berg herrschte Nebel. Ein Atheist übersah den Abgrund und fiel von einer Klippe. Im Fallen packte er die Wurzeln eines kleinen Baumes, der trotz aller Widrigkeiten im Hang wuchs. Daran hing er nun, über sich den Himmel, unter sich den todbringenden Abgrund.
Er merkte schnell, dass er sich nicht lange festhalten kann. Da kam ihm Gott in den Sinn: "Herr?", schrie er nach oben. Keine Antwort.
"Gott", brüllte er noch einmal, "so es dich gibt: errette mich! Ich verspreche dir, dass ich dann an dich glauben und auch anderen den Glauben nahebringen werde."
Schweigen.
Hier weiterlesen: Die Wurzel loslassen

Einst wohnte ein sehr frommer Mann am Ufer eines Flusses. Als ein Hochwasser kam, sendete die Stadt einen Jeep, der ihn und andere aus dem gefährdeten Gebiet abholen sollte. Doch der Fromme sprach: "Ich brauche keine Rettung. Gott wird mich erretten" und blieb.
Einige Stunden später war das Wasser bis in den ersten Stock gestiegen. Der Fromme bettete um seine Rettung. Da kam ein Schlauchboot ans Fenster gefahren. Die Rettungskräfte forderten ihn erneut auf, einzusteigen und sich retten zu lassen. "Nicht nötig", rief ihnen der Fromme zu, "Gott wird mich erretten. Ich bleibe." Das Schlauchboot fuhr davon und suchte nach weiteren Eingeschlossenen.
Hier weiterlesen: Gott und das Hochwasser
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