Yoga Sutra Abhyasa

  • Übung zu Sutre I-12

    uebung sutre

    Übungsvorschlag für die kommende Woche:

    Formuliere aus, was für dich momentan "beharrliches Üben" und "Verhaftungslosigkeit" bedeutet. Beantworte schriftlich: Wann willst du üben? Besteht dein Üben nur aus der Yogastunde oder willst du weitere Bereiche deines Lebens zum Üben nutzen. Wen ja: Welche?

    Ebenso: Wo willst du in Zukunft Verhaftungslosigkeit/Nicht-Anhaftung anstreben? Werde konkret. Benenne auch, wo du dich erst einmal nicht heranwagst (z.B. Gleichmut bei Lob und Tadel, in deiner Partnerschaft etc.)

     

  • Übung zu Sutre I-13

    uebung sutre

    Übungsvorschlag für die kommende Woche:

    Überlege dir jetzt eine(!) Ausdehnung deiner Übungspraxis in deinen Alltag. An welcher Stelle willst du hier in der nächsten Woche Achtsamkeit, Geistesberuhigung und/oder Nicht-Anhaftung üben?

    Dies kann der Umgang mit deinem Partner oder die Zubereitung des Tees sein. Führe dies eine Woche lang konsequent durch.

    Wenn du magst, kannst du dir in der darauf folgenden Woche ein anderes Übungsfeld suchen. Nach und nach wirst du so alle Bereiche deines Lebens einmal "durchgeübt" haben.

  • Übung zu Sutre I-14

    uebung sutre

    Übungsvorschlag für die kommende Woche:

    Werde dir bewusst, was es für deinen Alltag bedeuten würde, wenn du dauerhaft im Sinne Patanjalis Yoga üben würdest. Wie würde dein Tag konkret aussehen? Erstelle eine Liste und führe dann einen(!) Punkt dieser Liste jeden Tag dieser Woche aus.

  • Übung zu Sutre I-15

    uebung sutre

    Übungsvorschlag für die kommende Woche:

    Liste einige Objekte, Menschen oder Zustände auf, die du (immer noch :-) ) begehrst. Suche dir einen(!) Punkt deiner Liste aus (einen einfachen), bei dem du diese Woche Vairagya üben willst. Ziehe nach dieser Woche Bilanz, wie sich dieses Bemühen um Nicht-Wünschen nach diesem "Objekt oder Geisteszustand" ausgewirkt hat.

    Dies könnte - ein beliebiges Beispiel - beim Joggen das Unterdrücken des Verlangens nach Erreichen einer bestimmten Zeit oder Strecke sein. Wie fühlt sich "reines Joggen" ohne inneren Wunsch nach einem bestimmten So-Soll-Das-Joggen-Sein an?

  • Yoga Sutra I-12: Die bewusste Kontrolle der Bewegungen im Geist wird durch Übung und Verhaftungslosigkeit erlangt

    bewegungen geist

    Abhyâsa–vairâgyâbhyâm tan–nirodhah
    अभ्यासवैराग्याभ्यां तन्निरोधः

    In den folgenden Sutras wendet sich Patanjali einem neuen Bereich zu. Es geht um zwei zentrale Konzepte (oder Prinzipien bzw. Vorgehensweisen) für die eigene spirituelle Entwicklung:

    Abhyasa und Vairagya
    Übung und Nichtanhaften

    Somit kann auch diese Sutra als grundlegend eingeordnet werden. Sie begründet die tägliche Praxis des Yogi und fordert eine bestimmte Geisteshaltung zu "weltlichen Dingen" und emotionalen Verstrickungen.

    Eine Geschichte verdeutlicht die anzustrebende Geistesverfassung...

  • Yoga Sutra I-13: Übung ist die ständige Bemühung, die Beruhigung der Bewegungen im Geist fest zu begründen

    om

    tatra sthitau yatno-bhyāsaḥ
    तत्र स्थितौ यत्नोऽभ्यासः

    Abhyasa sind alle Anstrengungen zur Beherrschung des Geistes. Nicht aus Selbstzweck, sondern um Zugang zum wahren Selbst zu finden. Es geht um die Beherrschung des Geistes, damit der Purusha durchscheinen kann.

    Doch worauf kommt es beim Üben an?

  • Yoga Sutra I-14: Die Übung bewirkt dauerhaften Erfolg, wenn sie über lange Zeit hinweg ohne Unterbrechung und mit Hingabe durchgeführt wird

    haende klatschen 250

     Sa tu dīrgha kālanairantarya satkārāsevito dṛḍhabhūmiḥ
    स तु दीर्घकालनैरन्तर्यसत्कारासेवितो दृढभूमिः

     

    Eigentlich ist dies auch eine zentrale Sutra, da sie ein wichtiges Übungsprinzip hervorhebt: Wenn du nicht dranbleibst, fällst du zurück. Inwiefern eine Pause in der Meditation mit einem Stein, der den Berg wieder herabrollt oder mit "Zwei Schritt vor, einen zurück" verglichen werden sollte, darüber streiten sich die Sutraskommentatoren.

    Noch hilfreicher: Lese hier ihre Tipps, wie du dauerhaft falsches Üben vermeidest.

  • Yoga Sutra I-18: Ein weiterer Zustand des Samadhi - Virama Pratyaya - ist nach intensiver Übung erreicht, wenn alle geistigen Aktivitäten aufhören und nur (ein Rest) unmanifestierter Eindrücke im Geist (eine Form der Leere) verbleiben

    wasser tropfen 250

    Virâma–pratyayâ-abhyâsa–pûrvah samskâra–seso nyah
    विरामप्रत्ययाभ्यासपूर्वः संस्कारशेषोऽन्यः

     

    Wir tauchen tiefer in die Welt des Samadhi ein. Sutra I-18 erläutert Virama-Pratyaya. Dieser Zustand muss schon sehr wonnevoll und reich an intuitiven Erkenntnissen sein. Aber Achtung! Es droht Gefahr... 

  • Yoga Sutra I-32: Zur Überwindung der Hindernisse übe man die auf ein Objekt konzentrierte Meditation

    ring nebula medi 250
    tat-pratiShedhaartham eka-tattva-abhyaasaH
    तत्प्रतिषेधार्थमेकतत्त्वाभ्यासः

    In den Sutras I-32 bis I-39 erfahren wir Mittel, um die Hindernisse und Störungen auf dem Weg zu beseitigen. Patanjali beginnt, indem er zu einer konkreten Meditation rät.

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