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So findest du Yogamatten ohne Schadstoffe: ökologisch, nachhaltig und für deinen Yoga-Stil geeignet

Die Ziele beim Yoga sind unter anderem Gesundheit, Ausgeglichenheit und innerer Frieden. Achtsamkeit und damit Rücksicht auf sich selbst, die Umwelt und seine Mitmenschen sind wichtige Aspekte in der Welt des Yogas. Dem widerspricht es grundlegend, Yoga auf einer Yogamatte zu praktizieren, die giftige Inhaltsstoffe hat und umweltschädigend produziert wird.

Zum Glück gibt es mittlerweile viele natürliche Alternativen, auf denen du ohne gesundheitliche Bedenken üben kannst! Wir nennen Vor- und Nachteile verschiedener Yogamatten-Materialien und für welche Yoga-Art sich welche Matte eignet.

 
 

Inhalt: Yogamatten ohne Schadstoffe

Punkt 1

Gesundheitlich unbedenkliches Üben

Bis vor einigen Jahren war die Yogamatte aus dem Kunststoff PVC der absolute Klassiker. Auch heute gibt es noch viele Yogamatten aus PVC, die sehr preisgünstig sind und deswegen gern gekauft werden. Das Problem bei PVC ist aber, dass diese Yogamatten häufig giftige Chemikalien wie AZO-Farbstoffe oder Weichmacher enthalten.

Außerdem werden die Matten zum Teil nach der Herstellung chemisch behandelt, damit sich keine Bakterien und Pilze im Inneren ausbreiten. All diese Stoffe, die zum Teil krebserregend sind, werden von deinem Körper aufgenommen, weil du häufigen und vor allem sehr engen Hautkontakt mit der Matte hast.

Von Anfänger bis Guru: Weil die Nachfrage nach gesundheitlich unbedenklichen Yogamatten immer größer wird, gibt es mittlerweile aber auch Yogamatten aus PVC, die sich ohne Bedenken verwenden lassen. Dafür solltest du darauf achten, dass die Matte vom Öko-Tex-Standard 100 geprüft und zertifiziert wurde, denn dieses Zertifikat schließt (nach heutigem Kenntnisstand!) giftige Inhaltsstoffe aus.

Es hat sich auch ein breites Angebot an Matten unterschiedlicher Hersteller etabliert, die nicht mehr aus Kunststoff bestehen, sondern aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen. Dazu gehören zum Beispiel Naturkautschuk, Baumwolle, Schurwolle, Hanf, Jute oder Kork. All diese Materialien garantieren wunderbare Eigenschaften und sind für viele verschiedene Yogastile geeignet.

Auf diesen natürlichen Matten lässt sich beruhigt jede Yogastunde genießen, denn du kannst nicht nur sicher sein, dass du keine giftigen Stoffe über die Haut aufnimmst, sondern du weißt auch, dass bei der Herstellung Rücksicht auf die Umwelt genommen wurde.

Punkt 2

studio matten 564

Was sind nachhaltige Produkte aus umweltfreundlicher Herstellung?

Bei der Yogamatte aus Kunststoff ist neben den gesundheitlichen Aspekten ein weiteres Problem, dass sie biologisch gar nicht oder nur teilweise abbaubar ist. Yogamatten aus Naturmaterial sind hingegen vollständig biologisch abbaubar und erfüllen damit ein Kriterium für Nachhaltigkeit.

Die Materialien für die ökologischen Yogamatten werden aus nachwachsenden Rohstoffen (ebenfalls nachhaltig) gewonnen. Schurwolle stammt von lebenden Schafen, Naturkautschuk wird dem Kautschukbaum entnommen und bei Baumwolle und Hanf handelt es sich um Naturfasern schnell nachwachsender Nutzpflanzen.

Hinweis

Bei manchen Matten bestehen Oberseite und Unterseite aus unterschiedlichen Materialien. Natürlich sollten beide Seiten  ohne Schadstoffe auskommen.

Punkt 3

ficus elastica frucht e 564Einer der vielen Quellen, aus denen Kautschuk gewonnen wird: Ficus elastica (Indischer Kautschuk)

Yogamatten aus Naturkautschuk

Es gibt mittlerweile eine große Vielfalt an natürlichen und nachhaltigen Materialien und das nicht nur von einem Hersteller. Zum einen wären da die Yogamatten aus Naturkautschuk. Dabei handelt es sich um einen nachwachsenden Bio-Rohstoff, der aus Gummibäumen entnommen wird.

Aus dem milchartigen Saft, der beim Anritzen der Rinde aus dem Baum austritt, wird durch verschiedene technische Prozesse schlussendlich der elastische Kautschuk hergestellt. Das Material riecht anfangs extrem nach Gummi. Dieser Geruch verfliegt aber nach einiger Zeit ganz von selbst.

Yogamatten aus diesem Material, das vollständig biologisch abbaubar ist, sind besonders formstabil und langlebig. Sie bieten außerdem eine hervorragende Dämpfung und eine sehr gute Isolierung gegen Bodenkälte.

Die Matten aus Naturkautschuk haben in den meisten Fällen eine offenporige Oberfläche. Dadurch nimmt das Material Feuchtigkeit auf und die Matte kann eine unglaublich gute Rutschfestigkeit und Bodenhaftung gewährleisten, selbst bei den schweißtreibendsten Yogastilen.

Ein Nachteil von Naturkautschuk ist, dass es sehr schwer ist. Dicke Komfort-Yogamatten aus Naturkautschuk sind nicht für einen regelmäßigen Transport konzipiert. Es gibt aber auch dünnere und leichtere Reise-Bio-Yogamatten aus Naturkautschuk, die sich wunderbar transportieren lassen.

Die offene, feuchtigkeitsabsorbierende Oberfläche verlangt eine intensive und regelmäßige Reinigung. Die Matte sollte nach jeder Verwendung mit einem feuchten Tuch abgewischt werden und regelmäßig mit einem Mattenspray eingesprüht werden.

Eine Yogamatte aus Naturkautschuk gehört auf keinen Fall in die Waschmaschine! Auch das Abwaschen mit Seife und dauerhafte Sonneneinstrahlung sind zu vermeiden, da die Rutschfestigkeit der Matte stark darunter leidet.

Punkt 4

borke eiche kork e 564Meist wird mit dem Begriff Kork das Material aus der Rinde der Korkeiche (Quercus suber) bezeichnet

Yogamatten aus Kork

Kork ist ein unglaublich interessantes alternatives Material für die Herstellung von Yogamatten, denn eine Yogamatte aus Kork hat viele positive Eigenschaften. Die Rutschfestigkeit und die Dämpfung sind sehr gut. Das Material isoliert auch sehr gut gegen Bodenkälte und ist sehr formstabil und langlebig.

Außerdem ist das Material im Gegensatz zum Naturkautschuk geruchsarm, sehr leicht und wasserabweisend, wodurch du eine Matte aus Kork leicht reinigen kannst. Außerdem werden Kork auch antibakterielle und antiallergische Eigenschaften zugeschrieben.

Theorie und Praxis: Yogamatten im Test

Sind aktuelle Yogamatten ohne Schadstoffe? Im Jahre 2013 hat ÖKOTEST 15 Yogamatten aus verschiedenen Kunststoffen, Kautschuk, Kork, Baum- und Schurwolle getestet. Das traurige Ergebnis: Die meisten Yoga- und Pilatesmatten enthielten ungesunde Schadstoffe. Nur drei Mattenmodelle erhielten die Note "sehr gut". Zwei der Testsieger bestanden aus zertifizierter Bio-Baumwolle und Schafschurwolle. Nur die "Nike Yoga Mat" schnitt als Vertreter der Kunststoffmatten mit "sehr gut" ab. Die restlichen Modelle erhielten maximal eine Drei, viele schnitten noch schlechter ab. Leider liegt dieser Test nun schon viele Jahre zurück und dürfte nicht mehr aktuell sein, da seitdem viele neue Öko-Yogamatten auf den Markt gekommen sind.

Punkt 5

schurwolle rohwolle ur 564Schurwolle als Rohwolle

Yogamatten aus Schurwolle

Die Yogamatte aus Schurwolle ist der absolute Klassiker im Kundalini Yoga. Dieses Material wird von lebenden Schafen gewonnen, sodass für die Produktion solcher Yogamatten kein Tier zu Schaden kommen muss. Es handelt sich um eine Naturfaser, die überaus robust, selbstreinigend und feuchtigkeitsregulierend ist.

Eine Matte aus Schurwolle eignet sich sehr gut für ruhigere und meditative Yogastile, weil sie sehr weich und warm sind und sehr gut gegen Bodenkälte isolieren. Für bewegungsintensive Yogastile sind die Matten nicht zu empfehlen, da sie nicht genügend Rutschfestigkeit und Dämpfung bieten.

Punkt 6

baumwolle stoffe rr 564Bauwolle gibt es in vielen Farbnuancen

Yogamatten aus Baumwolle

Zu den traditionellen Klassikern gehören neben den Matten aus Schurwolle auch die Yogamatte aus Baumwolle. Aus dieser Naturfaser werden Matten hergestellt, die die Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch auch schweißnassen Händen und Füßen bei dynamischen Yogastilen sehr guten Halt bieten.

Sie bieten allerdings weniger Dämpfung und Bodenhaftung als Naturkautschuk oder Kork und können sich ungewohnt rau anfühlen. Weil die Matten sehr dünn sind, eignen sie sich sehr gut für dynamische Yogastile wie z.B. Ashtanga Yoga.

Die Matten sind sehr formstabil und sehr leicht zu reinigen, da du sie einfach in der Waschmaschine waschen kannst.

In Deutschland werden die Yogamatten aus Baumwollte nur selten einzeln als Unterlage verwendet. Meistens werden sie als schweißaufsaugende und ökologische Auflage auf einer anderen Oberfläche verwendet.

Punkt 7

hanfpflanze blaetter oc 564Hanfpflanze

Yogamatten aus Hanf

Die Hanfpflanze ist ein sehr nachhaltiger Rohstoff, denn er lässt sich sehr leicht anbauen. Die Hanffaser ist überaus robust und formstabil. Die Matten aus Hanf haben ein sehr geringes Gewicht, wodurch sie gut für den Transport geeignet sind.

Die Oberfläche bietet einen guten Halt, ist aber nicht so rutschfest wie manch anderes Naturmaterial. Deswegen ist die Matte nicht zu empfehlen für Yogastile, die mit vielen Stand- und Balanceübungen arbeiten.

Punkt 8

jute stoff iu 564Jute gehört zur Gattung Corchorus, von der vor allem die zwei Arten Corchorus capsularis und Corchorus olitorius zur Fasergewinnung genutzt werden.

Yogamatten aus Jute

Jute besteht aus reiner Naturfaser, die vollständig biologisch abbaubar sind. Ähnlich wie die Yogamatte aus Baumwolle kann sich die Matte etwas rau anfühlen. Dafür ist das Material aber sehr rutschfest, denn sie absorbieren die Feuchtigkeit. Das macht sie zu gut geeigneten Unterlagen für schweißtreibende Arten des Yogas.

Das Material ist sehr robust und langlebig und es gehört zu den Naturfasern, auf denen schon die frühen Yogis in Indien bevorzugt Yoga praktiziert haben. Die Matten sind sehr dünn und leicht und lassen sich einfach mit milder Seife per Hand reinigen.

Punkt 9

Ein letzter Tipp: Auf die inneren Werte achten

Auch wenn es sich um nachhaltige und natürliche Materialien handelt, gewährleistet das nicht automatisch eine umweltfreundliche Produktion. Du solltest beim Kauf einer Yogamatte, egal aus welchem Material, immer genau auf die Hinweise des Herstellers achten, um die Verwendung giftiger Inhaltsstoffe oder eine chemische Behandlung der Matte hundertprozentig ausschließen zu können! Auch ein Nachfragen beim Händler seines Vertrauens kann Aufschluss über die Herstellung liefern. Wiederrum andere Shops, wie zum Beispiel Yoga-Stilvoll, kommunizieren bereits in ihren Produktinformation eine ökologische und schadstofffreie Produktion der angebotenen Produkte.

Punkt 10

Fazit: Yogamatten ohne Schadstoffe

Aufgrund des unglaublich großen Angebots an ökologischen und schadstofffreien Yogamatten, ist es heute kein Problem mehr, beim Kauf einer neuen Yogamatte Rücksicht auf die Umwelt und die eigene Gesundheit zu nehmen. Unter den vielfältigen natürlichen Materialien findet sich für jeden Geschmack und für jeden Yogastil die passende Matte!

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