Stoffe für Yogakleidung im Vergleich – Materialien, Eigenschaften und Praxisnutzen

Die Wahl von Stoffen für Yogakleidung ist mehr als ein modisches Detail: Sie entscheidet darüber, wie frei, angenehm und unterstützend deine Praxis sich anfühlt – egal ob du sanft dehnst, dynamisch fließt oder in Stille verharrst. Dieser Artikel erklärt dir, welche Stoffe welche körperlichen und funktionalen Eigenschaften mitbringen, wie du sie passend zu deinem Yogastil auswählst und welche Aspekte in Sachen Komfort, Umwelt und Alltagspflege wirklich zählen.

Yoga Kleidung auf Tisch

Kurz zusammengefasst

  • Wohlfühlfaktor zählt – Bei Yoga-Kleidung stehen Bewegungsfreiheit, Komfort und Atmungsaktivität im Vordergrund. Kleidung sollte flexibel mit dem Körper mitgehen, ohne einzuschränken oder zu zwicken.
  • Naturfasern wie BaumwolleBio-Baumwolle bietet ein weiches Hautgefühl und unterstützt ein angenehmes Körperklima. Sie ist nachhaltig produziert und besonders für sanfte Yogastile geeignet.
  • Baumwoll-Mischungen und Jersey – Mischgewebe mit Modal oder Jersey-Strick verbinden Komfort mit Formstabilität und eignen sich besonders für kühlere Übungseinheiten.
  • Struktur-Sweat für WärmeDoubleface-Jersey und Sweat speichern Wärme und sind ideal für Yoga im Herbst oder bei niedrigen Raumtemperaturen.
  • Biobasierte synthetische Fasern – Materialmixe wie biobasiertes Polyamid + Elasthan bieten Leistungsfunktionen wie 4-Way Stretch und Quick Dry, wichtig bei dynamischen Flows.
  • Lyocell und moderne CellulosefasernLyocell ist besonders atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und angenehm sanft, ideal für bewegungsintensive oder lange Yogaeinheiten.
  • Yoga-Stil beeinflusst Stoffwahl – Unterschiedliche Yogastile erfordern unterschiedliche Stoffeigenschaften: von feuchtigkeitsleitend bei Vinyasa bis weich und temperaturstabil bei Hatha oder Yin.
  • Saisonale Stoffwahl – Im Sommer sind leichte, atmungsaktive Stoffe besser; im Winter wärmespeichernde Mischungen oder Sweat-Qualitäten.
  • Haut und Komfort – Stoffe wirken verschieden auf Hauttypen. Besonders bei empfindlicher Haut lohnt es sich, auf glatte, hautfreundliche Fasern wie Lyocell oder feinere Baumwollqualitäten zu achten.
  • Nachhaltigkeit und Alltagspflege – Nachhaltigkeit endet nicht beim Kauf – Pflege, Haltbarkeit und Langlebigkeit bestimmen die ökologische Wirksamkeit eines Kleidungsstücks über die Zeit.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Der Wohlfühlfaktor ist entscheidend

Bequemlichkeit hat bei der Yoga-Kleidung oberste Priorität. Enge, zwickende Hosen und Shirts beeinträchtigen das Wohlfühlerlebnis und erschweren die Übungen unnötig. Besser ist eine luftige Mode, die locker fällt und Flexibilität für diverse Bewegungen bietet.

Wer dynamischen Yogasport praktiziert, greift auf Fashion mit speziellen funktionalen Eigenschaften zurück.

Siehe z. B.: Power Yoga

Dynamisches Hatha Yoga: Ashtanga- (Vinyasa) und Power-Yoga erklärt

Ashtanga- (Vinyasa) und Power-Yoga

Dynamisches Hatha Yoga: Ashtanga- (Vinyasa) und Power-Yoga erklärt

Wenn du dich fragst, welcher Yogastil zu dir passt – ob du klare Struktur brauchst oder lieber im Fluss übst –, dann liefert dieser Text Orientierung. Hier findest du fundierte Hintergründe zu Ashtanga (Vinyasa) Yoga und Power Yoga, Einsichten in Herkunft, Technik, Wirkung sowie praktischen Alltagstransfer. Ziel ist: nicht nur Wissen, sondern eine Einladung, die Praxis zu verstehen – und dann bewusst für dich zu nutzen.

Hier weiterlesen: Dynamisches Hatha Yoga: Ashtanga- (Vinyasa) und Power-Yoga erklärt


Baumwolle ist eine robuste Naturfaser mit angenehmem Hautgefühl. Von Natur aus besitzt sie jedoch nur eine geringe Elastizität. Die für Yoga-Kleidung notwendige Dehnbarkeit entsteht erst durch spezielle Stricktechniken wie Jersey oder durch die Beimischung elastischer Fasern.

Dabei sind Shirts und Co. aus Bio-Baumwolle zu bevorzugen, da bei der Produktion auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird. Yoga und Umweltschutz können damit gleichzeitig ausgeübt werden.

Ein Baumwollmix mit Modalanteil, der in Jersey-Qualität verarbeitet ist, eignet sich besonders gut für Yoga-Kleidung. Dabei kann je Geschmack und persönlichem Stil zwischen vielen verschiedenen Styles und Schnitten gewählt werden. Mit Sweatshirts und Hosen aus elastischem Doubleface-Jersey ist Entspannung beim Yoga fast schon vorprogrammiert. Der Stoff schmiegt sich angenehm an den Körper an. Je nach Materialstärke und Verarbeitung kann Jersey entweder temperaturausgleichend wirken oder – in schwereren Qualitäten – auch Wärme zurückhalten.

Was ist dir bei Yogakleidung am wichtigsten?

 

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Stoffwahl nach Yoga-Stil

Nicht jeder Yoga-Stil stellt die gleichen Anforderungen an Kleidung. Während manche Praktiken schweißtreibend und dynamisch sind, verlangen andere vor allem Wärme, Bewegungsfreiheit und ein angenehmes Hautgefühl. Die Wahl des richtigen Stoffes entscheidet darüber, ob Kleidung unterstützt oder stört.

Dynamische Yogastile wie Vinyasa, Power Yoga oder Ashtanga erfordern Materialien, die feuchtigkeitsregulierend, schnelltrocknend und hoch elastisch sind. Stoffe auf Basis von Polyamid mit Elasthan oder Lyocell-Mischungen bewähren sich hier besonders gut. Sie bleiben auch bei intensiven Flows formstabil und kleben nicht unangenehm auf der Haut.

Ruhige Yogastile wie Hatha, Yin oder Restorative Yoga stellen andere Anforderungen. Hier zählen vor allem Wärme, Weichheit und ein natürliches Tragegefühl. Baumwolle, Bio-Baumwoll-Mischungen oder strukturierter Sweat bieten Komfort und vermitteln Geborgenheit – ein nicht zu unterschätzender Faktor bei längeren Haltepositionen.

Meditation und Atemübungen profitieren von Stoffen, die temperaturausgleichend wirken und kaum spürbar sind. Fließende Lyocell-Stoffe oder fein gestrickte Baumwollqualitäten erlauben Ruhe – nicht nur im Körper, sondern auch im Kopf.

Nähst du deine Yoga-Kleidung auch mal selber oder bedienst du dich nur im Geschäft?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Ich nähe hin und wieder mal ein Kleidungsstück selbst. 17 Stimmen
Ich übe fast nur in selbstgenähter Yoga-Kleidung. 16 Stimmen
Ich kaufe alle meine Yoga-Kleidung. 13 Stimmen

Flauschige Bio-Baumwolle entdecken

Bio-Baumwolle ist

  • elastisch,
  • atmungsaktiv und
  • unterstützt die natürliche Hautfunktion.

Die Naturfaser mit Bio-Label wird umweltschonend und nachhaltig produziert. Bei der Herstellung kommen keine chemischen Düngemittel und auch keine Pestizide zum Einsatz. Die Kleidung ist klar gekennzeichnet, wenn die Produktion umweltschonend erfolgt ist. Beim Kauf ist deshalb auf bekannte Siegel zu achten.

Ob Sweatshirt, Jacke oder Jogginghose, Bio-Baumwolle ermöglicht eine flauschige Sweat-Qualität, die während der Praxis deutlich zu spüren ist. Das Material fühlt sich angenehm an. Mit dem nachhaltigen Kuschelpartner gehen die Übungen leichter von der Hand. Besonders zu empfehlen ist recycelte Bio-Baumwolle. Diese ist noch umweltschonender, da sie aus Überschüssen in der Spinnerei und aus Garnresten gewonnen wird. Wichtige Ressourcen lassen sich mit Yoga-Kleidung aus recycelter Bio-Baumwolle zusätzlich schonen.

Der Stoff gewährleistet modische, exotische und extravagante Stile. Als Fashionvictim ist die angebotene Vielfalt eine willkommene Angelegenheit. Locker fallende Mode bedeutet nicht zwangsläufig, dass die entsprechende Bekleidung langweilig ausschauen muss.

Relaxter Freizeitmodus mit einem Baumwoll-Mix

Vollkommene Bewegungsfreiheit bietet ein feiner Baumwoll-Mix. Mischgewebe mit Jersey und Modal erzeugen auf der Haut ein unglaublich softes Gefühl. Stoffe aus einem Baumwoll-Mix sind formstabil und äußerst elastisch.

Modal wird aus Zellulose, häufig aus Buchenholz, hergestellt. Unter geeigneten Bedingungen kann die Faser biologisch abbaubar sein. Die Umweltbilanz hängt jedoch maßgeblich vom jeweiligen Herstellungsverfahren ab.

Das Material hat einen weichen Griff und erscheint mit seidigem Glanz. Es ist atmungsaktiv und elastisch und daher bestens für Sportbekleidung geeignet. In Kombination mit Baumwolle macht das Material eine gute Figur und kann mit seinen Vorzügen optimal glänzen. Siegel weisen auf eine energie- und ressourcenschonende Herstellung hin.

Auch Jersey-Stoffe können umweltfreundlich hergestellt werden, sofern nachhaltige Fasern verwendet und ressourcenschonende Produktionsverfahren eingesetzt werden. In puncto Umweltschutz brauchen beim Kauf von Yoga-Kleidung aus einem Baumwoll-Mix keine Abstriche gemacht werden.

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Struktur-Sweat als moderner Wärmespender

Yoga-Kleidung aus elastischem Doubleface-Jersey präsentiert sich außen mit einer dynamischen Waffelstruktur. Glatte Sweatqualität lässt sich im Innern spüren. Das Material speichert die Wärme, sodass Sportbekleidung aus Struktur-Sweat der perfekte Begleiter für Übungen an kühlen Tagen sind. Bei ein paar Einheiten im Park lässt sich auch im Herbst und Frühjahr Entspannung und frische Luft genießen.

Der Stoff nimmt Feuchtigkeit gut auf und sorgt so für ein angenehmes Tragegefühl. Die Verdunstung erfolgt jedoch langsamer als bei synthetischen Funktionsmaterialien.

Struktur-Sweat ist formstabil, kompakt und auf der Haut herrlich weich. Struktur-Sweat in hochwertiger Doubleface-Qualität ist beidseitig verwendbar. Eine Seite bietet weiche, glatt gestrickte Oberflächen, die andere erscheint in Waffelstruktur. Der Stoff ist elastisch und eignet sich besonders für wärmende Sportbekleidung aller Art.

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Biobasiertes Polyamid aus nachwachsenden Rohstoffen

Biobasiertes Polyamid ist eine synthetische Faser, die teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Der nachhaltigen Lösung liegt ein aus Pflanzen gewonnenes Biopolymer zugrunde. Biobasiertes Polyamid kann zum Beispiel aus der Rizinuspflanze produziert werden. Der Stoff gilt als eine innovative Alternative zu herkömmlichem Polyester.

Je nach Herstellungsverfahren kann der Einsatz biobasierten Polyamids den Verbrauch fossiler Energie und die CO₂-Emissionen im Vergleich zu konventionellem Polyamid deutlich reduzieren. Aber:

Mögliche Nachteile synthetischer Fasern (biobasiertes Polyamid und andere)

Biobasiertes Polyamid gilt als moderne, nachhaltigere Alternative zu konventionellem Polyamid. Problemlos ist das Material dennoch nicht. Die folgenden Punkte zeigen die wichtigsten möglichen Nachteile und Zielkonflikte, sachlich eingeordnet und verständlich erklärt.

1. Nicht biologisch abbaubar

Auch wenn biobasiertes Polyamid teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, bleibt es chemisch ein synthetischer Kunststoff.

  • Es zersetzt sich nicht biologisch in der Umwelt.
  • Am Ende des Lebenszyklus bleibt es Plastik, nicht Naturfaser.
  • Kompostierung ist nicht möglich.

Einordnung:
Der biobasierte Ursprung verbessert die CO₂-Bilanz, ändert aber nichts am Abfallproblem.

2. Mikroplastik beim Waschen

Wie alle Polyamidfasern kann auch biobasiertes Polyamid beim Waschen Mikrofasern verlieren.

  • Diese gelangen über das Abwasser in Flüsse und Meere.
  • Kläranlagen filtern Mikroplastik nur teilweise heraus.
  • Der Effekt verstärkt sich bei häufigem Waschen und hoher mechanischer Belastung.

Einordnung:
Das Problem ist materialbedingt und unabhängig davon, ob das Polyamid fossil oder biobasiert ist.

3. Begrenzte Recyclingfähigkeit in der Praxis

Theoretisch ist Polyamid recycelbar, praktisch aber oft nicht.

  • Mischgewebe (z. B. Polyamid + Elasthan) sind schwer trennbar.
  • Es fehlen vielerorts funktionierende Rücknahmesysteme.
  • Mechanisches Recycling verschlechtert häufig die Faserqualität.

Einordnung:
Recycling findet bisher eher im industriellen Maßstab statt als im Alltag der Verbraucher.

4. Abhängigkeit von industrieller Landwirtschaft

Die biobasierten Rohstoffe stammen häufig aus Pflanzen wie der Rizinuspflanze.

Mögliche Probleme:

  • Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion
  • Monokulturen bei steigender Nachfrage
  • Einsatz von Wasser, Düngemitteln und Transportenergie

Einordnung:
Biobasiert bedeutet nicht automatisch ökologisch unproblematisch – die Art des Anbaus ist entscheidend.

5. Greenwashing-Risiko

Der Begriff „biobasiert“ wirkt positiv, ist aber nicht geschützt und kann missverständlich sein.

  • Ein Produkt kann nur zu einem kleinen Teil biobasiert sein.
  • Verbraucher verwechseln biobasiert häufig mit biologisch abbaubar.
  • Nachhaltigkeitsvorteile werden teils überbetont.

Einordnung:
Ohne transparente Angaben zur Rohstoffquelle und zum Anteil bleibt der ökologische Nutzen schwer überprüfbar.

6. Haptik und Tragegefühl nicht für alle geeignet

Biobasiertes Polyamid ist leistungsfähig, aber nicht immer hautneutral.

  • Kann sich bei Hitze wärmer anfühlen als Naturfasern
  • Weniger luftdurchlässig als Baumwolle oder Lyocell
  • Manche Menschen empfinden synthetische Stoffe als „technisch“ oder „künstlich“

Einordnung:
Für schweißintensive Yoga-Stile oft sinnvoll, für ruhige Praxis nicht immer erste Wahl.

7. Energieaufwand bleibt relevant

Auch bei biobasierten Varianten ist die Herstellung energieintensiv.

  • Polymerisation und Faserspinnung benötigen viel Energie
  • Vorteilhaft nur, wenn erneuerbare Energie eingesetzt wird
  • Transportwege können die CO₂-Bilanz relativieren

Einordnung:
Biobasiert reduziert Emissionen, eliminiert sie aber nicht.

Kurzfazit

Biobasiertes Polyamid ist eine Verbesserung, kein Freifahrtschein.
Es senkt die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und bietet hohe Performance, bringt jedoch weiterhin typische Probleme synthetischer Fasern mit sich: Mikroplastik, fehlende Abbaubarkeit, Recyclinghürden und Greenwashing-Risiken.

Für Yoga-Kleidung ist es sinnvoll, wenn Funktion im Vordergrund steht – nachhaltig wird es vor allem dann, wenn:

  • die Kleidung lange genutzt wird,
  • wenig gewaschen wird,
  • und transparente Herstellerangaben vorliegen.

Beliebt ist z. B. der Materialmix Polyamid/Elasthan. Damit lässt sich Yoga-Kleidung prima selber nähen. Zum Beispiel eine Yogahose:

Video: Yogahose selber nähen

Länge: 14 Minuten

Youtube-Video

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Mehr Videos zum Selbernähen findest du unten.

Welche Yogakleidung bevorzugst du?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Ich bevorzuge luftige Kleidung 34 Stimmen
Ich halte es mal so, mal so 20 Stimmen
Ich mag es gerne enganliegend 13 Stimmen

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Praktische Sportkleidung aus Lyocell

Lyocell ist eine aus Holz gewonnene Cellulose-Faser. Bei dem Material handelt es sich um einen glatten und fließenden Stoff, der zum größten Teil aus Eukalyptusfasern hergestellt wird. Ein bewusster und respektvoller Umgang mit der Natur ist damit möglich. Lyocell absorbiert aufgenommene Flüssigkeit schnell und ist sehr atmungsaktiv. Modische Sportfunktionskleidung aus dem Material gibt es mittlerweile in einer vielfältigen Produktpalette. Das Material hat einen kühlen Griff und eine geringe Knitterneigung. Lyocell ist durch perfektes Feuchtigkeitsmanagement sehr hygienisch. Der Stoff unterstützt ein optimales Hautklima und ist deshalb ideal für Yoga-Kleidung.

Lyocell zeichnet sich durch einen glatten Griff, hohe Saugfähigkeit und gute Temperaturregulierung aus. Je nach Verarbeitung kann es kühler, weicher oder feuchtigkeitsaufnehmender wirken als andere Naturfasern. Lyocell ist außerdem antiallergen und resistent gegen Milben. Die Herstellung ist relativ wassersparend und erfolgt oftmals umweltfreundlich.

Umfrage: Welchen Stoff bevorzugst du?

Welches Material nutzt du am liebsten für deine Yogakleidung?

 

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Hautgefühl, Hauttypen und sensible Haut

Yoga ist körpernah – entsprechend intensiv ist der Kontakt zwischen Haut und Stoff. Menschen mit sensibler oder zu Reizungen neigender Haut profitieren besonders von Materialien mit glatter Oberfläche, geringer Reibung und hoher Feuchtigkeitsaufnahme.

Lyocell gilt als besonders hautfreundlich, da die Faser Feuchtigkeit schnell aufnimmt und Bakterien weniger Nährboden bietet. Auch Bio-Baumwolle kann bei empfindlicher Haut Vorteile haben, da sie frei von Pestizidrückständen ist. Entscheidend ist dabei nicht nur die Faser selbst, sondern auch Färbung, Ausrüstung und Verarbeitung.

Ein Stoff kann ökologisch korrekt sein – und sich dennoch auf der Haut unangenehm anfühlen. Yoga-Kleidung sollte deshalb immer am eigenen Körper getestet werden, nicht allein anhand von Etiketten.

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Pflege, Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit

Ein nachhaltiger Stoff bleibt nur dann nachhaltig, wenn er lange getragen wird. Pflegeleichtigkeit und Formstabilität spielen daher eine zentrale Rolle.

Baumwolle ist robust, kann jedoch bei häufigem Waschen an Form verlieren. Lyocell bleibt lange weich, benötigt aber etwas mehr Sorgfalt. Synthetische Funktionsstoffe sind pflegeleicht, trocknen schnell, können jedoch Gerüche stärker binden.

Wer Yoga-Kleidung regelmäßig nutzt, sollte auf strapazierfähige Nähte, dauerhafte Elastizität und waschmaschinengeeignete Materialien achten. Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in der Herstellung, sondern wie gesagt: auch in der Lebensdauer.

Sommer vs. Winter – saisonale Stoffentscheidungen

Yoga-Kleidung wird das ganze Jahr über getragen – doch Stoffe reagieren auf Temperaturen. Was im Sommer luftig wirkt, kann im Winter schnell auskühlen, und umgekehrt.

Für warme Temperaturen eignen sich Stoffe mit hoher Atmungsaktivität und geringem Stoffgewicht. Lyocell, leichte Baumwoll-Jersey-Stoffe oder funktionale Polyamid-Mischungen unterstützen die Verdunstung von Feuchtigkeit und verhindern Hitzestau.

In der kühleren Jahreszeit sind Materialien gefragt, die Wärme halten, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Doubleface-Jersey, Struktur-Sweat oder schwerere Baumwollmischungen speichern Körperwärme und sorgen für ein stabiles Temperaturgefühl – besonders bei ruhigen Sequenzen oder beim Üben im Freien.

Video: Yoga-Kleidung selber nähen

Leggins selber nähen (mit Schnittmuster)

Länge: 5 Minuten

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Yoga-Tasche nähen (mit Schnittmuster)

Länge: 8 Minuten

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Yoga-Pants nähen (mit Schnittmuster)

Länge: 21 Minuten

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Rundes Yogakissen nähen (mit Schnittmuster)

Länge: 8 Minuten

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Ergänzung oder Frage von dir

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

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🤓 FunFacts zur Yogakleidung

  1. Yoga-Hose war einst Mode-Innovation: Die ersten Yoga-Hosen mit Stretch wurden 1998 von Lululemon verkauft – inspiriert von Tanzkleidung, die wie eine „zweite Haut“ wirkt.
  2. Lyocell produzierter Stoff ist teilweise biologisch abbaubar und kann bis zu 50 % mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Baumwolle.
  3. Bambus-Textilien sind meist doch Bambus-Rayon: Kleidung, die als „Bambus“ verkauft wird, besteht überwiegend aus chemisch hergestellter Viscose aus Bambuszellulose, nicht aus mechanisch gewonnenem Naturfaserstoff.
  4. Spandex (Lycra) boomte zuerst im Fitness-Bereich: Die weltweit bekannte Elastic-Faser wurde in den 1970er Jahren durch DuPont eingeführt und verband sich rasch mit Trend-Sportarten.
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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach. Zum Yoga hat in seiner Studienzeit in Hamburg gefunden, seine ersten Lehrer waren Hubi und Clive Sheridan.

https://www.yoga-welten.de

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