Yogamatte nachhaltig: Tipps zu Materialien, Pflege, Produktion und Eigenschaften

Yoga ist eine Praxis, die Achtsamkeit in Körper, Geist und Alltag fördern will – und doch beginnt Nachhaltigkeit oft mit einem ganz profanen Objekt: deiner Yogamatte. Was auf den ersten Blick wie ein technisches Produkt wirkt, entscheidet über deine Gesundheit, über Ressourcenverbrauch und darüber, wie nachhaltig du wirklich praktizierst. Dieser Artikel hilft dir, klar zu unterscheiden zwischen oberflächlichen Versprechen und echten Nachhaltigkeitsmerkmalen, zeigt die wichtigsten Materialoptionen, erklärt, welche Pflege deine Matte wirklich länger am Leben erhält und wie du Fallen wie Greenwashing erkennst. 

► Wodurch zeichnet sich eine nachhaltige Yogamatte aus? ► Welche Materialien eignen sich? ► Gibt es Siegel? ► Und was muss beim Kauf noch beachtet werden?

Yogazubehör im Wald an einem See. Text: Die nachhaltige Yogamatte

Inhalt: Yogamatte nachhaltig

Kurz zusammengefasst

  1. Nachhaltigkeit als Lebenszykluskriterium
    Nachhaltigkeit bedeutet, den gesamten Lebenszyklus einer Yogamatte zu betrachten – von den Rohstoffen über Produktion, Nutzung und Pflege bis hin zur Entsorgung. Eine langlebige Matte, die du lange und bewusst nutzt, ist ökologisch wertvoller als mehrere kurzlebige Alternativen.
  2. Materialwahl entscheidet
    Nachhaltige Yogamatten bestehen aus natürlichen oder recycelten Materialien wie Naturkautschuk, Kork, Bio-Baumwolle, Jute oder recyceltem Kunststoff. Jeder Rohstoff bringt eigene Vor- und Nachteile hinsichtlich Grip, Dämpfung, Reinigung und Umweltwirkung mit sich.
  3. Schadstofffreiheit ist kein Selbstläufer
    „Nachhaltig“ bedeutet nicht automatisch „schadstofffrei“. Zertifikate wie OEKO-TEX® Standard 100 helfen zu überprüfen, dass bei der Produktion keine gesundheitlich bedenklichen Chemikalien verwendet wurden.
  4. Transparenz schlägt Marketing
    Viele Hersteller werben mit Nachhaltigkeit, ohne belastbare Informationen über Produktion oder Materialien zu liefern. Echtes Verantwortungsbewusstsein zeichnet sich durch offene Angaben zu Materialien, Herkunft und Zertifikaten aus.
  5. Pflege verlängert Nutzungsdauer
    Schonende Reinigung und richtige Pflege sind wichtige Faktoren, um die Lebensdauer deiner Yogamatte zu verlängern und damit den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
  6. Kontext und Nutzung zählen
    Die nachhaltigste Matte ist die, die zu deinem Praxisstil und deinem Alltag passt. Eine schwere Naturkautschukmatte zu Hause ist sinnvoller als mehrere leichtere Matten, die du ständig ersetzt oder selten nutzt.
  7. Nachhaltigkeit ist ein Abwägen, kein Endzustand
    Die Entscheidung für eine nachhaltige Yogamatte ist nicht schwarz-weiß. Sie hängt von Zielen, persönlicher Nutzung, Komfortwünschen und Umweltaspekten ab.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Was sind nachhaltige Yogamatten?

Nachhaltige Yogamatten zeichnen sich durch eine möglichst geringe Umwelt- und Sozialbelastung über ihren gesamten Lebenszyklus aus. Dazu zählen die Gewinnung der Rohstoffe, der Herstellungsprozess, Transportwege, die Nutzungsdauer sowie die Entsorgung oder Wiederverwertung am Ende der Lebensdauer.

Definition Nachhaltigkeit (Wikipedia)

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll. Anders ausgedrückt: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung dauerhaft aushalten, ohne Schaden zu nehmen. Das englische Wort hierfür lautet »sustainable«.

Das verwendete Material sollte hierfür umweltfreundlich und ressourcenschonend sein. Dies kann zum Beispiel durch den Einsatz tatsächlich recycelter Materialien oder durch Produkte mit klar definierten und realistisch umsetzbaren Recyclingkonzepten erreicht werden. Allein die theoretische Recycelbarkeit eines Materials garantiert noch keine tatsächliche Wiederverwertung.

Umweltschädliche Materialien, die Mensch und Natur schaden und unnötigen Müll erzeugen, sollten entsprechend vermieden werden.

Aber auch die Produktion muss Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Um nachhaltig zu sein, muss der Herstellungsprozess der Yogamatte umweltschonend sein. Wertvolle Ressourcen, die bei der Produktion benötigt werden, sollten sparsam eingesetzt und Schadstoffe vermieden werden. Doch auch der Umgang mit den Arbeiterinnen und Arbeitern, die an der Herstellung beteiligt sind, muss nachhaltig sein. Faire Löhne und Arbeitszeiten sind für die Nachhaltigkeit einer Yogamatte wohl ebenfalls unabdingbar.

Eine nachhaltige Yogamatte sollte also sowohl ökologisch als auch sozial sein – angefangen bei den Materialien, über den Herstellungsprozess bis hin zum fertigen Produkt.

Nachhaltigkeit endet nicht beim Kauf – sie beginnt dort erst.

Eine Yogamatte ist kein Wegwerfprodukt, sondern idealerweise ein langfristiger Begleiter. Deshalb gehört zur Nachhaltigkeit zwingend auch die Frage nach der Nutzungsdauer. Eine Matte, die aus einem ökologischen Material besteht, aber nach einem Jahr rissig wird oder an Griffigkeit verliert, ist ökologisch kaum sinnvoller als ein konventionelles Produkt.

Je länger eine Yogamatte genutzt wird, desto stärker relativiert sich ihr ökologischer Fußabdruck. Das gilt unabhängig vom Material. Langlebigkeit ist einer der unterschätztesten Nachhaltigkeitsfaktoren.
Eine robuste Matte, die über viele Jahre hinweg zuverlässig genutzt wird, ist in der Gesamtbilanz oft nachhaltiger als mehrere kurzlebige Alternativen – selbst wenn diese auf den ersten Blick „grüner“ wirken.

Nachhaltig ist eine Yogamatte daher nicht nur dann, wenn sie umweltfreundlich hergestellt wurde, sondern auch dann, wenn sie regelmäßig genutzt, gepflegt und nicht vorschnell ersetzt wird.

Ist »nachhaltig« immer »schadstofffrei«?

Eine nachhaltige Yogamatte sollte aber nicht nur umweltfreundlich und sozial sein, sondern auch sicherstellen, dass man durch den Kontakt mit dem Produkt über die Haut nicht mit giftigen Stoffen in Berührung kommt.
Und da sich die Nachhaltigkeit der Yogamatten unter anderem auch durch die Auswahl der Materialien definiert, sollten diese im besten Fall nicht nur ressourcenschonend und umweltfreundlich, sondern eben auch schadstofffrei sein. Das ist aber nicht immer der Fall. Einige Hersteller versprechen sich Vorteile durch die Belastung der eigentlich umweltschonenden Materialien mit Schadstoffen, so dass auch nachhaltige Yogamatten giftige Stoffe enthalten können.

Deshalb ist es ratsam, auf die Zertifizierung der Produkte zu achten – auch wenn sie als nachhaltig gelten. So kann sichergestellt werden, dass nicht nur die ausgewählten Materialien und der Herstellungsprozess umweltfreundlich sind, sondern dass auch das fertige Produkt bei einer gesunden und entspannenden Yogastunde unterstützt.

Mehr dazu weiter unten. Unser Spezialartikel dazu:

Beitrag: So findest du eine Yogamatte ohne Schadstoffe

Yogamatten ohne Schadstoffe | Materialien, Kaufberatung, Zertifikate

Frau auf Yogamatte vor Wald. Text: Yogamatten ohne Schadstoffe

Yogamatte ohne Schadstoffe: Kaufberatung zu den Materialien

Eine Yogamatte ist weit mehr als ein Stück Gummi oder Stoff: Sie ist dein täglicher Untergrund für Bewegung, Achtsamkeit und Wohlbefinden. Doch während Yoga innere Ausgeglichenheit verspricht, sind viele handelsübliche Matten chemisch belastet, um Herstellungskosten zu drücken oder die Oberfläche „griffig“ zu machen. Dieser Artikel zeigt, wie du eine Yogamatte ohne Schadstoffe findest, was wirklich hinter Begriffen wie schadstofffrei, Öko-Zertifikat oder nachhaltig steckt und wie du eine Matte auswählst, die körperverträglich, langlebig und umweltbewusst ist – und zu dir und deiner Praxis passt.

Hier weiterlesen: Yogamatten ohne Schadstoffe | Materialien, Kaufberatung, Zertifikate


Was sollte ich beim Kauf beachten?

Wie schon erwähnt, ist es bei dem Kauf einer nachhaltigen Yogamatte immer sinnvoll, auf die unabhängige Zertifizierung des Produktes zu achten. So kann sichergestellt werden, dass die Nachhaltigkeit der Matte auch durch Dritte bestätigt wurde.

Außerdem ist auch das Beachten der Material-Hinweise des Herstellers empfehlenswert. Dadurch lassen sich Schadstoffe identifizieren und die angegebenen Inhaltsstoffe auf ihre Umweltfreundlichkeit überprüfen.

Im Zweifel ist das Nachfragen beim Händler auch immer eine gute Idee, wenn Unsicherheiten über die tatsächliche Nachhaltigkeit des Produktes bestehen. Denn bei dem Kauf einer nachhaltigen Yogamatte sollten ja sowohl die Materialien, als auch der Herstellungsprozess und das fertige Produkt hinsichtlich ihrer sozialen und ökologischen Bilanz überprüft werden.

Welche Materialien kommen für eine nachhaltige Yogamatte infrage?

Jede Yogamatte nimmt ihren Anfang bei dem gewählten Material. Herkömmliche Matten werden aus PVC oder PU hergestellt – Materialien, die gesundheitsschädliche Weichmacher oder giftige Schadstoffe enthalten können. Um nachhaltig zu sein, muss wie gezeigt das Material vor allem schadstofffrei, ressourcenschonend und umweltverträglich sein. Die gute Nachricht: Diese Anforderungen erfüllen mehrere Materialien.

  • Besonders häufig begegnet man Yogamatten aus Naturkautschuk. Das ist ein nachwachsender Rohstoff, der ohne Erdöl und andere schädliche und knappe Rohstoffe auskommt. Das Material ist natürlich, langlebig und sehr rutschfest, so dass es während jeder Yogastunde festen Halt bietet.
  • Auch Yogamatten aus Schurwolle sind häufig anzutreffen. Schurwolle ist ein nachwachsender Rohstoff, der von lebenden Schafen gewonnen wird. Ob sie als tierfreundlich gelten kann, hängt jedoch stark von den Haltungsbedingungen und den angewandten Scherpraktiken ab, etwa davon, ob auf Maßnahmen wie Mulesing verzichtet wird. Eine Yogamatte aus Schurwolle überzeugt durch die Wärmeisolation und Robustheit.
  • Alternativ kann Baumwolle für Yogamatten verwendet werden. Als nachhaltig gilt sie jedoch nur dann, wenn sie aus kontrolliert biologischem Anbau stammt und unter umwelt- sowie sozialverträglichen Bedingungen verarbeitet wird. Dieses Material überzeugt auch durch die effiziente Feuchtigkeitsaufnahme, die während einer Yogastunde durchaus vorteilhaft ist. Zudem kann man diese Matten oft bis zu 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Darum wird sie gerne für Bikram-Yoga genutzt. Allerdings gibt es bei manchen Baumwoll-Matten Einschränkungen bei der Rutschfestigkeit (die dickeren Baumwoll-Matten) o0der der Dämpfung (bei den dünnen Ausführungen).
  • Viele Vorteile bieten aber auch Yogamatten aus Kork: Sie sind rutschfest, langlebig und besonders leicht zu reinigen. Aufgrund der natürlichen Maserung ist jede Kork-Yoga-Matte ein optisches Unikat. Kork selbst ist ein biologisch abbaubarer Naturrohstoff. Bei Yogamatten kommt jedoch häufig eine Kombination aus Kork und anderen Materialien zum Einsatz, wodurch die vollständige biologische Abbaubarkeit des Endprodukts eingeschränkt sein kann.
  • Wie wäre es mit einer Yogamatte aus Hanf? Yogamatten aus Hanf bieten je nach Verarbeitung und Untergrund einen mittleren Halt. Für sehr dynamische Yoga-Stile oder intensive Balanceübungen können sie – abhängig vom konkreten Produkt – weniger geeignet sein als stärker haftende Materialien.
  • Oder Jute, einer Naturfaser, die vollständig biologisch abbaubar ist. Jute ist rau und dadurch rutschfest. Zudem absorbiert es die Feuchtigkeit gut. Jute ist dünn und lässt sich mit Seife reinigen.

Auf welcher Art von Yoga-Matte übst du besonders gerne?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Naturkautschuk 71 Stimmen
Kork 37 Stimmen
Das normale PVC-Material 33 Stimmen
Schurwolle 19 Stimmen
Hanf 19 Stimmen
Jute 17 Stimmen
Baumwolle 15 Stimmen

Nachhaltigkeit at it`s best

Manche Hersteller wie JadeYoga bieten bei Rückgabe der alten Yogamatte und Kauf einer Neuen einen Gutschein von 5 Euro. Die »alte« Matte wird dann entweder – wenn noch gut in Schuss – an Bedürftige weitergegeben oder recycelt.

Einige Hersteller setzen auf hohe Anteile recycelter Materialien und bieten Rücknahmesysteme an, bei denen alte Matten erneut in den Produktionskreislauf eingebracht werden. Ob ein solches Closed-Loop-System tatsächlich vollständig umgesetzt wird, hängt von der realen Rückgabe- und Recyclingpraxis ab. Beispiel: Die bayrische Firma hejhej-mats verkauft eine Yogamatte, die vollständig aus Recyclingmaterial besteht und am Ende ihrer Nutzungsdauer wiederum zu einer neuen Matte »upgecycelt« werden kann. 

Fazit:

Für jeden Yoga-Stil lässt sich die passende nachhaltige Yogamatte finden, deren Material die nötigen Voraussetzungen erfüllt. 

Sind nachhaltige Yogamatten genauso gut wie »normale« Yogamatten?

Die nachhaltigen Materialien haben aber auch ihre Nachteile.

Beispiel: Naturkautschuk ist im Vergleich zu anderen Materialien sehr schwer und eignet sich – je nach der Dicke der Matte - nicht unbedingt für den regelmäßigen Transport. Das Naturmaterial riecht am Anfang außerdem sehr stark nach Gummi. Dieser Geruch kann für einige unangenehm und störend sein, auch wenn er sich nach einiger Zeit verflüchtigt.

Bei Yogamatten aus Schur- oder Baumwolle ist das nicht der Fall. Dafür sind sie jedoch nicht so rutschfest und für schnellere und dynamischere Yoga-Stile somit weniger geeignet.

Die nachhaltige Produktion bedeutet aber auch, dass die unter diesen Bedingungen hergestellten Yogamatten teilweise deutlich teurer sind als herkömmliche Produkte. Wer jedoch bereit ist, mehr für eine Yogamatte zu bezahlen, wird kaum Nachteile gegenüber einer gewöhnlichen Matte aus PVC feststellen, die ebenso - abhängig von dem verwendeten Material-Nachteile hinsichtlich der Rutschfestigkeit oder Langlebigkeit haben kann.

Zudem gilt ja: Die Nachhaltigkeit fördert aber nicht nur ein gutes Gewissen, sondern in aller Regel auch eine gesunde und angenehme Yogastunde – ohne Kontakt zu giftigen Schadstoffen.

Top-Nachhaltigkeits-Tipp: gebrauchte Yogamatte

Besonders nachhaltig übt Yoga, wer sich eine gebrauchte Yogamatte anschafft. Denn diese muss nicht neu produziert werden und belastet damit das Ökosystem wenig bis gar nicht.

Nachhaltigkeit ist auch eine Frage des Nutzungskontextes

Eine schwere Naturkautschukmatte kann für die heimische Praxis ideal sein, wird aber schnell zur Belastung, wenn sie regelmäßig transportiert werden muss. In solchen Fällen greifen viele Nutzer zusätzlich zu einer zweiten, leichteren Matte – was den Nachhaltigkeitsgedanken konterkariert.

Wer häufig unterwegs ist, sollte deshalb abwägen, ob ein etwas leichteres Material mit geringerer Dämpfung, aber höherer Alltagstauglichkeit langfristig nicht die nachhaltigere Lösung darstellt. Eine Matte, die tatsächlich genutzt wird, ist immer nachhaltiger als eine perfekte Matte, die im Schrank bleibt.

Die nachhaltigste Yogamatte ist die, die lange sauber bleibt – ohne aggressive Mittel

Pflege und Reinigung spielen eine zentrale Rolle für die Lebensdauer einer Yogamatte und damit auch für ihre ökologische Bilanz. Viele Materialien reagieren empfindlich auf falsche Reinigungsmethoden, was zu vorzeitigem Verschleiß führen kann.

Naturkautschuk etwa sollte nicht mit alkoholhaltigen Reinigern behandelt werden, da diese das Material austrocknen und spröde machen können. Baumwoll- oder Schurwollmatten hingegen lassen sich oft waschen, benötigen dafür aber Wasser und Energie – ein Aspekt, der ebenfalls zur Nachhaltigkeitsbewertung gehört.

Grundsätzlich gilt: Schonende Reinigung verlängert die Nutzungsdauer erheblich. Lauwarmes Wasser, milde Seifen und ausreichendes Trocknen an der Luft reichen in den meisten Fällen aus. Intensive Reinigungsroutinen oder chemische Desinfektionsmittel sind selten notwendig und häufig kontraproduktiv.

Welche Siegel gibt es in dieser Richtung?

Nicht jede „nachhaltige“ Yogamatte ist es auch. Begriffe wie „eco“, „green“ oder „natural“ sind rechtlich kaum geschützt und werden im Marketing großzügig eingesetzt. Nachhaltigkeit lässt sich jedoch nicht an einzelnen Schlagworten festmachen, sondern an der Transparenz der Herstellerangaben.

Seriöse Anbieter benennen klar, aus welchen Materialien ihre Yogamatten bestehen, wo produziert wird und welche Zertifizierungen tatsächlich vorliegen. Vage Aussagen ohne nachvollziehbare Details sollten kritisch hinterfragt werden. Je konkreter die Angaben, desto wahrscheinlicher ist ein ernst gemeinter Nachhaltigkeitsanspruch.

Um sicherzugehen, dass eine Yogamatte nicht mit Schadstoffen belastet ist, ist es ratsam, auf die Ökotex-100-Zertifizierung zu achten. Der OEKO-TEX® Standard 100 prüft fertige Produkte auf gesundheitlich relevante Schadstoffe. Er liefert jedoch keine Aussagen zur Umweltbilanz des Materials, zur Nachhaltigkeit des Herstellungsprozesses oder zu sozialen Arbeitsbedingungen.

Wenn man sich bei dem Kauf einer Matte nicht sicher ist, ob die nachhaltigen Materialien auch wirklich schadstofffrei sind, kann das Beachten dieser Zertifizierung sinnvoll sein. 

Auch das Verbrauchermagazin »Öko-Test« hat verschiedene Yogamatten hinsichtlich der Materialien untersucht. Hier lohnt es sich ebenso, einen Blick auf die Ergebnisse zu werfen.
Wichtig ist jedoch, dass bei dem Kauf einer nachhaltigen Yogamatte auch Aspekte berücksichtigt werden, die darüber hinaus gehen. Denn damit das Produkt nachhaltig ist, muss nicht nur die Schadstofffreiheit, sondern auch das Material an sich, der faire Umgang mit den Arbeitskräften und der nachhaltige und umweltfreundliche Herstellungsprozess gewährleistet werden.

Fazit: Die nachhaltige Yogamatte gibt es nicht – aber eine passende

Nachhaltigkeit ist kein absoluter Zustand, sondern ein Abwägen. Material, Haltbarkeit, Nutzungshäufigkeit, Pflegeaufwand und persönliche Praxis spielen zusammen. Wer diese Faktoren bewusst berücksichtigt, trifft automatisch eine bessere Entscheidung als jemand, der sich ausschließlich an einem Siegel orientiert.

Eine nachhaltige Yogamatte ist deshalb weniger ein perfektes Produkt als ein bewusst gewähltes Werkzeug, das zur eigenen Praxis passt und langfristig genutzt wird.

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Antwort 1
Zurückblickend erlebe ich mich heute als die Summe meiner Vergangenheit.

trenner blanko

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FunFacts zu nachhaltigen Yogamatten

  1. 🧘‍♂️ 36 Millionen Yogamatten könnten die Erde 1,6-fach umrunden, wenn sie aneinandergereiht würden – egal aus welchem Material.
  2. 🐅 Bevor es moderne Matten gab, übten manche Yogis auf Tierfellen, z. B. von Rotwild oder sogar Tigern – heute unvorstellbar, aber ein Teil der Yoga-Geschichte.
  3. 🍃 Korkbäume werden nicht gefällt, wenn die Rinde für Mattenharvest entnommen wird – die Bäume leben weiter und regenerieren ihre Rinde.
  4. ♻️ Einige Yogamatten werden heute aus recycelten PET-Flaschen gefertigt und mit Naturkautschuk überzogen, was Griffigkeit und Nachhaltigkeit kombiniert.
  5. 🏄‍♂️ In den USA gibt es Yogamatten, die aus recycelten Surfer-Neoprenanzügen hergestellt werden – das ist der Stoff, aus dem früher Taucheranzüge gemacht wurden.
  6. 🌱 Die ersten „stickigen“ Yogamatten, die Grip und Stabilität boten, waren eigentlich Gummi-Unterlagen aus Teppichläufern, lange bevor PVC-Matten überhaupt populär wurden.

Aktueller Testbericht Yogamatten

Bitte aufklappen

Aus aktuellen Yogamatten-Testberichten

Februar 2023

Im Febrauar 2023 hat Stiftung Warentest erneut Yogamatten auf 

  • Stabilität
  • Rutschfestigkeit
  • Dämpfung
  • Formstabilität
  • Feuchtverhalten
  • Handhabung
  • Geruch 

und 

  • Schadstoffe

gestest.

Die Testergebnisse lauten:

Platz 2 teilen sich drei günstige Matten:

Januar 2022

Im Heft Januar 2022 berichtet Stiftung Warentest von einem internationalen Gemeinschaftstest mit 16 Yogamatten aus Kunststoff und Naturkautschuk mit Preisen von 15 bis 115 €.

Acht Matten überzeugten die Tester, vornehmlich die aus Naturkautschuk mit Preisen ab 80 Euro. Die günstigste gute Matte ist das Modell Asana von Bodhi, eine Kunststoff-Matte zu 20 €.

Testsiegerin war die Grip & Cushion III von Casall, sie überzeugte mit Rutschfestigkeit und stabiler Haltbarkeit. 

Platz zwei erzielte die Naturkautschuk-Matte „Harmony“ von Jade Joga, Platz drei ging an „Everyday“ von B Mat.

Forenbeiträge zur Yogamatte

Yogamatte für schwitzige Hände

Yogamatte für sehr schwitzige Hände gesucht

Astrid fragt:

Liebe Yoga-Freunde,

ich praktiziere seit 2 Jahren Chi Yoga und ich hampel jede Stunde mit meinem Handtuch auf der Matte rum, um nicht ständig wegzurutschen.

Wer kann mir ein Produkt aus eigener Erfahrung empfehlen? Wenn irgendwie möglich, auch waschbar.

Lieben Dank

Astrid

Die Antworten lauten wie folgt:

Hier weiterlesen: Yogamatte für schwitzige Hände


Forumsdiskussion: Große Yogamatte – wie transportieren?

Yogazubehör, große Matte – wie transportieren?

Atti fragt:

Hallo!

Ich habe mir gerade eine neue Yogamatte und ein Meditationsbänkchen gekauft. Die Matte ist wunderbar, aber sehr groß (80 x 200) und schwer (2 kg lt. Hersteller, fühlt sich aber noch schwerer an ;) ). Da ich nun vor dem Problem stehe, diese beiden Sachen UND ein großes Handtuch UND eine Wasserflasche UND noch Kleinteile (z.B. Kuschelsocken) zu meinem Yogakurs transportieren zu müssen, stellt sich die Frage nach einer guten Transportmöglichkeit. Leider sind alle Yogataschen, die ich im www bisher gefunden habe, nur auf eine Matte (und vielleicht noch Socken) ausgelegt - also zu klein und meistens auch nicht strapazierfähig genug für solch ein Gewicht. Alle weiteren Taschen, die ich bisher gefunden habe, sind entweder nicht lang genug für meine Matte oder dann gleich wieder soooooo groß, dass man darin sein ganzes Urlaubsgepäck transportieren könnte (Seesäcke). Die neue Tchibo-Yogatasche, die gerade angeboten wird, wäre super (groß genug, und man kann die Matte daran außen befestigen :) ), wenn sie aus einem haltbareren Material als PE wäre - meine schwere Matte strapaziert die Aufhängung doch zu sehr.

Wie transportiert Ihr denn all Euer Yogazubehör? Gibt es vielleicht eine robuste Tasche (oder auch ein anderes Tragesystem), was Ihr weiterempfehlen könnt?

Vielen Dank schon mal vorab für Eure Antworten!

Atti

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Anna84 fragt:

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit bei einem Discounter eine Yoga-/Gymnastikmatte gekauft, auf der ich bisher größtenteils mein Bauchtraining absolviert habe. Dafür war sie durchaus geeignet.

Nun habe ich mit Yoga angefangen und ich muss sagen, dass die Matte sich dafür überhaupt nicht eignet. Da ich während der Übungen gut ins Schwitzen gerate, rutsche ich mit Händen und Füßen weg und habe überhaupt keinen festen Stand.

Kann mir jemand von euch eine gute Matte empfehlen, auf der ich dieses Problem nicht habe?

Ich freue mich auf Eure Antworten. Viele Grüße, Anna

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach. Zum Yoga hat in seiner Studienzeit in Hamburg gefunden, seine ersten Lehrer waren Hubi und Clive Sheridan.

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